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Schnellcheck: Was bringen Scheuers neue Verkehrsregeln fürs Fahrrad?
R Price / snapshot/ imago images

Mehr Rechte für Radfahrer, strengere Regeln für Autos: Verkehrsminister Scheuer will die Straßenverkehrsordnung in vielen Punkten ändern. Die geplanten Änderungen im Schnellcheck.

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chense90 12.06.2019, 10:43
140. Trennung von Radfahrern und Fussgängern / Autofahrern

Da sind durchaus gute Ideen dabei ... das wichtigste wäre aber einfach diese 3 Verkehrsströme so gut wie möglich zu entflechten und Eingriffe in den jeweils anderen hart zu sanktionieren.

Hier in München bist du als Fussgänger auf viele Wegen (und ich rede von Fussgängerwegen) für die Radfahrer Freiwild ... die Argumente die dann kommen sind teilweise hanebüchen ... man könne als Radfahrer doch nicht auf diesem schlimmen Kopfsteinpflaster fahren - dass parallel in 50 Metern Abstand eine Strasse mit baulich angelegtem Radweg verläuft wird geflissentlich übersehen ... genauso wie die Möglichkeit für dieses Stück von etwa 300 Metern Länge einfach mal abzusteigen.

Weitere Beispiele? Linz: Dort ist durchs Landhaus durch eine blaue Beschilderung Fussweg, zusätzlich auf den Boden gross aufgemalte Fahrradverbotszeichen - 95% der Radler fahren da ohne nachdenken mit dem Finger an der Dauerklingel wie die Irren durch die Touristengruppen durch.

Oder mit dem Rad auf den schmalen Radwegen ... da wird gedrängelt, überholt wo es nicht geht, geschimpft und geschrien...

Als Autofahrer habe ich persönlich selten Probleme mit Radlern (ausser an Zebrastreifen wo man sie einfach oft nicht kommen sieht ... dass radler eine Rot-Grün-Schwäche haben ist ja echt nichts neues) und komme damit klar ohne mich allzusehr zu ärgern v.a. weil ich mir sage dass die sich am Ende nur selbst gefährden.

Als Fussgänger und Radfahrer fühlt man sich bei der Ignoranz die viele 2-Radfahrer an den Tag legen dagegen dauerhaft gefährdet.

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dodgerone 12.06.2019, 10:51
141. Leider nur billiger Aktionismus.

Leider wird sich garnichts ändern und das sage ich als Radfahrer und Fussgänger. In Deutschland hat man einfach den Wandel verpennt und lässt sich heute von alten Opas die "Realität" erklären.
Schaut einfach mal nach Holland oder Skandinavien: dort funktioniert es.
Aber hier ist man schon zu blöd Radwege freizuhalten oder Gesetzesverstösse generell zu ahnden. Einem Grossteil der Autofahrer müsste man doch bei richtiger Konsequenz schon den Lappen abnehmen, weil sie die Regeln nicht kennen (ja gilt auch bei Radler, aber die bringen im zweifelsfall auch weniger Menschen um). Hier helfe nur saftige Bussgelder

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von_hintendrop 12.06.2019, 10:54
142.

Zunächst einmal sollte sichergestellt sein, dass jeder Fahrradfahrer die Regeln im Straßenverkehr kennt. Rücksicht und Vorsicht sind für manchen nämlich Fremdworte. Ampelfarben und Schilder sowieso. Die Tatsache, dass ein Fahrradweg keine Autobahn ist und sich Passanten jederzeit unvorhergesehen verhalten können - ein Autofahrer lernt all das in der Fahrprüfung. Radfahrer haben von alldem scheinbar oft nichts gehört.

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cindy2009 12.06.2019, 10:56
143. Wann denn?

Zitat von krautrockfreak
und sanktioniert wird. Eine beträchtliche Zahl an Radfahrern fährt mittlerweile ohne Beleuchtung am Rad, d. h. es ist gar keine vorhanden (weil das wohl cool ist) oder benutzt sie einfach nicht. DAS wäre mal anzugehen und zwar mit saftigen Strafen. Nur, wer soll das machen, die 3 Polizisten, die für 100 km² zuständig sind? Es gibt quasi keine Kontrollen und schon gar keine Strafen, somit geht es den meisten Radlern am A.... vorbei.
Solange es die Sichtverhältnisse nicht erfodern, MUSS keine Beleuchtung am Fahrrad angebracht werden. Hat sich das immer noch nicht rum gesprochen?

