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Pilotprojekt gescheitert: Hamburg schafft Wasserstoffbusse wieder ab
HOCHBAHN

Die Hamburger Hochbahn hat den Testbetrieb mit Wasserstoffbussen beendet. Die Technik sei noch nicht so weit, und Hersteller Daimler konnte zuletzt nicht liefern. Doch es gibt schon Alternativen.

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omega84 13.02.2019, 16:06
50.

Zitat von deakon78
Bis ein Elektrobus den ersten Meter fährt, hat er schon wesentlich mehr Schaden ander Umwelt angerichtet als ein Dieselbus in den ersten Jahren. "Emmisionsfreie Busflotte", dass ich nicht lache!
Das ist leider nur richtig, wenn man die schlechtesten Annahmen bei der Akku- und die besten bei der Motorproduktion vorraussetzt.

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Andraax 13.02.2019, 16:07
51.

Zitat von anna_nass
Inzwischen dürfte jedes Schulkind wissen, das man sich mit Elektromotoren nicht vernünftig fortbewegen kann. Batterien, die im Sommer nur eine Reichweite von ein paar Metern haben und bei WIntertemperaturen ganz schlapp machen sind da auch keine Alternative. Seht endlich ein, dass ein der bewährten und sauberen Dieseltechnologie kein Weg vorbei führt. Und wenns Merzedes nicht schafft,dann fragt eben bei Volkswagen. Die wissen, wie man die Motoren umweltschonend programmiert.
Seltsam, hier in Salzburg funktionieren Elektrobusse (genau genommen Oberleitungsbusse) hervorragend.
https://de.wikipedia.org/wiki/Oberleitungsbus_Salzburg

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spon_7924415 13.02.2019, 16:11
52. Klatsche für deutsche Automobilindustrie

Der Fahrzeugbauer VanHool liefert in Deutschland Wasserstoffbusse aus. Die scheinen gut zu laufen, und man kann dort sogar nachbestellen!!!!
Die Deutschen können leider nur Diesel.

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jens109 13.02.2019, 16:11
53. Aha

und Strom kommt ja eh aus der Steckdose. Der muß nicht erzeugt werden? Solange es noch keine Speicherkraftwerke gibt ggf. aus dem AKW?

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2cv 13.02.2019, 16:13
54. Physikalisches Problem: Wasserstoff-Material-Versprödung

Was die meisten nicht bedenken, passiert leider auf atomarem Level - und das ist das Hauptproblem bei der ganzen Lösung: die Material-Versprödung durch Wasserstoff. Das wird Ihnen jeder Werkstoff-Wissenschaftler bestätigen - ich habe das selbst früher in in meinem Physik-Studium bei einem Studienganz zu Werkstoffwissenschaften am gleichnamigen Max-Planck-Institut für Werkstoffwissenschaften erlernt. Das H2-Molekül ist deutlich kleiner als alle Moleküle der Umwandungen (Behälter- und Leitungs-Wände), in denen der Wasserstoff gespeichert wird oder durchfließt. Folglich diffundiert er nicht nur heraus - es sorgt auch dafür, daß die Materialien verspröden. Stellen Sie sich das vereinfacht vor wie eine Rose, die sie tiefstkühlen oder zB mit flüssigem Sauerstoff übergiessen, die Bilder kennen viele: die Rose zerplatzt in tausend Teile, wenn man sie fallen läßt. (Natürlich ist der Effekt nur optisch ähnlich.) Es bedeutet aber in der Praxis insbesondere, daß durch Vibration, thermische Effekte, Gummidichtungen etc. Undichtigkeiten von Tank bis zur Verbrennung über die Zeit entstehen, und damit die Reparaturkosten exponentiell mit dem Alter der Materialien in die Höhe schnellen - netto MUSS zwangsläufig jedes mit Wasserstoff dauerhaft in Berührung kommende Bauteil ausgetauscht werden. Damit sind Laufzeiten idR nur in einstelligen Jahreszahlen sinnvoll möglich. Und das ist unabhängig, welche Verbrennungs-Technologie oder was auch immer eingesetzt wird - ein Materialproblem!

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MartinS. 13.02.2019, 16:14
55. ...

Zitat von burlei
... und die ganze Welt setzt auf alternative Antriebe. Die ganze Welt? Nein, ein kleines Dorf ... ääähhh, ein kleines Ländchen in Europa setzt immer noch erfolglos auf Technologien der industriellen Steinzeit. Weil sie moderne Technik nicht wollen? Nein, weil ihre Industrie Jahrzehnte lang im Tiefschlaf lag und das Management der Automobilhersteller nur auf Gewinnmaximierung und die nächste Bilanz schielte. Heute ist die deutsche Autoindustrie abgehängt, hinkt hinter der Entwicklung rettungslos hinterher und setzt ihre Innovationsfähigkeit nur noch dafür ein, vor den Gerichten Ausreden für ihre Betrügereien zu erfinden. Mercedes hat aus dem Konjunkturpaket II allein 2009 die Summe von 65 Millionen Euro kassiert. Haben sie das für Forschung und Entwicklung verbraucht? Anscheinend nicht. Japaner und Koreaner schicken ihre Flotten bereits fast durchgehend mit E-Antrieb, sogar mit Brennstoffzellen-Antrieb auf die Straßen. Serienmäßige Fahrzeuge, "von der Stange" sozusagen und zu Preisen, die noch unterhalb eines Fahrzeugs der preislichen Mittelklasse eines deutschen "Premium"-Herstellers wie Mercedes liegen. Nein, irgendwelche Fahrzeuge oder sogar Busse von deutschen Herstellern zu ordern, ist Geldvernichtung. Es kauft ja auch niemand mehr Kutschen.
Können sie mir bitte mal schlüssig erklären, wie sie darauf kommen, dass die Deutsche Automobilindustrie scheinbar abgehängt ist.
Der Anteil an Elektrofahrzeugen ist weltweit minimal. Ja, er beginnt langsam anzusteigen - aber wir sind weit davon entfernt, dass irgendwer irgendein relevantes Marktpotential verpasst haben kann.

