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Rad- gegen Autofahrer: Schluss mit dem Straßenkampf!

Die ruppigen Sitten im Verkehr sind für viele Leser ein Ärgernis - das zeigen die Zuschriften zum jüngsten SPIEGEL-Titel. So viele Kommentare gab es seit dem Streit über die Abwrackprämie nicht mehr. Die großen Fragen: Warum halten sich so wenige an die Regeln?*Und wie kann man was verändern?

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keoki 24.09.2011, 08:25
1. Radfahrer bleib auf DEINEN Wegen ...

Was ich noch als viel ärgerlicher empfinde. Radfahrer die einem auf dem Gehweg entgegenkommen, trotz vorhandenen Radweges. Radfahrer die bei Rot über die Ampel fahren und Radfahrer die gegen die Richtung auf dem Radweg fahren ... usw.

Fahre selbst gern Fahrrad und habe es mir aber auferlegt mich an die Regeln zu halten. An der Ampel zu warten (meistens der einzige, den richtigen Radweg zu benutzen auch wenn es ein kleiner Umweg ist ... )

Ich wurde einst von einem Radfahrer auf dem Gehweg angefahren. Der Radfahrer stürzte, ich bekam die Schuld ....

Achja, das alles findet in Erlangen statt. Eine ausgewiesene Fahrradstadt. Da wird auch Fahrrad gefahren, wo eigentlich eine Fussgängerzone ist ...

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Bobby Shaftoe 24.09.2011, 08:35
2. Straßenkampf?

Ich wohne im Speckgürtel, hier fahren zum Glück nur ab und zu ein paar rollende Möchtegern-Apotheken durchs Dorf. Aber die nerven wenigstens nicht so wie die Moppedfahrer, die ihr Standgas nicht im Griff haben oder die SUV-Mammas, die mit Tempo 40 durch die Spielstraße kacheln (merke: Scheiße nicht dahin, wo Du wohnst).

Back to topic: Wer sich so albern anzieht und auch noch dafür bezahlt, dass er Werbung fahren darf, der kann seine Sinne nicht wirklich beisammen haben.

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götzvonberlichingen 24.09.2011, 08:46
3. Warum? Darum!

Zitat von sysop
Die großen Fragen: Warum halten sich so wenige an die Regeln?
Es wird doch kaum kontrolliert. Im Prinzip kann sich doch jeder im Straßenverkehr verhalten wie er will. Erwischt wird doch kaum einer. Es ist wohl einfacher beim Schwarzfahren ertappt zu werden, als beim nicht beachten Der STVO. Und wenn's einer macht machen's alle.
Ausserdem wird es doch täglich vorgelebt. Der schnellere und stärkere gilt in unserer Gesellschaft mehr, als der langsame und bedacht handelnde.

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MünchenerKommentar 24.09.2011, 08:50
4. Hetzjagd gegen Radler

In München meint die Polizei regelmäßig "Schwerpunktkontrollen" der Radfahrer durchfüren zu müssen. Das sieht dann so aus, dass sich zwei Polizisten an einer praktisch nicht befahrenen Straße mit einer kleinen Fahrradampel hinter einer Litfasssäule verstecken und allen Radfahrer, die es wagen, bei Rot rüberzufahren, 100 EUR abknöpfen. Darüber wird dann eine penible Strichliste geführt, deren Ergebnis (5000 Radler kontrolliert, 2500 davon verwarnt, davon 1000 wegen "Rotlichtverstoß") als Presseerklärung an die Münchener Boulevardpresse weiterverteilt wird, die dann (um ihre vermutlich meist ältere, d.h. fußgehende oder autofahrende) Klientel zu befriedigen, daraus regelmäßig Stories über die ach so schlimmen "Radl-Rambos" macht. Das liest dann die angesprochene Klientel, und fühlt sich darin bestärkt, dass man z.B. als Fußgänger gegen Radler vorgehen dürfe, ja müsse, die ein Stückchen auf dem Gehweg fahren. Das Ergebnis innerhalb weniger Wochen ist ein toter Rentner, der während einer solchen Auseinandersetzung mit einem Radler gegen eine Bordsteinkante fiel und eine schwangere Frau, die vom Rad geschubst wurde und jetzt im Krankenhaus liegt.

