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Probleme bei Daimler: Motordefekt verursacht Millionenschaden
Daimler

300.000 Werkstattbesuche und über eine halbe Milliarde Euro Schaden: Defekte Motorenteile haben Kunden von Daimler entnervt, den Autobauer selbst sind sie teuer zu stehen gekommen. Laut einem Bericht der "FAZ" machen die Stuttgarter einen Zulieferer für das Debakel verantwortlich.

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hartholz365 31.08.2012, 21:19
80. Geschieht ihnen recht

Die halbe Nachbarschaft hatte damals Probleme mit dem Ventildebakel.

Die Nullkulanzpolitik von Mercedes hat ausnahmslos alle Ex-Mercedesfans zu anderen Marken getrieben, die betroffen waren.

Wer damals betroffen war durfte in die Werkstatt, es wurde aber nur das defekte Ventil getauscht, die anderen die zwar noch intakt waren aber dank der Fehlkontruktion/Materialfehler früher oder später auch den Geist aufgeben blieben drinn. Das bedeutete wenn sie Pech hatten alle Wochen oder kurz hintereinander der Werkstatt einen Zwangsbesuch abstatten durften, entweder selber Zahlen für den provisorischen Austausch oder warten bis man zig mal liegen bleibt, bis alle Ventile durchgenudelt waren.

Die Betroffenen hatten einen dermassen Hass auf Mercedes, dass die sich schworen nie mehr einen Wagen von diesem Konzern zu kaufen, ich glaube DAS ist ein noch viel grösserer Schaden: Ehemalige treue Kunden dauerhaft zu verlieren.

Das Ventildebakel war ja nicht das Einzige, man erinnere sich an das Rostproblem, vorherige Probleme mit den Boschventilen,... dazu der abgrundtief schlechte Service in den Werkstätten.

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spon-facebook-10000055289 31.08.2012, 21:20
81.

Das Beste oder nichts.

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zack34 31.08.2012, 21:22
82. Offensichtlich ein Experte

Zitat von friedel_3
Vielleicht schaffen es die anderen Fiat (Für Italiener ausreichende Technik) erst gar nicht bis auf die Autobahn?
Darf ich raten - der Satz ruht auf Null (0) eigener Erfahrung ?

FIAT baut seit jahren hervorragende, robuste Motoren. Die sind vor allem bei Taxi-Fahrern im europ. Südosten beliebt, wo Fahrzeuge nicht gerade mit dem reinstem Sprit betankt und auf besten Straßen gefahren werden, und zudem auch nicht teuer sein dürfen.

VW, Daimler u.Co. sind da in der Branche verschwunden.

Der deutsche Glaube an die Unantastbarkeit eigener Spitzenposition in der Technik ist von der globalen Realität längst überholt worden.

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ottosmopskotzt 31.08.2012, 21:26
83. Passt!

Wundert mich bei der Preispolitik, das dieses Unternehmen gegenüber seinen Zulieferern an den Tag legt, überhaupt nicht. In jedem Bereich sitzen nur noch Kostensenker, die erwarten, dass man als Zulieferer am besten umsonst arbeitet. Und dann sind diese Erbsenzähler auch noch in einem solchen Maß arrogant, dass sie nicht einmal Verbesserungsvorschläge für den Murks annehmen, den sie ununterbrochen verursachen.

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frey41967 31.08.2012, 21:27
84. Ja..

Zitat von scot10
Genau, der böse Kaufmann ist schuld! Glauben Sie wirklich, dass die Ingenieure nichts mitzureden hätten?
...die haben mitzureden. Aber sie reden gegen eine Wand!

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Stäffelesrutscher 31.08.2012, 21:29
85.

Zitat von sysop
300.000 Werkstattbesuche und über eine halbe Milliarde Euro Schaden: Defekte Motorenteile haben Kunden von Daimler entnervt, den Autobauer selbst sind sie teuer zu stehen gekommen. Laut einem Bericht der "FAZ" machen die Stuttgarter einen Zulieferer für das Debakel verantwortlich.
Könnte man jetzt vielleicht wieder die Werbung über den Sender gehen lassen, bei der der Mann verspätet heimkommt, sich mit einer Panne entschuldigt und die Frau ihm eine runterhaut: »Mit dem Mercedes???«

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rafis70 31.08.2012, 21:29
86. alle kochen nur mit Wasser...

