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Rotlichtverstöße: Bundesrat beschließt höheres Bußgeld für Radler
DPA

Bei Rot über eine Ampel zu radeln soll bald teurer werden: Der Bundesrat hat eine Erhöhung des Bußgeldes um 15 Euro beschlossen. Die Neuregelung ist durch das geplante Punktesystem nötig geworden.

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Dino822 12.04.2014, 18:59
270.

Zitat von Peter Werner
Da muss ich dann wohl etwas verpasst haben. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass die Ampelanlagen (insb. an vielbefahrenen Kreuzungen) insb. dazu dienen, den Fahrzeugverkehr zu lenken.
scheinbar.

Ampelanlagen, die dazu dienen den Fahrzeugverkehr zu lenken, haben in aller Regel (um nicht zu sagen "immer") eine Gelbphase, die das Rotlicht ankündigt.
Nur ist es nunmal nicht selten so, dass die Fußgängerampeln die sind, an die man sich als Radfahrer zu halten hat. Und zu erwarten, dass ein Radfahrer

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Andr.e 12.04.2014, 19:02
271.

Zitat von 7eggert
Aber ich sehen schon das Ergebnis, falls Sie das tun: "Dann muß der Radfahrer halt aufpassen, wenn ich mit meinem Straßenpanzer ankomme ..."
Mein Fahrrad ist zwar ne Waffe, aber Sie meinen ja ein Auto. Ich muss Sie da leider enttäuschen - ich fahre gar nicht :-)

Das Recht, von dem Sie schwafeln, haben Sie im Übrigen. Wer Ihre körperliche Unversehrtheit verletzt, wird entsprechend geahndet. Allerdings entnehme ich Ihren Beiträgen, dass Sie Ihr gelebtes Recht und die StVO §1 nicht in Einklang bringen können. Ein Umstand, der mich bei diversen Fahrradfahrern des öfteren köstlich amüsiert. Sie dürfen dann aber auch nicht jammern :-)

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archie21 12.04.2014, 19:05
272. So ist es

Zitat von herr minister
Das Rumgeheule der der Spiesser und Kleingeister hier ist ja unerträglich. Diese krampfhaft autoritätshörigen Duckmäuser sind das Problem im Land und nicht die, die ihr Hirn benutzen und dann eine Regel auch mal großzügig auslegen. Wo ist überhaupt das Problem? Hier werden Dinge hochstilisiert, die es in der Realität gar nicht gibt. Auch ich lebe schon lange in einer großen Stadt und fahre Auto sowie Rad. Als Radfahrer passe ich besonders auf, fordere keine Rechte ein denn ich bin der Verlierer im Zweikampf. Allerdings nehme ich auch mal eine Ampel mit wenn kein Auto kommt. So what? So halten es übrigens die meisten Radfahrer, von einem Chaos auf den Strassen, wie hier mit Schnappatmung hysterisiert wird, ist nichts zu spüren. Sicher werden auch Fehler gemacht, von allen, die halten sich aber sehr in Grenzen. Eines weiss ich aber sicher: Wenn mir einmal 60 Euro plus Punkt abgeknöpft werden dann werde ich grundsätzlich nur noch das Auto nehmen.
Problem sind die vielleicht 1% Autofahrer, die wirklich gefährlich sind. Stark überhöhte Geschwindigkeit, schneiden, Radfahrer nahüberholen, Jagd auf Fußgänger. Und Leute wie Ramsauer (und viele Medienleute), die wider besseres Wissen die Mär vom "Kampfradler" als Verkehrsproblem Nr. 1 wiederkäuen. Nach dem Propagandaprinzip der permanenten, penetranten Wiederholung.

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Stäffelesrutscher 12.04.2014, 19:13
273.

Das ist wieder ein Grund mehr, diese kaum merklich abgesetzten Streifen auf dem Trottoir zu meiden und gemäß § 2 (1) StVO auf derFahrbahn zu fahren und sich nach der Fahrbahnampel zu richten. Die zeigt bei einem 90-Sekunden-Umlauf zwischen 30 und 50 Sekunden grün und hat eine Gelbphase. Die Fußgängerampel muss erstmal durch Tastendruck aktiviert werden, zeigt 5 Sekunden grün und hat keine Gelbphase.
Auf die grauenhafte Verwirrung durch Fußgängerampeln, denen ein Radsymbol in die Streuscheiben montiert wurde, ist schon hingewiesen worden. Ist irgendjemandem aufgefallen, dass nach dem zeitweise gültigen Willen des Gesetzgebers ein legal auf der Fahrbahn fahrender Radfahrer bei Normalgrün anhalten müsste, weil 10 Meter weiter rechts vorne die Fußgängerampel mit einmontiertem Radsymbol Rot zeigt? Anhalten würde nur ein Selbstmörder, denn kein nachfolgender Autofahrer rechnet doch damit, dass ein Radler bei Grün auf der Fahrbahn anhält!

Übrigens ist es physikalisch durchaus möglich, Fußgänger- und Radfahrampeln mit einer Gelbphase zu versehen. Zu besichtigen unter anderem in Zürich ...

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dasmerkel 12.04.2014, 19:21
274.

Erst heute ist mir ein Radfahrer bei Rot fast vor das Auto gefahren. Ich wünsche mir einfach keine Bußgelder für Radfahrer, im Gegenzug Straffreiheit für Autofahrer wenn sie einen bei Rot fahrenden Radler treffen! So erledigt sich das Problem auf ganz natürliche Weise.....

