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Pkw-Markt: Die Deutschen kaufen wieder deutlich mehr Autos
DPA

Dieselgate, Fahrverbote wegen Luftverschmutzung - das Jahr 2015 war nicht immer leicht für Autofahrer. Doch die Freude am Besitz eines eigen Pkw bleibt davon offenbar unberührt. Die Deutschen kauften wieder mehr Pkw.

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martine-primus 06.01.2016, 15:24
1. nun vielleicht

liegt es daran, dass auch viele Autos gestohlen werden und die Polizei nichts tut, um das zu verhindern, wenn die Geklauten dann "das ist bestimmt schon in der Ukraine oder in Russland" in anderen Ländern auftauchen.... Ist lustig: 2009 Auto gekauft, 2015 Auto gestohlen. Aber 2015 nur Auto geleast, weil keine Lust, wieder ein Auto stehlen zu lassen.... jedenfalls nciht das eigene!

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t...9 06.01.2016, 15:43
2.

Immer mehr Autos verstopfen Deutschland. Interessiert die Autofahrer selbst nur einfach nicht.

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patrick6 06.01.2016, 15:56
3. Die Deutschen kauften mehr PKW?

Schon in 2014 waren 62% der PKW-Zulassungen Firmenfahrzeuge, mit steigender Tendenz. Der private Anteil sinkt immer weiter - das hat mit der Lust am eigenen Auto nichts zu tun. Ich würde mir privat auch nie einen neuen 5er BMW (oder Mercedes E oder Audi A6) kaufen. Sowas ist einfach viel zu teuer geworden und macht auch wenig Sinn.

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JBond 06.01.2016, 15:58
4. Verhältnismäßigkeit

Zitat von martine-primus
liegt es daran, dass auch viele Autos gestohlen werden und die Polizei nichts tut, um das zu verhindern,
2104 wurden etwa 18.000 Autos gestohlen...und ich glaube kaum, dass sich die Zahlen 2015 drastisch verändert haben.

Bei über 3 Mio verkauften Autos hat das also kaum einen Effekt auf die Statistik.

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marthaimschnee 06.01.2016, 16:31
5.

"Die Freude am Besitz des eigenen PKW"? Auch ihr seid eingeladen, den Elfenbeinturm der Dekadenz doch auch mal zu verlassen und euch im Leben der einfachen Menschen umzuschauen. Wenn man Abseits der Ballungszentren lebt, gibt es vielfach schon keinen brauchbaren öffentlichen Nahverkehr mehr, an einigen Stellen gibt es praktisch überhaupt keinen ÖPNV mehr. Wobei ich sowieso nicht wüßte, wie ich meinen Wocheneinkauf mit diesem transportieren sollte. Denn einfach von Tag zu Tag frisch kaufen geht auch nicht, wenn jeder Laden mindestens 10 Kilometer weg ist. Und mit Familie bzw auch nur einem Kind reicht ein einziges Auto schon gar nicht mehr.

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AundZwanzig 06.01.2016, 16:49
6. Als Nichtbewohner einer Stadt sind Sie natürlich mit...

Zitat von marthaimschnee
"Die Freude am Besitz des eigenen PKW"? Auch ihr seid eingeladen, den Elfenbeinturm der Dekadenz doch auch mal zu verlassen und euch im Leben der einfachen Menschen umzuschauen. Wenn man Abseits der Ballungszentren lebt, gibt es vielfach schon keinen brauchbaren öffentlichen Nahverkehr mehr, an einigen Stellen gibt es praktisch überhaupt keinen ÖPNV mehr.
...diesem Problem konfrontiert, nur betrifft das in Deutschland nur noch ~25% der Bevölkerung mit abnehmender Tendenz. Weltweit wird derzeit erwartet, dass in wenigen Jahren ~90% der Bevölkerung in Städten wohnen werden.

Da sich Industrie und öffentliche Planung voraussichtlich nicht an den Interessen der nichtstädtischen "Randgruppe" orientieren werden, dürften derartige Probleme zunehmen.

