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Plug-in-Hybride in der Kritik: Die Mär vom sauberen Dienstwagen
obs/Ford-Werke GmbH

Plug-in-Hybridfahrzeuge könnten sauber sein, sind es in der Realität oft aber nicht. Schuld daran sind Langstreckenfahrer. Etliche Länder strichen deswegen ihre Fördermaßnahmen - nur Deutschland ist auf dem Irrweg.

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mikaiser 29.11.2019, 05:42
1. Das Beste aus zwei Welten?

Das Ergebnis dieser Studie wundert doch wohl niemand. Die Normverbräuche von SUVs und auch sehr sportlichen Hybrid-PKWs, die nur dazu dienen, den Flottenverbrauch der Hersteller zu drücken, sind völlig absurd. Die dazugehörigen Messmethoden sind ein Geschenk an die Industrie. Das heisst aber nicht, dass PEHVs nicht die Umwelt entlasten können. Wirklich gut gemachte EHVs und PEHVs bietet im Moment nur Toyota mit dem HSD-System. Deren System ist keine simple Addition zweier Antriebsstränge, sondern eine echte Ergänzug zweier Systeme mit stark reduzierter Komplexität. Dabei kommen dann keine sensationellen Sprintwerte raus, sondern außerordentlich sparsame und zuverlässig langlebige Autos auch im Verbrennerbetrieb. Zum Konzept einfach mal bei Wikipedia HSD eingeben.

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harry2405 29.11.2019, 05:50
2. Gebrauchtwagenmarkt

Sicher, als Dienstwagen für Vielfahrer macht so ein Hybrid nicht wirklich Sinn. Die Gründe wurden anschaulich beschrieben. Ich glaube aber, die Bundesregierung hatte etwas ganz anderes im Sinn: wenn die Fahrzeuge nach drei Jahren als Leasingrückläufer zurückkommen, stehen sie dem Gebrauchtwagenmarkt zur Verfügung. Weil Plug-in-Hybride sehr teuer sind, kann sie sich der Normalverbraucher neu nicht leisten. Bei einem dreijährigen Modell sieht das ganz anders aus. Mit der 0,5%-Regelung werden mehr umweltschonende Autos dem Gebrauchtwagenmarkt zur Verfügung gestellt, und das dient der Allgemeinheit.

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mimax 29.11.2019, 06:08
3. Mal wieder undifferenzierte und einseitige Berichterstattung...

Leider ein weiteres Beispiel von undifferenzierter und relativ einseitiger negativer Berichterstattung über Automobilthemen. Der Artikel enthält natürlich wie immer schon eine klare Meinung im Titel: "Die Mär vom sauberen Dienstwagen" - und auch direkt danach die klare Bewertung: „Deutschland ist auf dem Irrweg“.

Dabei wird aber komplett verschwiegen, dass auch in Deutschland die Fördermaßnahmen für Plug-In Hybride zukünftig mit einer höheren elektrischen Mindestreichweiten einhergehen. Eine Strategie die auch in China schon länger verfolgt wird. Hier kann sich ja dann jeder selbst ein Bild machen, ob man sich an der staatlichen Förderungsstrategie Englands oder Chinas orientieren sollte. Meiner Meinung nach zeichnet sich ja eher England in den letzten Jahren mit politischen Irrwegen und Geisterfahrten aus.

Vielleicht sollte SPON jeden Bericht über Automobilthemen zukünftig direkt als „Ein Kommentar von XY“ bezeichnen. Ich denke das wäre zutreffender. Objektiver Qualitätsjournalismus ist es jedenfalls nicht.

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ovi100 29.11.2019, 06:09
4. bei der engen Verpflechtung

zwischen Politik, Behörden und Autoherstellern wundert mich mittlerweile nichts mehr. Abschaffung der Privilegien für Dienstfahrer wäre das mindeste was sinnvoll ist sowie eine Vorgabe an die Batteriegrösse. Alles andere ist nur Augenwischerei um Klimafreundlich zu wirken ohne es zu sein!

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vrdeutschland 29.11.2019, 06:09
5. Deutschland auf dem Irrweg

Das kann man wirklich sagen. Es wird alles dem Auto untergeordnet. Umwelt, Verkehrswege, Parkplätze, Innenstädte, einfach alles. Als erstes gehören die vermaledeiten Tankkarten abgeschafft. Nicht nur, dass sie kostenloses Tanken ermöglichen, sondern auch noch den SUV mit 200 über die Autobahn krachen lassen. Juckt ja keinen der 15l Verbrauch und Shell und Aral freuen sich.
Deutschland ist verkehrspolitisch das am schlechtesten geführte Land und in ein paar Jahren ist die Autoindustrie sowieso nach Osteuropa und Asien abgewandert und wir haben eine miese Infrastruktur.

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tubolix 29.11.2019, 06:18
6. ... vom Tisch

In ein oder zwei Jahrzehnten ist das E-Auto Geschichte, wenn bis dahin nicht geklärt ist, woher die benötigte Menge an bezahlbarem Strom kommen soll.

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kathar121 29.11.2019, 06:18
7. Ach nee, wirklich?

Das ist ja ganz neu. wenn mit Den 400 PS- Fahrzeugen 50 km elektrisch gefahren wird und danach 600 km mit dem 250 PS Benzin - Motor. Was ist dabei für die Umwelt gewonnen? Der einzige Gewinner sind die Hersteller, denen durch stäatliche Subvention der Absatz gesichert wird

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MoGas 29.11.2019, 06:23
8. Der Kernpunkt der Förderung

ist nicht, dass die Dinger weniger CO2 erzeugen, sondern dass die plug-ins in den Flottenverbräuchen der Hersteller besser angerechnet werden als reine Verbrenner. Hier müssen EU Strafzahlungen wegen zu hoher Flottenverbrauche verhindert werden, deswegen die Förderung. Länder ohne (nennenswerte) Autoindustrie können sich die Förderung dann sparen. +++ Anderer Gedanke: Firmenwagen gehen nach 3 Jahren in den Gebrauchtmarkt, und damit in privaten Besitz. Und plug-ins in privatem Besitz werden ja sehr viel elektrisch gefahren, laut Artikel. Ergebnis: plug in Firmenwagen sind 3 Jahre dreckig und danach im Privatbesitz sauber. Bringt also doch was.

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mrsubby 29.11.2019, 06:23
9. Es hängt halt am Fahrer

Wenn der Fahrer jeden Tag lädt, dann ist der Plug-In ein super Konzept. Auch Vielfahrer stören dann wenig, da diese das System perfekt ausnutzen und die größten CO2-Einsparungen aufweisen. Und das Hybridsystem sollte den Nachteil der großen und schweren Batterie mindestens kompensieren, wenn man den nicht batterieelektrischen Verbrauch anschaut.

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