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Pilotprojekt gescheitert: Hamburg schafft Wasserstoffbusse wieder ab
HOCHBAHN

Die Hamburger Hochbahn hat den Testbetrieb mit Wasserstoffbussen beendet. Die Technik sei noch nicht so weit, und Hersteller Daimler konnte zuletzt nicht liefern. Doch es gibt schon Alternativen.

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Flari 13.02.2019, 16:46
70.

Zitat von spon_7924415
Der Fahrzeugbauer VanHool liefert in Deutschland Wasserstoffbusse aus. Die scheinen gut zu laufen, und man kann dort sogar nachbestellen!!!! Die Deutschen können leider nur Diesel.
Darüber kann sich auch der Verkehrsverbund um Köln freuen..
Auch noch bei lediglich 80% Betriebsbereitschaft der H2-Busse, statt guten 95% bei den Dieselbussen.
Und die Fahrgäste freuen sich auch, wenn es auf der sauberen Fahrt mal eine Pause gibt und man auf den Diesel-Ersatzbus warten kann.

Immerhin werden die H2-Busse für 650.000,- Euro aktuell pro Stück mit jeweils um 350.000,- Euro von der EU gefördert.
HH konnte sich an dem Programm nicht beteiligen, da sie schon H2-Busse im Einsatz hatten...

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sobrinus 13.02.2019, 16:47
71. öpn 4.0

Vor weiteren Experimenten sollte man die Ergebnisse unseres Instituts für Quantenphysik mit dem Beamen von Personen abwarten. Wir haben unsere Testpersonen schon erfolgreich auf den Weg bringen können, kämpfen aber noch mit dem Problem, dass niemand von den Probant*innen irgendwo angekommen ist. Das kann angesichts der Verknappung auf dem Arbeitsmarkt natürlich nicht befriedigen. Weitere Zuschüsse sind beantragt.

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Andraax 13.02.2019, 16:50
72.

Zitat von christian-h
Wie Sie wissen geht es hier nicht um Oberleitungsbusse sondern um batteriebetriebene Busse. Das Elektromobilität ansonsten funktioniert sieht man ja an den Straßenbahnen und U-Bahnen.
Wenn die Verbrennungsfanatiker (und da gehören Sie dazu), jedes Thema hervorkramen (hier z.B. Diesel-Zuheizung, Produktion von Batterien, neue Abgasanlagen für Verbrenner, Stromgewinnung, etc.) das nur im entferntesten gegen Elektromobilität spricht, stört Sie das kein bisschen. Aber ein kleiner Hinweis, dass anders gemachte Elektromobilität in vielen Städten hervorragend funktioniert, ist natürlich sofort Off-Topic. Sehr ausgewogene Sichtweise - nicht!

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oli h 13.02.2019, 16:50
73. Gibt es durchaus

Zitat von wo_st
1980 hatte Daimler Benz schon Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb und jetzt nach 38 Jahren immer noch kein Serienfahrzeug. Wie die Japaner das geschafft haben?
Mercedes GLC F-Cell - Zwar derzeit nur zur Miete, aber ein Serienfahrzeug ist es durchaus. Und meines Wissens der einzige Wasserstoff-Hybrid.

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Ja.......Aber 13.02.2019, 16:50
74. Teurer Parkplatz?

Zitat von spon_2999637
150 werden schon knapp ohne "Hot Swap" (einen Bus zum Laden abstellen, mit dem anderen weiter fahren).... so 200-400 km/d sind schon drin im Stadt- bis Regionalverkehr.
Doppelte Anschaffungskosten bei halber Einsatzzeit?
Wird wohl nichts mit ÖPV zu 1 Euro am Tag?

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anna_nass 13.02.2019, 16:51
75. Lobbyismus

Zitat von Andraax
Seltsam, hier in Salzburg funktionieren Elektrobusse (genau genommen Oberleitungsbusse) hervorragend. https://de.wikipedia.org/wiki/Oberleitungsbus_Salzburg
Und wo kommt der Strom her?
Sicher aus einem deutschen Braunkohlekraftwerk.

Oder wolle Sie mir erzählen, dass in Salzburg jedes Wartehäuschen mit Solarzellen zugepflastert ist?

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cabona 13.02.2019, 16:52
76.

Zitat von mons_francorum
Funktionieren die Busse in Hamburg genauso wie die in Berlin? https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/neue-bvg-elektrobusse-heizungen-und-klimaanlagen-werden-mit-diesel-betrieben/ar-BBN9pvC Also der Motor ist elektrisch und die Heizung/Klimaanlage wird mit einem Dieselaggregat betrieben? D.h. Emisionsfrei ist man in den 2 Wochen im Frühling und im Herbst, wenn man weder Klimaanlage noch Heizung braucht?
Die Brennstoffzelle produziert schon mal Abwärme und Strom. Das Problem bei Bussen, um die zu beheizen braucht man mal knapp die Heizleistung wie für ein 2 Familienhaus. Da bleibt beim Batterie-Bus hingegen die Wahl zwischen Reichweite oder frieren!

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mwroer 13.02.2019, 16:55
77.

