Forum: Auto
Protokoll des VW-Rückrufs, Teil 8: "Tschuldigung, aber das ist doch Realsatire"
Spiegel Online

Volkswagen hat mit der Reparatur der Skandalautos begonnen. Auch Michael Müller fährt einen Wagen mit erhöhten Abgaswerten. Er stellt fest: Bei der Kundenbetreuung macht man sich die Sache verdammt leicht.

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goghvin 28.02.2016, 12:43
110. nun

Zitat von MatthiasPetersbach
Und warum nicht den Media-Markt verbieten? Urlaubsflüge? Rasenmäher? Militär? Yoghurt? Verpackungen? Und warum nicht endlich mal Herstellung und Kauf von Produkten nur mit Nachweis der Überlebensnotwendigkeit? Gemessen an den Problemen und Umweltsauereien, die -mittlerweile- unser gesamter Lebensstil incl. Konsum so hervorruft, ist das, was an den Autos hinten rauskommt, völlig belanglos. Jeder von uns hat 100mal soviel Zeux wie damals seine Eltern - und nen ökologischen Fußabdruck wie ein Yeti (NICHT der Skoda :) ) Wenn Sie mir sagen, was sie so essen, arbeiten, kaufen und ein paar andere Eckdaten, ist es keine Kunst, nachzuweisen, daß Ihre Autonutzung das kleinste Problem in der Umweltbilanz ist.
nun, man kann sich manche Dinge auch schönreden.
Schon mal objektiv informiert?
http://www.unterfluss.de/images/Antworten/Mobilitaet/M-008/motorisierter_individualverkehr.jpg
sowie
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/384/bilder/2_abb_stickstoffoxid-emi_2015-06-01.png
der Individualverkehr beeinflusst schon sehr ordentlich.

Aber selbst wenn es nicht so wäre, ist es kein Argument. Denn das wäre so, als würden Sie mit dem Hinweis des entsorgten Müllbeutels im Wald dort Ihre Getränkedose wegwerfen. Nach dem Motto: aber andere werfen doch noch viel mehr in den Wald

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zack34 28.02.2016, 12:58
111. @ mborevi, #107

Zitat von mborevi
... ist nun keine Neuheit. "0,5 Liter Ölverbrauch pro 1000 km ist völlig normal" (Originalton VW Werkstatt bei der Inspektion des neuen Passat meines Sohnes).
Mit Verlaub - die Aussage eines Mechanikers aus der Werkstatt können Sie unmöglich im Ernst dem ganzen Unternehmen als offizielle Haltung unterschieben.

Händler mit Werkstätten sind Privatunternehmen, die sich bei VW um eine Lizenz ("Vertragswerkstatt") bewerben, da sind aber keine VW-Angestellten da, und - ja (!) - mit dem Verhalten dieser Leute hat VW längst gr. Probleme gehabt, weshalb auch Strafen bis hin zu einem Lizenzentzug verhängt worden.

Kl. Tip: der Typ aus der Werkstatt wollte Sie einfach nur abwimmeln, und hat sich damit bereits für den Rausschmiss beworben. Hätten Sie den offiziellen Kundendienst kontaktiert, und eine schrftliche Beschwerde eingereicht, so hätte der Vertriebsleiter den Händler in die Zange genommen, wie bei jedem anderen Vertragspartner. (falls es überhaupt eine Vertragswerkstatt war)

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Puma 28.02.2016, 14:24
112.

Zitat von Fraktale_Dimension
Wenn sie ein Problem haben, ihr Benzin zahlen zu können, tut mir leid, ganz besonders dann, wenn 100,- EURO im Jahr eine Rolle Rolle spielen. Dann steckt das Problem wo anders. Allerding gehe ich mit ihnen, was Benzin-STEUER und KfZ-Steuer anbetrifft. Da geht da Geld in fremde Bereiche ... ;-)
Meine Feststellung muss Ihnen nicht leid tun. Sie zielen mit Ihrer 100 Euro Feststellung an der Wirklichkeit vorbei. Sagen Sie doch, dass S i e k e i n Problem damit haben und deswegen Andere auch nicht haben müssen (Sie sind Opfer Ihrer eigenen Projektion).