Lieber Agent ohne Namen,

ich arbeite auch bei einem sehr großen deutschen Automobilzuliferer, die auch Dieselsysteme mit Piezo-Injektoren herstellt, wie Ihre Firma mit den 5 roten großen Buchstaben (kein Delphi).
Hatte nicht auch Ihre Firma vor einiger Zeit größere Probleme mit den Dieselpumpen (ich glaube, es war ein Beschichtungsproblem)...
Alle kochen nur mit Wasser, insbesondere bei solchen technologischen hochwertigen und anspruchsvollen Systemen & wir freuen uns auch über jeden Arbeitsplatz, der erhalten wird....

Zitat von Agent_ohne_Namen
Freut mich als Boschler diesen Beitrag zu lesen...und eine Bestätigung für unsere Qualität zu sehen, mit der auch übrigens deutsche Arbeitsplätze (davon 3000 neue Stellen dieses Jahr in D) gesichert werden!

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frey41967 31.08.2012, 21:30
87. Bitte

Zitat von scot10
Der Kostendruck ist auf Daimler, genau wie auf seine Zulieferfirmen. Man muss im Markt bestehen können, da muss man auch ab und zu auf die Kosten schauen.
Ja, bitte auf die Gesamtkosten schauen! D. h. auch auf G/K Kosten und Imageschaden.

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Kalter kaffee 31.08.2012, 21:32
88. Schnee von gestern

Das sind ja mal wieder ganz aktuelle Sommerloch-News. Die Probleme an den Injektoren des OM651 sind erstmalig 2009 aufgetreten und sind mittlerweile längst abgestellt.
Die Produktionsprobleme des Zulieferers wurden erkannt und die Schwachstelle abgedichtet - das ist schon seit Langem bekannt. Inzwischen werden die Motoren nicht mehr mit den anfälligen Piezo-Injektoren ausgeliefert und all die betroffenen Motoren im Markt werden beim Werkstattaufenthalt saniert. In meinem Augen macht das guten Service aus.
Heutige Motoren sind das technisch komplexeste Produkt was von Laien bedient wird und das birgt Tücken, was sich leider immer wieder bei allen Motorherstellern zeigt. Entscheidend ist, wie man mit solchen Problemen umgeht - und das ist Mercedes wirklich gut gelungen. Kostenloser Leihwagen der bessern Klasse, erweiterte Kulanz und äußerst schneller Austausch der Hydraulikkomponenten kann sich m.E. sehen lassen.
Im Übrigen zeigt Ihr Bild einen OM651 auf der B-Klasse und der hat gar keine Piezoinjektoren... soviel zur der SPON Recherche.

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franziskus.2 31.08.2012, 21:34
89. Den Nagel auf den Kopf getroffen

Zitat von multilateral
Das Problem, das dahinter steckt, greift meiner Erfahrung nach seit den Neunzigern um sich. Große Konzerne haben sich intern so feingranular in einzelne Abteilungsstückchen und Zuständigkeiten zerteilt, dass niemand mehr für "das große Ganze" zuständig ist, wie z.B. der Abschluss eines Projektes, sondern jeder nur noch bis zu seinem Tellerrand schaut. es.
Ihrem Beitrag kann ich nur voll zustimmen. Es wird nicht ganzheitlich gedacht, sondern jeder Bereich oder jede Abteilung strebt nur die vorgegebenen Ziele an. Das Ziel muss erreicht werden, egal was es den Unternehmen insgesamt kostet.

Ein Beispiel aus meinem Berufsfeld. Indische Programmierer sind billiger als deutsche Programmierer. Also ist es wahrscheinlich günstiger Programme in Indien schreiben zu lassen. Leider hat das einen Haken. Die Verständigung erfolgt in Englisch, die häufig beide Seiten nur eingeschränkt beherrschen. Die Programmierstunde ist billig, die Anzahl der Stunden sehr hoch und das System hat mehr Fehlerlöcher als ein Schweizer Käse. Ich hätte da einen praktischen Vorschlag. Der Entwickler erlernt die Computersprache und kommuniziert direkt mit dem Computer. Ich kann aus meiner beruflichen Praxis sagen. Es gibt keine wirtschaftlichere und bessere Methode um kostengünstige Systeme zu entwickeln.

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