Forum: Auto
Plan des Verkehrsministers: Wer auf Radstreifen hält, soll 100 Euro zahlen
Arne Immanuel Bänsch/ DPA

Andreas Scheuer plant härtere Strafen für Autofahrer, die Fahrradstreifen blockieren. Damit will er den Verkehr in den Städten sicherer machen und mehr Menschen zum Umstieg auf das Fahrrad bewegen.

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antipas5 05.07.2019, 13:06
60.

Zitat von merlin 2
Und was machen die Lieferdienste? Fahren Ihren Transporter kurz ins nächste Parkhaus und liefern dann zufuß aus oder wie? Wieder so ein Vorschlag, den man nur noch kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen kann.
Das spricht Bände. Was werden die Lieferdienst machen. Die bleiben da stehen, wo sie hingehören. Auf die Fahrbahn.

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baghira1 05.07.2019, 13:06
61.

Zitat von theanalyzer
Falscher Ansatz! Sicherer wird der Radverkehr, wenn sich alle Radfahrer an rudimentäre Verkehrregeln halten. Rote Ampeln beachten, zugelassene Beleuchtung anbringen, Vorfahrtregeln und §1 StVo beachten.
Das bringts ja auch bei den vielerorts als Parkstreifen zugestellten Fahrradstreifen. Da viele Radfahrer Angst haben, die eigentliche Fahrbahn zu nutzen, werden diese auf längere Sicht auf den Gehweg verscheucht.
Wenn nun die Strafen fürs Falsch Parken auf Radfahrstreifen deutlich erhöht werden, hoffe ich, das die Furcht der Autofahrer vor dem Bußgeld groß genug ist und auch die Verfolgung durch die Ordnungshüter.

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7eggert 05.07.2019, 13:07
62.

Zitat von CriSch
Nochbesser wären richtige Radwege und nicht dieseblöden Striche auf der Straße. Und teilweise ist der Rest der Straße so schmal, dass man gar nicht mehr halten dürfte. Da freuen sich alle Lieferanten und Bewohner, dass sie ihre Sachen jetzt zwei Häuserblöcke weit schleppen müssen
Radwege sind - auch wenn es unintuitiv ist - doppelt so gefährlich! Noch besser - um den Faktor 3 sicherer als auf den aufgepinselten zu fahren - ist es, sie ganz wegzulassen. (Zusammen ca. Faktor 6)

Die Straße wird zudem nicht breiter, wenn man einen regelkonformen Radweg anlegt, 2 m breit und mit Abstand zum Gehweg, und den Gehweg daneben ebenfalls regelkonform anlegt. Meist wäre dann nur noch eine Einbahnstraße möglich.

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Stereo_MCs 05.07.2019, 13:07
63. Null Emission, null Schäden

Zitat von layDiLike
Dann sollten wir die Fahrradfahrer auch an der Kfz- Steuer beteiligen.
Weil das Wort "Kraft" in KFZ ja auch so zum Rad passt. Ist zwar zwingend an einen Motor gebunden, aber das stört doch die bräsig in ihren 1,5-2 t Sitzenden nicht.

Zudem ist die KFZ Steuer definiert:
Die Einnahmen finanzieren unter anderem den Straßenbau. Hintergrund ist das Verursacherprinzip: Die Fahrzeughalter werden verpflichtet, für die Schäden an Straßen und Umwelt aufzukommen, die sie verursacht haben.

Wo versuchen denn Räder Schäden an Straßen, Brücken, Bebauungen oder verschmutzen die Umwelt?
Wo sind die von Rädern tot gefahrenen Passanten?

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jrgbls 05.07.2019, 13:08
64. Ja auch die Lieferdienste

Zitat von merlin 2
Und was machen die Lieferdienste? Fahren Ihren Transporter kurz ins nächste Parkhaus und liefern dann zufuß aus oder wie? Wieder so ein Vorschlag, den man nur noch kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen kann.
müssen da halten, wo es erlaubt ist viel wichtiger niemand gefährdet wird.

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metastabil 05.07.2019, 13:08
65.

Zitat von theanalyzer
Falscher Ansatz! Sicherer wird der Radverkehr, wenn sich alle Radfahrer an rudimentäre Verkehrregeln halten. Rote Ampeln beachten, zugelassene Beleuchtung anbringen, Vorfahrtregeln und §1 StVo beachten.
Sicherer wird der Radverkehr aber auch, wenn sich Kfz-Führer an rudimentäre Verkehrsregeln halten. Schulterblick beim Abbiegen, Wahren eines ausreichenden Seitenabstands beim Überholen, kein Überholen bei unklarer Verkehrslage, Wiedereinscheren mit ausreichendem rückwärtigen Abstand, vorsichtiges Ausfahren aus Einfahrten, Unterlassen des behindernden Haltens auf Radwegen und Schutzstreifen, Beachten von §1 StVO usw.
Die Bösen sind nicht nur Radfahrer.

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jrgbls 05.07.2019, 13:09
66. Kfz = Kraftfahrzeug

Zitat von layDiLike
Dann sollten wir die Fahrradfahrer auch an der Kfz- Steuer beteiligen.
Fahrrad = kein Kraftfahrzeug.
Es gibt auch keine Fußgängersteuer und trotzdem Gehwege.

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meinerlei 05.07.2019, 13:09
67. Symbolpolitik ohne Substanz

Als Radfahrer in der Großstadt bin ich auch nicht immer erfreut über blockierte Fahrradwege. Die Blockierer sind allerdings fast ausnahmslos Lieferdienste, welche schlicht keine Alternative haben und keine böswilligen Autorambos. Ich mache dann eben einen kleinen Schlenker drumherum und gut ist. Diese hysterische und aggressive Hyperventilieren bei diesem Thema ist doch schrecklich. Die Städte sind eng, die Verkehrsteilnehmer müssen alle lernen, gelassen und flexibel mit der Situation umzugehen. Und als wählende Bürger insistieren, dass die Infrastruktur kompetent weiterentwickelt wird. Dazu fällt Herrn Scheuer natürlich nichts ein, aber eine Strafe zum Anheften ans frisch erworbene Fahrradmäntelchen macht sich natürlich gut. Meint er.

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ancoats 05.07.2019, 13:09
68.

Gut, für den Anfang. Fragt sich nur, wie die ohnehin auf Kante genähte Polizei das bewältigen soll, ohne zusätzliche Kräfte. Diese könnte man andererseits problemlos durch entsprechende Einnahmen allein in meinem näheren Umfeld finanzieren: es vergeht kein Tag und keine Stunde, wo auf einem Abschnitt von ca. 700m Radstreifen nicht mindestens 10-12 Autos illegal stehen. Und das sind in der überwiegenden Mehrzahl keine Lieferanten, Taxis oder körperlich Beeinträchtige (allesamt würde ich ggf. durchaus tolerieren), sondern einfach nur Geh-Faulpelze wie du und ich. Sie parken dort nämlich auch schon gerne mal in direkter Nähe zu einer legalen Parklücke...

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anders_denker 05.07.2019, 13:09
69. Zum einen muss das kontrolliert werden

zum anderen sind 100 EUR wirklich zu teuer. 10% Fahrzeugneupreis, beim zweiten mal das doppelte und beim 4ten mal Fahrzeug weg (Versteigern zugunsten der Staatskasse) und Führerschein eingezogen. MPU!

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