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Rückschlag für Wasserstoff-Technik: Toyota startet Elektroauto-Offensive
Naomi Tajitsu/ REUTERS

Toyota schwenkt auf VW-Kurs um: Die Japaner wollen verstärkt Elektroautos mit Batterie auf den Markt bringen. Ins Hintertreffen gerät die Brennstoffzelle.

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DiggaAlla 07.06.2019, 15:45
30.

Wenn schon keine techonologieoffenheit herrscht und jegliche diskussionen um künftige antriebe ohne regenerative kraftstoffe stattfindet, also völlig ideologisch und emotional getrieben ist, dann freue ich mich auf die volle dröhnung der hübschen mirai und prius auf unseren straßen...also auf deutschen straßen. Tesla ist noch in 2020 pleite und wir in den usa fahren halt weiter richtige autos, während die eu die welt rettet. Muhaha,...

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karl-felix 07.06.2019, 15:52
31. Sie

Zitat von manicmecanic
Selbst im öffentlich-rechtlichen war dazu eben erstaunlicherweise eine Doku zu sehen.Da wurde gut erklärt daß die Batterieautos je nach Akkugröße teilweise steinalt werden müssen um umweltfreundlicher zu werden.Zu denen die Wasserstoff so ablehnen weil man da deutlich mehr Strom bräuchte sage ich,na und was macht das wenn dieser Strom dann auch billig und sauber aus Solarpanels kommt?
können mit dem Strom vom Auto/Haus/Garagendach problemlos Ihre Autobatterie laden , Wasserstoff auf dem Auto/Garagendach zu brauen ist schon erheblich aufwändiger.
Print Spiegel 7/2018 Seite 60 :
" E-autos sind klimafreundlicher als Wagen mit Verbrennungsmotor.Sie sparen über einen Zyclis von 150.000 km bis zu 72% C02 ein . Dieser Vorsprung wird sich vergrössern , wenn Batterie - und Stromproduktion grüner wird. "
Ich denke für den Privatfahrer wird das Auto mit Batterie kombiniert mit Solarzellen die Zukunft sein . Nie wieder Tanke, das hat was.

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solid_matter 07.06.2019, 15:56
32. Der Technik-Pöbel feilt an der Anti-H2-Verschwörungstheorie ;-)

Geht es um das Thema "Zukunft des Autos", liefern die H2-Fans ja immer sehr zuverlässig. Jetzt, wo Toyota (vermutlich als letzte Firma) vom Zug springt, müssen also die kriminellen Hintergründe ausgeleuchtet werden, die dazu geführt haben *müssen* - und zwar so, dass der Status von H2/Brennstoffzelle als Königsweg unbeschadet erhalten bleibt. Darunter machen es die H2-Freunde nämlich nicht, gell? ;-)

Die Wahrheit ist: H2 im Kfz war und ist sowieso immer nur ein "Messe-Schaufenster"-Produkt gewesen, denn die Energiebilanz einer H2-Infrastruktur für PKWs ist verheerend schlecht (Faktor 4-5 gegenüber "Strom"). Das wusste man auch von Anfang an. Aber in der Technik-Euphorie der 50er/60er glaubte man eine Weile lang, dass Strom dank Atomkraft bald im Überfluss bereitstehen würde ("Electric enery - to cheap to meter!" war damals so eine Verheißung :-)). Also wäre das quasi egal, solange der Rest funktioniert. Toyota mit Heimatland Japan als "Atomstrom-Nation" passt hier übrigens genau ins Konzept. Wie wir heute wissen, ist die Sache mit dem "billigen Atom-Strom" anders ausgegangen. Und das war auch das Ende von H2 als Kfz-Kraftstoff. Unsere Hersteller hierzulande haben das tote Pferd nur deshalb weitere Jahrzehnte geritten, weil es sich so toll als "saubere Zukunftsforschung" verkaufen ließ. Der stille Ausstieg jetzt soll nochmal vom Eindruck begleitet werden, man hätte ja gewollt und gekonnt, aber am Ende nicht gedurft, weil die "dummen und manipulierten Verbraucher" halt lieber das E-Auto wollten.

Nein. Ihr H2-Fans wurdet jahrelang nur verarscht, nichts weiter. Aber das kennen wir ja mittlerweile von denen ...

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Deeds447 07.06.2019, 15:56
33. @Oliver: Vielen Dank für den Hinweis!

