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Schlaglöcher: A1 wird zur Bundesbröselautobahn

Gerade erst renoviert, nun schon wieder ein Flickenteppich: Hat der lange harte Winter der Bundesautobahn Nummer 1 so schwer zugesetzt? Der Oberbelag der Schnellstraße bröselt weg. Selbst das verantwortliche Baukonsortium spricht von einem "ungewöhnlichen Phänomen".

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Der andere Genosse 12.03.2010, 13:19
70. ...

Zitat von uko
Ja klar, selbst wenn Privatunternehmen unfähig sind, einen öffentlichen Auftrag ordnungsgemäss auszuführen, muss ja der Staat irgendwie der schuldige sein. Wie kann man sonst weitere Privatisierungen rechtfertigen. Das vollständig privatisierte Strassennetz wird ganz sicher immer in hervorragendem Zustand sein....weil sich nur noch FDP-Anhänger die Benutzung leisten können.
Der Staat ist schon der Schuldige. Schließlich erteilt der die Baugenehmigung und nimmt dem Bau ab. Insofern hat er bei seiner Kontrollpflicht geschlampt. Wenn Otto Normalandwerker sich eine kleine Halle baut, schreibt ihm die Baugebörde gerne eine Bewehrungsabnahme der Bodenplatte vor. Es darf kein Beton verbaut werden, bevor nicht die Bewehrung abgenommen ist. Bei Schlampereien beim U-Bahn- und Autobahnbau hat man nicht so genau hingeschaut...

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happy2009 12.03.2010, 13:38
71. .

Zitat von Der andere Genosse
Der Staat ist schon der Schuldige. Schließlich erteilt der die Baugenehmigung und nimmt dem Bau ab. Insofern hat er bei seiner Kontrollpflicht geschlampt. Wenn Otto Normalandwerker sich eine kleine Halle baut, schreibt ihm die Baugebörde gerne eine Bewehrungsabnahme der Bodenplatte vor. Es darf kein Beton verbaut werden, bevor nicht die Bewehrung abgenommen ist. Bei Schlampereien beim U-Bahn- und Autobahnbau hat man nicht so genau hingeschaut...
Sorry, absoluter Nonsens

Der Vertragpartner hinsichtlich Normalhandwerker (Genehmigung/Abnahme) ist das Bauamt. Die mag prüfen (in seltenen Fällen), zumal die ja nicht wissen, ob der Handwerker selber als "Bastler" das Fundament baut.
Und das die prüfen ist auch gut, schließlich würden Fehler Angestellte bedrohen.
Das ist jedoch ein einziger Aussentermin.
Bei der A1 war der Vertragspartner für die Stadt/Staatjedoch ein Fachunternehmen mit tadellosem Ruf.
Da muss man davon ausgehen, das diese ordentlich arbeiten, zumal es ja auch eine (angeblich greifende) Gewährleistung gibt.

Bei einer Baustelle dieser räumlichen und zeitlichen Größe würde eine Komplettkontrolle das Abstellen mehrerer Experten nahezu rund um die Uhr bedeuten, diese Kosten sind durch nichts zu rechtfertigen.

In der freien Wirtschaft pssieren solche Fehler tausende von malen am Tag, nur kann man da nicht so schön drauf rumhauen, gelle

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Ahnungslos 12.03.2010, 13:48
72. ...

Zitat von happy2009
Und egal was der Fehler ist, soll der Auftraggeber für den PRIVATdienstleister noch kindermädchen spielen und sich danneben hinstellen und alles Live prüfen? Dann kann man es ja gleich selbermachen;-)
Nein, das ist wohl kaum möglich. Jede Kontrolle kann immer nur Stichprobenweise erfolgen.
Für sowas gibt es die Gewährleistung und ich denke mal, das Bauunternehmen haftet genauso für seine arbeit wie jedes andere Unternehmen.

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happy2009 12.03.2010, 14:42
73. .

Zitat von Ahnungslos
Nein, das ist wohl kaum möglich. Jede Kontrolle kann immer nur Stichprobenweise erfolgen. Für sowas gibt es die Gewährleistung und ich denke mal, das Bauunternehmen haftet genauso für seine arbeit wie jedes andere Unternehmen.
Bingo, genau das sage ich ja

Aber vielen Foristen gefällt es hier, den Staat als Bösewicht und unfähig hinzustellen, ist ja so populär und einfach.

