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Rückschlag für Wasserstoff-Technik: Toyota startet Elektroauto-Offensive
Naomi Tajitsu/ REUTERS

Toyota schwenkt auf VW-Kurs um: Die Japaner wollen verstärkt Elektroautos mit Batterie auf den Markt bringen. Ins Hintertreffen gerät die Brennstoffzelle.

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Oberleerer 07.06.2019, 17:31
50.

Zitat von Deeds447
Stimmt es denn nicht, dass 22 Millionen Liter Wasser aus dem Ökosystem gezogen werden müssen, um nur eine Tonne Li zu gewinnen?
Nein, das stimmt nicht.

Es geistern 2 Millionen Liter Wasser herum, aber auch das ist falsch. Schon der der Vergleich Liter zu Tonne sollte aufhorchen lassen.
Die falsche Zahl ist also 2.000t Wasser zu einer Tonne Lithium.
Die 2 Mio Liter entstammen einer Studie, die nur kleine, wenig effiziente Anlagen untersucht hat. Andere Fundstätte haben höhere Li-Konzentrationen, weshalb weniger Wasser abgetrennt werden muß.

Es sind aber weniger. Und nachdem das Li entzogen wurde, wird das verbleibende Wasser wieder in die Erde gepumpt. Außerdem wird nebenbei noch Kali-Salz gewonnen.
In Bolivien gibt es regelmäßige Regenfälle, mit Überschwemmung und Geschrei. Dort ist Wassermangel kein Thema.

Quelle:
https://edison.handelsblatt.com/erklaeren/lithium-aus-lateinamerika-umweltfreundlicher-als-gedacht/24022826.html

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spon-facebook-10000118694 07.06.2019, 17:39
51. Dokus sind auch Stimmungsmache

Man kann in einer Dokumentation auch Unwahrheiten verbreiten, ganz ohne böse Absicht oder eben gezielt um Stimmung für oder gegen etwas zu machen.
Beispielsweise Wasserverbrauch beim Lithiumabbau: wenn man das Wasser nicht hernimmt um daraus einen anderen Stoff zu machen, wird es nicht verbraucht. Verdunsten bedeutet, es kommt irgendwo in Form von Regen wieder runter. Es verschwindet nicht. Das es lokal möglicherweise nicht vorhanden ist, weil der Grundwasserspiegel sinkt, weil es woanders runterregnet ist eine ganz andere Geschichte. Andernorts gibt es dafür dann mehr Wasser.
Thema Umweltverschmutzung beim Lithiumabbau. Ja ist schlimm. Kann aber durch politischen und Wirtschaftlichen Druck verbessert werden. Siehe Kobaltabbau, wo BMW Abnehmer ist. Abgesehen davon wird viel Lithium für Handyakkus, Tablets oder Notebooks verbraucht. Hat da schon wer wegen der Umwelt gejammert. Zudem wird das Klima durch die Verschmutzung nicht (direkt) zerstört. Durch CO2 Ausstoß durch Ölverbrennung schon. Umwelt wird auch und in Massen durch Tankerunglücke zerstört.
Katalysatoren verbrauchen ebenfalls Platin. Eine Batterie kann man aber wieder recyclen und das Material wiederverwenden. Öl ist verloren. Etc. etc. im Moment gibt es nichts besseres (aus Klimasicht) als Batteriefahrzeuge, die am Besten mit Ökostrom geladen werden!

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jasper366 07.06.2019, 17:41
52.

Zitat von Deeds447
Stimmt es denn nicht, dass 22 Millionen Liter Wasser aus dem Ökosystem gezogen werden müssen, um nur eine Tonne Li zu gewinnen? Denn falls das doch stimmen sollte, bin ich der Meinung, man sollte den Li-Anteil bei der eco-Mobility so gering wie möglich halten.
Dieses Wasser ist allerdings eine für Mensch und Tier ungenießbare Salzsole.

Für die Erdölförderung durch Fracking wird übrigens auch extrem viel (Trink)wasser benötigt.

