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Polizeistatistik: Allianz fordert eigene Kategorie für E-Scooter-Unfälle
Christoph Soeder/ DPA

Die Allianz rechnet damit, dass E-Tretroller die Unfallzahlen in Deutschland in die Höhe treiben. Viele Benutzer seien "völlig ungeübt mit dem neuen Gefährt".

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herbert nau 07.07.2019, 11:18
1. Die spannende Forderung eines Versicherungsunternehmens.

Die Allianz dringt darauf, Unfälle mit Elektro-Tretrollern in Deutschland gesondert zu erfassen. Die Polizei sollte E-Scooter-Unfälle als eigene Kategorie in ihre Statistiken aufnehmen, heißt es in einer Stellungnahme. "Nur so können die Sicherheitsexperten von Beginn an Fehlentwicklungen und typische Unfallmuster erkennen und frühzeitig Gegenmaßnahmen empfehlen."
Ich bin sehr gespannt, ob sich die Allianz mit dieser Forderung durchsetzen und die Realisierung erreichen kann. Nun diskutiert man in Deutschland seit Jahrzehnten über ein Tempolimit auf der Autobahn zur Reduzierung der Verkehrstoten und zur Verhinderung von Umweltschädigungen; in Zeiten von "BigData" könnte eine detaillierte und gezielte Erfassung der Verkehrstoten mit den relevanten, notwendigen Daten Basis für eine sachliche Diskussion und ein guter weiterer Schritt zur Verbesserung des aktuellen Status sein. Da leisten wir uns allerdings periodisch emotionalste Diskussionen zwischen den Befürwortern und Gegnern, ohne einen Schritt weiter zu kommen. Aus meiner Sicht werden sich eher ökonomische Forderungen durchsetzen.

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Frittenbude 07.07.2019, 11:28
2. Gemetzel

Als einigermaßen geübter Tretroller-Nutzer (ohne E-Antrieb) und mit langjähriger Inliner- und Skateboard-Erfahrung kann ich mich nur wundern, was der Gesetzgeber hier offenbar untrainierten Anfängern und Gelegenheitsnutzern zutraut....
Schon mit einem Tretroller mit den etwas größeren Luftreifen, also vergleichbar mit den E-Modellen, kommt man immer mal wieder in kritische Fahrzustände, an Schwellen, Belagwechseln, grade in Kurven, etc.
Wenn jetzt jeder unsportliche Anfänger ohne Erfahrung auf ein E-Teil steigt und per Knopfdruck losdüsen kann, dann wird das ein Gemetzel geben.....

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lesheinen 07.07.2019, 11:37
3.

Für Folgen von Unfällen mit so einem Mist (in Köln: Strunks) wie die E-Scooter muss die Versicherungsgemeinschaft aufkommen. Das kann viele Sparten betreffen: Unfall-,, Kranken-, Haftpflicht-, Erwerbsunfähigkeits- und Pflegeversicherung. Ich habe ja nichts gegen den Gedanken der Solidargemeinschaft, aber da, wo er auch für Zeitgeistprodukte ohne großen Nutzen gelten soll, darf er nicht bemüht werden. Aber in einer Gesellschaft, in der auch Extremsportarten mit all ihren Risiken sensationslüstern beäugt werden und bei Unfällen ggfs. fünfstellige Summen (und mehr) von der Gemeinschaft getragen werden, rede ich wohl gegen eine Wand.

Natürlich darf kein von einem Scooterfahrer Geschädigter auf seinen Schäden sitzenbleiben. Mein Beitrag bezieht sich ausschließlich auf die Scooterbenutzer selbst.

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flytogether 07.07.2019, 11:53
4. Wer einen Tretroller nicht beherrscht

dem mangelt es an grundlegenden Fähigkeiten der Körperbeherrschung. Ist eigentlich jedem Menschen in die Wiege gelegt worden.
Anstatt das Defizit abzustellen stellt man sich nunmehr auf den Roller und bewegt sich noch weniger. Sehr zielführender Ansatz.

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ceen 07.07.2019, 11:54
5.

