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Polizeigewerkschaft zum Tempolimit-Streit: "Geschwindigkeit ist der Killer Nummer ein
LUKAS BARTH-TUTTAS/EPA-EFE/REX

Eine Regierungskommission schlägt ein Tempolimit zum Klimaschutz vor, CSU-Verkehrsminister Scheuer hält sich zurück. Polizeivertreter sehen in einer Grenze die Chance auf mehr Sicherheit.

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dhoerschdle 28.01.2019, 09:46
1. Experten

Kann bitte jemand der Polizei ausrichten, dass sie leider keine Ahnung haben. 51 % der deutschen Autofahrer können nicht irren #freiefahrtundso

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pbpbpb 28.01.2019, 09:54
2. Absurde Diskussion

1. Fahren bereits jetzt viele auf der Autobahn bereits 130 oder deutlich langsamer. Autofahrer die mit 80 ohne Rücksicht auf die linke Spur ziehen, sind auch bei Limit 130 die größere Gefahr.
2. Es sind jedes Jahr mehr LKW auf deutschen Autobahnen unterwegs. Diese sind für einen Großteil der Unfälle verantwortlich. Diese Problematik wird durch das Tempolimit nicht angefasst.

3. CO2-Ausstoß hat nur indirekt etwas mit der Geschwindigkeit zu tun. Wenn ich mit meinem Audi A3 (1l-Motor) 180 fahre, stoße ich weniger CO2 aus als ein Porsche Cayenne bei Tempo 100.
Wenn man das Thema sinnvoll angehen möchte, dann muss man die Fahrzeuge mit einem CO2-Limit belegen und im Ausstoß begrenzen. Dann kann halt das Elektroauto weiter ohne Limit fahren, während der alte V8 mit 400g/km nur maximal 100 fahren darf.

Insgesamt wird die gesamte Debatte wieder aufgewärmt. Das Thema "Klima" ist hier vorgeschoben - es kommen die gleichen Befürworter angekrochen die schon immer lieber ein Limit gehabt hätten. Die meisten davon sind sicherlich lieber langsam unterwegs, aber dann sollen sie das auch sein. Mindestgeschwindigkeit 62 km/h - nur damit bitte nicht auf die Linke Spur ziehen wenn jemand mit 130 angerauscht kommt.

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gehel 28.01.2019, 09:59
3. Scheinheilige Umweltpolitik

Das statistische Bundesamt weist aus, dass 2017 13% der tödlichen Unfälle auf Autobahnen, 56% der tödlichen Unfälle auf Landstraßen und 31% der tödlichen Unfälle innerorts passiert sind. Nun kann man an Hand dieser Zahlen schon feststellen, dass es auf Landstraßen und innerorts eine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt und trotzdem passieren dort die weitaus meisten tödlichen Unfälle. Das Argument mit der Raserei auf Autobahnen scheint also nicht zu stimmen. Eine weitere Aussage zu den Autobahnen, dass die meisten tödlichen Unfälle auf Autobahnen wegen überhöhter Geschwindigkeit passiert sind, weist zwar daraufhin, dass hier noch Potential für eine Reduktion der tödlichen Unfälle wäre, aber die Erfahrungen von Lanstraßen und innerorts lassen doch Zweifel berechtigt sein, dass ein Tempolimit hier den einschlägigen Erfolg bringen würde. Für ein Tempolimit zu sein, klingt natürlich sehr vernünftig, vor allem dann, wenn man noch zusätzlich etwas für den Klimaschutz tun kann. Doch auch hier wird wieder die Statistik bemüht und Werte an CO2-Einsparung vorgegaugelt, die kaum erzielt werden. Wenn man die vielen Staus in Deutschland betrachtet, dann wird das beabsichtigte Tempolimit doch schon längst unterschritten, insbesondere in den Ballungsgebieten. Wahrscheinlich könnte man mehr für das Klima tun, wenn man den ÖNV ausbauen würde, ihn leistungsfähiger und kostengünstiger machen würde. Damit wäre viel Individualverkehr ohne Verbote auf die Schiene zu bekommen, etwas für die Luftreinheit getan und der Klimaschutz würde auch profitieren. Umweltpolitik bei uns lebt aber von Verboten, die mit fadenscheinigen Argumenten begründet werden.

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Knacker54 28.01.2019, 10:00
4. Merkwürdige Formulierung

"Eine Regierungskommission schlägt ein Tempolimit zum Klimaschutz vor, CSU-Verkehrsminister Scheuer hält sich zurück." So, so, Scheuer "hält sich zurück" - wer kommt denn bei SPON auf solche Ideen, wenn Scheuer nahezu gleichzeitig die Vorschläge seiner Experten als "nicht zu verantworten" (18.01.2019) bezeichnet. Immer öfter muss ich mich hier über solch merkwürdigen Relativierungen wundern.

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Pickle__Rick 28.01.2019, 10:05
5.

"Geschwindigkeit ist der Killer Nummer eins"
Oh und ich dachte immer es wäre die Beschleunigung. Man lernt nie aus...

