Forum: Auto
Rennwagen Mercedes T-80: Rückkehr der 650 km/h-Flunder
Daimler

Er hätte das schnellste Auto der Welt werden sollen und ist doch keinen Meter gefahren: Nach 80 Jahren hat das Mercedes-Museum den Rekordwagen T-80 restauriert.

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zinobln 13.07.2018, 16:55
1. Wilhelm Kissel

...wer hat eigentlich das NSDAP Abzeichen von diesem SS-Obersturmbannführer Wilhelm Kissel wegretuschiert? Auch diese Firma hat eine sehr braune Vergangenheit...

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brooklyner 13.07.2018, 17:24
2.

Zumindest in seiner äusserlichen absurden Pracht ist der Wagen ja schon mindestens seit den 80ern im alten, wie auch jetzt im neuen (ziemlich sehenswerten) Daimler Museum zu bewundern. Daher stammt auch das Foto oben. Schade, dass er nicht fährt, aber das restaurierte Innenleben unter der Verkleidung ist hoch interessant. Ich hätte da meine Bedenken gehabt, so schnell damit zu fahren, aber ich bin auch kein Rennfahrer. Als vor einigen jahren bei einer Flugschau in Schönefeld plötzlich ein restaurierter Messerschmitt 262 Nazi-Düsenjäger dröhnend abhob, war das schon ein seltsam gruselig-faszinierendes Ereignis, das Teil am Himmel brüllen zu sehen, das man allenfalls aus dem Smithsonian kannte.

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topsykrett 13.07.2018, 17:29
3. @1

@1: Immer erstmal alles schlecht machen, thematisch vollkommen am Artikel vorbei, Hauptsache den ersten Post haben. Abgesehen davon steht die Firma zu Ihrer Vergangenheit, auch zu den schlimmen Momenten. Davon können Sie sich ausführlich im Museum der Firma überzeugen.

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Referendumm 13.07.2018, 17:39
4.

Rennfahrer Hans Stuck konnte letztendlich wohl froh gewesen zu sein, dieses Ding nicht gefahren zu haben. Sieht nicht gerade vertrauenserweckend aus und dann noch diese Daten: 12 Zylinder mit 44 Liter Hubraum, 3500 PS und bei Vollgas 650 km/h schnell.

Erinnert mich an den Special Rolls-Royce mit dem Spitfire-Flugzeugmotor, dessen Rückwärtsgang schon theoretisch über 200 km/h ging bzw. geht. Die Karre gibts ja noch. Sieht cool aus.

Sowohl der "Blue Bird" als auch der "Thunderbolt" sehen da ein bissl vertrauenserweckender aus. Auch das noch: "sollte er im Februar 1940 über ein neues Autobahnstück bei Dessau fliegen." - wäre kaum gut ausgegangen denke ich.

@zinobln: Wie tausende andere deutsche Firmen und vor allem Konzerne auch und wie zehntausende leitende Mitarbeiter auch. Aber danke für diesen entscheidenden Hinweis - käme ja sonst nie einer drauf!

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rddr 13.07.2018, 18:35
5. Kannte ich noch nicht, ...

...deshalb danke für den interessanten Artikel. Was mich stutzig macht ist, dass mit der damaligen Reifentechnologie schon Geschwindigkeiten von mehr als 500 km/h erreicht werden konnten? Ein Bugatti Veyron fährt über 400 und rubbelt seine Reifen nach 50 km dabei runter.

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_unwissender 13.07.2018, 18:39
6. Könnte sein ...

Zitat von Referendumm
Rennfahrer Hans Stuck konnte letztendlich wohl froh gewesen zu sein, dieses Ding nicht gefahren zu haben. Sieht nicht gerade vertrauenserweckend aus und dann noch diese Daten: 12 Zylinder mit 44 Liter Hubraum, 3500 PS und bei Vollgas 650 km/h schnell. Erinnert mich an den Special Rolls-Royce mit dem Spitfire-Flugzeugmotor, dessen Rückwärtsgang schon theoretisch über 200 km/h ging bzw. geht. Die Karre gibts ja noch. Sieht cool aus. Sowohl der "Blue Bird" als auch der "Thunderbolt" sehen da ein bissl vertrauenserweckender aus. Auch das noch: "sollte er im Februar 1940 über ein neues Autobahnstück bei Dessau fliegen." - wäre kaum gut ausgegangen denke ich. ...
Schwierig dürfte das Fahrzeug zu fahren sein: diese Länge und dann so schmal ...
Rosemeyer fuhr bei der Konkurrenz und wurde bei Langen von der Autobahn geweht. Damals ging es aber um Tempi von etwa 100 m/s und nicht über 160 m/s.
Dazu auch noch Motorradreifen. Heute braucht ja schon ein Kleinwagen viermal so breit Räder.

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M. Michaelis 13.07.2018, 18:40
7.

Zitat von zinobln
...wer hat eigentlich das NSDAP Abzeichen von diesem SS-Obersturmbannführer Wilhelm Kissel wegretuschiert? Auch diese Firma hat eine sehr braune Vergangenheit...
Alle Konzerne die schon damals existiert haben haben eine braune Vergangenheit.

Man verweist auch nicht bei jeder alten Ost Firma auf die SED Vergangenheit ihrer Mitarbeiter.

Jedenfalls nicht wenn es um Dinge geht die damit nichts zu tun haben.

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spon-facebook-10000016601 13.07.2018, 18:43
8. warum Goodwood?

da fragt man sich schon, warum das deutsche Publikum diesen Renner nicht zu sehen bekommt. Auch die anderen Rennwagen dieser Zeit, auch die, die bei Audi im Traditionsbestand sind, werden immer auf der Insel vorgeführt. Dabei haben wir hier ebenfalls gut besuchte Oldtimerrennen, den Oldtimer Grand Prix zum Beispiel.

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novoma 13.07.2018, 20:08
9.

Zitat von rddr
...deshalb danke für den interessanten Artikel. Was mich stutzig macht ist, dass mit der damaligen Reifentechnologie schon Geschwindigkeiten von mehr als 500 km/h erreicht werden konnten? Ein Bugatti Veyron fährt über 400 und rubbelt seine Reifen nach 50 km dabei runter.
Viel länger dürten die Reifen damals auch nicht gehalten haben. Man darf auch nicht vergessen, dass für solche Rekordfahrzeuge üblicherweise keine straßenverkehrstauglichen Gummimischungen oder Reifenprofile zur Anwendung kommen. Ein Rekordversuch auf einem Autobahnteilstück wäre aber definitiv ein Selbstmordkommando gewesen.

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