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Prominente Unfallopfer: "Das Auto ist eine Massenvernichtungswaffe"
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James Dean, Garce Kelly, Prinzessin Diana - sie alle starben auf der Straße. In seinem Buch "99 Crashes" schildert der Regisseur und Autor Klaus Gietinger, wie Prominente bei Unfällen ums Leben kamen. Seine Geschichten sind ein Abgesang auf das Auto.

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daomi 26.11.2014, 22:33
10. Massenmord

Bei Haushaltsunfällen sterben deutlich mehr Menschen als im Strassenverkehr. Was nun? Ist die feste Behausung auch ein Massenvernichtungsmittel? Logisches Denken und künstlerischer Beruf vertragen sich wohl nicht so recht.

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frank57 26.11.2014, 22:49
11. wenn leute diese technik

nicht beherrschen und viel ps mit unvermögen paaren....dann kommt es halt zur natürlichen auslese....

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patrick6 26.11.2014, 22:55
12. Wenn ich mir...

...die aktuellen Radfahrer ansehe (Rot, was ist das? Fahrradweg? Gibt es nicht für mich! Vom Fussweg auf die Strasse? Klar, aber nur, ohne zu gucken, ob evtl. noch jemand unterwegs ist! Licht? Wozu? Ah, da sind Kinder - wegputzen!), sind die Autofahrer in Relation ja noch diszipliniert und umsichtig.

Aber woher sollten die Kids z.B. das auch lernen? Mutti mit Handy am Ohr, Nachwuchs auf dem Kiddybike irgendwo vor/hinter/neben ihr, es wird natürlich bei Rot über die Kreuzung gefahren, Passanten werden angepöbelt, weil sie nicht Platz machen...
Klar, dazu kommen SUV/Audi A6/BMW 5er/Mercedes E-Klasse-Fahrer, die sich auch benehmen wie ein Schwein. Erlebt man auch ständig. Oder telefonierende Kindergartenshuttle-Muttis im Van/SUV, die Radfahrer wegdrücken oder Fussgänger fast plattmachen.

Es gibt ein echtes Problem in Deutschlands Strassenverkehr: Respekt dem anderen Verkehrsteilnehmer gegenüber (egal, ob Fussgänger, Radfahrer oder Autofahrer). Schön wäre es, wenn ALLE mal wieder lernen würden, was Verkehrsregeln sind. Wenn ich so Szenen erlebe, wo eine Horde Kids vor eine Schule bei Rot über die Strasse stürmt/radelt, frage ich mich allerdings, wer da versagt hat? Die unfähigen Eltern? Die trotteligen Lehrer?
Und: Man sollte es nicht immer den anderen Verkehrsteilnehmern überlassen, aufzupassen. Ich kann es nicht mehr leiden, dass Radfahrer einfach vom Fussweg auf die Strasse schiessen, ohne auch nur mal nachzuschauen, ob da evtl. jemand anderes herumfährt. Ich kann es auch nicht mehr leiden, dass da Leute mit dem Handy am Ohr herumstolpern, völlig blind und ohne Gehör für die Umwelt, und alle anderen darauf achten müssen, diesen Telefonzombie nicht niederzumetzeln.

Leute: Passt doch mal selber ein bisschen auf! Selbst ein Fahrrad kann einen Passanten umhauen! Und kein Autofahrer ist erpicht auf blutige Fleischfetzen am Kühler, soviel ist mal sicher.

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captmcneil 26.11.2014, 23:18
13. Mag ja sein...

... aber welches Massentransportmittel soll denn bitte auf hohe Geschwindigkeiten verzichten? Ich lese da eher Gesellschaftskritik raus. Aber man entschleunigt eine Gesellschaft nicht dadurch, dass jeder nur noch Bahn fährt. Da muss man schon etwas intelligenter ansetzen.

Ohnehin: Zug fahren schön und gut, aber das geht halt nicht immer, und ist zeitweise einfach sauteuer. Und wenn's da kracht sind auch immer ne Menge Leute tot.

Soweit ich feststelle, haben die meisten Verkehrstoten heute wenig mit überhöhter Geschwindigkeit zu tun. Unser Verkehrsaufkommen ist das Problem, und das ist direkt darauf zurückzuführen, dass es immer mehr Menschen gibt. Aber wenn man da ansetzen will, wirds halt schwierig.

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marcw 26.11.2014, 23:20
14. Dummes Gewäsch!

Diese wirre These kann doch nur von einem gelangweilten Privatier im Gartenstuhl ersponnen worden sein. Es soll Menschen geben die Vollzeit berufstätig sind, dazu noch außerberuflichen Verpflichtungen nachgehen müssen und sich ab und an sogar erdreisten, soziale Kontakte von Angesicht zu Angesicht zu pflegen. Wer nicht gerade alles in unmittelbarer Nähe oder außerordentlich günstig an das ÖPNV-Netz angebunden hat, muss sich eben individuell fortbewegen - und da ist das Automobil Mittel der Wahl.