Alleine die üblichen Teilzahlungen für Bauabschnittsfortschritte funktionieren nur nach Abnahme, es ist aber wirklich zu viel verlangt die verbaute Stahlmenge optisch in Augenschein nehmen zu müssen, oder die Turbinentemperatur der Asphaltauftragemaschine persänlich nachzumessen.

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Dietje 14.03.2010, 14:57
74. Autobahn A1 Schlaglöcher

hier handelt es sich augenscheinlich um einen mangelhaften Schichtenverbund zwischen der Binder- und der Deckschicht.
Da sich nur die 4 cm Decke löst ist davon auszugehen, daß der Binder und die Tragschicht einwandfrei sind. Mangelhafter Schichtenverbund ist auf äußere Einflüsse zurückzuführen. Bei feuchter Binderschicht kann die aufgesprühte Emulsion, welche den Verbund herstellen soll nicht wirken. Bei niedrigen Außentemperaturen kühlt das Deckenmaterial zu schnell ab, daß walzen erreicht nicht den erforderlichen Verdichtungsgrad. Meines Wissens wurde im November/Dezember die Deckschicht aufgebracht und wahrscheinlich war es zu kalt. Der Straßenbaubehörde wird vor der Materialherstellung eine Eignungsprüfung übergeben, dieser Eignungsprüfung muß der Auftraggeber zustimmen.
Während des Deckeneinbaus wird fortlaufend Protokoll geführt, Temperatur des Mischgutes, Rückstellproben des Mischgutes. Hier sollte Einsicht gefordert werden.

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Der andere Genosse 14.03.2010, 21:02
75. ...

Zitat von happy2009
Sorry, absoluter Nonsens Der Vertragpartner hinsichtlich Normalhandwerker (Genehmigung/Abnahme) ist das Bauamt. Die mag prüfen (in seltenen Fällen), zumal die ja nicht wissen, ob der Handwerker selber als "Bastler" das Fundament baut. Und das die prüfen ist auch gut, schließlich würden Fehler Angestellte bedrohen. Das ist jedoch ein einziger Aussentermin. Bei der A1 war der Vertragspartner für die Stadt/Staatjedoch ein Fachunternehmen mit tadellosem Ruf. Da muss man davon ausgehen, das diese ordentlich arbeiten, zumal es ja auch eine (angeblich greifende) Gewährleistung gibt. Bei einer Baustelle dieser räumlichen und zeitlichen Größe würde eine Komplettkontrolle das Abstellen mehrerer Experten nahezu rund um die Uhr bedeuten, diese Kosten sind durch nichts zu rechtfertigen. In der freien Wirtschaft pssieren solche Fehler tausende von malen am Tag, nur kann man da nicht so schön drauf rumhauen, gelle
Sorry, absoluter Nonsens, das Bauamt ist die Genehmigungsbehörde und legt in der Baugenehmigung fest, welche Auflagen vom Bauherren zu erfüllen sind und prüft sie dann bei einem Vor-Ort-Termin. Das ist bei Otto Normalverbraucher die Regel. Und...wie es aussieht, ist gerade bei Großprojekten eine akribische Prüfung sehr wohl zu rechtfertigen, wie der U-Bahn-Pfusch in Köln gezeigt hat. Tja, da hat sich auch gezeigt, große Baufirmen eben nicht zuverlässig und renomiert sind kompetenter Kontrolle bedürfen. Schlimm genug, daß der Staat nicht selbst in der Lage ist, sich selbst zu kontrolieren.

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dsoul 19.03.2010, 17:02
76. Na die britische Bahn

Zitat von zzipfel
Die Bahn ist nicht in privater Hand sondern der Bund ist Eigentümer. Kein Wunder dass die Qualität so schlecht ist: fehlender Wettbewerb und unfähige Staatsbedienstete.
Na die britischen Bahn ist ja als privates Unternehmen ein Musterbeispiel an Qualität, lachhaft

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