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Rotlichtverstöße: Bundesrat beschließt höheres Bußgeld für Radler
DPA

Bei Rot über eine Ampel zu radeln soll bald teurer werden: Der Bundesrat hat eine Erhöhung des Bußgeldes um 15 Euro beschlossen. Die Neuregelung ist durch das geplante Punktesystem nötig geworden.

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hkmnn 12.04.2014, 11:58
160. Ich fahre lieber bei rot...

Und ich glaube, dass die Unfallstatistik mir recht gibt. Die meisten Unfälle mit Radfahrern passieren durch vorschriftsmäßiges Verhalten der Radfahrer in Verbindung mit unachtsamen Rechtsabbiegern. Deshalb überquere ich die Kreuzung wenn sie frei ist. Die Einwände die man von Autofahrern dazu hört sind immer der speziellen Perspektive geschuldet. Aus einem Auto heraus ist es sehr schwer sich damit abzufinden, dass man sich zwar im bequemsten, aber in der Stadt auch zweitlangsamsten (vor Fußgängern, nach Öffi und Fahrrad) Verkehrsmittel befindet, von dem aus man auch noch einen sehr eingeschränkten Überblick über das Verkehrsgeschehen hat.

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derlabbecker 12.04.2014, 11:59
161. mein Lieblingsbeispiel...

Zitat von sysop
Bei Rot über eine Ampel zu radeln soll bald teurer werden: Der Bundesrat hat eine Erhöhung des Bußgeldes um 15 Euro beschlossen. Die Neuregelung ist durch das geplante Punktesystem nötig geworden.
... Bonn, morgens, Berufsverkehr, Querstraße hat rot, da stehe ich. Eine Frau mit dem Rad drängelt sich durch die Autos, hinten drauf Kindersitz, Kind mit Helm. Vorne an der Ampel angelangt fährt sie einfach weiter, es ist immer noch rot. Die Hauptstraße hat 2 Spuren und in der Mitte 2 Gleise für die Straßenbahn.... und sie fährt einfach weiter, ohne Stopp! 2 Autos mussten in die Eisen steigen, und wenige Sekunden, nachdem sie über den Straßenbahngleisen war, kam die Bahn lauf klingelns durchgerauscht. Sorry, aber bei der Dame wäre mal mindestens 10000 € Bußgeld angebracht gewesen.
Eine solche Fahrweise ist aber z.B. in Bonn völlig normal, es ist wirklich mal eine löbliche Ausnahme wenn ein Radler mal nicht über rot fährt.

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kumi-ori 12.04.2014, 12:08
162.

Wir in Deutschland haben ein ganz eigenes Verhältnis zum Straßenverkehr, weil Auto, Fahrrad, Fahrradhelm und Ampeln nicht in erster Linie der Fortbewegung dienen sondern der Festlegung des sozialen Status. In England, Frankreich, Italien und den Benelux werden Ampeln sehr viel weniger ernst genommen, dennoch geschehen dort wesentlich weniger Unfälle. Die meisten Deutschen trauen sich im Alltagsleben nicht ihre Meinung zu sagen. Deshalb stauen sie einen gewaltigen Hass in sich auf und die einzige Gelegenheit, diese Emotion anonym und straffrei abzubauen ist der Staßenverkehr (gilt für Autos, Radfahrer, Fußgänger mit und ohne Helm gleichermaßen).

Das Beste für uns alle ware etwas mehr Lockerheit. Dann bestünde auch keine Notwendigkeit, auf menschenleeren Straßen ohne Grund Ewigkeiten vor einsamen Ampeln zu stehen und auch kein Grund andere zu bestrafen nur des Prinzips wegen. Aber dazu bedürfte es einer positiveren Einstellung aller.

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alfonsdrexler 12.04.2014, 12:13
163. 60 statt 45 €

Berlin, rote Ampel am Fußgängerüberweg: Bußgeld 100€,
Verfahrenskosten 25€, Auslagen 3,50 €....zusammen 128,50€ !!!!!!!

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rofldub 12.04.2014, 12:18
164.

Zitat von dotter101
Vielleicht sehe Ich as Falsch aber ein Geschwindigkeitsübertretung oder mit dem Rad über die rote Ampel ist ein Verstoß gegen das Sgv (oder wie es sich nennt) ergo eine Straftat, also zahl Ich. Wo ist da die Abzocke?
StVO heißt das.

Eine Straftat ist das übrigens nicht, nur erst mal ein Verkehrsdelikt. Kommen dabei natürlich (un-)absichtlich Leute zu Schaden, dann haben Sie ihre Straftat.

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Dino822 12.04.2014, 12:20
165.

Zitat von soldev
Ich nenne das Verhalten der Radfahrer in dem Fall aber auch mehr als merkgestört. Wenn ein Motorrad bis nach vorne fährt, ist der bei Grün weg, ein Rad- oder Kleinrollerfahrer zieht dann wieder die ganze Schlange, die ihn vorher überholt hatte, hinter sich her und wundert sich dann noch, dass er jetzt knapp überholt wird? Ursache und Wirkung...
Um das also mal zusammenzufassen:
Wenn sich ein Radfahrer erdreistet die ihm durch die STVO eingeräumten Rechte wahrzunehmen ist er "mehr als merkgestört", und hat gefälligst damit zu leben, dass ihn Autofahrer ohne jeglichen Sicherheitsabstand überholen, weil Sie ja sonst ein paar Sekunden später an ihrem Ziel ankommen würden.