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rainer-rau 28.01.2019, 10:10
6. Wohlstandsverwahrlosung

Rasen ist oft ein Bestandteil übermäßiger Selbstdarstellung, eng verbunden mit Egoismus und Rücksichtslosigkeit. Das führt dann nicht selten zu dichtem Auffahren, Nötigung, rücksichtslosem Parken, unnötigem Hupen, Nichtbenutzung des Blinkers usw.. Wenn sich immer mehr auf immer engerem Raum drängeln, geht es nicht ohne schärfere Regeln und deren Durchsetzung. Die "Ich-Mich-Mein"-Mentalität zerstört die Zukunft.

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vox veritas 28.01.2019, 10:11
7.

Zitat von gehel
Das statistische Bundesamt weist aus, dass 2017 13% der tödlichen Unfälle auf Autobahnen, 56% der tödlichen Unfälle auf Landstraßen und 31% der tödlichen Unfälle innerorts passiert sind. Nun kann man an Hand dieser Zahlen schon feststellen, dass es auf Landstraßen und innerorts eine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt und trotzdem passieren dort die weitaus meisten tödlichen Unfälle. Das Argument mit der Raserei auf Autobahnen scheint also nicht zu stimmen. Eine weitere Aussage zu den Autobahnen, dass die meisten tödlichen Unfälle auf Autobahnen wegen überhöhter Geschwindigkeit passiert sind, weist zwar daraufhin, dass hier noch Potential für eine Reduktion der tödlichen Unfälle wäre, aber die Erfahrungen von Lanstraßen und innerorts lassen doch Zweifel berechtigt sein, dass ein Tempolimit hier den einschlägigen Erfolg bringen würde. Für ein Tempolimit zu sein, klingt natürlich sehr vernünftig, vor allem dann, wenn man noch zusätzlich etwas für den Klimaschutz tun kann. Doch auch hier wird wieder die Statistik bemüht und Werte an CO2-Einsparung vorgegaugelt, die kaum erzielt werden. Wenn man die vielen Staus in Deutschland betrachtet, dann wird das beabsichtigte Tempolimit doch schon längst unterschritten, insbesondere in den Ballungsgebieten. Wahrscheinlich könnte man mehr für das Klima tun, wenn man den ÖNV ausbauen würde, ihn leistungsfähiger und kostengünstiger machen würde. Damit wäre viel Individualverkehr ohne Verbote auf die Schiene zu bekommen, etwas für die Luftreinheit getan und der Klimaschutz würde auch profitieren. Umweltpolitik bei uns lebt aber von Verboten, die mit fadenscheinigen Argumenten begründet werden.
Sie glauben doch nicht ernsthaft, daß Sie mit Ihren Daten irgendjemand überzeugen können. Wir leben im Post-faktischen Zeitalter. Da sind Gefühle wichtiger als Fakten.

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interessierter Laie 28.01.2019, 10:12
8. es bestreitet ja niemand...

dass zu hohes Tempo eine wesentliche Ursache für tödliche Unfälle ist. Im Jahr 2017 kamen in Deutschland auf Autonahnen insgesamt 409 Menschen zu Tode. (Das entspricht etwa 12 % der gesamten Unfalltoten.) 26 % weniger hört sich erstmal nach viel an, ist aber insgesamt hart an der Grenze der statistischen Signifikanz. Obendrein ist die Frage, ob die Tempounfälle tatsächlich durch ein Tempolimit zu vermeiden wären, d.h. bei wie vielen Unfälle fährt ein Beteiligter schneller als die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h). Ganz neutral und beobachtend betrachtet. In Österreich starben in 2017 56 Menschen auf Autobahnen. Das wären auf die deutsche Bevölkerung bezogen 509 Tote oder knapp 25 % mehr als in Deutschland. Und Österreich hat ähnliche Bedingungen als Transitland in Europa und es gibt ein generelles Tempolimit.

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spammymcspamface 28.01.2019, 10:14
9. @#2

1. Muss ich von 130 abbremsen um dem "neuen" Vordermann der 80 fährt nicht aufzufahren ist das deutlich einfacher und sicherer als von Tempo 200. 2. Wo finde ich die Statistik dazu? 3. CO2 Ausstoß hat ziemlich direkt was mit der Geschwindigkeit zu tun. Wenn ich 240 fahre kann sich je nach Fahrzeug der Spritverbrauch gerne mal verdoppeln, somit nimmt auch der CO2 Ausstoß drastisch zu. Ohne frage ist der Porsche Cayenne natürlich so oder so eine Sprit und somit Dreckschleuder.

Wenn ich auf der Autobahn unterwegs bin fährt der überwiegende teil der Fahrer gefühlt weniger als 150. Und das ist auch gut so, sorgt für mehr Sicherheit auf der Autobahn und weniger Schadstoff Ausstoß. Die paar Fahrer die gerne 240 heizen wollen können dieses ja gerne auf der Rennstrecke machen, aber bitte nicht im Straßenverkehr wo andere durch die eigenen Fehler dadurch immens gefährdet werden.

Und nein, die meisten Leute können ihr Fahrzeug bei 200+ nicht mehr beherrschen, grade aus mag ja noch gehen, aber wehe etwas unvorhergesehenes passiert, dann gibt es ein Riesen problem wenn 2 Tonnen Stahl mit 200+ quer über die Autobahn knallen und ggf. noch in den gegenverkehr.

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