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spon_2999637 12.06.2019, 10:57
144.

Zitat von Ranor
"An Kreuzungen und Einmündungen soll das Parken in einem Abstand von fünf Metern zum Beginn der Eckausrundung verboten werden - wenn ein Radweg vorhanden ist. Das soll die Sicht zwischen Straße und Radweg verbessern. " Dies ist bereits jetzt Vorschrift in der StVO "Autofahrer, die vor oder hinter Kreuzungen und Einmündungen parken, müssen einen Abstand bis zu je fünf Metern einhalten. Gemäß § 12 Abs. 3 Ziff. 1 StVO gelten die Schnittpunkte der Fahrbahnkanten als Kriterium. "
"5m vor Beginn der Eckausrundung" und "5m vor Schnittpunkt der Fahrbahnkanten" sind zwei deutlich verschiedene Paar Schuh. Das macht mal rasch 5m oder 100% Unterschied....

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rambazamba1968 12.06.2019, 10:57
145.

Zitat von loncaros
Das ist doch frei erfunden. Die Unfallstatistiken zeigen: Unfallrisiko sinkt gewaltig, wenn Radfahrer auf der Fahrbahn sind. Was ist eigentlich eine Autostraße? Meinen Sie die Autobahn?
ich meine damit die Straße. Und man muss einfach schauen, ob es sinnvoll ist und nicht einfach eine allgemeine Statistik heranziehen. Auf der Luxemburgerstraße in Köln fahren seit Jahren die Fahrräder direkt neben den Autos, die mit 60 bis 70 km/h an den Fahrrädern vorbeifahren. Da schicke ich doch nicht meine 8 jährige Tochter hin. Das ist lebensmüde. Und unsere Kinder haben verd... nochmal auch ein Recht unsere Straßen zu nutzen. Wo leben wir denn.

Und in Ehrenfeld auf der Venloer ist das gleiche spektakel

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Schartin Mulz 12.06.2019, 11:00
146. Auch,

Zitat von chense90
Da sind durchaus gute Ideen dabei ... das wichtigste wäre aber einfach diese 3 Verkehrsströme so gut wie möglich zu entflechten und Eingriffe in den jeweils anderen hart zu sanktionieren. Hier in München bist du als Fussgänger auf viele Wegen (und ich rede von Fussgängerwegen) für die Radfahrer Freiwild ... die Argumente die dann kommen sind teilweise hanebüchen ... man könne als Radfahrer doch nicht auf diesem schlimmen Kopfsteinpflaster fahren - dass parallel in 50 Metern Abstand eine Strasse mit baulich angelegtem Radweg verläuft wird geflissentlich übersehen ... genauso wie die Möglichkeit für dieses Stück von etwa 300 Metern Länge einfach mal abzusteigen. Weitere Beispiele? Linz: Dort ist durchs Landhaus durch eine blaue Beschilderung Fussweg, zusätzlich auf den Boden gross aufgemalte Fahrradverbotszeichen - 95% der Radler fahren da ohne nachdenken mit dem Finger an der Dauerklingel wie die Irren durch die Touristengruppen durch. Oder mit dem Rad auf den schmalen Radwegen ... da wird gedrängelt, überholt wo es nicht geht, geschimpft und geschrien... Als Autofahrer habe ich persönlich selten Probleme mit Radlern (ausser an Zebrastreifen wo man sie einfach oft nicht kommen sieht ... dass radler eine Rot-Grün-Schwäche haben ist ja echt nichts neues) und komme damit klar ohne mich allzusehr zu ärgern v.a. weil ich mir sage dass die sich am Ende nur selbst gefährden. Als Fussgänger und Radfahrer fühlt man sich bei der Ignoranz die viele 2-Radfahrer an den Tag legen dagegen dauerhaft gefährdet.
wenn Sie hier wie so viele über die Radaf´fahrer shcimpfen, haben SIe im Grunde den Kern des Problems beschrieben:
Diese "Entflechtung" der "3 Verkehrsströme" scheitert daran, dass es zwar überall Fußwege und Fahrbahnen für autos gibt, aber nur selten Radwege.
Und Kopfsteinpflaster ist nun einmal grottig für Radgahrer, das geht gar nicht. Die Idee zu schieben, ist grotesk, es heißt Radfahren und nicht Radschieben.
"Oder mit dem Rad auf den schmalen Radwegen", das zeigt das nächste Problem. Wenn ein Radweg zu eng zum Überholen ist, wie soll das funktionieren? Soll der, der auf dem Weg zur Arbeit ist, hinter dem Rentner mit Schrittgeschwinidgkeit herzockeln?
Wir reden davon, dass mehr Leute aufs Rad steigen sollen, um die Umwelt zu entlasten und Staus zu verringern.
Verweigern ihnen aber die Infrastruktur und beschweren uns dann darüber, dass sie sich irgendwie Wege suchen, wo keine sind.