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rumans 07.06.2019, 17:41
53. Toyota will und muss solang beim Batterie-an-die-Wand

-Fahren noch aktiv, solang profitabel, mitmachen und zieht dann vor allen anderen mit Wasserstoff nach vorn. Immens kostenreduzierende Brennstoffzellen-Serienproduktion ist bei ihnen in der Mache. Höret die gegenwärtigen Signale aus China in Richtung Wasserstoff. Wasserstoff bleibt Wasserstoff. Die Altbatterien müssen teuer für Altfahrzeuge Jahrzehnte teuer weiter produziert werden, neben immer neuerer Entwicklung. Sie sind quasi gealterte weiter notwendige Tankfüllungen (neben dem geladenen Strom) mit notwendiger Anpassung bei sich ändernden Ladesäulen

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Oberleerer 07.06.2019, 17:45
54.

Zitat von Beat Adler
Wirkungsgrad? Sonne schickt keine Rechnung fuer das Scheinen. Der Wind schickt keine Rechnung fuer das Wehen. Was soll also die Geschichte des Wirkungsgrades?
Sonne und Wind materialisieren sich aber nicht einfach so zu elektrischen Strom. Windanlagen sind sehr teuer und Solaranlagen waren es bis vor kurzem auch noch.

Zu den Kosten der Anlage kommen noch der Flächenverbrauch.

Man hat also durchaus eine sehr konkrete Rechnung auf dem Tisch und kann den Preis für eine kWh berechnen.

Das Phänomen von zuviel produziertem Strom ist nur diesem bescheuerten EEG zu verdanken, welches die CDU völlig entstellt hat. Ins Fundament einer jeden Windmühle gehört ein billiger, fetter Bleiakku, der die gröbsten Schwankungen puffern kann.
In dei Haushalte genauso, damit man die Strompreisschwankungen über den Tag für sich nutzen kann.

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hdudeck 07.06.2019, 17:46
55. Das gute ist

Zitat von Deeds447
Schauen Sie ruhig ab und zu mal bei YT vorbei. Dort werden viele Dokus hochgeladen z.B. auf WDR Doku, wie in diesem Fall, aber auch viele interessante auf arte HD oder NDR Doku. Völlig ohne PayPerView. Die Zahlen aus der Doku: Ein Brunnen "fördert" Salzwasser aus 450m Tiefe ca. 50L/s in ein Becken mehr als 100x100m. So werden pro (!) Becken 10 Milliarden Wasser sinnlos verdunstet. Die Zahlen stammen von niemanden sonst als dem Mienenleiter vor Ort, der sie voller Stolz vorträgt. Zu sehen ab Minute 6.
verdunstestes Wasser is nicht verloren, sondern im Gegenteil wird wieder in den Wasserkeislauf eingefuehrt. So, wenn Wasser irgentwo verdunstet kommt es woanders als Regen , Nebel , Tauu. wieder zurueck zur Erde. Und zwar ohne viele Schadstoffe, die einfach zurueckbleiben. So, merke, ein Wasserverbrauch fuehrt nicht zum Wasserverlust, weder in der Landwirtschaft noch in der Industry. Ueber die Verunreinigung kann man diskutieren, ueber Wasserverbrauch nur dort, wo der Verbrauch groesser ist als der Rueckfluss.

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Deeds447 07.06.2019, 17:54
56. @Oberlehrer: Ok, das wusste ich nicht!

Zitat von Oberleerer
Nein, das stimmt nicht. Es geistern 2 Millionen Liter Wasser herum, aber auch das ist falsch. Schon der der Vergleich Liter zu Tonne sollte aufhorchen lassen. Die falsche Zahl ist also 2.000t Wasser zu einer Tonne Lithium. Die 2 Mio Liter entstammen einer Studie, die nur kleine, wenig effiziente Anlagen untersucht hat. Andere Fundstätte haben höhere Li-Konzentrationen, weshalb weniger Wasser abgetrennt werden muß. Es sind aber weniger. Und nachdem das Li entzogen wurde, wird das verbleibende Wasser wieder in die Erde gepumpt. Außerdem wird nebenbei noch Kali-Salz gewonnen. In Bolivien gibt es regelmäßige Regenfälle, mit Überschwemmung und Geschrei. Dort ist Wassermangel kein Thema. Quelle: https://edison.handelsblatt.com/erklaeren/lithium-aus-lateinamerika-umweltfreundlicher-als-gedacht/24022826.html
Allerdings ist es bei den dort gezeigten Anlagen technisch ausgeschlossen, dass das Wasser wieder in den Boden zurückgepumpt wird, was meiner persönlichen Ansicht nach aber auch unsinnig wäre, da man dann die wenig vorhandenen Süßwasserquellen nur verunreinigen täte, wenn man wahllos Salzwasser wieder in den Boden pumpt. So, wie es vom Minenbetreiber dort erklärt wurde, ist dies aber technisch nicht vorgesehen. Das Wasser verdunstet, wie gesagt, lt. Minenbetreiber 10 Milliarden Liter pro Jahr, bei 450m Tiefe und einer Pumpleistung von 50L/s. Das ist schon heftig. @Others: Natürlich bin ich kein Befürworter von Erdöl, Fracking & Co. Ich stelle mir grundsätzlich die Frage, ob zum Erhalt von wirtschaftlichem Profit, der Planet zwingend weiter so krass ausgebeutet werden muss. Aber da bin ich in der Minderheit, ich sehe es ein und ziehe von dannen...