Letzendlich ist sowohl die Polizei (durch ihre breit publizierten, kleinkarierten kontrollen) als auch die Rentner-fixierte Boulevardpresse für die aufgeheizte Stimmung verantwortlich, in der solche Vorfälle möglich sind. Meine persönliche Erfahrung mit den (Münchenern Radlern) sind praktisch nur positiv: Nicht alle halten sich buchstabengetreu an alle Vorschriften, behindert oder gefährdet wird aber dadurch keiner.

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dr.a1 24.09.2011, 09:07
5. falsch geführte debatte

Das Fahrradfahrer gegen Autofahrer Thema wird heftig von den Medien geschürt. Tatsache ist, dass Radfahrer den Verkehr entlasten, keinen Lärm, keinen Staub erzeugen, niemanden an Leib ubnd Leben gefährden und keinen bizarr hohen Landschaftsverbrauch haben. Individualverkehr macht die Städte durch Platzverbrauch auf Straßen und Parkplätzen deutlich weniger lebenswert. Der volkswirtschaftliche Verlust durch Spritverbrauch ist GIGANTISCH. Der BEschäftigungseffekt des dauernden Autobahnbaus ist im Gegensatz zu den 60er Jahren minimal, die Kosten GIGANTISCH. die Debatte wird über Anekdoten geführt, auf dem Nivaeu: Leser X hat inen Onkel der trotz Rauchen über 80ig wurde, oder mein Bekannter Y hat eine Tante die säuft schon seit 60ig Jahren. Vom Einzelfall wird auf's ganze geschlossen. Trotzdem verreckt man am rauchen und saufen, in der Wissenschaft und Statistik ist das anekdotische bedeutungslos. und nur auf breiten Daten kann eine Verkehrsplanung stattfinden. In Innenstädten ist das Rad das gesündere, ungefährlichere, leisere, billigere und vor allem schnellere Verkehrsmittel. Kein Fahrradfahrer fährt jemanden tot, kein Fahrradfahrer braucht die halbe stadt als parkplatz oder auto. Die urbane Verkehrsplanung wird in den nächsten Jahren zwangsweise ein Wende zum Rad hin vollziehen. Nicht alle sind so dumm und geben ein vermögen für ein veraltetes, langsames stinkendes Gerät aus das ohnehin nur im Stau steht und dann den restlichen Tag am Parkplatz. Das leben ohne AUto ist viel lebenswerter.

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Rodschi 24.09.2011, 09:18
6. Verständnis

In jeder Verkehrsteilnehmergruppe gibt es leider Ignoranten; sei es der Fußgänger, der mit seinem Hund Gassi geht und die Leine spannt quer über den Radweg, der Radler, der durch Fußgängerzonen prescht, oder der Autofahrer, der in einer ausgewiesenen Radfahrer-Straße auf "seiner" Vorfahrt pocht. Mir scheint, es würden Urinstinkte und nicht der gesunde Menschenverstand regieren, wenn es zu Konfliktsituationen dieser 3 Gruppen kommt. Tja, und wenn Urinstinkte und Adrenalin zusammenkommen, dann wird es oftmals laut, und ärgerlich, und nicht zuletzt auch lebensgefährlich für den jeweils schwächeren Verkehrsteilnehmer

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hjm 24.09.2011, 09:19
7. .

Zitat von sysop
Die großen Fragen: Warum halten sich so wenige an die Regeln?
Weil die Regeln hierzulande bereits --- der üblichen deutschen Perfektion folgend --- schon so angelegt sind, dass sich aus jeder unklaren Situation sofort eine Konfrontation auf Leben und Tod ergibt, in der jeder der Kontrahenten sich selbst absolut im Recht und seinen Gegner absolut im Unrecht glaubt.

