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Probleme bei Daimler: Motordefekt verursacht Millionenschaden
Daimler

300.000 Werkstattbesuche und über eine halbe Milliarde Euro Schaden: Defekte Motorenteile haben Kunden von Daimler entnervt, den Autobauer selbst sind sie teuer zu stehen gekommen. Laut einem Bericht der "FAZ" machen die Stuttgarter einen Zulieferer für das Debakel verantwortlich.

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sonntagsbrötchen 31.08.2012, 21:38
90.

Zitat von neuroheaven
gab es überhaupt mal was negatives über bosch zu berichten?
Das Bosch-Pumpe-Düse-Pumpen-Debakel bei VW vergessen ?!? Ist doch noch nicht sooo lang her.

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zenfire 31.08.2012, 21:40
91.

Da können sich die Mercedesfahrer, deren Motor plötzlich in den Notlauf geht, noch glücklich schätzen.
Bei einem Defekt eines Piezo-Injektors beim 2.0 TDI mit Pumpe-Düse-Einspritzung von VW/Audi/Skoda/Seat geht der Motor ohne jede Vorwarnung einfach aus. Ist mir vier mal passiert, teils in recht "unpassenden" Situationen. Über Notlauf hätte ich mich in den jeweiligen Situationen gefreut.

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elbgeistDD 31.08.2012, 21:46
92. ...

Zitat von motzman
Probleme mit den Injektoren? Mir hat ein Tipp vom MB-Fachmann geholfen. 0,5l Öl auf einen vollen Tank einfüllen - Problem beseitigt. Hatte damals beim 220 CDI funktioniert. Nach dem 2.Mal ist es nicht mehr aufgetreten. Den Namen / Typ vom Öl hab ich vergessen.
Das ist lustig - baut Mercedes jetzt 2-Takter? - Aber irgendwas muß dran sein - ich kippe bei meinem Wartburg auch immer Öl in den Tank und hatte noch nie Probleme mit den Injektoren ;-)

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elbgeistDD 31.08.2012, 21:48
93. ...

Zitat von ganta
Bei dem Druck, unter dem die Zulieferer stehen ist das ja kein Wunder, das die da nur sch.. fabrizieren. Bekannte ist in so ner Sklavenfirma (Leih- und Zeitarbeiterfirma) angestellt und fertigt Teile für Daimler 59 Stundenwoche bei nem Lohnt von 1100 Euro. Willkommen in der schönen neuen Welt.
aber dafür bekommen die Stammbelegschaften deutscher Autobauer fette Gewinnbeteiligungen, weil die Kassen dank des Einkaufsdrucks auf die Zulieferer überlaufen. Und nein, das war jetzt keine Ironie.

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danieldurchschnitt 31.08.2012, 21:57
94. Ersatzteilpreise

Eines muss man den Stuttgartern ja zu Gute halten. Bei DB kosten die Ersatzteile nur EK mal 4 und nicht wie bei BMW , Audi VW u.a. EK mal 8 bis 10

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Schalke 31.08.2012, 22:08
95.

Zitat von multilateral
Was der Einkauf nicht sah, oder nicht sehen wollte, weil es auch überhaupt nicht sein Problem bzw. nicht innerhalb seines Tellerrandes war, waren die verlorenen Arbeitsstunden von deutschen Arbeitern (die nach deutschen Gehaltsstandards bezahlt werden!). Diese hatte nämlich die Abteilung der Produktion auf der Liste. Die Produktion hat diesen schwarzen Peter dann intern rumgereicht und irgendwann zum Teil dem Vertrieb auf's Auge gedrückt. O tempora, o mores.
Kann ich uneingeschränkt bestätigen! Hauptsache, die eigene Kostenstelle ist sauber. Ich selbst habe als IT-Onkel im unteren Projektmanagement und der Ausführung gearbeitet im Dienstleistungsbereich der Outsourcer, d. h. ich habe über die Jahre (seit Ende der 90er) viele, sehr viele Kunden gesehen und die Veränderungen in der Arbeitswelt.

Die Zerfaserei von Unternehmen in unzählige Sub-Units als teilweise eigenständige Tochterfirmen oder zumindest Abteilungen hat Probleme generiert, die zunächst mal gar nicht in Geld zu messen sind. Das fängt mit der von Ihnen beschriebenen Tellerrand-Mentalität an. Ich habe mich dem auch untergeordnet. Der Arbeitgeber will es doch so, also warum gegen Windmühlen kämpfen? Früher schaffte man beim "Daimler", wie man da unten wohl so sagt. Die Belegschaft identifizierte sich mit ihrem Arbeitgeber, alle gehörten zusammen und zogen an einem Strang. Ich kenne die Interna dort nicht, kann mir aber denken, daß Produktion, Entwicklung, Vertrieb etc. alles eigene Buden sind und die ggf. auch noch weiter untergliedert sind.

