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Rotlichtverstöße: Bundesrat beschließt höheres Bußgeld für Radler
DPA

Bei Rot über eine Ampel zu radeln soll bald teurer werden: Der Bundesrat hat eine Erhöhung des Bußgeldes um 15 Euro beschlossen. Die Neuregelung ist durch das geplante Punktesystem nötig geworden.

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Steve B 11.04.2014, 20:36
50. reinstes Roulette

Zitat von sysop
Bei Rot über eine Ampel zu radeln soll bald teurer werden: Der Bundesrat hat eine Erhöhung des Bußgeldes um 15 Euro beschlossen. Die Neuregelung ist durch das geplante Punktesystem nötig geworden.
Die Kasper sollten vor allem mal dafür sorgen, dass man sich als Radfahrer nicht entscheiden muss, ob man lieber einen Rotlichtverstoß riskieren oder den Verkehr aufhalten will.

Die meisten Radfurten sind mit Fußgängerfurten kombiniert und haben eine Ampel ohne Gelbphase. Es ist aber physikalisch unmöglich, ein Fahrrad von jetzt auf sofort zum Stillstand zu bringen. Um sicher zu sein, dass man nicht bei Rot fährt, muss man also an der Fahrbahnkante auf jeden Fall erstmal anhalten, ganz egal was die Ampel gerade zeigt. (Und bevor wieder jemand schreibt, man solle doch einfach auf die Fahrbahnampel gucken: An wie vielen Kreuzungen ist denn die Furtampel NICHT längst rot, wenn die Fahrbahnampel auf Gelb geht? Abgesehen davon sollte man als Radfahrer an einer belebten Kreuzung sowieso auf Abbieger gucken und nicht auf Ampeln - jedenfalls wenn man gesund bleiben will.)
Eine Karenzzeit von zwei Sekunden (übliche Dauer der Gelbphase an dreifarbigen Fahrradampeln) ist aufgrund der Räumzeitkalkulation an praktisch jeder Furt möglich. Die wird sogar manchmal eingeräumt, aber das sind interne Dienstanweisungen der Polizei und die sind von Stadt zu Stadt unterschiedlich.

Schlussendlich sollten die kontrollierenden Beamten auch in den einschlägigen Verkehrsregeln sattelfest sein. Manche können noch nichtmal korrekt ermitteln, ob in der konkreten Situation nun Fahrbahn- oder Furtampel maßgeblich ist! Ist aber auch nicht trivial, denn das ist ein mehrstufiger Entscheidungsbaum.


Gruß,
Steve

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csar 11.04.2014, 20:39
51. Leider nicht

Zitat von Fakler
Da ich das noch nicht erlebt habe, also einen Grund warum ein Radfahrer 60 Euro zahlen sollte kann ich nicht sehen. Der einzige der was riskiert wenn er bei Rot rueberfahert ist der Radfahrer selber. Es gibt massenhaft reine Fussgaengerampeln, ich halte da nicht an, weil sie halten die Autos auf und ich bin dann meist schon wieder weg, wenn der Verkehr wieder einsetzt. Mit dem Auto wuerde ich nie bei Rot, aber als Fussgaenger und Radfahrer ist es schlicht idiotisch dazustehen und es ist kein Verkehr.
Ich war im letzten Jahr zweimal Zeuge von durch Rotlichtvergehen verursachten Unfällen. Bei einem ist ein Rollerfahrer zu Sturz gekommen und hat sich verletzt. In beiden Fällen ist ein Radfahrer über die Kreuzung gebrettert und hat einen Autofahrer zur Vollbremsung genötigt. Ergebnis ein Auffahrunfall und der Roller, der beim Aussweichen zum Sturz kam. Die Verursacher haben natürlich Unfallflucht begangen

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markuser 11.04.2014, 20:44
52. d

