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Radweg in Meerssen: Wo Autos sich verdünnisieren sollen
ROB ENGELAAR/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Eine niederländische Kleinstadt wollte mehr Platz für Radfahrer schaffen - und schrumpfte die Fahrspur für Autos auf einen halben Meter. Im Alltag wird es trotzdem selten zu Problemen kommen.

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Strafjurist 20.07.2018, 17:22
10. Vorrang

Ist doch gut gemacht! Mit dieser Markierung ist nur klar gestellt, dass hier eben Radfahrer Vorrang haben und Autos auf diese Rücksicht nehmen und ihnen die Durchfahrt gewähren müssen - schlimmstenfalls auf Kosten einer Tempominderung oder gar - wenn es gerade mit Gegenverkehr sehr eng ist - einer stehenden Wartephase. Geht anderen Verkehrsteilnehmern auch öfter so.

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kalsu 20.07.2018, 17:40
11. Null-News

Anstatt sich mit völlig korrekt gekennzeichneten Radwegen in den Niederlanden zu beschäftigen, sollte man sich besser auf die Fehlleistungen deutscher Ingenieurskunst befassen. Da gibt es Radwege, die man nicht befahren kann, weil sie nur 1m breit sind und mittig ein Laternenmast mit einem Mastdurchmesser von 30cm steht . Oder einen in beide Richtungen zu nutzenden Radweg über eine Staumauer, der gleichzeitig Fußweg ist . Die Breite: ca. 2 m. Auf der einen Seite das Geländer und 15 m tiefer bei Vollstau das Wasser, auf der anderen Seite ein 25cm hoher Bordstein zu einer vielbefahrenen Staatsstraße. Weder Fußgänger noch Radfahrer können diese planerische Meisterleistung gefahrfrei nutzen. Nicht zu vergessen die Posse um die deutschen Bahnsteighöhen - 76cm (barrierefrei für den ICE) und 55cm (barrierefrei für allen neueren Nahverkehrszüge).

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metastabil 20.07.2018, 18:28
12.

Zitat von quark2@mailinator.com
Und jetzt die Frage zur theoretischen Fahrprüfung: Wenn je ein Auto und ein Fahrrad aus beiden Richtungen kommen und sich dort treffen, wer darf dann wann wie fahren ? Und was, wenn der Autofahrer die Parklücke nutzen will ? Der Erfinder dieser Verwirrung sollte für die Pflaster und Blechschäden aufkommen. Aus meiner Sicht gehören die Parkplätze dort weg, und dann können die Radfahrer ganz normal am Straßenrand fahren ... war sicher auch mal so ... Und weil das ja hier sicher um grüne Politik geht - wie hoch genau ist eigentlich der CO2-Ausstoß eines Radfahrers inkl. der Produktion der nötigen Nahrung ?
Würden sich diese Szenarien im Geltungsbereich der deutschen StVO abspielen: in beiden Fällen hätte der Radfahrer Vorrang. Betrachten sie die den Schutzstreifen abtrennenden Leitlinien wie die Leitlinien zwischen verschiedenen Fahrstreifen auf der Straße: bevor man eine Leitlinie überfahren darf, muss man dem Verkehr jenseits dieser Leitlinie Vorrang gewähren. Macht man dies nicht, und baut dadurch einen Unfall, muss man selbst (bzw. die eigene Versicherung) Pflaster und Schäden zahlen.

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baghira1 20.07.2018, 18:35
13. Parkplätze weg

und schon hätten die Radfahrer mehr SIcherheit, das der Autofahrer die Radfahrstreifen nicht befahren müssen. Der eine Radfahrstreifen ist in der Dooring Zone, sodas Radfahrer gezwungen werden, den ABstand zu den parkenden Autos zu unterschreiten,somit die Unfälle mit öffnenden Türen möglich werden.
Lustig ist diese Straßenmalerei, Zielführend nicht.

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metastabil 20.07.2018, 18:49
14.

Zitat von kalsu
Anstatt sich mit völlig korrekt gekennzeichneten Radwegen in den Niederlanden zu beschäftigen, sollte man sich besser auf die Fehlleistungen deutscher Ingenieurskunst befassen. Da gibt es Radwege, die man nicht befahren kann, weil sie nur 1m breit sind und mittig ein Laternenmast mit einem Mastdurchmesser von 30cm steht . Oder einen in beide Richtungen zu nutzenden Radweg über eine Staumauer, der gleichzeitig Fußweg ist . Die Breite: ca. 2 m. Auf der einen Seite das Geländer und 15 m tiefer bei Vollstau das Wasser, auf der anderen Seite ein 25cm hoher Bordstein zu einer vielbefahrenen Staatsstraße. Weder Fußgänger noch Radfahrer können diese planerische Meisterleistung gefahrfrei nutzen. Nicht zu vergessen die Posse um die deutschen Bahnsteighöhen - 76cm (barrierefrei für den ICE) und 55cm (barrierefrei für allen neueren Nahverkehrszüge).
Ein ICE hat eine Fußbodenhöhe von 124 cm. Barrierefrei ist er dabei bei einer Bahnsteighöhe von 76 cm nicht. Selbst wenn man den Bahnsteig auf 124 cm erhöht, wäre er nicht barrierefrei - um den Einsteig an möglichst vielen der unterschiedlichen Bahnsteighöhen zu erlauben, besitzt der ICE Treppen am Eingang. Auf 124 cm Bahnsteighöhe wäre dabei ein recht großer Spalt zu überwinden.
Das ist übrigens weder eine mit dem ICE aufgekommene Idee, noch ist es eine rein deutsche Idee. Die Lösung mit der Treppe stammt noch aus Zeiten der UIC, die eine erste Vereinheitlichung des Bahnverkehrs in Europa anstrebte. Genauso sind die unterschiedlichen Bahnsteighöhen oft historisch gewachsen.
Menschen, die auf barrierefreie Zugänge angewiesen sind, können dennoch mit dem ICE reisen: viele Bahnhöfe sind mit Rollstuhlliften ausgestattet, die neueren ICE führen eingebaute Rollstuhllifte mit. Und bei Kinderwagen... da kann man durchaus auch mal andere Mitreisende oder einen der Zugbegleiter fragen. Ich habe es noch nie erlebt, dass sich da nicht mindestens eine Person fand, die beim Verladen des Kinderwagens mal eben mit anpackte.

