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Rotlichtverstöße: Bundesrat beschließt höheres Bußgeld für Radler
DPA

Bei Rot über eine Ampel zu radeln soll bald teurer werden: Der Bundesrat hat eine Erhöhung des Bußgeldes um 15 Euro beschlossen. Die Neuregelung ist durch das geplante Punktesystem nötig geworden.

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prophet46 12.04.2014, 12:37
170. Verschlanken

Zitat von sysop
Bei Rot über eine Ampel zu radeln soll bald teurer werden: Der Bundesrat hat eine Erhöhung des Bußgeldes um 15 Euro beschlossen. Die Neuregelung ist durch das geplante Punktesystem nötig geworden.
Immer hoch mit den Strafgebühren für die (kleinen) Fehler des Lebens. Auch damit kann man Masse machen. Zu den 48 % Steuern und Soz.Abgaben (bei Ledigen) kommen dann noch Knöllchen, Parkgebühren, Versicherungssteuer, KFZ-Steuer, Mineralölsteuer usw., so dass man bei 60 - 65 % Abgabelast landet. Merke: Jeder hat mindestens 15 staatliche Hände in den Taschen. Dieser Staat muss dringend verschlankt werden ,sonst frisst er uns noch auf (siehe Griechenland).

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woswoistndu 12.04.2014, 12:41
171. vollkommen richtig!

bin selbst radfahrer und kann über die todessehnsucht und den unverwundbarkeitsglauben der meisten radler in berlin nur den kopf schütteln. rotlichtverstöße sind dabei noch ein weitgehend harmloses delikt, schaut man sich an, wie diese irren über die fußwege ballern, vorfahrten nehmen und sich im recht befindende autofahrer bepöbeln. wenn es über die vernunft nicht geht dann eben über die geldbörse!

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DuDDle 12.04.2014, 12:43
172.

Zitat von whuuuup
Wie hier (leider nur einmal) erwähnt wurde ist das größte Problem, dass es für Fahrradfahrer keine gelbe Ampeln gibt. Ich würde behaupten, dass in München 80% der Überquerungen bei rot auf das physikalische Prinzip der Trägheit zurückzuführen ist. Es ist schlichtweg nicht möglich sofort zu halten. Man ist auch schneller über eine komplette Straße gefahren als in der Mitte zu bremsen und sich auf den mittleren Streifen zu quetschen (wie von der Polizei gefordert) - auch eine physikalische Tatsache!
Physikalische Tatsache: Bei einer der Situation angepassten Geschwindigkeit kann man problemlos anhalten. Vorrausgesetzt man gehört zu den wenigen Radfahrern, die sich darum kümmern, dass die Bremsen in einen guten Zustand sind.

Nur weil man inzwischen mit dem Fahrrad leicht Geschwindigkeiten von 30-40 km/h erreichen kann, muss man nicht ständig die maximale Geschwindigkeit haben. Im dichten Innenstadtverkehr ist das sowieso nur unter ständigern Verkehrsverstößen und Gefährdung von anderen Verkehrsteilnehmern möglich.

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deichgraffe 12.04.2014, 12:45
173. Was für ein Nutzen...

bringt eine Bußgelderhöhung, wenn nicht kontrolliert wird. Wie oft sehe ich Radler bei rot fahren und die Blauweissen schauen einfach zu. Ist ja auch zu umständlich, bei dem Wetter das Auto zu verlassen.

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luwigal 12.04.2014, 12:47
174. Nachdenken, bevor man wild um sich schlägt!

Zitat von sysop
Bei Rot über eine Ampel zu radeln soll bald teurer werden: Der Bundesrat hat eine Erhöhung des Bußgeldes um 15 Euro beschlossen. Die Neuregelung ist durch das geplante Punktesystem nötig geworden.
Problem: Es gibt keine Gelbphase für Radfahrer.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, was das bedeutet.
Erst kürzlich komme ich gegen 06:30 h ! mit dem Fahrrad an eine (so gut wie ... es stand nur ein PKW an dieser Kreuzung) menschenleere Kreuzung und fahre (noch) während der Grünphase für Radfahrer auf dem Fahrradstreifen geradeaus weiter, eben, über die Kreuzung.
Etwa in der Mitte des Fahrradstreifens, der über die Seitenstraße führt, schaltet schlagartig die Radfahrerampel von Grün auf Rot.
Da ich die Kreuzung quasi in einem rechten Winkel überqueren musste, hielt ich nach der überquerten Straße an und wartete auf Grün.
Kaum als ich stoppte, drehte der Fahrer die Seitenscheibe herunter und brüllt mir aus dem Wagen entgegen "Rot, Roooooot ..." und schimpft wie ein Irrer.
Schade, dass wir beide alleine auf der Kreuzung waren, ich wünschte, ich hätte einen Zeugen dabei gehabt.
Dauerhupen, so früh morgens, mitten in einem Ort ... aus nichtigem Grund ... da geht mir der Hut hoch.
Noch einmal ...
Ohne Gelbphase, mitten während der Überquerung einer Seitenstraße, springt die Ampel von Grün auf Rot.
Null Chance, noch rechtzeitig abbremsen zu können und zurück zu kehren.
Und, so frage ich mich, wie dämlich muss ein Autofahrer sein, um so etwas nicht begreifen zu können.
Wie hätten Polizisten reagiert?
Hätte ich ein Ticket bekommen, weil sie genauso dämlich reagiert hätten wie dieser Autofahrer?
Hätten sie gesehen, "hätten sie es sehen wollen",
dass ich bei Grün auf dem Streifen begann und mich schlagartig mitten auf der Strasse im Rot wiederfand?