Zitat von helisara
Gegen Gehwegradler sollte endlich auch mal richtig durchgegriffen werden. Einerseits beklagen sich Radfahrer darüber, daß Autofahrer keine Rücksicht auf sie nehmen würden, andererseits nehmen sie auch keine Rücksicht auf Fußgänger und nehmen sich das Recht heraus, auf dem Gehweg zu radeln.
Bin Auto- und Radfahrer und wenn es nicht regnet fahre ich die 10km auch jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit. Dabei überquere ich morgens immer eine rote Ampel, weil um die Zeit steht da niemand. Den Radweg ignoriere ich ebenfalls, denn da stehen immer die Mülltonnen+ Autos und/oder der Radweg ist so 'geflickt' dass man dort nicht mehr sicher fahren kann. Wenn ich dann auf der Fahrbahn an eine Kreuzung ohne Ampel komme, dann werde ich von den Autofahrern oft wild angehupt, weil ich denen mit knapp 30km/h zu langsam auf die Kreuzung zurolle und es wage weit genug vorher abzubremsen.


Übrigens liebe Autofahrer, wenn ihr das mit den gleichen Regeln wirklich ernst nehmen wollte, dann dürfte ihr auf 50% der Straßen bald keine Radfahrer mehr überholen, wenn er sich bei den Gullis und zerdrückten Straßenrädern einen Abstand von 50cm zum Fahrbahnrand genehmigt. Wenn ihr dann nicht mit mind. 1,5m Abstand (Hand aufs Herz, welcher Autofahrer hält sich hier an die Regeln und überholt Radfahrer mit mind. 1,5m Abstand?!?!) zum Radfahrer überholt, überfahrt ihr meistens eine gestrichene Linie oder stört den Gegenverkehr.

Das sind so meine alltäglichen ERfahrungen, am meisten stört es mich das es Autofahrer alls Affront erachten, wenn man an der Ampel ganz nach vorne fährt, wenn man denen mit 30km zu langsam ist und abgedrängt wird und der fehlende Sicherheitsabstand beim überholen. Da sollte die Polizei unbedingt nachbessern und das Bußgeld erhöhen, hilft der Radfahrer-Seele bestimmt.

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realpress 11.04.2014, 20:50
53. Entspannt Ihr Nachbarn

und besucht mal als Radfahrer Amsterdam, Den Haag, Rotterdam und andere Städte der NL, dann wird euch bewusst wie total bescheuert eure Diskussion ist.

Gruss aus Amsterdam

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kindchen 11.04.2014, 20:53
54.

Warum führt man nicht lieber den Grünpfeil auch für geradeaus und links ein und erlaubt Fußgängern generell, die Fahrbahn auch bei Rot zu überqueren, wenn dadurch niemand behindert wird, der Grün hat, anstatt den Leuten dauernd zu suggerieren, daß Ampeln etwas Absolutes wären und die Welt untergeht, wenn man sich nicht dran hält?

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ate2 11.04.2014, 20:53
55. kann man...

Zitat von helisara
Gegen Gehwegradler sollte endlich auch mal richtig durchgegriffen werden. Einerseits beklagen sich Radfahrer darüber, daß Autofahrer keine Rücksicht auf sie nehmen würden, andererseits nehmen sie auch keine Rücksicht auf Fußgänger und nehmen sich das Recht heraus, auf dem Gehweg zu radeln.
...sich da nicht einigen? Freundlich oder einfach nur grüßend aneinander vorbei. Nun doch noch eine Schote: Mein Bruder lieferte mich ab, im Auto, wir quatschten noch ein wenig. Kein Gehweg, dafür eine mindestens drei Meter lange breite Spur, na ja, eben so was wie ein Gehweg. Hielt eine Mutter mit Kinderwagen hinter dem Auto, wir sahen das im Rückspiegel. Die Frau ging nicht weiter. Hektisch kramte sie ihr Mobile-Telefon hervor und tippte eifrigst auf Tasten herum. Sie blieb weiter stehen, mein Bruder und ich wunderten uns, Waren drauf und dran zu fragen, ob sie Hilfe benötige. Da kam sie barsch hervor. wir stündne ja wohl auf dem Gehweg! Mein Bruder, " ja, hätten Sie doch was gesagt". Da schritt die Frau bequemst samt dem nachwuse wunderbar frei am Auto vorbei.
Es ist diese unsägliche Rechthaberei, in so vielen Dingen. Man kann sich in so vielem einigen, aber ichhabe das Gefühl, es geht um eine Rechthaberei. Und das komtm bei solchen Themen immer wieder wunderbar heraus. Klar gibts auch unter Radlern diese typen, dan nweiche ich eben aus und lächle. ich bin doch nicht die Polizei!