Es gibt eine überwiegende Zahl an PKW Fahrern die ihr Auto aus beruflichen Gründen brauchen und die mit jeder Mehrausgabe zurechtkommen müssen.

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Puma 28.02.2016, 14:33
113. Gesundheitsschutz - Spritverbrauch

Der tatsächliche Verbrauch belastet den Verbraucher enorm. Nicht tolerierbare Mehrverbräuche, unabhängig vom Fahrprofil, bei Fahrzeugen aus dem VW Konzern der Baujahre bis 2012 waren sehr häufig an der Tagesordnung. Selbst behutsame Betätigung des
Gaspedals ergab vielfach keine Besserung. http://www.zeit.de/auto/2013-05/benzinverbrauch-studie-abweichungen

Auch geht es neben dem ungiftigen, aber klimaschäd-lichen CO2 um Gesundheitsschutz, der vielfach kleingeredet wird.
Benziner tragen aufgrund der hohen Zahl an Fahrzeugen am meisten zur Feinstaubbelastung bei, abgesehen von industriellen und landwirtschaftlichen Verursachern. Bei der Verbrennung eines Liter Benzin entsteht 2,38 kg und beim Diesel 2,66 kg Abgas.
Die Stickoxid- und Feinstaubbelastungen in den großen Städten sind hinlänglich dokumentiert im Zusammenhang mit schwersten Atemwegserkrankungen.

Der nachstehende Videobeitrag von arte.de
dokumentiert die Problematik recht eindrucksvoll
„Dicke Luft - Wenn Städte ersticken“ link: http://arte.gl-systemhaus.de/am/tvguide/SAT/058846-000-A_SQ_1_VA-STA_02191434_MP4-2200_AMM-Tvguide.mp4

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MatthiasPetersbach 28.02.2016, 15:29
114.

Zitat von goghvin
nun, man kann sich manche Dinge auch schönreden. Schon mal objektiv informiert? der Individualverkehr beeinflusst schon sehr ordentlich. ….Denn das wäre so, als würden Sie mit dem Hinweis des entsorgten Müllbeutels im Wald dort Ihre Getränkedose wegwerfen. Nach dem Motto: aber andere werfen doch noch viel mehr in den Wald
Ja, man kann sich Dinge schönreden.

Schonmal drangedacht, daß der Individualverkehr zum allergrößten Teil mit unserer Arbeit und unserem Konsum zu tun hat? ich meine, die Leute fahren ja zum Großteil nicht aus Jux und Dollerei spazieren.

Nöh, wer keinen Fernseher kauft (weil eventuell ein Fernseher 20 Jahre hält) , muß nicht zum Mediamarkt fahren. Und wer keinen herstellt bzw. vertreibt, muß morgens im 8 nicht zum Herstellungsort/Vertriebsort fahren.

Aber ihr Beispiel hinkt - es geht nicht darum, was Doofes zu machen, nur weil etwas noch Dooferes sowieso gemacht wird - (wenn es auch anscheinend Mode ist, das -absichtlich? - falsch zu verstehen).

Es geht darum, wie wir aus der Umweltverschmutzungsnummer rauskommen - und wo die wahren Probleme sitzen. Und die sitzen nicht im Auspuff. Sondern im Prinzip.

Was (in bezug auf Autos) nicht zuletzt darin besteht, möglichst jedes Jahr mit einem noch komplizierteren und vor allen Dingen immer aufwendiger an den Mann zu bringenden Modell rauszukommen und so ne MODE zu erzeugen, die das Gegenteil von Nachhaltigkeit darstellt.

Was ist gegen ein Auto zu sagen, was 20 Jahre gebaut wird, bei dem die Ersatzteile en masse hergestellt werden können und was genau DAS kann, was die Anforderungen des Verkehrs so diktieren - und nicht 10mal mehr?

