Forum: Auto
Roboter-Busse auf dem Land: Die Geisterfahrer von Overath
Fabian Hoberg

Nicht nur in Großstädten drohen Diesel-Fahrverbote, auch in kleineren Orten. Der Bürgermeister von Overath will deswegen ein Testfeld für Roboterbusse errichten - und Vorbild für Zukunftsmobilität auf dem Land werden.

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Stäffelesrutscher 19.05.2019, 11:18
1.

»Die Oberbergische Bahn RB25 fährt nur im 35-Minuten-Takt. Eine höhere Frequenz ist nicht möglich, da das Gleisbett nur eine Spur bereithält. Außerdem gibt es noch das Nadelöhr Kölner Hauptbahnhof: Er kann nicht mehr Züge abfertigen.«
Vielen Dank an 50 Jahre Autoverkehrsminister, Bahnreform und Bahnchefs aus dem Hause Daimler/Airbus.

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kmgeo 19.05.2019, 12:02
2. Mehr Passagiere?

Zuerst müsste der Nachweis geliefert werden, dass mit diesem Modell auch nur ein zusätzlicher Passagier gewonnen wird. Statt dessen wird es mehr Verkehr geben. Zwar emissionsfrei aber trotzdem mit Lärm und Stadtbildbeeinträchtigung. Warum nicht konsequent den MIV zurückdrängen und ÖPNV priorisien? Mehr Platz, bessere Takte, etc.

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Kein Besserwisser 19.05.2019, 13:00
3. Landbürgermeisetr als Gernegroß!

Der letzte Satz des Artikels sagt alles, Zitat: Denn die Abgasprobleme stammen nicht nur von Lkw und Stau-Umfahrern, sondern von den Overathern selbst, Zitatende.
Habe in den 70ger Jahren selbst mal in dieser Ecke gewohnt. Schon damals war die Verkehrssituation grauenhaft und damals wie heute fehlt es dem inzwischen zur Stadt mutiertem Dorf an einem schlüssigen Verkehrskonzept! Vom Speckgürtel profitieren, aber nichts investieren! Seit den 70gern sind viele Bürgermeister gekommen und gegangen, keiner hatte den Mut oder das Durchsetzungsvermögen, etwas zu ändern. Es grenzt jetzt schon an Größenwahn wenn der derzeitige Bürgermeister hofft, seine futuristische Idee durch Subventionen oder Spenden verwirklichen zu können; da wird wieder einmal klar, dass Dorfleben zum Träumen verleitet, oder liegt es an den Abgasen, die der Bürgermeister vielleicht zu viel eingeatmet hat....

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Mike-H 19.05.2019, 14:42
4. Es liegt ja nicht nur am Bürgermeister.

Vom Speckgürtelleben profitieren vor allem die Anwohner aber die Nachteile soll die Allgemeinheit bezahlen. Die Bahnlinie ist nur eingleisig, bestimmt waren alle Anwohner am Bahndamm für den Ausbau und mehr Lärm. Wer das als Bürgermeister durchsetzen will, kann sich gleich selber absetzen.

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Ultradigger 19.05.2019, 16:57
5. Mehr ÖPNV ist kaum machbar

da es einfach nicht genug Fahrer gibt. Es gibt nicht genug Lokführer, Busfahrer und Straßenbahnfahrer. Würden diese Jobs besser bezahlt, würden die Transportpreise steigen. Dazu kommt noch, dass nur 10% der Bevölkerung den ÖPNV zur Fortbewegung nutzen. Jedoch 70% das Auto (Fußgänger und Radfahrer je 10%). So viel ÖPNV wie man bräuchte, kann man gar nicht ausbauen. Da sind autonome Fahrzeuge gar keine schlechte Idee. Kombiniert mit Carsharing und Carhailing haben die das Potential den Verkehrskollaps zu vermeiden und gleichzeitig etwas positives für unsere Umwelt zu tun. Ich wünsche Overath viel Glück bei der Umsetzng des Vorhabens!

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bambata 19.05.2019, 17:23
6.

Ich wohne in Köln und kenne die Gegend rund um Overath recht gut. Bei den dortigen topographischen Gegebenheiten (einige serpentinenartige Straßen rundherum) sowie der Tatsache, dass ein Teil der örtlichen Strassenzuführungen zu den Kirchdörfern keine Mittelstreifenmarkierungen, tlw. keine Randstreifenmarkierungen haben sowie Straßenbreiten, die gerademal so einen Müllabfuhr-LKW und einen PKW einigermaßen gefahrlos einander passieren lassen, der weiss, dass autonome Fahrzeuge dort nicht so bald fahren werden. Werden sie übrigens an geeigneteren Orten ebenfalls nicht, dass Thema wird wie kaum ein anderes massiv technisch überbewertet. Warum nicht eine Art MOIA für die Provinz, muss ja nicht immer alles gleich fahrerlos sein?

Und eine Umgehungsstrasse kann man dort wegen der genannten topographischen Gegebenheiten eben nicht so einfach aus dem Ärmel schütteln. Bei Stau auf der nahegelegenen BAB hülfe lediglich, die BAB-Ausfahrt temporär dicht zu machen ;-), anders bekommt man das Verkehrsproblem nicht in den Griff.

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j.ogniewski 19.05.2019, 20:21
7. Verbote...

... die sich nur gegen Autos richten, obwohl diese nur für einen Anteil der Schadstoffe stehen, ist purer Populismus der nur zu Ungerechtigkeiten führt aber die Probleme nicht wirklich löst. Wäre endlich mal Zeit für eine ehrliche und gerechte Umweltpolitik, die sich traut alle Verursacher gleichermassen anzugehen anstatt immer nur wieder dieselben zu Sündenböcken zu machen.

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zensurgegner2017 20.05.2019, 07:30
8.

Zitat von bambata
Und eine Umgehungsstrasse kann man dort wegen der genannten topographischen Gegebenheiten eben nicht so einfach aus dem Ärmel schütteln. Bei Stau auf der nahegelegenen BAB hülfe lediglich, die BAB-Ausfahrt temporär dicht zu machen ;-), anders bekommt man das Verkehrsproblem nicht in den Griff.
Und weil man eine Umgehungsstraße nicht "so leicht bauen kann" streiten die seit 40 Jahren um eine Umgehung

http://archiv.bgv-rhein-berg.de/node/2648

;-)
https://www.much-heute.de/b268.98.html

Kurzversion

Zertrittene Hansel und Besserwisser und Egoisten konnten sich seit 40 Jahren nicht einigen
Und obwohl alle bereits seit 2011 spätestens wussten, dass der Abgaskollaps kommt, haben alle Parteien das St Florians und Wutbürgerspielchen gespielt und waren eben typisch Deutsch: Dagegen
Soll doch irgendwie...und wo anders...und wer anders....

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forscher56 20.05.2019, 10:32
9. Taxis sind eben nicht teurer als leere Linienbusse

Sammeltaxis, Anruftaxis bzw. Kleinbusse, die nur fahren, wenn sie benötigt werden, sind natürlich NICHT teurer und stoßen weniger Abgase aus als große Busse, die jede Stunde fahren und den halben Tag ohne Fahrgäste unterwegs sind.

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