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archie21 12.04.2014, 19:26
275. Ja, die Politik braucht wohl

Zitat von immerlocker
Schön geschrieben und sehr richtig. Aber bei dem Thema geht eben den vermeintlichen Kontrahenten das Messer in der Tasche auf. Ich frag mich auch immer, wo all die Horrorgeschichten herkommen sollen. In meiner nicht kleinen Stadt, in der ich meist auf dem Rad, aber manchmal auch mit dem Auto fahre, erlebe ich ein im wesentlichen funktionierendes Verhalten beider Seiten. Hier fährt mal ein Radfahrer über rot, dort mal ein Autofahrer 50, wo 30 ist. Ja und? Ich sehe weder Radfahrerrechte mutwillig missachtende, lebensgefährliche Autofahrer, noch grundsätzlich alle Verkehrsregeln brechende Radfahrer. Alles in allem läuft es ganz gut in Bremen. Aber so was will hier natürlich keiner hören, wir brauchen mehr Wut und Geifer!
"Wut und Geifer" in diesen Fragen, um Zwiespalt zu säen und von den wichtigeren Problemen abzulenken.

In Berlin - angeblich Zentrale des Chaos vor allem wegen der "vielen, vielen Kampfradler" - läuft es eigentlich auch so locker wie Sie es beschreiben. Als Autofahrer in Berlin kann ich zu den "Kampfradlern" nur sagen: Es gibt sie nicht. Ich bin ihnen jedenfalls noch nicht begegnet, trotz 10 Jahren Auto fahren in Berlin.

Klar gibt es das Verkehrschaos in der Rush-Hour - das sind natürlich fast alles Kfz und Busse, Radler spielen da keine Rolle. Problem Nr. 2 sind die nicht gerade seltenen Bummler, oft recht betagte Fahrer. Außerdem Zweite-Reihe Parker. Linksabbieger, die einen mittleren Stau verursachen, um in ihre Einfahrt zu kommen. Manchmal klemmt es halt etwas, wenn viele Leute zusammentreffen. Und? Was brauchen wir? Härtere Strafen, klar.

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soldev 12.04.2014, 19:28
276.

Zitat von Dino822
Um das also mal zusammenzufassen: Wenn sich ein Radfahrer erdreistet die ihm durch die STVO eingeräumten Rechte wahrzunehmen ist er "mehr als merkgestört", und hat gefälligst damit zu leben, dass ihn Autofahrer ohne jeglichen Sicherheitsabstand überholen, weil Sie ja sonst ein paar Sekunden später an ihrem Ziel ankommen würden. Aber ein Radfahrer soll sich selbstverständlich hinten an einen Stau anstellen?
Mir ist es vollkommen Wumpe, ob der nach Vorne fährt oder nicht. Aber sich darüber aufregen, wenn bei Grün die Dosen nun extrem nahe an ihm vorbeiziehen (Gegenverkehr kommt nach Rot in der Regel auch), ist und bleibt merkbefreit.
Ich stehe deswegen bewusst mit der Dose ganz rechts und wenn ich Rad fahre, bleibe ich halt hinter dem letzten Auto - die sind eh schneller weg.

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tabemese 12.04.2014, 19:30
277. Ausbeute

Alle reden von finanzieller Ausbeute der Fahrradfahrer, wer sich nicht an Regeln hält und sich und andere wissentlich und gewollt in Gefahr begibt, sollte anständig bestraft werden und Punkt.

Wer über rot fährt, nimmt Strafen in Kauf und Vorsatz sollte immer hart bestraft werden.

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harry_buttle 12.04.2014, 19:57
278.

Zitat von see_it with_your_own_eyes
... Wenn sie auf der Straße fahren obwohl ein Radwege zur Verfügung steht gibt's ne Anzeige wegen Nötigung (besonders bei diesen Möchtegern-Tour de France-Aspiranten, die nicht raffen, dass Straßemzulassung eines Rennrad nicht bedeutet, dass sie auf der Straße fahren dürfen, sondern lediglich dass das Rad im öffentlichen Verkehr genutzt werden darf, ausgewiesene Radwege aber trotzdem benutzt werden müssen
Wann haben Sie zuletzt die StVO studiert?

Zitat von
§ 2 Straßenbenutzung durch Fahrzeuge (4) Eine Pflicht, Radwege in der jeweiligen Fahrtrichtung zu benutzen, besteht nur, wenn dies durch Zeichen 237, 240 oder 241 angeordnet ist.
http://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__2.html

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luwigal 12.04.2014, 20:04
279. Ach ja, mit den eigenen Augen ... Sehen Sie die Tomaten nicht?

Zitat von see_it with_your_own_eyes
... und Schluss wär's mit Rotlicht ignorieren, mit Fahradweg nicht benutzen und damit den fließenden Verkehr auf der Straße behindern. Die Radfahrer sollen die Verwaltung genauso mit einer Art Zulassungsgebühr mit zahlen wie die Autofahrer die für sie geltenden.
Sie sollten nun freiwillig einen Zehner spenden!
... für so ein Eigentor eigentlich einen "Fuffi".

Warum?

1)
Den "nur-Radfahrer" an sich, den gibt es nicht.
Die meisten Radfahrer, die die von Ihnen geforderten Gebühren und wer weiß sonst noch was zahlen könnten, sind selber Autofahrer.
2)
Wenn von ihnen nur noch mit dem Auto unterwegs wäre ...
Was denken Sie, wäre auf unseren Straßen los?

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