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Hannes2 28.02.2016, 16:37
115. gefährliches Halbwissen

Zitat von KobiDror
Soso, unabhängige Nachmessungen durch wen auch immer sind also völlig irrelevant? Na das lässt ja tief blicken. Volkswagen disqualifiziert sich damit immer mehr. Nicht mal geschenkt würde ich ein Fahrzeug aus dem Konzern nehmen. Ist doch mehr oder weniger dieselbe Technik überall verbaut. VW, Audi, Skoda, Seat... lediglich die Luxusmarken dürften noch nicht dem MQB oder MLB verbauen.
sie disqualifizieren sich ebenfalls. Gerade die MQB Fahrzeuge sind von der Thematik überhaupt nicht betroffen!

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tempus fugit 28.02.2016, 16:52
116. 35% EE-Strom...

Zitat von spiegelleser987
Oh, da kommt eine Menge raus, um Akkus von E-Autos aufzuladen. Der meiste Strom kommt noch immer aus Kohlekraftwerken. Bei denen kritisieren die Umweltschützer auch die extreme Staubbelastung und das Quecksilber. Auch wenn bei modernen Kraftwerken durch Filterung der Ausstoß gegenüber früher extrem gering ist, wird dagegen protestiert. Bei der Stromerzeugung ist der Anteil von Sonnen- und Windenergie gering und auf Zeitabschnitte begrenzt, die die Natur bestimmt. Er reicht also nicht. Bei den erneuerbaren Energien müsste man noch mehr Felder mit irgendwelchem Getreide anbauen oder wie vor ein paar hundert Jahren Wälder abhoilzen. Das kann man alles verbrennen und Strom erzeugen. Der Feinstaub (wie beim Heizen mit Holz in Wohnhäusern) interessiert dabei nicht, ist ja alles Bio. Von dem Effekt zur Stromerzeugung bei E-Autos haben Sie vermutlich noch nie etwas gelesen oder lesen wollen.
...in gut 10 Jahren ist nichts?


Falsch ist auch, dass der meiste Strom aus Kohlekraftwerken kommt - informieren Sie sich!


Die Energiewende - 80% ist per 2050 angesagt - also noch 35 Jahre.

Biogas KW werden DAS machen, was sie können.
Die muss nicht alles machen.

Aber statt jetzt wieder im Frühjahr mit Gülle und Kacke und Zersetzungsmethan die Welt verpesten und den Abfällen das Methan zu entziehen und direkt nutzbaren
Dünger draus zu machen, das können Sie nicht nachvollziehen?

Mit Abfällen und zwar mit tierischen und menschlichen und organischen und und. 50% der Lebensmittel in DE gehen in den Abfall!

Und das, was am meisten zählt und die Menschen bewegt, nämlich die ganzen Prozesse ab Bohrloch bis zum Autotank - das umgehen Sie.
Da fallen garnkeine Abfälle an? Oder nur 'gesunde'?

Ach so:
würde ganz DE nur E-fahren, wären 16% mehr Strom nötig. Und zwar hauptsächlich nachts, wenn
Autos ruhen, Menschen auch und KW - wenigstens die
träge Alttechnik - mangels Abnahme nichtd weiss, wohin mit dem überflüssigen Strom.

@Von dem Effekt zur Stromerzeugung bei E-Autos haben Sie vermutlich noch nie etwas gelesen oder lesen wollen.@

Den Satz müssen Sie nochmal erklären: dass mit E-Autos der Verkehr nachhaltiger, leiser, sauberer, menschlicher wird?

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tempus fugit 28.02.2016, 17:03
117. Bei Autos....