Die Arbeitszeit, die durch Reibungsverluste zwischen den Units entstehen, muß exorbitant sein, weil z. B. durch Korrekturen doppelt gearbeitet werden muß. Oder durch fehlende/fehlerhafte Kommunikation aneinander vorbeigearbeitet wird. Mir fällt spontan die Szene aus Apollo 13 ein, wo ein runder Anschluß an einen eckigen getüdelt werden muß. Mir sind keine Statistiken bekannt, die das untermauern, es ist nur mein subjektives Empfinden. Aber mit einer solchen Statistik würden sich die Controlling-Fritzen ja selbst überflüssig machen. Die Zerfaserei dient ja letztendlich nur der steuerlichen Optimierung des Betriebsergebnisses, weil am Ende ein bißchen Geld von der einen in die andere Tasche gebucht wird.

Ein anderes Thema ist das Qualitätsmanagement. Wenn ich schon ISO9001, Audit und all diesen Quatsch höre, kriege ich einen Wutanfall. Dieser ganze Blödsinn verschlingt auch immense Werte, aber subjektiv besser wird ein Unternehmen und die gelieferte Qualität dadurch nicht. Alleine die Tatsache, daß zertifizierte Unternehmen zum allergrößten Teil nur von ebenfalls zertifizierten Unternehmen beliefert werden dürfen, um die eigene Zertifizierung nicht zu verlieren und diese regelmäßig wiederholt werden muß bei den Zertifizierern, ist mir schon suspekt. Alleine die Dokumentation von Prozessen, in die vorher jeder einzelne Furz der Produktion zerlegt wurde sorgt für gute Qualität und Zufriedenheit beim Kunden. Lächerlich! Zumal ich die Erfahrung gemacht habe, daß, je weiter man in der Hierarchie dieser QM-Systeme nach oben kommt, desto weichgespülter wird das Ergebnis der zig Screenings und Statistiken. Ein Arbeitskollege sagte mal in einer Telko mit den großen Bossen, daß diese QM-Maschinerie Gold wert ist. Unten wird fleißig Sch.... reingekippt und oben kommt Lenor raus. Was haben wir gelacht. Hat sich was geändert? Nein! Weil dieser Quatsch quasi Zwang ist.

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Schalke 31.08.2012, 22:08
96.

Am Ende kommt dann noch die Preisdrückerei, wo Zulieferer gedrückt werden bis zum gehtnichtmehr. Der Ami sagt so schön "you get what you've paid for" und genau so ist das. Jugendherberge buchen und bezahlen, aber Grandhotel-Service verlangen. Genau die gleiche Mentalität "Geiz ist geil" wie bei den Verbrauchern. Die Frage ist, wer von wem gelernt hat. Und diese Possen wie jetzt beim Daimler sind ja nur die Spitze des Eisberges. Ich möchte nicht wissen, wie viel klammheimlich getauscht wird im Rahmen der programmierten Wartung, weil sich irgendein Pfennigsartikel als Schrott erwiesen hat.

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Quengler 31.08.2012, 22:10
97. mit TOYOTA wär das nicht passiert!

Es gibt Dinge, die es bei einer Premium-Marke nicht geben dürfte: das Wiederholen von Fehlern.
Und es gibt Dinge, die eine Premium-Marke unbedingt leisten sollte: die ständige Vervollkommnung der Fertigung und der Produkte.

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Klaus's Meinung 31.08.2012, 22:11
98. Wieso Millionenschafen ?

Meine C Klasse, mit nur 150.000 km hatte wor ein paar Monaten genau dieses Problem. Ich musste aber 800 EUR für die Reparatur zahlen. Deshalb verstehe ich nicht, wieso Daimer ein Schaden hat, es ist ja eher das Gegenteil. Baue ein schwaches Teil ein und in ein paar Jahren zahlen die Kunden dann extra Reparaturkosten. Der Meister meinte, wenn ich noch 100 km gefahren wäre, wäre der ganze Motor draufgegangen ! Klasse. Super Vertrauen und super Qualität.

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Schalke 31.08.2012, 22:12
99.

Zitat von hman2
Huch, hat der Daimler in der neoliberalen "Optimierwut" sein QM wegrationalisiert? Wie kann ein Zuliefererteil solche Probleme machen, ohne dass es der Eingangskontrolle auffällt? Ach so, die Zulieferer qualitätssichern sich heutzutage ja selbst, so kann man Gewinne optimieren. Verluste offenbar auch...
Auch so ein Thema... QM beim Zulieferer OK, Dokumentation auch, Prozesse auch, also IST das Produkt ja auch OK. Wenn alles dokumentiert ist, was das Produkt können soll und das gleich dem ist, was der Kunde fordert, ist der Kunde automatisch zufrieden. Hört sich gaga an? Ist es auch, aber das habe ich schon einige male erlebt, daß die QM-Heinis wirklich so denken.

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