Zitat von tomymind
Falls Wasserstoff nicht bei der Gewinnung anderer Produkte anfällt, muß er hergestellt werden und er muß immer, wie jetzt Benzin und Diesel, transportiert werden. So groß kann der Vorteil nicht sein
Und Strom fällt vom Himmel in die Akkus ???

Ich schicke Sie jetzt nicht zu irgendwelchen Studien wie massiv die Umweltschäden wären würde man eine ganze E-Lade Infrastruktur neu aufbauen. Auch nicht zu den Studien die Ihnen zeigen dass E-Autos faktisch erst nach 6 Jahren auf einem Niveau im ökologischen Fußabdruck landen wie Benziner - und das auch nur wenn Sie die Kiste mit 100% Wind- oder Solarenergie aufladen.

Macht in Deutschland keinen Sinn. Ihr beharrt auf der Existenz der eierlegenden Wollmilchsau und deswegen werden Schafe, Kühe, Hühner und Schweine erstmal grundlegend verboten.

Jede Technik hat und Vor- und Nachteile. Jede Technik hat ihr Einsatzgebiet. Das wird, fast, weltweit verstanden. Ihr seid ein bisschen wie dieses kleine gallische Dorf ...

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Flari 13.02.2019, 16:57
78.

Zitat von 2cv
Was die meisten nicht bedenken, passiert leider auf atomarem Level - und das ist das Hauptproblem bei der ganzen Lösung: die Material-Versprödung durch Wasserstoff. Das wird Ihnen jeder Werkstoff-Wissenschaftler bestätigen - ich habe das selbst früher in in meinem Physik-Studium bei einem Studienganz zu Werkstoffwissenschaften am gleichnamigen Max-Planck-Institut für Werkstoffwissenschaften erlernt. Das H2-Molekül ist deutlich kleiner als alle Moleküle der Umwandungen (Behälter- und Leitungs-Wände), in denen der Wasserstoff gespeichert wird oder durchfließt. Folglich diffundiert er nicht nur heraus - es sorgt auch dafür, daß die Materialien verspröden. Stellen Sie sich das vereinfacht vor wie eine Rose, die sie tiefstkühlen oder zB mit flüssigem Sauerstoff übergiessen, die Bilder kennen viele: die Rose zerplatzt in tausend Teile, wenn man sie fallen läßt. (Natürlich ist der Effekt nur optisch ähnlich.) Es bedeutet aber in der Praxis insbesondere, daß durch Vibration, thermische Effekte, Gummidichtungen etc. Undichtigkeiten von Tank bis zur Verbrennung über die Zeit entstehen, und damit die Reparaturkosten exponentiell mit dem Alter der Materialien in die Höhe schnellen - netto MUSS zwangsläufig jedes mit Wasserstoff dauerhaft in Berührung kommende Bauteil ausgetauscht werden. Damit sind Laufzeiten idR nur in einstelligen Jahreszahlen sinnvoll möglich. Und das ist unabhängig, welche Verbrennungs-Technologie oder was auch immer eingesetzt wird - ein Materialproblem!
Sie sollten allerdings auch berücksichtigen, dass sich die Technik und Materialien seit den Nachkriegstagen schon ein wenig geändert haben.
Auch der anfällige Thomasstahl kommt in modernen Konstruktionen sehr wenig zum Einsatz.
Viele Städte in In- und Ausland setzten über viele Jahrzehnte Stadtgas mit rund 50% Wasserstoffanteil ein, ohne dass die Gasspeicher, Leitungen, Herde, Heizungen und Strassenlaternen zerbröselten oder überall Wasserstoff ausgetreten ist, weil der angeblich so dolle diffundiert.

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tinnytim 13.02.2019, 17:11
79.

Zitat von mons_francorum
Funktionieren die Busse in Hamburg genauso wie die in Berlin? https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/neue-bvg-elektrobusse-heizungen-und-klimaanlagen-werden-mit-diesel-betrieben/ar-BBN9pvC Also der Motor ist elektrisch und die Heizung/Klimaanlage wird mit einem Dieselaggregat betrieben? D.h. Emisionsfrei ist man in den 2 Wochen im Frühling und im Herbst, wenn man weder Klimaanlage noch Heizung braucht?
So, Stifte raus, damit ich so einen Blödsinn nicht nochmal irgendwo lesen muss.
Grundlegende Unterschiede zwischen Heizungen und Verbrennungsmotoren :
Verbrennungsmotoren arbeiten mit hohen Drücken und dynamischen Drehzahlen, um ein möglichst dynamisches Fahrverhalten bei vertretbarem Verbrauch zu gewährleisten, wobei der Gesamtwirkungsgrad Kraftstoff - Reifen je nach Ausführung bei ungefähr 30% liegt.
Heizungen - also auch die hier erwähnte Standheizung - laufen gleichmäßig bei konstanter Verbrennung mit einem Gesamtwirkungsgrad von um 90% und daher mit deutlich niedrigerem Verbrauch.
Die Standheizung dürfte gut Faktor 20 weniger verbrauchen, als ein Dieselmotor im Bus.

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