Zitat von grmuc
Das Lithium für die Batterien in einem H2-Fahrzeug wird also aus anderen Quellen gewonnen? Das Platin für die Brennstoffzelle wächst auf Bäumen? Oliver
Stimmt es denn nicht, dass 22 Millionen Liter Wasser aus dem Ökosystem gezogen werden müssen, um nur eine Tonne Li zu gewinnen? Denn falls das doch stimmen sollte, bin ich der Meinung, man sollte den Li-Anteil bei der eco-Mobility so gering wie möglich halten.

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_McCell 07.06.2019, 16:00
34.

Zitat von skeptiker-today
Der Umgang mit Wasserstoff ist extrem gefährlich: tiefkalt, sehr flüssig, hoher Druck in Druckflaschen, hoch entzündlich und Energiereich.... Der Umgang damit ist nicht alltagstauglich und wird nie erfolgreich im großen Maßstab stattfinden. Und Brennstoffzellen sind zu gross und schwer, die derzeitige Katalysatortechnik erfordert grosse Edelmetallmengen und hohe Temperaturen. Evtl. wird es langfristig stationäre Einheiten geben, die PV Überschuss-Strom in Wasserstoff verwandeln, und noch später könnte es dann auch Methanol oder Ethanol daraus geben - aber nie Mobil
Während wir also bei Batterien von Wundern in der Entwicklung in den nächsten Jahren reden, wird bei der Brennstoffzelle mit dem Wissen von gestern hantiert und jede mögliche Verbesserung in diesem Bereich weggeredet.
Niemand wird bestreiten, daß eine Fahrzeugklasse wie der e.Go mit Batterie gut läuft. Aber würde jemand mit diesem Auto eine längere Strecke (> 300km) zurücklegen. Wohl eher nicht.

Insofern würde ich hier noch keinen Abgesang auf Antriebsenergieträger wir Wasserstoff/Methanol/Algendiesel etc. anstimmen. Die zukunft wird wohl eher eine parallele Verwendung der energieträger mit sich bringen

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falksturmfels 07.06.2019, 16:01
35.

Zitat von falksturmfels
Das Porblem mit dem Wasserstoff ist, dass es da höhere Energie-Verluste gibt als durch Batterien. Dadurch brauchen wir mehr Wind- und Soloranlagen, als wenn wir Batterien nutzen. Wenn wir Wasserstoff oder gar Gas benutzen, ist die Frage, ob wir genug Platz haben, um all die Windräder und Soloranlagen dafür aufstellen können. Was das Problem mit der Herstellung und den Rohstoffen angeht. Für die nötige Energie muss man natürlich auch erneuernare Energie heranziehen und es wird an neuen Batterietypen gefoscht, bei denen kein Lithium mehr verwendet wird, sondern die unproblematischeren Rohstoffe Magneslium und Natrium. https://www.ingenieur.de/technik/forschung/magnesium-luft-batterien-versprechen-vierfache-reichweite-fuer-elektroautos/ Natrium ist vorallem für stationäre Batterien interessant: https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/japanische-forscher-wollen-natrium-als-alternative-zu-lithium-aufbauen/
Wobei ich gerade gelesen habe, dass für die Magneslium Gewinnung viel Energie nötig ist, wobei da auch wieder viel optimiert werden kann.

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didel-m 07.06.2019, 16:03
36. Das Eine ist so unbrauchbar wie das Andere

Akkus sind schon jetzt an ihrer Energieladegrenze angelangt, noch mehr und sie werden kreuzgefährlich und schon fast auf dem Niveau von Thermit. Außerdem lässt sich eh nicht viel mehr speichern-physikalische Grundgrenzen legen das nun mal Fest. Zur Unbrauchbarkeit des Wasserstoffs wurde hier ja alles beschrieben.

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supergrobi123 07.06.2019, 16:03
37. What???

