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Prominente Unfallopfer: "Das Auto ist eine Massenvernichtungswaffe"
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James Dean, Garce Kelly, Prinzessin Diana - sie alle starben auf der Straße. In seinem Buch "99 Crashes" schildert der Regisseur und Autor Klaus Gietinger, wie Prominente bei Unfällen ums Leben kamen. Seine Geschichten sind ein Abgesang auf das Auto.

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syracusa 26.11.2014, 19:01
1. das Auto macht süchtig

Da ist was dran: das Auto macht süchtig. Aber anders als im Interview dargestellt, dürfte das ganz sicher nicht in der hohen Geschwindigkeit begründet sein, sondern darin, dass das Auto ein Freiheitsverstärker ist.

Individuelle Mobilität ist eine der Grundvoraussetzungen menschlicher Existenz, und der Wunsch nach Erhalt und Verbesserung dieser Mobilität ist fest in unseren Genen verankert. Ein öffentliches Verkehrssystem, das hier dem Auto auch nur entfernt nahe kommt, ist schwer vorstellbar.

Das Auto ist ja nicht dazu da, Menschen von A nach B zu bringen. Es ist dazu da, dem Menschen die Illusion zu verschaffen, er könne jederzeit nicht nur von A nach B, sondern auch nach C und D usw gelangen. Und das Auto macht diese Illusion ja fast wahr.

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TS_Alien 26.11.2014, 19:08
2.

Wenn die vielen unfähigen Autofahrer nicht Auto fahren würden, wäre schon viel geholfen. Etliche Menschen würden noch leben. Wem selbst so banale Dinge wie das Beachten der Vorfahrt Probleme bereitet (nicht nur an Kreuzungen, sondern auch beim Spurwechsel), hat auf dem Fahrersitz nichts verloren. Ebenfalls sind diejenigen Autofahrer potentielle Unfallverursacher, die keine Geschwindigkeiten abschätzen können und noch nicht einmal die elementaren physikalischen Zusammenhänge beim Autofahren verstehen. Solche Verkehrs"teilnehmer" haben schon viele Menschenleben auf dem Gewissen.

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FairPlay 26.11.2014, 19:22
3. Das Auto

als Waffe.

Das haben viele Verkehrsrichter immer noch nicht erkannt.

Wer mit Alkohol oder mit Drogen Auto fährt handelt vorsätzlich. Wer so Menschen tötet handelt vorsätzlich.

Die Tötungswaffe ist hierbei das Auto.

In der Strafbemessung darf es demnach keinen Unterschied geben ob ein Mensch mit dem Messer, der Pistole oder dem Auto einen anderen tötet.

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bitte_weitergehen 26.11.2014, 19:26
4. @TS-Alien

Es fehlt bei manchen ja schon an einfachen Dingen, wie dem vorsichtigen Fahren aus einer Einfahrt heraus, mit Blick auf den Gehweg, auf dem Passanten laufen. Vor zwei Jahren bin ich auf der Schwieberdinger Straße in Zuffenhausen von einer netten Dame auf die Motorhaube genommen worden, als sie mich übersah. Bei meinen 1,93 m eine Kunst. Es ging glimpflich aus. Außer ein paar blauen Flecken und schmerzenden Schienbeinen, plus Hautabschürfungen widerfuhr mir nichts. Die Dame war wesentlich mehr geschockt als ich und ich beließ es bei einem ''auf die Art bin ich noch nie angemacht worden'', aber es zeigt eben, dass Autofahrer teilweise mit ihren Gedanken überall sind, nur nicht da, wo die Gedanken hingehören: auf die Straße.

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maier-pf 26.11.2014, 20:07
5. Ja, es stimmt!

Das Auto ist eine Massenvernichtungswaffe! Wenn ich mit meinem Motorrad längere Strecken übers Land fahre und mir ist es langweilig, dann fange ich an die Holzkreuze am Straßenrand zu zählen.
Und da stehen erschreckend viele am Straßenrand!

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desertcruiser 26.11.2014, 20:56
6. Das Auto als

Sollte man mal die Statistiken zu Rate ziehen: bei Haushaltsunfaellen kommen mehr Menschen um, als im Verkehr; bei Arbeitsunfaellen kommen mindesten etwa gleich viele ums Leben. Wer nicht arbeitet, keinen Haushalt fuehrt und mit der Postkutsche faehrt hat die besten Ueberlebenschancen.

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nachdenker42 26.11.2014, 21:01
7.

Recht hat der Mann! Diese Diskussion wird sich aber hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft erübrigen. Nämlich dann, wenn Autos komplett selbst fahren und dadurch erstens der Besitz eines eigenen Autos - zumindest in Städten - überhaupt keinen Sinn mehr macht. Die Hemmschwelle für die Nutzung von Car Sharing ist für viele sicher die Bequemlichkeit. Wenn ich nun aber nicht mehr zur nächsten Station laufen muss, sondern das Auto vor meiner Haustür auf mich wartet, wird auch diese Hemmschwelle fallen. Und zweitens wird das autonome Auto die Zahl der Verkehrsunfälle drastisch reduzieren, weil es sich immer an die Verkehrsvorschriften hält, vorausschauend fährt und im Vergleich zum Menschen quasi keine Reaktionszeit hat.

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Paradox77 26.11.2014, 21:57
8. Irgentwie

widerspricht sich Herr Gietinger selbst.Also wenn der Druck auf's Gasbedal, dem Urinstinkt des Menschen entspricht, ist das doch eine gute Sache.Denn der Instinkt war eine der Ursachen, dass es uns heute noch gibt.Was dieser Druck, dann aber mit Gewalt zu tun hat
ist schwer nachvollziebar.Natürlich fahren die " Gietingers " dieser Welt nur Auto, wenns nicht anders geht. Den Versuch den " Romantischen " Einsiedlerhof per pedes zu erreichen, ist mangels konditioneller Fähigkeiten, leider unmöglich.Ja dann muß halt das " Pestauto " herhalten. Herr Gietinger ist auf der ANTI-AUTO Schiene, welche ja bei Intelektuellen, Künstlern und Blauäugigen Zeitgenossen widermal groß in Mode ist.Falls man die Autos abschaffen würde,
was geschiet dann mit den mit ihren Befürwortren?
Sie stehen ohne Feinbild da, na ja dann gibt's ja immer noch den " Einsiedlerhof "

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matst 26.11.2014, 22:29
9. Die meisten Verkehrstoten

sterben nicht auf der Strasse, sondern neben der Strasse. Die von dem MIV verursachte Luftverschmutzung fordert mehr Menschenleben als sämtliche Verkehrsunfälle in Deutschland zusammen. Nur erinnern keine Strassenkreuze daran.
http://transportationist.org/2014/11/03/death-by-car/

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