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Scheuers umstrittene Fahrradhelmkampagne: In Unterwäsche für mehr Sicherheit
RUNTER VOM GAS

Was haben Unterwäsche-Modells mit Fahrradhelmen zu tun? Richtig! Eigentlich nichts. Verkehrsminister Scheuer sieht das anders und hat nun eine außergewöhnliche Sicherheitskampagne gestartet - und erntet Empörung.

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panzerknacker 51 25.03.2019, 15:49
90. Ich bin verwirrt

Zitat von der-junge-scharwenka
Das Anliegen, für die Verwendung von Helmen zu werben, ist sicher nicht falsch. In der Umsetzung ist das dann in meinen Augen allerdings eher enttäuschend, und zwar enttäuschend plump. Um das so zu finden, muss man kein Medientaliban sein, wie hier gelegentlich behauptet wird. Eine kaum bekleidete Frau transportiert irgendeine Botschaft: Das entspricht der Werbeästhetik der Achtziger. Und es ist ziemlich gäääähn (und zwar unabhängig von der sexuellen Ausrichtung). Werbeagenturen haben heute deutlich mehr drauf als das, und ich bin ziemlich sicher, dass das auch für die Agentur gilt, die diese Kampagne entwickelt hat (ich hoffe es jedenfalls). Ich habe eher den Eindruck, dass das der Vorstellungswelt des beauftragenden Verkehrsministers höchst selbst entsprungen ist. "Nackte Frau - da muss ich hingucken:" Offenbar funktionieren solche Reflexe in Bayern noch immer.
Wo sehen Sie da eine nackte Frau, und war nicht auch noch ein Kerl dabei?

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denkpanzer 25.03.2019, 15:50
91.

Unser Autolobbyminister wieder. kein Geld in Radwege stecken, stattdessen lieber ne Helmkampagne starten. Erinnert an Spahn der 5 Millionen in eine unsinnige Studie stecken will anstatt das Geld sinnvoll zu verwenden.

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dagmar1308 25.03.2019, 15:51
92. Prüde und Götter- u. Göttinnen

fürchtende aller Länder, die Erregung geht vorbei. Was sieht man auf dem Bild? Aufregen kann sich nur jemand, der Schweinisches denkt oder von Werbewirkung keine Ahnung hat.
Am besten alle Schwimmbadbesucher abfangen, die ähnlich nackt mit dem Rad im Sommer ...... Kein Eintritt....

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lab61 25.03.2019, 15:53
93.

Zitat von PeterMüller
Sehen Sie, da haben Sie nicht verstanden, weshalb es kein Sexismus ist. Dazu hätte ein Geschlecht diskriminiert oder herabgewürdigt werden.
Und das ist doch durchaus der Fall, wenn nach dem prinzip "Sex sells" vorgegangen wird. Man könnte es auch "übersexualisierte Werbung" nennen. Aber bemerkenswert ist doch wohl, dass von den insgesamt sech leichbekleideten Models VIER, also zwei Drittel, Frauen sund. Und ich denke mal, dass darin nicht das Geschlechterverhaltnis unter "jungen" Radfahrern wiederspiegelt.


Bezeichnen bei dieser Kampagne ist zudem, dass sich Gruppenbild zwar noch ein Alibi-Migrant mit dunkler Hautfarbe findet. Dieser es aber nicht in die Reihe der Einzelaufnahmen geschafft hat. Da hat man dann lieber zwei Bilder mit dem WEISSEN Male-Model genommen... Plus das mit dem Päarchen.
Dunkelhäutiger Mann und weiße Frau zusammen im Bett... Das war dann wohl auch dem CSU-Ministerium zu modern.

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Jamesteakirk 25.03.2019, 15:54
94. Zu Kommentar Nr. 79 und 72

@ benmartin70 Heute, 15:31

Natürlich bin ich gegen eine Helmpflicht. Daß Autofahrer mich eng überholen, ist mir egal. Ich fühle mich im Verkehr nicht unsicher. Auch Frauen werden übrigens respektvoller im Verkehr behandelt als Männer. Schon da machen Autofahrer einen Unterschied.

@ Stäffelesrutscher Heute, 15:19

Zitat: "Erstens: Sie müssen jetzt ganz tapfer sein - die »Helmquote« unter den verunfallten und getöteten Radfahrern ist höher als unter denen, denen nix passiert ist.

Zweitens: Wieviele der 382 getöteten Radfahrer trugen einen Helm, wurden also trotz Helm getötet?"

Das ist konservative Propaganda. Die Helmquote ist bei den verunfallten und getöteten Radfahrern deshalb so hoch, weil die wesentlich mehr Kilometer zurücklegen. Sie fahren vermutlich auch eher auf der Straße als auf dem Bürgersteigradweg und frequentieren auch größere Straßen. Trügen diese versierten Radfahrer gar keinen Helm wäre das Ergebnis vermutlich noch schlimmer.

Ein Helm ist eine wunderbare Sache. Ich fahre seit Jahrzehnten mit Helm und habe ihn vermutlich genau deshalb noch nie "gebraucht".

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bakero 25.03.2019, 15:54
95.

Einerseits vieles richtig gemacht, man redet und schimpft über die – wenige kreative – Kampagne, Pressemeldungen gibt’s gratis dazu.

Andererseits: Hängen bleibt, dass Helme "sch...." ausschauen. Ob man so das Ziel (mehr Radler mit Helm) erreicht, ist fraglich.

Sinnvoller wäre es, wenn Herr Scheuer (wenigstens hier) seine Hausaufgaben erledigen würde, das wäre z.B. mehr Sicherheit durch zusätzliche eigene Straßen und Wege für Radler. Also letztlich mehr Geld. Die 400.000 Euro für die Kampagne fehlen da schon wieder an anderer Stelle.

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dagmar1308 25.03.2019, 15:55
96. Wenn im Hochsommer

schon leicht bekleidet, dann aber bitte unbedingt mit Helm zum Baden per Rad. Einfach genial.

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toll_er 25.03.2019, 15:56
97. Sex

Sex sells, um bei diesen englischen Sprüchen zu bleiben. Den deutsche Sprache ist für alte Kerle wie Scheuer nicht geil genug, so scheint es. Aber Verhütung mit Helm, finde ich originell. Wird ein Renner bei Beate Uhse.

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Sonnestrandundmeer 25.03.2019, 16:00
98. Zumindest das Wort "Scheiße" streichen

Vor wenigen Tagen erschien hier ein Artikel eines jungen Irakers, der vor einigen Jahren nach Deutschland kam. In dem Artikel hieß es, dass das Wort, da er am häufigsten auf deutschen Straßen hörte, das Wort "Scheiße" gewesen sei. Finden Sie, liebe Mit-Foristen und Spon-Autoren, dies schön? Soll sich unsere schöne Sprache immer mehr zu einer Fäkalsprache entwickeln? Das Ganze wird auch nicht besser, wenn man das englische Wort "shit" benutzt. Bei dieser öffentlichen, steuer-finanzierten Fahrradhelm-Kampagne, sollten die Verantwortlichen ganz kurzfristig den ersten Satz ändern, damit sich diese Ausdrucksweise nicht noch mehr einprägt.

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kapamb 25.03.2019, 16:00
99. Weshalb

muss man sich hier rechtfertigen? Hübsche junge Menschen zu sehen und sich an deren Jungsein zu freuen, ist doch alles andere als sexistisch. Oder soll man eine solche Kampagne etwa mit dem Abbild von Nahles (aber nur angezogen) und den Kritikern machen. Besser nicht. Es wäre eher eine Lachnummer.

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