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Scheuers umstrittene Fahrradhelmkampagne: In Unterwäsche für mehr Sicherheit
RUNTER VOM GAS

Was haben Unterwäsche-Modells mit Fahrradhelmen zu tun? Richtig! Eigentlich nichts. Verkehrsminister Scheuer sieht das anders und hat nun eine außergewöhnliche Sicherheitskampagne gestartet - und erntet Empörung.

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marbh 26.03.2019, 15:07
180. schon OK...

...der politisch korrekte Teil der Zielgruppe trägt ja schon Helm. Er ist durch oberlehrerhaftes Fahrverhalten im Straßenverkehr aber auch stärker gefährdet

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colinchapman 26.03.2019, 15:59
181. laut Wikipedia

ist Sexismus "ein Oberbegriff für eine breite Palette von Einzelphänomenen unbewusster oder bewusster Diskriminierung auf der Basis des Geschlechts." Auf dem Plakat sind eine Frau und ein Mann zu sehen, die beide gleich gekleidet sind (Unterwäsche und Fahrradhelm). Was bitte soll daran sexistisch sein? Die Werbung ist vielleicht sexualisiert, aber nicht sexistisch. Um sich a priori gegen den Vorwurf des Rassismus zu schützen, gibt es sogar eine Variante dieses Plakats mit einem politisch korrekt maximalpigmentierten Mann.
Grundsätzlich bin ich entsetzt, wie die Bedenkenträger Empörung rufen, wenn auf einem Plakat Haut zu sehen ist. Merken die nicht, dass wir auf dem besten Weg sind, damit der Vollverschleierung Vorschub zu leisten?

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_Hoppla_ 26.03.2019, 16:47
182. Kampagne ist völliger Quatsch

...aber nicht wegen der etwas öhm fahrraduntauglichen Bekleidung der weiblichen wie männlichen Models. Sondern einfach deshalb, weil die Zielgruppe darüber nur müde lächeln wird. Warum schaut man denn nicht einfach mal auf die europäischen Skipisten? Dort sieht man kaum noch jemanden ohne Helm fahren, obwohl die dortigen Kopfschützer noch häßlicher aussehen als Fahrradhelme. Und das ganz ohne GNTMöchtegernmodels, die in Reizwäsche auf Ski oder Snowboards im Schnee frieren, und sogar in den meisten Ländern ohne oder nur mit begrenzten (für Kinder/Jugendliche) Helmpflicht. Wie haben die das nur hinbekommen? Einfach mal z.B. beim Deutschen Skiverband oder Deutschen Skilehrerverband oder analogen Verbänden in der Schweiz nachfragen. Mit seriöser und intensiver Aufklärungsarbeit haben die es geschafft, dass selbst junge SkifahrerInnen und SnowboarderInnen es cool finden, so ein Plastigding auf den Kopf zu setzen. Und wenn's eben so nicht klappt, warum dann nicht doch mit Helmpflicht? Ältere Jahrgänge werden sich noch an das hysterische Geschrei von Selbstbestimmungseinforderern erinnern, als in den 70er Jahren die Helmpflicht für Motorräder und die Gurtpflicht für Kfz-Insassen eingeführt wurde. Und, wer stellt das heute noch in Frage? Also, geht doch, auch ohne so eine beScheuerte Kampagne, die zwar für viel Diskussion sorgt, aber sonst lautlos verpuffen wird.

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colinchapman 26.03.2019, 17:12
183. Ich bewundere Ihren Optimismus

Zitat von _Hoppla_
Wie haben die das nur hinbekommen? Einfach mal z.B. beim Deutschen Skiverband oder Deutschen Skilehrerverband oder analogen Verbänden in der Schweiz nachfragen. Mit seriöser und intensiver Aufklärungsarbeit haben die es geschafft, dass selbst junge SkifahrerInnen und SnowboarderInnen es cool finden, so ein Plastigding auf den Kopf zu setzen.
Aber ich fürchte, dass sich das Tragen von Skihelmen in Wintersportorten durchgesetzt hat, hat leider weniger mit dem Sicherheitsbewußtsein zu tun, sondern dass die Dinger gut als warme Mütze gegen kalte Ohren taugen. Im Sommer unter einem Fahrradhelm schwitzt man, und im Winter decken sie die frierenden Ohren nicht ab.

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KlausMeucht 27.03.2019, 10:34
184. Diese Art von Werbung verfehlt das Ziel

Jeder Radfahrer weiss dass Helme Sicherheit bringen. Dazu braucht man keine Werbung

Verstärkt wird das Vorurteil dass Helme Scheisse aussehen. Baut sichere Fahrradwege, bietet den Fahrradfahrer abschließbare Fahrrad oxen am, in denen man Fahrrad und Helm Einschlüssen kann.