Lange Rede kurzer Sinn ...
Die Radfahrerampeln müssen so angepasst werden, dass es eine Gelbphase gibt.
So, wie die Ampeln ggw. geschaltet sind und wie Verstöße geahndet werden und zukünftig geahndet werden sollen, stufe ich das ohne Wenn und Aber eindeutig als verfassungswidrig ein.
Ich rege eine Klage der Interessenvertretungen der Radfahrer gegenüber die beteiligten gesetzgebenden Organe an.

Fragen:
Warum gibt es eine Gelbphase für Autofahrer?
Warum erwartet man von Radfahrern, dass sie Hellseher sind?
... dass sie schlagartig und mitten auf der überquerenden Strasse anhalten sollen und können, um wieder zurück zu gehen?
... und welcher Sinn steckt dahinter, dass ein Radfahrer mitten auf der überquerenden Strassse anhalten soll?

Dass es Radfahrer gibt, die auch dann eine Straße überqueren, wenn sie längst auf Rot steht ...
Über dieses Verhalten und die Folgen, so denke ich, sollten wir nicht lange diskutieren, um die geht es nicht.

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Ursprung 12.04.2014, 12:50
175. Leicht erklaerbar

Zitat von jasper366
Jetzt würde mich einmal eine durch und durch plausible Erklärung interessieren, warum sich die Radfahrer Ihrer Meinung nach über geltende Verkehrsregeln hinwegsetzen dürfen. Eine Rote Ampel gilt für jeden(!) Verkehrsteilnehmer. Ich habe noch norgendwo eine entdeckt an der Schild hängt: 'Rotlicht gilt nur für motorrisierte Verkehrsteilnehmer, Radfahrer dürfen auch bei Rot fahren.'
Weil Sie offenbar mental ein Prinzipienreiter sind, der sich flexibel an einen Kontext anzupassen verlernt hat oder dazu zu bequem oder zu unbeweglich ist.
Und lieber dem von anderen Leuten Vorgekautem und vermeintliches Schwarmverhalten steuernde folgen wollen, obwohl es oft nicht passend zur Situation ist.
Es ist naemlich was dran, was hier ein Forist schon ausfuehrte: der Radfahrer ist mit allen seinen Sinnen naeher am Geschehen als der im Autokasten mit abgeschirmendem Faraday-Kaefig, in Akustikdaemmbox und mit Sichtverengung.

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jasper366 12.04.2014, 12:53
176.

Zitat von Pol Emiker
Hier gibt es mehrer geteerte Feldwege die für den Verkehr gesperrt sind. Zum Feierabend um am Woe werden diese aber gerne als Abkürzung genutzt um den vollen Bundesstraßen zu entkommen. Eine Frechheit. Wir können mit den kleinen Kindern dort nicht mehr Radfahren gehen weil man ständig absteigen muss.
Also höchstwahrscheinlich auch für Radfahrer gesperrt...

Denn bei uns hier im WW- und ich denke das gilt für nahezu alle Wirtschaftswege in deutschland - sind diese Wege mit dem Verkehrszeichen 250 'Verbot für Fahrzeuge aller Art' gekennzeichnet, einzige erlaubte Ausnahme: Land- und Forstwirtschaftliche Fahrzeuge.

Fahrräder und Mofa, Mopeds und Co dürfen aber geschoben werden.

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butalive76 12.04.2014, 12:53
177. Dem Bürger vertrauen + entscheiden lassen

In London ist Radfahren + zu Fuß über eine rote Ampel OHNE GEFÄHRDUNG + BEHINDERUNG auf eigene Gefahr erlaubt. Den Bürger endlich vertrauen und selbst entscheiden lassen! Warum warten, wenn weit und breit niemand in der Nähe ist? Schluss mit der Regelementierungswut!

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DuDDle 12.04.2014, 12:56
178.

Zitat von 7eggert
In Hamburg ist es selten so dunkel, daß man nicht auch unbeleuchtete Radfahrer von Weitem sehen könnte. Nur Radwege werden ins Dunkle gelegt, schließlich haben Fahrräder ja mit ihren 2,4 W Maximal zulässigem Licht eine viel bessere Ausleuchtung, als 2 * 50 W PKW-Licht. (Und das Rücklicht ist auf 0,6 W begrenzt - bei PKW 5 W).
Natürlich ist niemals die Sicht durch Gebäude, parkende Fahrzeuge, Witterung etc. eingeschränkt. Und Sie können auch um die Häuserecke schauen, während Sie mit 25-40 km/h auf die Kreuzung zufahren? Da bleibt sehr wenig Reaktionszeit.

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susinep 12.04.2014, 12:57
179. Was ist mit den Fußgängern?!?

Was mich bei der Diskussion hier richtig annervt, ist, dass ständig vom Verhältnis Fahrradfahrer - Autofahrer die Rede ist. Dabei stimme ich überein, dass die Autofahrer in der Pflicht sind, mehr Rücksicht zu nehmen, allein aufgrund des Schadens, den sie anrichten können.
Als Fußgänger von einem bekloppten Fahrradfahrer angefahren zu werden, ist aber auch nicht ohne.
Hier in Berlin rasen die über rote Ampeln und haben sogar die Dreistigkeit zu klingeln, sollte es jemand wagen über Grün ihren Weg zu kreuzen. Meine Kinder kann ich so nicht allein über die Straße gehen lassen. Da würde ich mir mal ein saftiges Bußgeld wünschen!!!

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