Forum: Auto
Rentner am Steuer: Versicherer fordern Fahrprüfung für Senioren
DPA

Senioren verursachen statistisch mehr Unfälle als die Hochrisikogruppe der Fahranfänger. Trotzdem traut sich die Politik nicht, Eignungstests einzuführen. Nun melden sich die Versicherer zu Wort - und fordern genau dies.

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Romiman 17.01.2017, 15:10
1. Schnell schnell...

... entwickelt das wirklich komplett autonome Auto fertig, damit auch die wieder Auto fahren können, die (eigentlich) nicht (mehr) Auto fahren können!

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boetho11 17.01.2017, 15:10
2. ein weiterer Grund für autonomes Fahren...

dann brauchen wir werde Führerscheine...noch Autoversicherer.

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rst2010 17.01.2017, 15:12
3.

wohl eher nicht. denn bis dahin fahren die fahrzeuge autonom.
das autonome fahren ist mehr im gespräch und wird als wichtiger erachtet (von den autobauern), als schadstoffarm zu fahren; was wird dann wohl kommen? doch nicht, was die vernunft fordert. sondern das, was mehr einbringt (wiederum den autobauern).

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_gimli_ 17.01.2017, 15:12
4.

Das Problem, dass die Politik hier hat, ist doch ganz einfach erklärt: Wenn 30% der Senioren aus ländlichen Gebieten die Fahrerlaubnis entzogen bekämen und deshalb nicht mehr am gesellschaftlichen Leben inkl. Arztbesuche, Einkäufe etc. teilnehmen könnten, bekommen Protestparteien noch mehr Zulauf. Und da die Immobilität der Senioren zusätzliche Belastungen für die Kinder dieser Leute bedeutet (falls diese noch in der Nähe der Eltern wohnen), gilt dies auch für diese Personen. Einfach mal den Nahverkehr auf dem Land anschauen, dann wird klar, warum sich an dieses Thema niemand ran wagt.

Wie sagte mir kürzlich ein Kollege aus den USA: "If elder people here in the rural areas lose their driving license, they are like dead." Gleiches gilt für Deutschland.

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padberx 17.01.2017, 15:12
5. Das kann ein lustiges Forum werden ...!

Selbstverständlich wäre eine verpflichtende Nachschulung ab einer bestimmten Altersgrenze sinnvoll und vernünftig (analog zum Führerschein auf Probe für Fahranfänger). Aber das werden sich die alten Herrschaften bestimmt nicht sagen lassen. Und von den vielen Alten in der Regierungsverantwortung darf man da auch nicht allzu viel erwarten ... ;-)

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Sibylle1969 17.01.2017, 15:14
6. Alte Leute sind oft stur

Freiwillig sehen die wenigsten alten Leute ein, dass sie besser nicht mehr fahren sollten. Die Oma meines Mannes verursachte mit 85 Jahren einen Unfall und musste den Führerschein abgeben. Vor einigen Jahren fuhr ich als Passagier mit meinem damals 79 Jahre alten Vater eine Kurzstrecke. Ich erschrak, als er auf einmal auf der Landstraße auf die Gegenfahrbahn geriet (zum Glück grade kein Gegenverkehr). Ich sprach meine Mutter darauf, sie sagte, sie hätte ihm auch schon mehrfach nahegelegt, nicht mehr zu fahren, er wolle davon aber nichts wissen. Jetzt ist er 82 Jahre alt und hatte letztes Jahr einen Schlaganfall. Seitdem fährt er gezwungenermaßen nicht mehr, denn die Einschränkungen lassen es nicht mehr zu. Ich befürworte Fahrtauglichkeitstests für Senioren uneingeschränkt. Man kann das ja abstufen: uneingeschränkt fahrtüchtig, eingeschränkt fahrtüchtig -> Empfehlung, nicht mehr zu fahren, absolut fahruntüchtig -> Führerscheinentzug. Für die eingeschränkt Fahrtüchtigen könnte man die freiwillige Abgabe des Führerscheins mit einer kostenlosen/deutlich verbilligten Jahreskarte für den ÖPNV schmackhaft machen.

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haichen 17.01.2017, 15:18
7. Den Versicherungen geht es nur darum nichts zu zahlen.

Es müsste dann ja auch Konsequenzen geben wenn man solche Tests nicht besteht. Oder man führt die elektronische Kontrolle des Fahrverhaltens ein. Erst bei den Alten, später bei allen anderen. Dann kann man sich schön die Rosinen rauspicken. Wie verlogen das ist zeigen die Versicherungsstufen die wohl deutlich genug zeigen, wie lange man unfallfrei gefahren ist. Und im übrigen, wer im Straßenverkehr mal die Augen aufmacht sieht wie alt die Leute sind, die immer verrückter fahren.

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plietsch 17.01.2017, 15:22
8.

Wird auch mal Zeit. Der volkswirtschaftliche Schaden geht laut Bundesamt für Straßenwesen in einen mittleren, zweistelligen Milliardenbeitrag -- jedes Jahr.

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realist4 17.01.2017, 15:22
9. Schwierig und unangemessen

Unangemessen weil, nach eigener Aussage von Brockmann, die absolute Zahl von Unfällen gering ist und ich denke das ist es was zählt. Schwierig weil die Fahrtüchtigkeit vom Gesundheitszustand abhängt und der kann in jedem Alter schlecht sein. Wo zieht man die Grenze? Zwei von 3 Unfällen seien selbst verursacht. Mag sein, aber selten sind es schwere Unfälle mit gravierenden Folgen. Ich denke, die Versicherungswirtschaft will sich derer entledigen, welche 20, 30 Jahre unfallfrei gefahren sind und für Gewinne gesorgt haben. Nun wo die Wahrscheinlichkeit eines Schadens etwas steigt, möchte man sie abschieben da die Beitragszahlungen durch langjährig unfallfreies Fahren niedrig sind.

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