Hier in Europa gibt es Norwegen als weltweit einzigartiges Elektro-Ausnahmeland. Es wurde GESTEUERT Rahmenbedingungen geschaffen, um dies zu begünstigen (gezielte Verteuerung von konventionell angetriebenen Fahrzeugen bei gleichzeitiger Subventionierung von Elektrofahrzeugen, was den Preisnachteil ausgleicht, aber eben auch nur bis zu einem gewissen Verbreitungsgrad funktioniert, anschließend kann ein entsprechendes System sich nicht mehr selbst gegenfinanzieren)
In eben diesem Elektrowunderland sind ausgerechnet Fahrzeuge der abgehängten Deutschen Hersteller beständig ganz vorne mit bei den Neuzulassungen. Ganz so übel scheinen die also nicht zu sein.

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SchafNase 13.02.2019, 16:14
56.

Zitat von anna_nass
... mit gewaltigen Mengen von diesem hochexplosivem Wasserstoffgas zu fahren. Selbst wenn das Gas nicht so extrem gefährlich wäre, so ist es der blanke Wahnsinn, gerade durch Innenstädte ein Fahrzeug mit Tank fahren zu lassen, das einen so wahnsinnig hohen Druck hat...
Sorry! Wasserstoff ist nicht "hochexplosiv" und auch nicht "extrem gefährlich". Es lohnt sich, sich mal den Film von dem Unglück des LZ 129 ("Hindenburg") aufmerksam anzuschauen. Das Luftschiff ist nicht explodiert, sondern schlichtweg verbrannt. Ansonsten hätten wohl auch kaum 2/3 der Insassen überleben können.

Gasballone in Deutschland fahren in der Regel mit Wasserstoff und der Wasserstoff wird nach der Landung in die Atmosphäre entlassen ohne dass hierdurch eine Umweltgefahr entstünde.

LKW mit Wasserstoffladung fahren tatgtäglich durch unsere Städt und über die Autobahnen.

Googlet man nach "Wasserstoff Unglück" findet man hauptsächlich Links zur Hindeburgkatastrophe.

Selbstverständlich müssen im Umgang mit Wasserstoff bestimmte Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden, aber damit ist es ein problemlos handhabbares Gas. Man sollte es nur nicht mit etwa gleicher Menge Chlorgas oder einer etwa halb so großen Menge Sauerstoff mischen, denn dann wird es tatsächlich gefährlich.

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sikasuu 13.02.2019, 16:14
57. Tja, ist auch im Artikel erwähnt! Und was machen wir jetzt?

Zitat von adal_
Das größte Manko der Brennstoffzellentechnik: Die enormen Kosten einer sicheren Tankinfrastruktur. Schon von daher ist diese Technik zu einem Nischendasein verdammt.
Wasserstoff als Ersatz für Benzin/Diesel?
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Wie seht es dann mit den Tankstellen z.B. im Ballungsraum aus? Wie groß muss der Sicherheitsabstand bei 20t flüssigem Wasserstoff pro Tankstelle wohl sein?
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Also, Akku= nicht überzeugend, teuer Wasserstoff= problematisch & unwirtschaftlich, Erdöl= geht zu Ende, verdreckt die Luft....
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Sollten wir doch mal über "Fahrdraht versorgte" Verkehrssysteme (Schiene oder Bus) etwas genauer& konkreter nachdenken, bevor das "Auto" im Stau "Moos ansetzt", der letzte Tropfen Sprit verbraucht ist & Individualverkehr aus "Fahrrad" gar zu "Fuß gehen" reduziert werden muss?
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Oder gibt es dann die schon seit einiger Zeit gehypten "Flugtaxis" in großen Stückzahlen, von denen keiner so genau sagen kann womit& wie sie als Massenverkehrsmittel wohl fliegen werden, genutz erden können ? :-)

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Normaler Wutbürger 13.02.2019, 16:14
58. Komisch

Die Brennstoffzelle wird die Zukunft sein, zumindest wenn es um E-Motoren geht. Die Energie um den Wasserstoff herzustellen kann man perfekt aus den alternativen Energien ziehen, wenn diese zu bestimmten Zeiten überflüssige Energie erzeugen. Somit wäre das Problem der Speicherung erleidgt. Genauso wie das Problem der überlasteten Netze. Tanken dauert Minuten statt Stunden. Die Infrastruktur auf Wasserstoff wäre nur ein Umbau der Tanstellen, statt Neubau unzähliger Ladestationen.

Fragwürdig warum man hier auf Daimler gekommen ist. Da gibt es weit bessere Kandidaten.

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melancholiker 13.02.2019, 16:20
59. Erprobte technik

Warum nutzt man nicht die erprobten und bewährten gasmotoren? Gibt es dafür keine fordermittel?

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