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Rückschlag für Wasserstoff-Technik: Toyota startet Elektroauto-Offensive
Naomi Tajitsu/ REUTERS

Toyota schwenkt auf VW-Kurs um: Die Japaner wollen verstärkt Elektroautos mit Batterie auf den Markt bringen. Ins Hintertreffen gerät die Brennstoffzelle.

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Deeds447 07.06.2019, 13:31
1. Eigentlich die falsche Wahl!

Gerade, wo der WDR nun so eine wunderbare Doku über den Lithium-Abbau mit verheerenden Folgen für Umwelt, Tier und Mensch gebracht hat. Schade eigentlich, dass sich Dinge, die längst common sense sein sollten immer erst Jahre später im allgemeinen Bewusstsein der Industriegesellschaften durchsetzen....

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andreas_germann 07.06.2019, 13:54
2. Sehr konsequent.....

.....wird das wirtschaftlich umgesetzt, was am schlechtesten ist. Die guten Konzepte lassen wir dafür sterben.
Hier nun bevorzugen wir kurzreichweitigen Batteriebetrieb gegenüber normalreichweitigen Brennstoffzellen. Wir bevorzugen lange Ladezeiten gegenüber der 3-Minuten-Betankung.
Und dabei könnte man die Wasserstoffgewinnung so wunderbar durch erneuerbare Energie und Wasser in einem umweltfreundlichen Kreislauf ohne Batterie-Schrott gewinnen.
Wir sind wirklich gut! Alle!

Natürlich hat das alles einen kausalen Hintergrund. Die Strategie richtet sich nach der Gewinnmaximierung. Für Qualität ist da eben kein Platz.

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hzj 07.06.2019, 14:04
3. Schwenkt Toyota auf VW Kurs? Wohl kaum!

Der VW Konzern plant unter Herrn Diess die automobile Zukunft des Individualverkehrs ausschließlich mit BEV mit größtmöglichem Akku und wird noch auf Jahre von ungeheuren Altlasten aus dem Diesel Betrugsskandal belastet und ausgebremst. Toyota bietet jetzt schon eine umfangreiche Palette von Hybridfahrzeugen an und in Zukunft neben den Fahrzeugen mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren weitere Hybride, Plug In Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge. Dazu kommt jetzt nur noch das zusätzliche Angebot von Fahrzeugen mit Akku, ohne Brennstoffzellen oder Ottomotoren. Aber als erstes Modell bringen sie kein überschweres und überteuertes Reichweitenmonster wie VW/Audi, sondern ein leichtes und, erschwingliches, kleines Stadtfahrzeug mit 60km/h Höchstgeschwindigkeit und 100km Reichweite. Mit der gleichen Akkukapazität wie bei einem Monstercar von VW, Audi und Co verkauft Toyota dann gleich 5 bis 10 Fahrzeuge, die auf den Bedarf des Großstadt- und Metropolenverkehrs abgestimmt sind, ich gehe vom Kei-Car Format aus. Die später angebotenen größeren Toyota und Subaru BEV werden von vielen Gleichteilen vor allem von den Fuel Cell Modellen und der Elektrik der Hybriden profitieren. Toyota hat dann 2025 fünfProduktlinien am Markt: herkömmliche Otto/Diesel, Hybrid, PlugIn Hybrid, Fuel Cell und BEV. Damit decken sie die unterschiedlichsten Bedarfe des Weltmarktes ab. VW hat nur Verbrenner und BEV selbst entwickelt. Welche Aktien sollte man heute kaufen? Ich denke, die Antwort ist eindeutig!

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ambulans 07.06.2019, 14:10
4. nachvollziehbar,

dass toyoda jetzt so reagiert: elektro und hybride sind schneller darstellbar, größere stückzahlen (kosten!) bringen mehr erlöse/gewinne, und - angesichts dieses grotesken kampfes um die krone "wer ist denn nun der größte?" - gesamt-stückzahlen für alle fahrzeuge in größenordnungen weit über 10 mio. stück pro jahr sind bis auf wenige ausnahmen praktisch sowas wie ein angekündigter selbstmord. deshalb: renault (plus assozierte) und fiat-chrysler - das wäre schwachsinn geworden, eine pleite mit ansage (wie etwa: deuba plus coba). size doesn't matter ... dr. ambulans (alle kassen)

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Andraax 07.06.2019, 14:14
5.