Bezüglich des Artikels finde ich besonders interessant, dass die wohl wichtigste Erkenntnis nur ganz kurz am Schluss angesprochen wird:
Zitat von
Im Dezember fiel der Export um vier Prozent, die Fertigungszahlen gingen um ein Prozent zurück.
Die eigentliche Aussage ist doch diese: Unabhängig davon, was in Deutschland verkauft wird, sind wir ausschliesslich vom Export abhängig. Wenn der einbricht, gibt es in Deutschland massive Probleme.

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wakaba 06.01.2016, 18:10
7.

Zitat von AundZwanzig
...diesem Problem konfrontiert, nur betrifft das in Deutschland nur noch ~25% der Bevölkerung mit abnehmender Tendenz. Weltweit wird derzeit erwartet, dass in wenigen Jahren ~90% der Bevölkerung in Städten wohnen werden. Da sich Industrie und öffentliche Planung voraussichtlich nicht an den Interessen der nichtstädtischen "Randgruppe" orientieren werden, dürften derartige Probleme zunehmen. Bezüglich des Artikels finde ich besonders interessant, dass die wohl wichtigste Erkenntnis nur ganz kurz am Schluss angesprochen wird:Die eigentliche Aussage ist doch diese: Unabhängig davon, was in Deutschland verkauft wird, sind wir ausschliesslich vom Export abhängig. Wenn der einbricht, gibt es in Deutschland massive Probleme.
In wenigen Jahren werdens 10 Mia sein und entsprechend mehr Leute auf dem Land leben...


Das Klumpenrisiko Autoindustrie ist gigantisch. VW geht gerade unter. Der Leasingmarkt verzerrt die Preise künstlich nach oben - Private verweigern den Kauf. Kurzfristig statt nachhaltig hat noch jeden industriellen Komplex untergehen lassen.

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bernd.stromberg 06.01.2016, 19:31
8.

Zitat von AundZwanzig
...diesem Problem konfrontiert, nur betrifft das in Deutschland nur noch ~25% der Bevölkerung mit abnehmender Tendenz.
Sehr lustig, statistisch definiert Deutschland den Begriff "Stadt" aber bereits ab 2.000 Einwohnern.

Somit wird sprichwörtlich jedes Kuhdorf als "Stadt" gezählt, das erklärt dann auch der hohe statistische Anteil an Stadtbevölkerung in Deutschland.

Fakt ist aber außerhalb von Ballungsgebieten sieht es in Städten < 20.000 Einwohner, oft sogar deutlich größere Städte mit dem ÖPNV schon ganz schlecht aus.

Vor allem, wenn man dann auch noch etwas abschüssig wohnt.

Ich genieße den ÖPNV in Großstädten und Ballungszentren wirklich, Autofahren ist da oft einfach stressig, teuer und langwierig.

Aber in kleineren Städten, teilweise sogar mit mehr als 100.000 Einwohnern geht es oft gar nicht ohne Auto, wenn man nicht zufällig verkehrsgünstig wohnt. Oft braucht man wegen der längeren Taktzeiten und ungünstigen Linien je nach Zielort dann mit dem ÖPNV dort das 6 bis 8-Fache an Zeit.

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LJA 06.01.2016, 20:01
9. So ist es !

Zitat von bernd.stromberg
... Aber in kleineren Städten, teilweise sogar mit mehr als 100.000 Einwohnern geht es oft gar nicht ohne Auto, wenn man nicht zufällig verkehrsgünstig wohnt. Oft braucht man wegen der längeren Taktzeiten und ungünstigen Linien je nach Zielort dann mit dem ÖPNV dort das 6 bis 8-Fache an Zeit.
In der Kategorie 500.000+ geht es zumeist noch einigermaßen, zumindest in der Kernstadt und zu den Spitzenzeiten.
Darüber hinaus wird es dann aber meistens eng. Schon der Weg in das etwas abgelegene Gewerbegebiet einer Nachbarstadt wird da häufig zum stressigen Abenteuer mit mehrmals Umsteigen.
Und natürlich gibt es auch noch andere Gründe für ein Auto. Z.B. familiäre.

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