Forum: Auto
Radfahrstreifen : Enge für alle
Güven Purtul

In vielen Städten sollen sich Radler und Autofahrer die Straße teilen. Die Idee: Durch Markierungen wird jedem sein Platz zugewiesen. Doch die Umsetzung frustriert meist beide Seiten.

Seite 1 von 22
MrSnoot 24.04.2017, 17:42
1.

Ein riesen Problem ist doch, dass viele Einfach keine Rücksicht nehmen. Wenn neben mir wie in dem Video ein LKW fährt, dann würde ich meine Fahrt kurz etwas verlangsamen, bis er an mir vorbei ist. Ebenso wenig muss ich auf einem Radweg, wo es eng zugeht, anderer Radler überholen. Dann fahre ich halt mal 1-2 Minuten etwas langsamer und warte, bis ich ungefährdet überholen kann.
Ich hatte bislang weder als Radfahrer noch als Autofahrer mit der Gegenseite Probleme. Einfach mal etwas Zeit lassen und man kommt sicher ans Ziel.

Beitrag melden
zeichenkette 24.04.2017, 17:51
2. Die Vote-Mechanik ist kaputt

Wenn ich beim Radfahrer-Vote eine Auswahl anklicke, wird die entsprechende Auswahl beim Autofahrer-Vote ausgewählt und die Seite springt dorthin hoch...

Abgesehen davon: Solange Spuren für Radfahrer irgendwie dorthin gequetscht werden, wo sie die Autofahrer möglichst wenig stören und damit eher symbolische als praktische Bedeutung haben, ist das weniger als gar nichts. Man kann nunmal nicht den Radverkehr fördern, ohne den Autoverkehr einzuschränken. Handtuchbreite aufgemalte Streifen, die sich überall und notfalls auch gegen die Fahrtrichtung zwischen Mülltonnen, Parkplätzen und auf Gehwegen herumschlängeln, erziehen Radfahrer geradezu dazu, einfach dort zu fahren, wo Platz ist, auch wenn da der Gehweg ist, auch in die falsche Richtung. Die Maßgabe ist ja immer: Nur nicht sich wie mit einem Fahrzeug bewegen, sondern wie ein Fussgänger auf Rädern. Würde man Auto-Fahrbahnen so markieren, würden die Autofahrer auch bald auf Gehwegen und in die verkehrte Richtung fahren. Das kann nicht so schwer zu verstehen sein? Entweder man nimmt den Radverkehr ernst oder man tut es nicht und genauso werden die Radfahrer auch fahren.

Beitrag melden
spon_2937981 24.04.2017, 17:52
3. Schildbürgerstreich

Eine typische Theoretiker-Entscheidung von 'Schreibtischtätern', unterstützt von militanten Viel-Radlern, die sehr sicher unterwegs sind und sich auf der Straße durchaus gegen Autos behaupten können.
Für den Durchschnitts- und Gelegenheitsradler sind solche Streifen eine Schnapsidee.

Beitrag melden
vincent-april 24.04.2017, 17:54
4. Die Auslastung der Radstreifen ist gering

zumindest in Hamburg. Wer hier bei Regen und Kälte Rad fährt, ist eher die Ausnahme.

Beitrag melden
Stefan_Schmidt 24.04.2017, 17:56
5. Jeden Tag sehe ich asoziale Parker auf dem F-Streifen

... und mich wundert, dass sich nicht mehr Radfahrer dagegen zur Wehr setzen, z. B. mit griffbereiten Farbbeuteln oder so. Ich bin selbst Autofahrer. Was mir Sorgen macht, ist dass einem auf einer mit 50 km/h max. begrenzten Straße regelmäßig ungeübte und Schlangenlinie fahrende Radfahrer mittleren bis höheren Alters begegnen, auf einer so schmalen Fahrradspur. Wenn ich nicht ständig den Radfahrern nochmal einen Meter Straße zusätzlich schenken würde, hätte ich schon einige auf dem Gewissen.

Beitrag melden
KarlRad 24.04.2017, 17:58
6. Ja schöner Ansatz, aber schwer realisierbar

Tatsächlich ist es natürlich besser als Radfahrer seine eigene abgegrenzte Fahrbahn mit 2-3m Breite zu haben. Das ist aber bei den vorhandenen engen Straßen und Strukturen in unseren Innenstädten nur begrenzt umsetzbar, weil einfach der Platz dafür fehlt. Denn dazu müsste dann wohl der Parkraum herhalten, was auf breiten Widerstand stoßen wird. Sinnvoll finde ich den Ansatz bestimmte Straßen bzw. Routen nur für Fahrräder freizugeben. Gerade für Fahrradpendler könnten diese Routen, trotz geringer Umwege, sehr attraktiv sein.

Beitrag melden
triqua 24.04.2017, 17:58
7.

In der Wundertüte Berlin muß man die reichlich vorhandenen (und überwiegend maroden) Fahrradwege nicht einmal nutzen ... Man darf als Fahrradfahrer frei wählen ... Möglich macht das bei noch so guten Fahrradwegen ein kleines blaues Schildchen an den Fahrradwegen ...

Beitrag melden
besucher-12345 24.04.2017, 18:05
8. Radstreifen gehen zu Lasten der Radfahrer

Wie im Artikel dargestellt, gilt der Mindestabstand lt. StVo von 1,5 m bei Radstreifen nicht. Was nützt mir als Radler eine farbige Markierung, wenn ich oder vor allem mein leichteres Kind vom Windzug von LKW vom Rad geholt werde?

Beitrag melden
achterhoeker 24.04.2017, 18:06
9. Göteburg?

Nicht nur Kopenhagen oder Amsterdam. Es gibt viele Lösungsansätze.
Aber das Problem ist das Pendeln. Im Grünen wohnen, im Zentrum arbeiten und damit die Belästigen die sich diese Sache nicht leisten können. Mit Steuermitteln werden Pendler dieser Art belohnt, für diese Pendler werden Strassen verbreitert. Der Rest soll zusehen wie er damit klarkommt. Und was breite Strassen in Berlin z.B. anrichten sieht man. Fahrbahn rechts Parkplatz, Fahrbahn Mitte Be- und Entladezone und Kurzzeitparkplatz, Fahrbahn links Tempo 10. Auf einer Hauptstrasse darf das nicht geduldet werden. Dort muss der Verkehr fliessen.

Beitrag melden
Seite 1 von 22
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!