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spon_2999637 12.06.2019, 11:02
147.

Zitat von jomai
Warum bitte muß man auf der Straße nebeneinander fahren? ... blockiert man dann Autofahrer weil sie nicht mehr, mit dem notwendigen Sicherheitsabstand, überholen können.
Wenn man "blockiert" ist es nicht mehr ohne Behinderung und damit weiterhin nicht zulässig. Artikel nochmals lesen bitte. Und verstehen.

Zitat Artikel: "Das Nebeneinanderfahren soll ausdrücklich erlaubt werden, solange Radfahrer dadurch den Verkehr nicht behindern. "

Zitat StVO: "Mit Fahrrädern muss einzeln hintereinander gefahren werden; nebeneinander darf nur gefahren werden, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird."

Was daran nun neu ist, erschließt sich mir nicht.....

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mantrid 12.06.2019, 11:04
148. Zweckentfremdete Radwege

Mit würde es schon fast reichen, wenn Fuß- und Radwege nicht mehr zweckentfremdet würden. Egal ob Mülltonnen, Wahlplakate, Umleitungsschilder für Autofahrer, "nur mal ganz kurz Parken" und ähnliche Dinge. Dazu stellt sich die Frage, warum an Einmündungen eigentlich fast immer die Rad- und Fußwege unterbrochen werden, statt der Fahrbahn für Autos. Wenn Rad- und Fußwege nicht unterbrochen wären, würde das für Kraftfahrer ein deutliches Zeichen sein, dass sie in den Verkerhsraum anderer Verkehrsteilnehmer eindringen und entsprechend Rücksicht walten lassen müssen. Ganz klar bin ich gegen noch mehr Schilder. Objektiv ist das menschliche Gehirn überhaupt nicht in der Lage, einen Schilderwald zu erfassen, besonders nicht, wenn da noch ergänzender Text dazu kommt.

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fox69 12.06.2019, 11:06
149.

Zitat von Europa-Realist
3. Für Fahrradfahrer gelten nicht die Fußgängerampeln sondern die Ampeln, die auch die Autofahrer beachten müssen. 4. An Kreuzungen dürfen Fahrradwege nicht nach rechts zum Fußgängerüberweg umgebogen werden, sondern müssen gerade und parallel zur Fahrbahn fortgeführt werden.
Welche Ampeln sinnvollerweise gelten sollen, sollte individuell festgesetzt werden. Es kann sinnvoll sein, eine Rad/Fuß-Ampel auszuschildern oder auch eigene Fahrrad-Ampeln zu installieren.

Die Ausweitung der Straßen-Ampel auf den Radweg würde bedeuten, dass der Radweg ein Sonder-Fahrstreifen der allgemeinen Straße ist, was dann wiederum das Überholen der links fahrenden Autos verbieten würde.

Das Umbiegen der Radwege dient dazu, dass die Radfahrer besser gesehen werden. Rad-Spuren auf der Straße währen da vielleicht auch besser, dann ist aber das rechts-Vorbeifahren an einem Rechtsabbieger definitiv verboten.

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