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Regierungskonzept Diesel: Welche Autofahrer profitieren - und wer leer ausgeht
imago/ Future Image

Mehr als drei Jahre nach Beginn des Dieselskandals hat sich die GroKo auf Umtauschprämien und Hardwarenachrüstungen für Dieselfahrer geeinigt. Doch nicht alle Betroffenen bekommen auch tatsächlich Hilfe.

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chrismuc2011 02.10.2018, 23:44
140.

Und wo hole ich als Besitzer eines Klasse4 Chrysler 300C meine Prämie ab? Bei Mercedes, der damals der Eigentümer von Chrysler war und dessen Motor auch in meinem Auto steckt? Oder vom jetzigen Besitzer Fiat? Und muss ich dann einen Fiat kaufen? Oder darf es auch ein Fremdfabrikat sein, was auf dem Hof des Fiathändlers steht? Und da ich in Berlin wohne, dem momentan kein Fahrverbot droht, wo hole ich mir meinen Wertverlust ab, wenn ich schon keine Prämie bekomme. Und was passiert, wenn der Senat von Berlin plötzlich Mist misst und ein Fahrverbot im November erlässt, gelten dann auch plötzlich für Anwohner Berlins die Prämien oder gibt es dann suczessiv neue Gesetze?
Mir scheont das Ganze nicht haltbar vor EU Gerichten, es wird wegen Ungleichbehandlung zu einer Klagewelle zusätzlich kommen.

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janos71 02.10.2018, 23:49
141. Prämie

Eine Prämie für einen Neuwagenkauf ist bei den teilweise noch guten bis sehr guten Autos ein ökologisches Desaster wenn man sich vorstellt welche Ressourcen dafür benötigt werden. Den Menschen wird oftmals erzählt, dass für die Erzeugung von 1kg Rindfleisch ca. 4000 Liter Wasser benötigt werden, da möchte man lieber gar nicht Wissen was für die Produktion von 1500 kg Automobil so alles verballert wird. Das die Politik im Zuge der CO2 und Umweltdebatte überhaupt solche Schnapsideen mitträgt ist schon abenteuerlich und zeugt nach 3 Jahren Dieselskandal nicht wirklich von Bewusstsein. Den deutschen Automobilkonzernen mag es Recht sein, da man somit die Kunden weiterhin an die eigene Marke binden kann. Als Kunde sollte einem aber schon interessieren von wem man betrogen wurde, da es doch Automobilfirmen gibt die bei weitem nicht so stark auf Diesel gesetzt haben wie die deutschen / französichen Konzerne (Thema: Vollhybrid)

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Bananenschale 02.10.2018, 23:51
142. Wünsche

Zitat von elpato
Danke für Nichts GroKo, meine Stimme jetzt definitiv für Alexander und Alice - alleine um Euch selbstgefällige Verräterbande fallen zu sehen. Was Ihr abzieht ist echt nicht mehr an Dreistigkeit und Volksverarsche zu überbieten. Vielleicht muss das Land erstmal politisch bis auf die Grundmauern niedergebrannt werden um es vernünftig mit rational denkenden Volksvertretern wieder aufbauen zu können. Eure Politik der Dekandenz hat ein Ende.. Nero lässt grüßen! Und zu den deutschen Autobauern: Euch wünsche ich nichts sehnlicher als den wirtschaftlichen Untergang und die Arbeitslosigkeit aller Angestellten. Auf geht's China!!
Ich habe ein gute und eine schlechte Nachricht für Sie. Die schlechte zuerst: Was meinen Sie, wie Sie greinen und fluchen werden, wenn Ihre Wünsche in Erfüllung gehen! Und nun die Gute: Es ist gar nicht mal so unwahrscheinlich, daß alle Ihre Wünsche in Erfüllung gehen.

Am Beispiel VW: Wenn man bedenkt, welche Möglichkeiten VW hatte, mit der Sache umzugehen, und wie sie tatsächlich agieren, kann man nur noch deren Untergang prognostizieren. Nach dieser aktuellen Arie kauft kein Mensch in Dtl. von denen noch ein Auto. Bislang hat VW trotz der Diesel-Affäre Gewinne erwirtschaftet. Das dürfte sich in den nächsten Monaten dramatisch ändern. Der Konzern ist am Ende. Er weiß es nur nicht. Chinesische Unternehmen übernehmen in wenigen Jahren seine Reste. Toyota wäre mir lieber.

Das alles ist gut zu wissen. Denn mit diesem Wissen kann an den Börsen eine Schnitte machen. Einfach ist das nicht, weil solche Aktionen im Ausgang empfindlich vom Timing abhängen. Leider fehlt mir dafür das nötige Kleingeld.

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Rüdiger IHLE, Dresden 02.10.2018, 23:52
143. WIE soll Otto Normalautobesitzer da noch durchblicken ?

Gesetze sollten immer so besxchaffen sein, dass der durchschnittliche sie verstehen und ohne rechtliche Beratung in Anspruch zu nehmen ihre Auswirkungen für sich selbst verstehen und die Konsequenzen daraus ableiten kann .
Diesem Anspuch wird diese ganze Diesel-Affaire und die jetzte getroffene " Lösung " in keiner Weise gerecht .
Eigentlich ein glatter Fall für Karlsruhe, wo man eine so komplizierte und unübersichtliche Regelung mal einer Überprüfung Zuführung sollte !

