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Raser-Unfälle: Das Auto als Waffe
DPA

Raser verursachen immer wieder tödliche Unfälle. Vor Gericht werden die Fahrer meist milde bestraft. Aber was ist angemessen? Ein Erklärungsversuch.

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herjemine 07.06.2016, 12:07
1. Ausnahmsweise für Verschärfung!

Normalerweise schreie ich nicht nach höheren Strafen, hier jedoch schon. Als Mensch der nie Auto fährt kam ich bislang nur aufgrund höchster Vorsicht nicht zu schaden.
"Rasen" mit Todefolge dürfte niemals unter drei Jahren plus lebenslänglichem Ausweisentzug für den Täter enden!

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Edgard 07.06.2016, 12:12
2. Eine Mitschuld...

... tragen Politik und Behörden bereits im Vorfeld - die Erstere da wir wohl mit die geringsten Strafen und laschesten Vorschriften haben, gleichzeitig in den letzten Jahren die Zahl der Sellelhocker in den A,mtsstuben kontinuierlich stieg während die der Polizisten ebenso gesunken ist und Letztere die Kontrolldichte zunehmend zurückgefahren haben.
Es ist eben so - Wenn´s ihr zu wohl ist geht die Kuh zum Tanzen aufs Eis - und der Adrenalinjunkie gibt Gas.
Es wäre längst an der zeit die Verkehrsvorschriften Europaweit zu vereinheitlichen, und dazu gehören auch Geschwindigkeitsbegrenzungen und die dazugehörenden Strafen bei Überschreitung.

Und ich wünsche mir in einem Punkt Schweizer Verhältnisse: Daß ab einer bestimmten Überschreitung aus der Ordnungswidrigkeit eine Straftat wird und das Corpus Delicti - sprich: das Fahrzeug sofort ersatz- und entschädigungslos eingezogen wird.

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modellflieger 07.06.2016, 12:13
3. Die Schweiz geht voran

Im Gefängnis gibt es eine Verkehrsschulung und das Auto geht in Staatseigentum über. Ein Täter in Köln hat zu dem Polizisten, der den Unfall aufgenommen hat, dies gesagt: Sprühen sie nicht auf meine Felgen. Jede hat 1000 € gekostet.

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Gläbbisch 07.06.2016, 12:14
4. Lebenslanges Fahrverbot!

Viel wichtiger als jede Gefängnis- oder Bewährungsstrafe ist doch, dass solche Typen NIE wieder hinterm Steuer eines Autos oder irgendeines anderen Transportmittels sitzen dürfen oder irgendwelche großen Maschinen bedienen dürfen.

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missylamotte 07.06.2016, 12:14
5. andere Verkehrsführung

Wie im Artikel schon angesprochen wurde, schrecken höhere Strafen nicht wirklich ab. Raserei wirksam bekämpfen kann man nur, wenn man auf mehr Verkehrsberuhigung setzt, lange gerade Strecken, die zum Rasen einladen, vermeidet und Verkehrsknotenpunkte, die sich so nicht entschärfen lassen, durch sichere und bequeme (sonst werden sie nämlich nicht benutzt) Übergangsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer schafft und außerdem stark kontrolliert. Außerdem könnte man mal überlegen, wie viel PS ein privater PKW so braucht und da über eine gesetzliche Limitierung nachdenken. Wenn ich mehr als 200 PS unter der Haube habe, merke ich nämlich unter Umständen gar nicht mehr, dass ich so schnell fahre.

Und wenn man Strafen verschärfen möchte, dann sollte man Geschwindigkeitsübertretungen und fahrlässiges Verhalten auch dann streng ahnden, wenn es nicht zu einem Unfall gekommen ist. Mit hohen Geldstrafen und längerem (oder im Wiederholungsfall dauerhaftem) Führerscheinentzug. Ich glaube, das bringt mehr, als in den tragischen Fällen, wo dann wirklich was passiert, nachträglich lange Freiheitsstrafen zu fordern. Das macht doch nichts wieder gut.

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cyoulater 07.06.2016, 12:15
6. Jede Entschuldigung ist fehl am Platz

Jeder, der einen Führerschein in der Tasche hat, hatte vorher eine Ausbildung als Fahrschüler und sollte was daraus gelernt haben. Jeder mit halbwegs gesundem Menschenverstand weiß, dass ein Auto eine tödliche Waffe sein kann. Was sollen diese Erklärversuche von wegen "Gefahr nicht einschätzen können"? Das ist Unsinn, es geht mehr um "Gefahr bewusst in Kauf nehmen", und dafür hat keiner Schonung verdient, der das tut. * Was die Schweizer betrifft, schreiben Sie: "In der Schweiz sieht man das anders. ... Wer dort die Geschwindigkeit deutlich überschreitet, dem drohen mindestens ein Jahr Gefängnis und Führerscheinentzug." Ja, so ist das - und raten Sie mal, wo die Raser ganz überwiegend herkommen, die hier im Süden der Republik illegale Rennen auf der Autobahn inszenieren? Genau, aus der benachbarten Schweiz. Unsere läppischen Strafmandate - so die Fahrer denn überhaupt erwischt werden - zahlen die aus der Portokasse. Also: Strafen für Raser drastisch raufsetzen, ob mit oder ohne Unfall.

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_unwissender 07.06.2016, 12:15
7. Warum sich wundern?

Auf der Straße ist für Autofahrer alles erlaubt!
Dass 95% der Autofahrer zu schnell sind? Einmal im Jahr soll der Blitzmarathon etwas ändern? Ist zum Lachen.
Die Strafen für zu schnelles fahren oder für gefährliche Maßnahmen wie rechts überholen sind lächerlich.
Das ist Deutschland.
Da gilt freie Fahrt für freie Bürger - auch über Leichen!

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exil-teutone 07.06.2016, 12:20
8. Freiheitsentzug ist schwierig zu tarieren.

Führerscheinentzug dagegen schon.
Solche Leute sind einfach nicht reif für die Teilnahme am Verkehr, daher sollte ihnen nicht nur der Führerschein entzogen, sondern die Fahrerlaubnis komplett verweigert werden, mit allen Konsequenzen, und entsprechendem Eintrag in Flensburg.

Wer dann mit der Fahrerlaubnis wieder ganz von vorne anfangen möchte sollte deutlich höhere Hürden zu nehmen haben, als ein regulärer Anfänger, sowie zwingend Tachokontrolle (wie das durchgeführt werden kann, weiß ich allerdings nicht).
Mir sind die Samthandschuhe der deutschen Justiz für solche Deppen einfach völlig unverständlich.

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schlaumischlumpf 07.06.2016, 12:20
9. Lebenslanger Entzug des Führerscheins...

...sollte schon viel früher verhängt werden, nicht erst wenn ein Mensch schwer oder tödlich verunglückt. Diese Raser haben auf der Straße nichts zu suchen! Ich bin erst kürzlich (mit beiden Kindern im Auto) in Berlin beinahe von einem mit über 100 km/h in der Innenstadt "erwischt" worden, der fast die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hat.

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