Ansonsten: Hindernisse auf dem Radweg, egal ob temporär oder dauerhaft ("Laternenmast auf Radweg" kenne ich selbst persönlich) stehen dem Radweg an dieser Stelle entgegen, eine eventuelle Benutzungspflicht des Radwegs ist an dieser Stelle nichtig.

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ulfrad 20.07.2018, 19:08
15. Wenn man die Parkplätze weglassen würde

dann gäbe es Platz auch für die Autos. Fahrradstellplätze sehe ich übrigens keine, zumindest nicht auf dem gewählten Bildausschnitt.

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ptb29 20.07.2018, 20:55
16. Die Idee ist gut

Allerdings tun sich viele Berliner mit derartigen Linienführungen schwer, denn ohne Fahrspur und Ampeln kommen sie nicht klar. So ist aber deutlich angezeigt, der Radfahrer hat, wenn er gerade dort langradelt, Vorrang.

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Simsom75 20.07.2018, 21:15
17. Eine Frage der Verstaendigung!

In Holland sind solche Ideen in die praxis problemlos umsetzbar. Es ist eine Frage der Verstaendigung zwischen Autofahrern und Radlern. Es ist aber auch eine Frage der Mentalitaet! Was in in der Niedrelande seit langem funktioniert wird sicherlich noch lange dauern bis es in Deutschland Anwendung findet und akzeptiert! Im Bezug auf der im Artikel beschriebenen Verkehrssituation es scheint mir so, dass der 50cm breite Weg eine Erziehungsmassnahme feur Autofahrer darstellen soll: Autofahrer sollen halt die Nerven behalten. Im Allgemeinen finde ich wunderschoen durch so eine Strasse als Auotfahrer, als Radfahrer oder auch als Fussgaenger zu gehen.

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mhwse 20.07.2018, 21:17
18. wo wohnen Sie denn?

Zitat von Paul Panda
Ja klar: Autos abschaffen und ab zurück ins Mittelalter, damit die Grünen endlich ihre Träume verwirklichen können! Ich hoffe, dieser realitätsferne Unsinn wird sich bei uns niemals durchsetzen. Gegen ein rücksichtsvolles Verhalten gegenüber Radfahrern ist ja nichts einzuwenden, aber in Holland sind die Radfahrer sowieso schon die heiligen Kühe des Verkehrs: Sie fahren zu viert oder zu sechst nebeneinander, so dass nicht überholt werden kann und die (holländischen) Autofahrer tolerieren es. Wozu dann noch die erwähnten Maßnahmen?
also bei uns stehen jeden Morgen, jeden Abend 3000 - 4000 Fahrzeuge.

Die kann man entspannt zu Fuß überholen - mit dem Fahrrad ohnehin.

Wenn etwas an Mittelalter erinnert, dann diese nutzlosen übergroßen Ritterrüstungen auf Rädern ..

Wenn die Fahrer das fahren sein ließen, und in der Zeit online kaufen/arbeiten würden - in der sie da rumstehen .. ja das wäre modern.

Halt geht ja im schlechtesten Netz Europas gar nicht - immer noch Mittelalter eben (politisch mit dem "Hexen"-Ertränken - sowieso .. gäbe es auch moderne Lösungen - schaffen aber die Ü60er mental nicht.) ..

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747-LR 20.07.2018, 21:23
19.

Zitat von der_dr_Nickel
...nebeneinander sind die Regel; bei der Amstel-Rundfahrt! Ansonsten fährt man/frau in den Niederlanden (nicht nur in Holland) nebeneinander um sich zu unterhalten. Sobald man/frau im Auto HINTEREINANDER sitzt, wird es dort wohl auch geändert. Aber nett von dir, dass du gegen ein rücksichtsvollen Verhalten schwächeren Verkehrsteilnehmer gegenüber nichts einzuwenden hast, großes Kino. Gott-sei-Dank hat die Natur für dein Verhalten ein biologisches Ablaufdatum gesetzt. Hadere gerade mit mir ob ich dir wünschen soll, dass dieses für dich noch recht weit entfernt ist.
Herr Dr., Forist "Paul Panda" hat doch recht. Rücksichtsvolles Verhalten ist im Straßenverkehr ein gegenseitiges Nehmen und Geben. Was sie (ihr) wollen (wollt), ist, das eine Minderheit, eine Große, der Mehrheit die Regeln diktieren will. Ohne auch nur die Folgen zu betrachten, oder dafür zu bezahlen. Begründet wird das mit einer moralischen Überlegenheit (Klima, C02, Umwelt). Wenn ich mir das alles so anschaue (auch im real life), erlebe ich 70% der Radler als ideologische Egoisten, die Glauben, ihr Elfenbeinturm sei die reale Welt. Von mir aus könnt ihr euch zu Dutzenden an rechts abbiegenden LKW's die Birne einfahren, denn bei 99% dieser Unfälle ist der Radler schuld (was unsere Polizei aber nicht in der Öffentlichkeit sagen darf ...)

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