Zitat von bdroege
In der fiktiven Theorie hört sich Wasserstoff super an, aber in der realen Wirklichkeit ist es der denkbar schlechteste Weg. Wasserstoff wird derzeit nahezu ausschließlich aus Erdgas gewonnen und ist alles andere als CO2 neutral. Wasserstoff aus erneuerbarer Energie hört sich nett an, aber der Wirkungsgrad Windrad -> Autorad ist dank energieintensiven Produktion, Verflüssigung , Transport & schlechten Brennstoffzellen extrem schlecht. Um eine mit Batteriefahrzeugen vergleichbare Mobilität zu sichern benötigt man mindestens die doppelte Energieproduktion. Die Batterieforschung ist noch in den Kinderschuhen und hat noch erhebliches Verbesserungspotenzial.
Die Batterieforschung steckt in den "Kinderschuhen"???
Die erste funktionierende Batterie wurde im Jahr 1800 gebaut!
Seit Jahrzehnten werden verschiedene Arten von Akkus und Batterien in Handys, Laptops, Spielecontrollern, MP3-Playern, Kameras, Taschenlampen, Uhren etc. pp. verbaut. Milliardenfach! Weltweit!
Sicher gibt es da noch einiges Potenzial, aber ausgerechnet im Vergleich zur absolut exotischen, kaum verbreiteten Brennstoffzelle von "Kinderschuhen" zu fabulieren, ist doch abenteuerlich!
Die H2-Technik ist es, die noch in den Kinderschuhen steckt, die kaum verbreitet ist, die wahnsinniges Potenzial hat, die noch nie im großen, globalen Stil auf einen Milliardenmarkt geworfen wurde, oder wieviele Brennstoffzelleneigentümer kennen Sie?
Natürlich ist das Ganze zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht wirklich marktreif und dank der bisher falschen Herstellungsweise des H2 auch nicht sonderlich umweltfreundlich, aber das ist ein reiner Stromer dank Braunkohlekraftwerken ja bekanntlich auch längst noch nicht.
Das ändert aber nichts daran, dass dem Wasserstoff die Zukunft gehören wird.
Die Uni Lancaster und deren Spinoff Kubagen haben gerade einen spektakulären neuen Tank vorgestellt (drastisch billiger und kleiner, Reichweiten jenseits der 1.000 km, Betankung mit drastisch geringerem Druck und bei Zimmertemperatur). Greenpeace Energy baut gerade eine zweite (? mindestens) Elektrolyseeinheit, um die enormen Energieverluste, die bei Abschaltung der Windkraftwerke bei Stromspitzen aufreten, einzufangen.
Googeln Sie mal! Da passiert gerade so einiges.
Die Brennstoffzelle ist es, die noch in den Kinderschuhen steckt und seit vielen Jahrzehnten ein exotisches Schattendasen fristete.
Daher wird es sicherlich noch eine Weile dauern, bis sie sich durchsetzt. Auf dem Weg dahin erstmal mit Akku-Autos zu überbrücken, die später sicherlich auch zum Teil als Plattform für die Brennstoffzelle dienen können, ist nicht blöd von Toyota. Und auch für die Umwelt erstmal ein Schritt in die richtige Richtung.
In 10 bis 15 Jahren wird der reine Stromer aber genauso verschwinden, wie w@p und MMS.
Wetten?

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Deeds447 07.06.2019, 16:04
38. Quintessenz der WDR-Doku war nicht die Brennstoffzelle

Falls die Doku jemand zu Ende geschaut hat, die Schlussfolgerung bestand in der Reduzierung des Fahrzeugbestands anstatt die Rohstoffausbeutung von Öl auf Li oder andere Rohstoffe zu verlagern. Das sollte eigentlich auch der Ansatz jeglichen ökologischen Konzepts sein: Nicht auf Teufel komm raus eine neue Industrie an die Stelle einer alten zu stellen und in wenigen Jahren wieder Umweltraubbau, Rohstoffknappheit, Umweltverschmutzung mit anderen Ressourcen zu betreieben. Wenn ich schon diese wahnsinnigen Absatzzahlen von Toyota lese, was hat das noch mit Umweltschutz zu tun? Das ist genau der Punkt, an dem wir uns die Frage gefallen lassen müssen: They did it again?

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det42 07.06.2019, 16:20
39. der nächste, der sinnigerweise umfällt

Wasserstoff rechnet sich einfach nicht... der miese Wirkungsgrad versaut einfach alles. Diese gigantischen Investitionen für solch ein Megaprojekt will keiner stemmen in Anbetracht der fast fertig entwickelten elektrischen Konkurrenz.
Für mich ist das nur logisch und konsequent, auch wenn derzeit verzweifelt mit fake Propaganda dagegen angekämpft wird....

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