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S-Pedelec Stromer ST3: Was brüllt da in den Ohren? Ah, der Fahrtwind!
Stafan Weißenborn

Mit den bis zu 45 km/h tretunterstützten S-Pedelecs wie dem Stromer ST3 ist man mit berauschender Geschwindigkeit unterwegs - und wird in eine Zwischenwelt des Verkehrs befördert.

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dr2jh 30.09.2019, 06:25
1. Beeindruckendes Fahrzeug, beeindruckender Preis

Als ST3-Gelegenheitsfahrer kann ich den Fahrbericht nur bestätigen, lediglich im Flachland sind selbst bei höchster Unterstützungsstufe bei dem knapp 1kW/h Akku eher 80km drin. Im reinen Stadtverkehr dürften es dann eher 60km sein.
Optimal fährt es unter Berücksichtigung der vertretbaren Ordnungswidrigkeiten, d. h. doch mal den Radweg mit angepasster(!) Geschwindigkeit (EUR10) und dann über die landwirtschaftlichen Wege fahren.
Das Teil habe ich als Autoersatz in Gebrauch, d. h. wenn es mit dem normalen Fahrrad doch zu beschwerlich ist (wie heute mit dem Sturmböen) und man sich sonst in das Auto setzte.

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dolfi 30.09.2019, 07:20
2. Ich weiss nicht so recht...

Das aufgepimpte E-Bike ist weder ein Fahrrad noch ein Motorrad. Rahmen und Bremsen eines Fahrrades, den Antritt und Speed eines Motorrads. Und vor allem haben die Fahrer nicht das Mindset und die Ausbildung eines Motorradfahrers. Ein Führerschein wäre hier sinnvoll.

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neptun680 30.09.2019, 07:32
3. Fahrrad?!

Man sollte das Gefährt nicht mehr mit einem Fahrrad vergleichen. Dafür ist es viel zu schwer, zu schnell und teuer. Auf der Straße sollte es in jedem Fall bleiben. Kaum nachvollziehbar ist mir warum man, zu diesem Preis, sich nicht gleich einen E-Roller anschafft. Da können zwei mitfahren und die Reichweite ist, so weit ich weiß, auch höher.

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spon_7924415 30.09.2019, 07:33
4. Hauptsache schnell und protzig

Die E-Bike und E- Auto Testberichte, die ständig nur auf Beschleunigungsmomemt und Fahrtrausch fokussieren wirken doch ein wenig aus der Zeit gefallen.

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stefan7777 30.09.2019, 07:39
5. Diese Klasse ist zeitweise lebensgefährlich

Ich hatte ein S-Pedelec. Zwei Umstände erschweren ernsthaft die Teilnahme am Verkehr. Erstens ist man in der Stadt ein Hindernis und es kommt zu Situationen, die das Risiko zu verunfallen extrem erhöhen. Die Geschwindigkeit mit der ein Auto überholen darf fordert entweder vom Autofahrer bis auf weit über 50 km/h zu beschleunigen, oder er tut es nicht, und hält den Abstand nicht annähernd ein, wenn Gegenverkehr herrscht. Ja natürlich ist es falsch, aber deplatziert fühlt man sich doch. Wobei die Ausweichmanöver und die Enge oft extrem schwierige Situationen hervorgerufen haben, die ich definitiv nicht mehr erleben wollte. Zweitens resultiert aus dem Verbot der Radwege für S-Pedelecs, eine Verstärkung dieser ungünstigen Geschwindigkeit von 45 km/h. Denn wenn es eng wird, fährt man pragmatisch besser streckenweise auf dem Radweg, ist dort aber weder gerne gesehen, noch dass man seinen Führerschein lange behält, sollte man sich erwischen lassen.

Somit ist das S-Pedelec ein bescheuerter Zwitter, der weder auf die Straße noch auf den Radweg gehört. Die Macher-Beamten haben sich das wohl genau so gedacht und kalkuliert, es werde eh keiner nutzen. Tun auch nur einige wenige wagemutige und lassen es dann doch wieder.

Vernünftig wäre ein S-Pedelec mit 55 oder 60 km/h ODER eine Erlaubnis in schwierigen Fällen wie manchen Bundesstraßen oder innerstädtisch in engen Bereichen den Radweg zu nutzen. Das würde aus meiner Erfahrung, viele Dramen verhindern und im Einzelfall Menschenleben retten. Die steigende Gefahr durch unangepasstes Fahren würde vermutlich auch etwas ansteigen, allerdings hängt dass ja eher vom Fahrer ab.