Zitat von
Und wie kann man was verändern?
Entweder die Theorie (Regeln) der Praxis (Straßenbau) anpassen, oder umgekehrt. Allein auf meinem täglichen Weg zur Arbeit gibt es mindestens drei Kreuzungen, an denen es entweder physikalisch unmöglich ist, alle Regeln der StVO zu befolgen, oder das wörtliche Befolgen dieser Regeln ohne das Wissen um deren Widersprüchlichkeit durch mehrere Verkehrsteilnehmer gleichzeitig unvermeidlich zu einem Unfall führen würde.

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Pandora 24.09.2011, 09:20
8. Was hat das mit dem Thema zu tun?

Zitat von dr.a1
Das Fahrradfahrer gegen Autofahrer Thema wird heftig von den Medien geschürt. Tatsache ist, dass Radfahrer den Verkehr entlasten, keinen Lärm, keinen Staub erzeugen, niemanden an Leib ubnd Leben gefährden und keinen bizarr hohen Landschaftsverbrauch haben. ... Nicht alle sind so dumm und geben ein vermögen für ein veraltetes, langsames stinkendes Gerät aus das ohnehin nur im Stau steht und dann den restlichen Tag am Parkplatz. Das leben ohne AUto ist viel lebenswerter.
...und deswegen brauchen sich Radfahrer an keinerlei Regeln zu halten????

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markolito1 24.09.2011, 09:21
9. So oder so

Zitat von keoki
Was ich noch als viel ärgerlicher empfinde. Radfahrer die einem auf dem Gehweg entgegenkommen, trotz vorhandenen Radweges. Radfahrer die bei Rot über die Ampel fahren und Radfahrer die gegen die Richtung auf dem Radweg fahren ... usw. Fahre selbst gern Fahrrad und habe es mir aber auferlegt mich an die Regeln zu halten. An der Ampel zu warten (meistens der einzige, den richtigen Radweg zu benutzen auch wenn es ein kleiner Umweg ist ... ) Ich wurde einst von einem Radfahrer auf dem Gehweg angefahren. Der Radfahrer stürzte, ich bekam die Schuld .... Achja, das alles findet in Erlangen statt. Eine ausgewiesene Fahrradstadt. Da wird auch Fahrrad gefahren, wo eigentlich eine Fussgängerzone ist ...
Ich stimme ihnen hier komplett zu. Oft stehe ich mit meinem Sohn und Fahrrad an der Ampel, während neben mir der andere Radfahrer bei rot fährt. Toll denke ich da nur.

Aber wie man auch schon Artikel lesen konnte, beruht dies auf Gegenseitigkeit.

Das selbe könnte man so auch für Autofahrer/Fussgänger sagen. Zugeparkte Radwege, Einfahrten und Kreuzungsecken. Autofahrer die die STVO nicht kennen und keinen Sicherheitsabstand halten oder Gnadenlos rechts abbiegen ohne Schulterblick. Oder die an gleichberechtigten Strassen denken der Radfahrer der von rechts kommt hat eh keine Vorfahrt. Das bei "Rot" fahren machen hier in Berlin ebenso viele Autofahrer. Das durfte ich als Fussgänger ebenso schon oft erleben.

Was wir brauchen ist mehr gegenseitige Rücksichtnahme. Bei Autofahrern, Radfahrern und Fussgängern. Jeder !!! sollte mehr auf den anderen achten. Das muss sich in unserem "Egomanenstaat" aber generell was ändern.

PS: Ich halte an jeder Ampel. Mein Rad und die meiner Kinder sind alle mit Nabendynamo ausgerüstet. Zur vorsicht fahren wir in der Familie auch alle mit Helm, egal ob da jemand drüber lacht. Da ich selbst auch Auto fahre weiss ich wie gefährlich die oft sein kann.Man muss ja immer mit der unachtsamkeit der anderen rechnen.

In diesem sinne ein schönes Wochenende. Ick schnall jetzt die Räder aufs Dach und dann gehts mit den Kindern raus ne Radtour machen. So ein schönes Wetter

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