Zitat von MatthiasPetersbach
Ja, man kann sich Dinge schönreden. Schonmal drangedacht, daß der Individualverkehr zum allergrößten Teil mit unserer Arbeit und unserem Konsum zu tun hat? ich meine, die Leute fahren ja zum Großteil nicht aus Jux und Dollerei spazieren. Nöh, wer keinen Fernseher kauft (weil eventuell ein Fernseher 20 Jahre hält) , muß nicht zum Mediamarkt fahren. Und wer keinen herstellt bzw. vertreibt, muß morgens im 8 nicht zum Herstellungsort/Vertriebsort fahren. Aber ihr Beispiel hinkt - es geht nicht darum, was Doofes zu machen, nur weil etwas noch Dooferes sowieso gemacht wird - (wenn es auch anscheinend Mode ist, das -absichtlich? - falsch zu verstehen). Es geht darum, wie wir aus der Umweltverschmutzungsnummer rauskommen - und wo die wahren Probleme sitzen. Und die sitzen nicht im Auspuff. Sondern im Prinzip. Was (in bezug auf Autos) nicht zuletzt darin besteht, möglichst jedes Jahr mit einem noch komplizierteren und vor allen Dingen immer aufwendiger an den Mann zu bringenden Modell rauszukommen und so ne MODE zu erzeugen, die das Gegenteil von Nachhaltigkeit darstellt. Was ist gegen ein Auto zu sagen, was 20 Jahre gebaut wird, bei dem die Ersatzteile en masse hergestellt werden können und was genau DAS kann, was die Anforderungen des Verkehrs so diktieren - und nicht 10mal mehr?
...scheints gradezu umgekehrt zu sein als mit wertvollem Wein.
Der wird mit den Jahren immer reurer.

Guckt man sich hier das Alttimer-Thread an, dann sind die Ersatzteile (die ja damals weit aufwendiger und teurer herstellt und über Jahrzehnte gelagert werden mussten...) viel billiger als 'heute' gepresste und gemachte Ersatzteile.

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goghvin 28.02.2016, 18:05
118. dann

Zitat von zack34
Mit Verlaub - die Aussage eines Mechanikers aus der Werkstatt können Sie unmöglich im Ernst dem ganzen Unternehmen als offizielle Haltung unterschieben.
dann schauen Sie doch mal in die Betriebsanleitung Ihres VWs!
Beim Passat: Abhängig von der Fahrweise und den Einsatzbedingungen kann der Ölverbrauch bis zu 1l/2000km betragen - bei Neufahrzeugen in den ersten 5000km auch darüber[/i]

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goghvin 28.02.2016, 18:19
119. ja

Zitat von MatthiasPetersbach
Schonmal drangedacht, daß der Individualverkehr zum allergrößten Teil mit unserer Arbeit und unserem Konsum zu tun hat? ich meine, die Leute fahren ja zum Großteil nicht aus Jux und Dollerei spazieren.
... und dazu braucht man den ganzen Annehmlichkeits-Schnickschnack, welcher in den letzten Jahren immer mehr in den Autos Einzug gehalten hat?

Zitat von
Es geht darum, wie wir aus der Umweltverschmutzungsnummer rauskommen - und wo die wahren Probleme sitzen. Und die sitzen nicht im Auspuff. Sondern im Prinzip. Was (in bezug auf Autos) nicht zuletzt darin besteht, möglichst jedes Jahr mit einem noch komplizierteren und vor allen Dingen immer aufwendiger an den Mann zu bringenden Modell rauszukommen und so ne MODE zu erzeugen, die das Gegenteil von Nachhaltigkeit darstellt. Was ist gegen ein Auto zu sagen, was 20 Jahre gebaut wird, bei dem die Ersatzteile en masse hergestellt werden können und was genau DAS kann, was die Anforderungen des Verkehrs so diktieren - und nicht 10mal mehr?
gut - das sehe ich ganz genau so, s.o.

Aber dennoch müssen ja neue Fahrzeuge hergestellt werden.
Wenn man nun sagt, wir stellen diese Produkte per Anordnung 20 Jahre lang her - wie soll das dann laufen? Per 'Schlag' die Produktion umstellen?
Nee, nee - so geht das auch nicht.
Es funktioniert nur so, daß seitens des Gesetzgebers einzuhaltende Vorgaben gemacht werden, welche techn. möglich sind (und die Vorgaben sind problemlos möglich - die Hersteller wollen nur nicht).
Neue Fahrzeuge mit besserer, sauberer Technik kommen auf den Markt, alte werden 'natürlich' ausgemustert (da verschlissen o.ä.) und in der 'Bestandskette' rutscht alles ein Stück nach.
Anders kann man das nicht machen.

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