Ich habe mich nun für ein normales Pedelec entschieden, welches allerdings ab 25 bis 35 immer weniger unterstützt, anstatt bei 25 eine Mauer zu bauen. Dieser Verstoß ist in Deutschland zwar auch verboten, aber in meinem Fall, nahezu nicht nachweisbar.

Ich bin enttäuscht, wie hilf- und visionslos die Beamten bei uns in der Verkehrswende agieren. Es gibt kein Konzept und keine Idee, wie wir in 10 Jahren unterwegs sein wollen. Die aktuelle Generation an Entscheidern hat offensichtlich keine Möglichkeiten eine Vision zu entwickeln, weil sie sich nur ein Verkehrsmittel aussuchen und versuchen dieses irgendwie zu integrieren - Ergebnis ist die nur zu oft die denkbar schlechteste Lösung für die EU-Vorgaben im Vergleich zu anderen EU-Ländern. Werden die Herren beraten, ignorieren sie die Erfahrungen durchgängig und hartnäckig. Und das obwohl man aus anderen Ländern und Städten schon lange Belege und Statistiken hat.

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Speedwing 30.09.2019, 07:55
6. Ist ja ein echtes

Schnäppi, ich freu mich schon Ampelstarts von Radlern zu beobachten, wer ist schneller auf 45. Eine Geschwindigkeit, die weder Fisch noch Fleisch ist, genau wie bei Motorrollern mit Versicherungskennzeichen. Hier ist mal der Gesetzgeber gefragt aber das ist ja vielleicht bald mal in der Mache, nicht wahr Herr Sch...r.

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NikoG 30.09.2019, 08:01
7. schwierig auf der Straße

Als ehem. Stadradfahrer und nun als Autofahrer muss ich sagen, dass die Pedelecs mir als gefährlich erscheinen. Wenn mir ein Radfahrer auf der Straße begegnet, so kann ich gut seine Geschwindigkeit einschätzen und z.B. trotz Gegenverkehr zum Überholen einsetzen. Die Pedelecs sind ungewöhnlich schnell. sowohl bei konstanter Fahrt als auch bei Beschleunigung. Das kann leicht unterschätzt werden

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kopi4 30.09.2019, 08:13
8.

Das ideale Gefährt für Berufspendler? Vielleicht wenn der Weg zur Arbeit über schnurgerade, kaum befahrene, perfekt asphaltierte Wege führt. Wer sich damit in den morgendlichen Berufsverkehr stürzt braucht jedenfalls gute Nerven und das Reaktionsvermögen sollte auch ausgeprägt sein. Wenn man so entspannt mit einem 45 Kmh schnellen Zweirad zur Arbeit käme: warum sieht man so wenige Elektro-Roller (die, nebenbei ,deutlich billiger sind) im Berufsverkehr?

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alterknacker54 30.09.2019, 08:16
9. Ganz neue Gewichtsangabe

"29,2kg ohe Pedale" - Schon klar, die sind normalerweise ja auch nicht dran. Schon seltsam...
Ansonsten geht aus der Beschreibung endlich auch mal eindeutig hervor, dass der Heckmotor in der Radnabe das bessere System ist: Direkter, effizienter, verschleißärmer, da die ganze Mimik (Kette, Ritzel usw.) von der Motorkraft nicht beansprucht werden - wie z.B. bei den großartigen Konstruktionen mit Bosch-Mittelmotor.
Ich habe ein "normales" Pedelec, welches genauso aufgebaut ist und freue mich täglich über die Vorteile, die diese Konfiguration bietet. Das Ganze hat auch nur 1400.- Euro gekostet und ist dennoch mit hochwertigen Komponenten ausgestattet (Leider keine Rekuperation...). Bisher keine Ausfälle nach über 5000km. Daher halte ich den Preis dieses S-Pedelec (okay, Rekuperation ist eine feine Sache, kostet aber im Grunde genommen auch nicht viel, da nur die Elektronik verändert gehört und keine zusaätzlichen Bauteile notwendig sind) mit kanpp 7000 Euro für völlig überzogen. Dafür kann man sich schon tolle E-Vespas oder fast schon potente E-Motorräder kaufen. Mein Fazit: Gutes Konzept aber viel zu teuer! Der Preis für das Ding dürfte m.E. höchstens halb so hoch sein.

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