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NauMax 27.11.2014, 00:18
15.

Zitat von mymindisramblin'
autos sind die pest! wo liegt der sinn darin, in einem 2 to schweren blechkasten, der theoretisch 200 km/h fahren und 5 personen befoerdern koennte, allein im stau zu sitzen und sich mit 10 km/h fortzubewegen. das machen .....
Was bilden Sie sich ein, entscheiden zu können, auf was andere Menschen angewiesen sind und auf was nicht?! Sicher könnte ich öffentliche Verkehrsmittel nutzen, was meine Pendelzeit von 40 min täglich auf fast zwei Stunden täglich erhöhen würde. Das sind mir die 30€ die ich im Monat mehr an Sprit bezahle als ein Monatsticket für den Bus kostet allemal wert! Und was Langstrecken angeht: Ich habe keine Lust darauf, meine Urlaubs-, Termin-, und Freizeitplanung in die Hände launischer Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes zu legen, welche dann mal bei spontaner Lust auf einen (Warn-)streik meine ganze Planung hinfällig machen. Da hat Individualmobilität nämlich deutliche Vorzüge. Übrigens: Das Auto als Mittel der Kompensation für persönliche Defizite stammt in der Regel von jenen, die sich eben diese Autos selbst wünschen, sie sich aber nicht leisten können...

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stauss4 27.11.2014, 00:23
16. So ein propagandistischer Blödsinn

Immer weniger Menschen sterben in Autos.
Und immer mehr im Bett.

Leute, schafft die Betten ab und schläft im Büro. Wie es die Spiegel-Redakteure offensichtlich tun, die nicht mehr die Entwicklungen der Welt mitkriegen, sondern nur noch ihre Träume und Ideologien formulieren.

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aufmerksamer Leser 27.11.2014, 00:24
17. Der Mensch, das vernunftbegabte Wesen!

Zitat von syracusa
Da ist was dran: das Auto macht süchtig. Aber anders als im Interview dargestellt, dürfte das ganz sicher nicht in der hohen Geschwindigkeit begründet sein, sondern darin, dass das Auto ein Freiheitsverstärker ist. Individuelle Mobilität ist eine der Grundvoraussetzungen menschlicher Existenz, und der Wunsch nach Erhalt und Verbesserung dieser Mobilität ist fest in unseren Genen verankert. Ein öffentliches Verkehrssystem, das hier dem Auto auch nur entfernt nahe kommt, ist schwer vorstellbar. Das Auto ist ja nicht dazu da, Menschen von A nach B zu bringen. Es ist dazu da, dem Menschen die Illusion zu verschaffen, er könne jederzeit nicht nur von A nach B, sondern auch nach C und D usw gelangen. Und das Auto macht diese Illusion ja fast wahr.
"Freiheitsverstärker". "Gene". Damit kann ich so überhaupt nichts anfangen.
Diese Freiheit wird die Menschheit so oder so eher ihrem Untergang näher bringen.
Und was heisst hier Freiheit - als morgendicher Berufspendler auf der AX: alles Schmarren. Ich wünsche mir ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrssystem. Das wäre "Freiheit", die ich meine.

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herr minister 27.11.2014, 00:56
18. Schön

Gibt es demnächst ein Interview von nem Veganer aus dem Schlachthaus?
Ehrlich wäre auch wenn Monsieur le Regisseur für seine Produktionen auf Bahn und Bus bestehen würde, vom Schauspieler bis zur Requisite. Dann bleiben wir wahrscheinlich von seinen Kunstwerken plus nachfolgenden geistigen Ergüssen verschont.

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Herbert Bader 27.11.2014, 01:45
19. das Auto als Massenverkehrsmittel abschaffen

das wird nicht nur die Autoindustrie verhindern, wie Kommentator #1 richtig meinte, sondern auch die Sucht der Autofahrer und unsere Regierungen - denn Deutschland (und damit ganz Europa) lebt vom Auto und für das Auto!

Danke dem Interviewten für die mutigen Gedanken und Provokationen, die dem Leser hoffentlich den Blick für so manche angewöhnte Absurdität im Zusammenhang mit Autos öffnet.

Ein Gedanke fehlt mir indes noch: Die Kraftstoffe, die wir heute oft sinnlos "verheizen" und die m.E. viel zu billig ausgegeben werden, sind auf (und unter) der Erde begrenzt. Was wir heute verbrauchen, ist morgen nicht mehr da. Und wenn wir morgen keinen Sprit mehr für Landwirtschaft und Pharmazie haben, ist die Tatsache, dass wir nicht mehr individuell mit dem SUV zum Bäcker fahren können, ein eher kleineres Problem ...

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