Zitat von Frittenbude
Als einigermaßen geübter Tretroller-Nutzer (ohne E-Antrieb) und mit langjähriger Inliner- und Skateboard-Erfahrung kann ich mich nur wundern, was der Gesetzgeber hier offenbar untrainierten Anfängern und Gelegenheitsnutzern zutraut.... Schon mit einem Tretroller mit den etwas größeren Luftreifen, also vergleichbar mit den E-Modellen, kommt man immer mal wieder in kritische Fahrzustände, an Schwellen, Belagwechseln, grade in Kurven, etc. Wenn jetzt jeder unsportliche Anfänger ohne Erfahrung auf ein E-Teil steigt und per Knopfdruck losdüsen kann, dann wird das ein Gemetzel geben.....
Sehe ich auch so, allerdings kann der ungeübte Nutzer auch sein Hirn anschalten und ein Leihrad statt dem Tretroller verwenden.
Ich werde jedenfalls nicht Versuchskaninchen für die Unfallstatistik spielen.
Selbst wenn es erlaubt ist zwingt einen ja niemand diese wackeligen Roller auch auszuleihen.

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rainer-rau 07.07.2019, 12:00
6. Na und?

Zitat von Frittenbude
Als einigermaßen geübter Tretroller-Nutzer (ohne E-Antrieb) und mit langjähriger Inliner- und Skateboard-Erfahrung kann ich mich nur wundern, was der Gesetzgeber hier offenbar untrainierten Anfängern und Gelegenheitsnutzern zutraut.... Schon mit einem Tretroller mit den etwas größeren Luftreifen, also vergleichbar mit den E-Modellen, kommt man immer mal wieder in kritische Fahrzustände, an Schwellen, Belagwechseln, grade in Kurven, etc. Wenn jetzt jeder unsportliche Anfänger ohne Erfahrung auf ein E-Teil steigt und per Knopfdruck losdüsen kann, dann wird das ein Gemetzel geben.....
Wenn BMW weniger Autos verkauft, muss es halt einen Ersatzmarkt geben, die anderen werden nachziehen.

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frazis 07.07.2019, 12:10
7. Wenn ich mit einem Auto

einen Unfall durch eigene Schuld verursache, wird meine Versicherungsprämie erhöht. Das sollte zumindest auch für diese E-Roller gelten. Natürlich muss es aber dann auch eine Haftpflicht dafür geben und natürlich auch eine Helmpflicht. Am besten wäre es allerdings, diese Dinger erst gar nicht auf die Straße zu lassen, den da gehören sie nicht hin, weil sie zur Kategorie "Spielzeuge" gehören, nicht zu "Verkehrsfahrzeuge". Mir ist schleierhaft, warum ein Bundesverkehrsminister so etwas unterstützt.

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arr68 07.07.2019, 12:29
8. "Diese E-Roller"

Jetz mal ruhig, auch Pedelecs treiben ungeübte Fahrer auf die Räder und komischerweise gelten die ganzen Regeln und Versicherungspflicht und Anmeldung nicht für das Pedelec. Und auch beim Autoführerschein wird keine Hochgeschwindigkeitstour bei Schlechtwetter geübt und keinen scheren die Unfallzahlen. Die Allianz will die Zahlen nur, um die Versicherungsprämien in die Höhe zu ziehen. Und unsere Regierung findet das auch besser, statt für die Elektromobile jeglicher Art einen Kurs vorzuschreiben, um den Kunden die Regeln und das Handling beizubringen. Komisch, in Deutschland scheint es immer einen Beamten für ein Fachgebiet zu geben, leider oft den Falschen.

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jujo 07.07.2019, 12:33
9. ...

Nur so wird es laufen. Der Gesetzgeber bekommt die Haftungsregelungen nicht gebacken, folglich muß (!) das die Versicherungswirtschaft tun. Wer die Richtgeschwindigkeit von 130kmh überschreitet wird bei einem Unfall auch in die Mithaftung genommen!
Ich würde mich nicht wundern, wenn die Versicherer in den Verträgen
auf Helmpflicht für E-Roller bestehen, wird keiner getragen gibt es halt keine Leistung, so einfach könnte es sein.

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