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ate2 11.04.2014, 21:02
56. oha...

Zitat von csar
Ich war im letzten Jahr zweimal Zeuge von durch Rotlichtvergehen verursachten Unfällen. Bei einem ist ein Rollerfahrer zu Sturz gekommen und hat sich verletzt. In beiden Fällen ist ein Radfahrer über die Kreuzung gebrettert und hat einen Autofahrer zur Vollbremsung genötigt. Ergebnis ein Auffahrunfall und der Roller, der beim Aussweichen zum Sturz kam. Die Verursacher haben natürlich Unfallflucht begangen
na, was meinen Sie wie prickelnd das noch wird wenn die Rollatoremfraktion zuhauf herumrollert? Mitnichten nur die ganz Gebrechlichen, durchaus flotte Bewegende schieben das Ding selbstbewusst vor sich her, Ampeln mit Rollator-Symbol gibts eben noch nicht. In manch deutscher Stadt sind sie zuhauf vertreten. Mal sehen, wie DAS dann gereglt wird. Rollatoris gegen Fußgänger gegen Radler, hm, ist lustig.

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7eggert 11.04.2014, 21:13
57.

Zitat von Rahlstedter
Gibt es hier in Hamburg anscheinend reichlich. Ballern bei Rot über die Ampel, zwingen mich als Autofahrer zu Gefahrenbremsungen und wenn doch mal einer unter die Räder kommt ist der Autofahrer ja so böse und wird beschimpft. Ich fahre auch Rad, sogar wirklich gerne, aber auch für Radfahrer gelten Regeln.
Manchmal habe ich allerdings auch den Eindruck, daß es erst gefährlich wird, wenn's grün wird. Nachts, Kreuzung frei, ich könnte fahren (tu es nicht). Auto kommt, es wird grün, es ist ein Rechtsabbieger, der nicht mit mir rechnet.

Und verstehen kann ich's auch, wenn die Fußgängerampel wieder mal eine Minute vor der Fahrbahnampel auf rot schaltet, weil die Oma sonst nicht mehr rüberkommt, und man deswegen mit dem Rad bei jeder Ampel fünf Minuten warten darf, statt nur bei jeder Zweiten.

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p-touch 11.04.2014, 21:18
58. optional

Nett, aber Radfahr machen Arbeit. die muß man anhalten, nachdem Ausweis fragen, wenn man Pech hat drehen die einem eine lange Nase und fahren einfach weiter. Da ist es doch viel bequemer im Auto zu sitzen und zuzuschauen wie ein Auto nachdem andern in die Blitzerfalle fährt, der Rest geht ja automatisch.

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norwood1969 11.04.2014, 21:20
59. Ich verstehe es nicht

Also, diese STVO, die gilt doch fuer alle Verkehrtsteilnehmer, oder?

Also, wenn sich jeder raussuchen darf, an welche Regeln er sich haelt, dann muss ich als Autofahrer auch nicht mehr an der Ampel halten.

Was ja wohl das duemmste ist: weil Autofahrer auch Fehler machen, rechtfertigt das, dass Radler ohne Licht fahren, auf der falschen Seite unterwegs sind und Ampeln missachten? Mit dieser Argumentation oeffnete man der Selbstjustiz Tuer und Tor.

Und: warum bekommen Radler eigentl kein Fahrverbot, wie es Autofahrer bekommen? Dann waere endlich Schluss mit diesen Radlrambos und die vielen Radler' die sich an die Gesetze halten, waeren nicht mehr die Deppen!

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