Forum: Auto
Plan des Verkehrsministers: Wer auf Radstreifen hält, soll 100 Euro zahlen
Arne Immanuel Bänsch/ DPA

Andreas Scheuer plant härtere Strafen für Autofahrer, die Fahrradstreifen blockieren. Damit will er den Verkehr in den Städten sicherer machen und mehr Menschen zum Umstieg auf das Fahrrad bewegen.

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trevorcolby 05.07.2019, 14:42
210. hmmm

also in HH ist ein derartiger Streifen jeden Tag am Grindel zugestellt / zugeparkt, aber so richtig außer den Radlern interessiert es niemenden und schon garnicht die Polizei. Habe noch nie gesehen, dass deswegen jemand Ärger mit der Polizei hatte, das geht denen doch am A. vorbei ist mein Eindruck. Die Autos die da Parken stehen da teils 10-15 Minuten und nichts passiert.

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vulcan 05.07.2019, 14:42
211.

Zitat von cyberpommez
das ist das erste Vernünftige was ich aus diesem Ministerium höre. Gefällt mir gut, könnte aber auch noch etwas höher liegen, da für einige Menschen 100 Euro nicht ausreichend abschreckend sind. Ansonsten Top.
Das stimmt - vielleicht sollte man die Todesstrafe dafür erwägen? Nur zur Sicherheit, falls 100 Euro oder mehr nicht ausreichend abschreckend sind.
Sie können nicht für alles, was Ihnen nun gerade gefällt, völlig unverhältnismäßige Strafen fordern.
Sind Sie beispielsweise Radfahrer und sollten künftig für dieses oder jenes Vergehen drastische Strafen zahlen, wären Sie sicher auch nicht unbedingt dafür.

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DUWN01 05.07.2019, 14:43
212. Fußgänger sind meistens Autofahrer

Zitat von wrkffm
.....auch noch gleich die Fußgänger kennzeichenpflichtig machen. Von wegen einfach über die Straße laufen, nicht den Zebrastreifen benutzen, über Rot gehen, auf dem Fahrradweg laufen usw. Man kann sich als solcher sonst fast alles erlauben ohne jemals wieder gefunden bzw erkannt tu werden.
Diejenigen, die sich aus Fußgängersicht über Radfahrer aufregen, sind ein paar Minuten später wieder Autofahrer, die Radfahrer gefährden und behindern.
Die StVO ist (bisher) von Autofahrern für Autofahrer gemacht, allen anderen werden Verhaltensmaßregeln auferlegt, die nur aus Autofahrersicht sinnvoll sind. Bei Rot über die Ampel ist häufig nur die Konsequenz aus nicht dem Verkehr angepasster Ampelschaltung. Wenn niemand kommt, braucht diese Richtung kein Grün zu haben. Es gibt auch keinen vernünftigen Grund, warum Radfahrer nicht generell, Umsicht vorausgesetzt, rechts abbiegen dürfen. Ohne Autos braucht man sowieso keine Ampeln. Leider weiß das auch nicht jede Verkehrsbehörde.
Auf Gehwegen muss man nur radeln, wenn Straßen, der Autos wegen, nicht überquerbar sind oder blockiert werden. Dabei sehe ich größtmögliche Rücksichtnahme auf die Fußgänger als selbstverständlich an, genauso wie Verzicht auf Vorfahrt, aber nicht auf Vorrang. Absteigen ist übrigens keine Option, besonders weil man dann doppelt so viel Breite in Anspruch nehmen muss.

Fußgänger benehmen sich tatsächlich häufig nicht verkehrsgerecht: schauen sich nicht um vor plötzlicher Richtungsänderung, nehmen die ganze Breite von Wegen ein, drehen sich bei Klingelzeichen erst einmal um, statt einfach den Weg freizumachen und sind noch weniger sichtbar bei Dunkelheit als ein Radfahrer ohne Licht. Andererseits haben auch Fußgänger das natürliche Recht, mehr als alle anderen, den kürzesten Weg zu benutzen und nicht den, der die Autofahrer am wenigsten beeinträchtigt.

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herkurius 05.07.2019, 14:44
213.

Zitat von i_5
So ein Unfug, wenn man nur mal für ein zwei Minuten was erledigen muss und inzwischen immer mehr Parkplätze in den Städten mit irgendwelchen Bäumen ersetzt werden wo soll man denn da noch halten können
Eben. Wenn ich mit dem Auto Brötchen kaufen fahren will, ist das doch wohl wichtiger als die heilen Knochen von irgend welchen Leuten, die sich Autofahren nicht leisten können.