Zitat von andreas_germann
.....wird das wirtschaftlich umgesetzt, was am schlechtesten ist. Die guten Konzepte lassen wir dafür sterben. Hier nun bevorzugen wir kurzreichweitigen Batteriebetrieb gegenüber normalreichweitigen Brennstoffzellen. Wir bevorzugen lange Ladezeiten gegenüber der 3-Minuten-Betankung. Und dabei könnte man die Wasserstoffgewinnung so wunderbar durch erneuerbare Energie und Wasser in einem umweltfreundlichen Kreislauf ohne Batterie-Schrott gewinnen. Wir sind wirklich gut! Alle! Natürlich hat das alles einen kausalen Hintergrund. Die Strategie richtet sich nach der Gewinnmaximierung. Für Qualität ist da eben kein Platz.
Sie widersprechen sich selbst. Einerseits soll die Entscheidung die wirtschaftlich schlechteste sein, andererseits soll es Gewinnmaximierung sein. Wirtschaftlichkeit und Gewinnmaximierung sind im Kapitalismus dasselbe.

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grmuc 07.06.2019, 14:19
6. Batterie-Schrott

Zitat von andreas_germann
Und dabei könnte man die Wasserstoffgewinnung so wunderbar durch erneuerbare Energie und Wasser in einem umweltfreundlichen Kreislauf ohne Batterie-Schrott gewinnen.
Bei der Wasserstofftechnologie verschwenden wir 70% der erneuerbaren Energie dank des unterirdischen Wirkungsgrad.
Außerdem benötigt auch jedes Brennstoffzellenfahrzeug Li-Batterien.

Oliver

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StephanP 07.06.2019, 14:20
7. Brennstoffzelle beim Pkw?! nein ... & WDR Bericht Klarstellung !

Der WDR Beitrag "Elektroautos: Wie sie die Umwelt zerstören" ist eine Sendung basiert auf falschen Fakten ein beispiel bei Minute 28 wird behauptet das ein Verbrenner 100.000 km fahren kann bis das Co² ausgestoßen wurde welches die Herstellung des Akkus verbraucht hat, der Beitrag Rechnet einfach den Co² Ausstoß des Verbrenners in dem es das im Benzin gebunden Co² gegenrechnet "1 Liter Benzin verbrennt zu 2,33 Kilogramm CO2" macht also bei 8 Litern auf 100km 18,64 kg das wird den mit dem (zu hohen) Co² Ausstoß ins Verhältnis gesetzt kommen den 100Tkm bei raus - - - der Fake dabei ist das die ganze Ölindustrie und deren Co² Ausstoß für die Treibstoff Fertigung komplett nicht gegengerechnet wurde. Auch andere Nachteile werden nicht ins Verhältnis gesetzt, wenn muss man schon beide Seiten 1:1 vergleichen ...

Die Brennstoffzelle braucht 4x mehr Energie durch die ganzen Umwandlungsvorgänge außerdem müssen große komplizierte Tankstellen gebaut werden, es braucht Raffinerien, Tanklaster etc. es hat nur einen Vorteil man kann den Geldfluss besser kontrollieren ... Gruß Stephan Plümer

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grbxx 07.06.2019, 14:22
8. Das ist nicht das ganze Bild

Die Strategie der Autohersteller zielt darauf ab, dass Batterieautos für kurze Reichweiten angeboten werden, und Brennstoffzellenautos für lange Reichweiten.

Es stimmt zwar, dass BEVs zZ priorisiert werden, das liegt aber daran, dass man hier weiter ist.

Als Käufer sollte man das im Hinterkopf behalten, was heute der Standard in Sachen EV ist, kann morgen schon völlig veraltet sein, auch wegen neuen Batterietechnologien.

Würde mich nicht überraschen wenn ab 2022/23 eine große Wasserstoff Initiative beginnt.

Wasserstoff ist übrigens auch ein Thema auf der G20 am 15.6.2019.

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Rheingold (Goldwäsche) 07.06.2019, 14:26
9. Gewagtes Investment

Das Batterieauto ist und bleibt ein gewagtes Investment, für das die Konzerne jetzt Milliarden ausgeben müssen. Das E-Auto ist ja keinesfalls eine neue Einwicklung (Flocken Elektrowagen), es hat sich am Markt gegen die Konkurrenz der Verbrenner schlicht nicht durchgesetzt. Dieser Antrieb hat eben auch Nachteile bei Kosten, Produktion und Funktion, doch jetzt versucht man es aus politischen Gründen mit staatlichen Zwangsmaßnahmen durchzusetzen. Wenn unsere Leitindustrie die technischen Nachteile und hohen Kosten nicht in den Griff bekommt, bleiben die Produkte Ladenhüter! Die hohen Investitionen sind dann vergebens und es wird noch in den 20er Jahren eine gehörige Marktbereinigung mit einer menge Verlierer geben. Die dafür verantwortlichen Parteien würden von der Bildfläche verschwinden, es bleibt spannend.

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