Forum: Auto
Rentner am Steuer: Versicherer fordern Fahrprüfung für Senioren
DPA

Senioren verursachen statistisch mehr Unfälle als die Hochrisikogruppe der Fahranfänger. Trotzdem traut sich die Politik nicht, Eignungstests einzuführen. Nun melden sich die Versicherer zu Wort - und fordern genau dies.

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benmartin70 17.01.2017, 16:02
60.

Zitat von Willi Wacker
Fragen Sie mal Versicherungen. Die meisten Unfälle bauen immer noch die Frischlinge und solche mit ein oder zwei Jahren Pappe (ach, das sagt man ja nicht mehr in der Generation Plastik). Erst mal zur Tauglichkeitsprüfung? Ups, da kommen sie gerade her. Kopfkratz
Artikel gelesen? Eher nicht, oder?

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_unwissender 17.01.2017, 16:02
61. Was meinen Sie

Zitat von Bahnix
autonomes Fahren ist gar nicht so einfach: http://www.bfu.ch/de/Documents/03_Fuer_Fachpersonen/07_Kurse/bfu-Forum_2016/02_2016_Vollrath_Mark_Selbstfahrende_Autos_Abstrac t_de.pdf Ob ein Rentner der heute schon mit dem Fahren überlastet ist, in Zukunft ein autonomes Fahrzeug überwachen kann, ist fraglich
Bitte posten Sie einen funktionierenden Link.

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euronote 17.01.2017, 16:05
62. Jeder wird mal Alt,die meisten

es sollte doch eine Selbstverständlichkeit sein ab einem gewissen Alter die Fahrtauglichkeit zu prüfen,die Reaktion wird langsamer die Augen schlechter was da diskriminierend sein soll erschließt mir nicht,warum geht das im bösen Ausland? In Deutschland wird sich da aber erst was ändern wenn jeden Tag eine Mutter mit ihrem Kinderwagen um genietet wird. Ich bin dafür und ich bin keine 18 mehr,leider.In Deutschland glauben aber einige sie könnten noch mit 100 Jahren Auto fahren,nur der Verkehr ist nicht mehr wie vor 50 Jahren.Denkt an eure Familie bzw Enkel und -innen.Aber wie sagte meine Oma schon Alter schützt vor Torheit nicht.

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RWDJojo 17.01.2017, 16:07
63. Pro

Ich denke, dass regelmäßige Überprüfungen der Fahrtauglichkeit Pflicht werden sollten. Meinetwegen nicht nur ab einem bestimmten Alter, sondern bei allen Führerscheininhabern. Ich halte eine Staffelung bezüglich der Häufigkeit für sinnvoll. Junge Fahranfänger (bis 30 Jahre) alle 5 Jahre. Anschließend alle 10 Jahre und ab einem bestimmten Alter (60 oder 70) dann wieder mindestens alle 5 Jahre. Während junge Fahrer Gefahren gerne unterschätzen, überschätzen ältere Fahrer ihre Fähigkeiten. Eine solche Prüfung sollte sowohl gesundheitliche Aspekte (Seh- und Hörvermögen, Reaktionsfähigkeit) als auch fahrtechnische Aspekte (kleine Theoriekunde, praktische Prüfung) beinhalten.
Ich denke, dass ältere Menschen schon ein Risiko im Straßenverkehr sind. Zum Einen als direkte Unfallverursacher (zum Glück meistens eher glimpflich) als auch als indirekte Unfallverursacher. Ältere Fahrer fahren zwar nicht risikoreich oder zu schnell, dafür aber gerne mal extrem zögerlich und weit unter der erlaubten Geschwindigkeit. Dies ist zwar grundsätzlich nicht verboten (sofern es nicht zu extrem ist), birgt aber die Gefahr, dass andere Verkehrsteilnehmer zu risikofreudigerem Verhalten neigen (z.B. gefährliche Überholmanöver). Jetzt kommt sicher das Gegenargument, das dies vorrangig das Problem der Raser etc. sei, aber ich bin überzeugt, dass sog. "Schleicher" hier auch eine Mitschuld tragen.
Um durch zusätzliche Eignungstest den Geldbeutel der Menschen zu schonen, könnte man solche verpflichtenden Tests ja über die Versicherer finanzieren lassen. Durch die Tests dürfte die Unfallrate sinken und damit auch die Schäden der Versicherer. Also dürfte da ein Etat übrig sein. Außerdem sollte ein faire Lösung für diejenigen gefunden werden, die die Prüfungen nicht bestehen (Nachprüfungen, Zugang zu günstigeren ÖPNV-Tickets ähnlich wie bei Schwerbehinderten).