Aber ein Radfahrer soll sich selbstverständlich hinten an einen Stau anstellen?

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suplesse 12.04.2014, 12:24
166. Sein oder nicht Sein!

Zitat von Pol Emiker
Woher kommen eigentlich diese ganzen Beißreflexe gegenüber Radfahrern. Ist das Neid weil diese gerade im Stadtverkehr schneller und billiger vorankommen? Fehler passieren auf beiden Seiten deshalb kann man aber nciht verallgemeinern. Deutschland ist halt ein Autofahrer Land und die stolzen Besitzer verhalten sich oft auch entsprechend. Ich beobachte Rücksichtslosigkeit leider vor allem auf seiten der Autofahrer. Hier werden alle Gehsteige zugeparkt --> Rollstuhlfahrer, Kinderwagen, alte Leute: Pech gehabt. Überholen mit Mindestabstand? Kommt immer seltener vor. Nötigung per Hupe. Neulich wieder beobachtet eine Rentnerin die einen Radfahrer von hinten bedrängt hat und dann durch Huperei einen Sturz provozierte. Dummerweise hab ich mir ihr Kennzeichen gemerkt. Sie hat nämlich nicht einmal angehalten. Hier gibt es mehrer geteerte Feldwege die für den Verkehr gesperrt sind. Zum Feierabend um am Woe werden diese aber gerne als Abkürzung genutzt um den vollen Bundesstraßen zu entkommen. Eine Frechheit. Wir können mit den kleinen Kindern dort nicht mehr Radfahren gehen weil man ständig absteigen muss. Ich räume den Weg aber nicht mehr und bei dem Versuch mich durch den Acker zu überholen ist ein Fahrzeug neulich stecken gelieben. Köstlich :) Des weiteren bin ich auf dem Rennrad schon mit Kippen beworfen worden oder Abfall, werde angehupt, extrem knappes Überholen, abdrängen... Dabei fahre ich nur Rad und mache Sport. Das sind natürlich nur meine Erfahrungen und damit subjektiv und nciht auf alle Autofahrer übertragbar! Damit stellt sich dennoch nochmal die Frage warum manche Autofahrer so extrem reagieren? Neid? Ich verstehe es nicht
Du bist was Minderwertiges in deren Augen. In der Nahrungskette stehst Du ganz unten. Noch hinter Fußgängern, Kindern und Motorradfahrern. Das ist kein Scherz, das meine ich ernst. Wer zwischen 10 000 und 100 000 € für so eine Blechschlüssel hinlegt, soviel abwehrendes Blech um sich hat. Dem seit 100 Jahren gesagt wird, er sei in dieser Funktion Autofahrer die Krönung der Schöpfung. Dem ewig und ständig suggeriert wird, er sei von der Gesellschaft privilegiert, weil er ja auch die Wirtschaft maßgeblich ankurbelt. Wer Steuern dafür zahlt. Wer in seiner Straße, seinem Ort, seiner Stadt über das Fahren einer bestimmten Automarke definiert wird und sich auch selber definiert, der ist. Sein oder nicht Sein. Das ist die Frage. Als Autofahrer bist Du. Als Radfahrer bist Du ein Nichts, ein Vogelfreier.

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saschad 12.04.2014, 12:29
167.

Zitat von Dino822
Um das also mal zusammenzufassen: Wenn sich ein Radfahrer erdreistet die ihm durch die STVO eingeräumten Rechte wahrzunehmen ist er "mehr als merkgestört"[...]
Natürlich, Sie müssen da doch zwischen Radfahrern und "richtigen Verkehrsteilnehmern" unterscheiden. Radfahrer sind nur zum drüber aufregen und beschimpfen wirklich gut, zumindest aus der Sicht mancher Menschen.
Das sind die Leute, die Radfahrer von der Fahrbahn auf den Gehweg hupen und drängeln und sich dann bei nächster Gelegenheit über die Gehwegradler aufregen.

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rofldub 12.04.2014, 12:29
168.

Zitat von felixbonobo
Bei dem busgeld wird es für manch einen hartz4 bezieher zur existensfrage. Ich möchte jedenfalls nicht in der haut eines polizisten stecken, denn wer wird da bei einem verstoss bitte noch freiwillig anhalten und warten? Ginge also nur mit radfahrenden polizisten, sonst fährt man denen einfach weg.
Radfahrende Polizisten gibt es schon länger:
WDR Reportage Hier und Heute - Die Fahrradpolizei (Polizei Münster) https://www.youtube.com/watch?v=vmMxcPVUxDU

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Steve B 12.04.2014, 12:31
169. optional

Zitat von norwood1969
Also, diese STVO, die gilt doch fuer alle Verkehrtsteilnehmer, oder?
...[/QUOTE]

Mit dieser Argumentation kann man vor allem ewig diskutieren, ohne zu irgendeinem sinnvollen Ergebnis zu gelangen. Vielleicht sollten wir einfach mal gucken, wie stark sich die Rotfahrerei in Unfällen niederschlägt.


Gruß,
Steve

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