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d.selle 03.10.2018, 00:30
144. Ein Stück aus dem Tollhaus,

würde man die Messstationen entsprechend der EU-Normen aufstellen nämlich nicht direkt an extrem befahrenen Hauptverkehrsstraßen(wie in Dtl. üblich) und mit hinreichendem Abstand, würden geringere verkehrsbedingte Emmissionen gemessen werden.
Anstelle den Schadstoffausstoß der bereits existenten Fahrzeuge durch Nachrüstung zu reduzieren , setzt die Regierung lieber ein Konjunkturprogramm zur Absatzförderung für die Autoindustrie auf.
Die Behauptung dass die Nachrüstung nicht möglich oder nicht sinnvoll sei eine altbekannte Argumentation seit Einführung der ersten Katalysatoren in den 80er Jahren und hat System . Auch damals hieß es immer der Kat sei technisch nicht möglich bei Motoren die in den VW-Amerika lange schon mit Kat angeboten wurden. Letzlich hat die Autoindustrie in all den Jahren sich immer nur bewegt wenn sie gesetzlich dazu gezwungen wurde. Die Lobbyisten haben mal wieder ganze Arbeit geleistet!

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Kucker 03.10.2018, 05:27
145. Eine typisch deutsche Lösung

Kompliziert und mit so vielen Sonderregelungen und Ausnahmen, dass niemand mehr durchblickt. So werden hierzulande seit Jahren die Dinge geregelt. Sind denn in einer Demokratie nicht alle gleichen Diesel gleich?

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aussiemanx 03.10.2018, 07:14
146. Ein Witz

Da hat die Regierung groß getönt, die Autofahrer sollen nicht bezahlen.... lachhaft was aus diesem Versprechen wurde. Die Regierung von Autoherstellers Gnaden beweist einmal mehr, dass das Primat der Politik schon längst nicht mehr vollumfänglich gilt, jedenfalls nicht, wenn es um die Industrie und deren Interessen geht. Ob die Bundesumweltministerin demnächst auch beim VDA einen Posten bekommt, wenn diese Regierung bald ausrangiert wird? So sehr sie vor dem Gilfel auf von den Herstellern bezahlte Hardwarenachrüstungen gepocht hat, so sehr ist sie jetzt eingeknickt. Die Angst vor vermeintlichen Arbeitsplatzabbau hat die Politiker mal wieder vorgeführt. Bei den Milliardengewinnen der Hersteller, würde nicht ein Arbeitsplatz gefährdet. Was nutzt einem eine 5000€ Kaufprämie bei einem Familienauto, das 30.000€ kostet? Das soll eine "großzügige" Prämie sein? Damit will VW doch nur zwei Dinge erreichen. Erstens sich vor Klagen auf Rückkauf schützen, 5000€ geringerer Kaufpreis ist für VW nicht der Rede wert, und zweitens dafür sorgen, dass deren Autos, obwohl technologisch inzwischen im Vergleich zu ausländischen Herstellern deutlich ins Hintertreffen geraten, weiterhin gekauft werden. So kann man kaschieren, dass man die Entwicklung von neuen Antrieben verschlafen hat.

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toll_er 03.10.2018, 07:27
147. Rechnen

5000 Euro.. So so. Im Augenblick bekommen Sie auch bei VW Rabatte beim neuwagenkauf von 10 - 15%. Bei 30.000 sind das 3000 - 4500 Euro. Diese Rabatte werden Sie nicht zusätzlich zur Prämie bekommen. Und, wie ich es bei VW erlebt habe, bieten die nur noch peanuts für Ihren Alten. Es rechnet sich, den Alten nach Polen oder Russland zu verkaufen und einen reimport zu kaufen. Da bleiben noch ein paar tausend in der Tasche. Und ich freue mich jetzt schon auf die Klagen derjenigen, die nicht in oder in der Nähe der Dreckstädte leben und deswegen von der Prämie ausgeschlossen werden...

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gerritinho 03.10.2018, 08:05
148. Mogelpackung

ich bin mal gespannt: vor knapp 3 Wochen habe ich mir ein Angebot für einen Neuwagen geholt, 18% Rabatt auf den Listenpreis würde der Händler gewähren, ohne Annahme meines alten Euro 5 Diesels. Kann mir kaum vorstellen, dass davon noch mal 5000€ vom Preis runtergehen. Dann wäre das Ganze eine riesige Mogelpackung...

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new#head 03.10.2018, 08:11
149.

Jede Form der Prämierung oder des Umtausches ist eine Irreführung. Hier wird auf die Verlockung des Rabattes gebaut, den die Händler doch ohnehin geben. Darum ist die Dieselpräme eine Täuschung. Hinzu kommt, dass hochwertige Dieselfahrzeuge heute ohne Weiteres 300 000km und mehr verkraften was auch viele Käufer einrechnen um den anfänglich hohen Wertverlust zu kompensieren. Was sagen denn die Umweltfreunde zu den unnötig verbrauchten Resourcen durch einen solch umfassenden Umtausch, dem tadellose Fahrzeuge geopfert werden? Da bleibt nur die Hoffnung, dass das Gedächtnis der Dieselfahrer bis zu nächsten Wahl reicht.

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