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benmartin70 17.01.2017, 16:08
64.

Zitat von masterrobin93
Viele Sonntagsfahrer sind meist ältere Personen, die viele Unfälle verursachen. Damit der Straßenverkehr sicherer gemacht werden kann, ist diese Überlegung durchaus sinnvoll. Fragt sich nur, wer dann die Versicherungskosten trägt
Zum Teil die Betroffenen durch erhöhte Prämien (siehe Modell "Fahranfänger"), den Rest die Solidargemeinschaft.

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Sibylle1969 17.01.2017, 16:09
65. @31 ich2010

Es gibt auch Taxis. Der Unterhalt eines Autos kostet gut und gerne 300-400 Euro pro Monat. Wenn man als durchschnittlichen Preis für eine Taxifahrt 20 Euro ansetzt, kann man vom eingesparten Geld 180 bis 240 mal pro Jahr Taxi fahren. Selbst mit schlechtem ÖPNV kann man so mobil bleiben.

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Maler 17.01.2017, 16:10
66. Schwieriges Thema

Und wieder sind Lobbies dabei einen Weg zu finden, mehr Geld zu verdienen, wo vorher nichts zu holen war. Meine Verwandten und Bekannten im "gefährlichen Alter" haben irgendwann alle freiwillig den Führerschein abgegeben oder haben schlicht das fahren aufgegeben wenn sie sich nicht mehr sicher gefühlt haben. Zumeist haben sie schon Jahre vorher ihre Autofahrten drastisch eingeschränkt und sind nur noch kurze, bekannte Strecken gefahren, haben Fahrten bei Dunkelheit aufgegeben. So ein "Ausklingen" finde ich richtig. Die weitaus meisten Alten wissen selber, wenn es Ihnen zu wacklig wird. Auch wenn freiwillige Beobachtungsfahrten durchaus Sinn machen, denke ich dass wenn das verpflichtend ist, damit 95% nur belästigt werden, um die 5% bedingt Fahrtauglichen aufzuspüren. Autofahren ist ein Stück Freiheit, erst Recht mehr wenn man nicht mehr gut zu Fuß ist und auf dem Land wohnt. Den Führerschein aufzugeben, ist neben dem Einzug ins Altersheim der dickste Sargnagel für einen alten Menschen.

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Wolfgang Heubach 17.01.2017, 16:10
67. Noch wichtiger ist die Politikerhaftung

Regeln, Vorschrifte, Verbote für jeden und alles. Nur für die Politiker nicht. Sie müssen endlich wie jede Bürgerin und jeder Bürger in persönliche Haftung für Fehlverhalten genommen werden. Ein sehr lohnendes Geschäft übrigens für die Versicherungswirtschaft !

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guenther2009 17.01.2017, 16:10
68. Ich bin überzeugt,

das man das Niveau der Ablenkung im Auto sehr stark reduzieren muss. Ich fahre seit 1960 Motorrad, voriges Jahr fuhr mich ein Taxi nieder. Der Fahrer war mit anderen Dingen beschäftigt und ich musste ins Gras beissen.

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ich2010 17.01.2017, 16:11
69.

dass es härtefälle gibt und einige senioren nicht mehr unbedingt in der lage sind, auto zu fahren mag sein. die gibts aber grundsätzlich in allen altersgruppen. manche lernen das autofahren nie, andere überschätzen sich laufend, wieder andere sind unsicher und überfordert. die weit schlimmeren und folgenschwereren unfälle bauen aber die jungen. dann müssen wohl eher die den führerschein abgeben.

die arroganz und überheblichkeit, mit der hier auf ältere menschen eingedroschen wird ist einfach nur peinlich. hier erhebt sich die meute über eine gruppe menschen und glaubt über sie richten zu können. dazu kann ich nur sagen - leute ihr wedet auch mal alt. und ihr seid dann vermutlich diejenigen, die sich fürchterlich empören wenn der lappen weg ist.
entweder regelmäßiges training für alle (ähnlich den usa) oder aber keines für niemanden. das argument lkw-fahrer zählt nicht. das sind berufskraftfahrer! die sitzen wg. ihres jobs hinterm steuer und nicht privat. das gehört zur qualifikation und den anforderungen des jobs.

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