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thommyk611 05.07.2019, 14:46
214. Uwe66

Ich gehöre zu den älteren Fahrradfahrern, fahre jetzt seit fast 60 Jahren Rad, sowohl ohne als auch mit E-Unterstützung. Ich habe diese gebetsmühlenartig wiederholten diskriminierenden Anwürfe gegen ältere Pedelec-Fahrer gründlich satt. Genauso gut könnte man gegen jüngere Radler keilen, die nach meinen subjektiven Beobachtungen häufiger sämtliche Verkehrsregeln missachten. Aber, wie gesagt, das ist rein subjektiv und darf nicht dazu verleiten, Pauschalurteile zu fällen. Das erhöhte Bußgeld für Autofahrer finde ich gut.

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berge_und_see 05.07.2019, 14:47
215. von wegen keine Kontrollen ...

Zitat von larsmach
Strafen sind sinnlos, wenn es kaum Kontrollen gibt. Man kann in Deutschland "gefahrlos" in Städten oder auf Landstraßen oder Autobahnen mit Tempolimit deutlich zu schnell fahren, ohne gemessen zu werden. Ebenso verhält es sich mit Falschparken. Das ist in Ländern wie der Schweiz anders.
Sie waren wohl länger nicht in deutschen Städten. In Aachen z.B. kommt nach höchsten 5 Minuten eine Politesse wegen Falschparken. Man hat das Gefühl, dass Knöllchen die Hauteinnahmequelle der Stadt sind.

100 Euro für das Parken auf Radwegen wäre klasse !!!!

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denkpanzer 05.07.2019, 14:49
216. Ohne Polizisten

Ohne Polizisten die diese Strafen verhängen (es sollten ja 15.000 neue Polizisten eingestellt werden) ist das halt schöne warme Luft die nichts ausrichtet. Aber insofern unterscheidet sich diese Aussage von Scheuer Andy halt auch nicht von den anderen Äusserungen.

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herkurius 05.07.2019, 14:49
217.

Zitat von layDiLike
Dann sollten wir die Fahrradfahrer auch an der Kfz- Steuer beteiligen.
Richtig so! Die glauben wohl, mit ihrem Konsumverzicht, oder weil sie zu jung, zu alt, zu arm oder zu sehbehindert sind, um die Wirtschaft mit dem Kauf eines Autos zu beleben, kommen die damit durch, bloß ihre Lohn/Einkommensteuer, Umsatzsteuer (19 Prozent z.B. beim Fahrradkauf), Grundsteuer und Grunderwerbsteuer für das Privileg, an Straßen mitsamt Fahrradweg wohnen zu dürfen, und noch jede Menge Abgaben zur Stützung des Staates (mal eben einen Fuffi für die Verlängerung des gesetzlich vorgeschriebenen Personalausweises) usw. usf. zahlen zu müssen. Ab mit den Fahrrädern aus dem Keller zur Zulassungsstelle, Kennzeichen drauf und Fahrradmaut für jeden Feldweg!

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Sibylle1969 05.07.2019, 14:49
218. @3 Frank.Stolzenberger

Dafür gibts die Wegeheld-App. Einfach App runterladen, Foto vom Verkehrssünder machen, die App sendet das dann an das zuständige Ordnungsamt.
Achtung: sollte der Fahrer zum verbotswidrig geparkten Fahrzeug zurückkommen, wenn Sie noch da sind, seien Sie unauffällig. Gewisse Personengruppen drohen gern mit Prügel, wenn sie merken, was man da macht.

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DUWN01 05.07.2019, 14:51
219. Man kann da schon etwas machen

Zitat von metastabil
Nein, Polizei und Feuerwehr sind von den Vorschriften der StVO entbunden, wenn dies zur Erfüllung ihrer hoheitlichen Aufgaben erforderlich ist. Theoretisch gesehen müssten sich Polizei und Feuerwehr in anderen Fällen also einen regulären Parkplatz suchen, praktisch gesehen lässt sich der Nachweis, dass dieses Recht in einem konkreten Fall unzulässig genutzt wurde, nur schwer führen.
Bei Krankenwagen und Feuerwehr habe ich normalerweise nichts dagegen. Bei der Polizei sieht das anders aus. Die ist, nach tatsächlichen Erfahrungen, häufig zu bequem. Ich konnte schon einige Male Polizisten dazu bewegen, ihr Fahrzeug korrekt abzustellen. Manchmal bleibt einem allerdings nur, eine schriftliche Dienstaufsichtsbeschwerde einzureichen, besonders wenn andere Polizisten aus falsch verstandenem Korpsgeist ihre Kameraden zu decken versuchen.

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