Irgendwelchen Models viel Schmerzemsdgeld anzubieten um ein Verhalten zu ändern ist kontraproduktiv.

Wenn ein Sportler oder Model überzeugt von einem Produkt ist, sollte eine Aufwandsentschädigung reichen.

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Pickle__Rick 27.03.2019, 10:35
185.

Zitat von vera gehlkiel
(...)Hier geht es nur um das vorne liegende Frauenfleisch und das vorgestellte Ding des Mannes dahinter, mutmaßlich eng an ihren Hintern gepresst. (...)
Ok, die Frau liegt vorne, wird also leicht bekleidet und priorisiert dargestellt. Es geht in der Hauptsache um sie, ganz klar Sexismus. Nun, würde Sie hinter ihm liegen, würde man sie mal wieder hinter den Mann stellen. Auch Sexismus. Wer ihn finden will, wird ihn finden bzw. irgendwas konstruieren um ihn zu finden. Im Zweifel hilft das Bento Team sicher weiter.
Ob hier dann tatsächlich eine Form der Diskriminierung stattfindet, steht dann weiterhin auf einem anderen Blatt. Bitte nur nicht wundern, wenn sich die Gesellschaft für so ein Theater nicht mehr interessiert. Schade ist nur, dass dann für wichtige Themen weniger Akeptanz verbleibt.
Ansonsten habe ich mir das Foto noch mal genau angesehen. Falls der Herr oder die Dame keine extremen anatomischen Besonderheiten aufweisen, ist sein Ding nicht mal im Ansatz an ihr Hinterteil gedrückt. Das findet wirklich nur in der Phantasie statt. Also in Ihrer.

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misterknowitall2 27.03.2019, 12:36
186. Peinlich,

unnütz und überflüssig.

Außerdem redet jetzt alle Welt über Sexismus, aber ob der Helm an sich was taugt wird gar nicht diskutiert. Und es lenkt herrlich von dem eigentlichem Problem ab. Wir brauchen keine Helme, sondern Raum im Verkehr!

Ja, aber da müsste man ja was tun und das kostet auch noch Geld, nicht wahr Herr Scheuer? Dann doch lieber den Verbraucher auf sinnlose Helme hinweisen und sonst alles belassen wie es ist.

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MiguelD.Muriana 27.03.2019, 15:46
187. Herr Scheurer irrt gewaltig

Es wird nicht über Fahrradhelme diskutiert, sondern über seine dumme Kampagne. Durch Fahrradhelme wird kein einziger Unfall verhindert. Durch richtige Verkehrspolitik schon. Aber welcher C-Politiker gesteht das seiner Klientel schon ein. Die Fahrradfaher sollen einfach Helme tragen, dann wird alles gut!

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vera gehlkiel 27.03.2019, 16:54
188. @Pickle_Rick

Warum müssen Sie zur Verstärkung ihrer Meinung direkt die ganze Gesellschaft in Anspruch nehmen? Und zuallerletzt geht es hier irgendwie um Prüderie. Ausser vielleicht bei Heidi Klum, diesem Kesslerzwillinge-Remake fürs Sanatorium. Und ihrem Antanzer Andi "the Rex" Scheuer. Fragen Sie einfach mal einen jungen Mann, ob er von Sex mit einem "Germanys Next Topmodel" träumt? Tut er sicher nicht, denn jeder junge Mann weiss ja, dass diese Damen einen knallharten Job als lebende Kleiderständer anstreben, und die nackten Hautpartien nicht dafür gedacht sind, bestreichelt oder bekuesst zu werden, sondern Werbeflaeche sind. Soweit, so uncool, aber deren Sache. Problem: warum muss der Steuerzahler für diese Abwandlung von Poledancing, die sich an den gutbetuchten älteren Herrn mit der dicken Brieftasche richtet, der die Geschmacksmuster bei H&M etc.pp nunmal dominiert, viel Geld raushauen? Ich sage fest voraus, dass gerade junge Menschen von dieser Kampagne derartig abgetörnt sein werden, dass sie womöglich niemals wieder einen Fahrradhelm anrühren...naja, bei siebzigjaehrigen E-Biker*innen bringt sie sicherlich was, jedenfalls wenn sie noch über dezidierte Denglish- Kenntnisse verfügen. Denen hätte aber Markus Lanz mit Helm am Ende auch besser gefallen, im Wechsel mit Sandra Maischberger...

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