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Oberleerer 07.06.2019, 17:57
57.

Zitat von Deeds447
Schauen Sie ruhig ab und zu mal bei YT vorbei. Dort werden viele Dokus hochgeladen z.B. auf WDR Doku, Die Zahlen aus der Doku: Ein Brunnen "fördert" Salzwasser aus 450m Tiefe ca. 50L/s in ein Becken mehr als 100x100m. So werden pro (!) Becken 10 Milliarden Wasser sinnlos verdunstet. Die Zahlen stammen von niemanden sonst als dem Mienenleiter vor Ort, der sie voller Stolz vorträgt. Zu sehen ab Minute 6.
Nun, ich habe tatsächlich YT, wollte aber auch mal sarkastisch sein.

Was wurde denn gesagt, wieviel Tonnen Lithium pro Becken gewonnen werden? Verdunstet das Wasser wirklich bis nichts mehr vorhanden ist, oder beginnt die Li-Abscheidung bereits weit vorher, wie im Wikipedia beschrieben? Wird die restliche Sole nicht wieder in die Salzschichten zurückgepumpt?

Tatsächlich ist der Wasserverbrauch natürlich sehr hoch und ich denke, mit einer Abdeckfolie könnte man die Temperatur wie im Treibhaus steigern und den Dampf in den Untergrund leiten, wo er kondensiert, oder die Kühle der Nacht nutzen, wenn man Süßwasser braucht, für die Rinder.

Trotzdem ist Wasserverschwendung für Lithium (was sich beim Fahren nicht verbraucht) in meinen Augen das geringere Über zur Ölgewinnung aus Teersanden oder Fracking oder Bohrungen 4km unter dem Meeresboden.

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Oberleerer 07.06.2019, 18:07
58.

Zitat von Deeds447
Ein Brunnen "fördert" Salzwasser aus 450m Tiefe ca. 50L/s in ein Becken mehr als 100x100m. So werden pro (!) Becken 10 Milliarden Wasser sinnlos verdunstet.
Sinnlos ist der Wasserverbrauch nicht. Diesem Zahlenspiel einer Tonne Lithium fehlt noch eine weitere Angabe: In einem Telsla mit 100kWh-Akku sind 10kg Lithium verbaut. Eine Tonne reicht also für 100 Teslas.

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Oberleerer 07.06.2019, 18:17
59.

Zitat von Deeds447
Das Wasser verdunstet, wie gesagt, lt. Minenbetreiber 10 Milliarden Liter pro Jahr, bei 450m Tiefe und einer Pumpleistung von 50L/s. Das ist schon heftig.
Ich kenne die Funktion der Anlagen nur grob aus Wikipedia. Ich vermute, die pumpen das Salzwasser ganz unten ab, weil man das Salz in hoher Konzentration haben will.

Als Resultat sinkt der Grundwasserspiegel aus Süßwasser ab, was dann evtl. noch vorhandene Tümpel oder Brunnen austrocknen läßt.

Um weiterhin Salz auszuspülen muß der Mienenbetreiber aber wohl irgendwann Wasser von oben nachfüllen. Da das salzige Abwasser eh nicht zu gebrauchen ist, kann man wohl zumindest einen Teil nachfüllen.

Aber wie erwähnt, ich denke auch, daß es da grundsätzlich möglich ist, den Wasserverbrauch drastisch zu reduzieren und zwar mit einfachen Mitteln. Aber dort herrscht nunmal Kapitalismus..

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