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Schnellcheck: Was bringen Scheuers neue Verkehrsregeln fürs Fahrrad?
R Price / snapshot/ imago images

Mehr Rechte für Radfahrer, strengere Regeln für Autos: Verkehrsminister Scheuer will die Straßenverkehrsordnung in vielen Punkten ändern. Die geplanten Änderungen im Schnellcheck.

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thsherlok 12.06.2019, 12:56
210.

Zitat von quidquidagis1
..verhält es sich,wenn ein Radfahrer einen Unfall mit einem Fußgänger hat und sich von dannen macht.Da bleibt der Polizei nur vage Beschreibungen des Täters.Durch ein Kennzeichen könnte man die Tat schneller aufklären
Die Verkehrsunfallfluchtquote ist bei Kraftfahrern höher als bei Radfahrern. Schlicht weil Radfahrer nach einem Unfall oft selbst verletzt sind und nicht mehr fliehen können.
Das Kennzeichen des Unfallgegners ist bei PKW (trotz großem Kennzeichen vorne und hinten) fast nie bekannt.

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thsherlok 12.06.2019, 12:58
211. Verbot von straßenbegleitenden Radwegen

Zitat von fox69
Eventuell sollte man auch einfach den Radfahrern verbieten, neben einen Rechtsabbieger zu fahren.
Das bedeutet aber dann das Verbot von straßenbegleitenden Radwegen. Denn diese Radwege verlangen ja gerade das Radfahrer rechts von Rechtsabbiegern fahren.

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erlachma 12.06.2019, 13:02
212.

Zitat von hrmblgrmpf
Fahrradsteuer? Im Gegenteil - wie weiter oben schon von Anneliese-Schmidt erwähnt: Die KfZ-Steuer reicht bei weitem nicht aus um die Kosten der Straßen auch nur annähernd zu decken. Steuern sind desweiteren nicht zweckgebunden, sprich auch der Radfahrer und ausschließlich-zu-Fuß-Geher zahlen über die diversen Steuern die Straßen mit. Jedes Auto verursacht dem Staat ~2100 EUR mehr Kosten als es einbringt, das Fahrrad und der Fußgänger bringen mehr als sie kosten. -> also die KFZ-Steuer erhöhen, und das Umsteigen von Auto auf Fahrrad noch mehr fördern. Ich zahle als Auch-Auto-Fahrer dafür gerne die doppelte Steuer, das ist eh Peanuts im Vergleich zu allen anderen Auto-Betriebs-Kosten wie Versicherung, Kraftstoff, Service/Wartung/Reparaturen, Wertverfall etc. Kennzeichen-Pflicht für Fahrräder gab es schon in der Schweiz, das System hat nichts gebracht und wurde wieder abgeschafft: https://de.wikipedia.org/wiki/Velovignette
Da ist ja mal so richtig mit falschen Zahlen gearbeitet worden.
Zum einen bringen die KFZ-gebundenen Steuern (also KFZ-Steuer, Versicherungssteuer auf KFZ-Versicherungen, Mineralölsteuer auf Treibstoffe, Mehrwertsteuer) alleine schon weit mehr als für den Straßenbau ausgegeben wird. Dazu kommen auch noch die indirekten Einnahmen, wie Steuern aus der Automobilindustrie, Lohnsteuern der Jobs dort, etc. pp.

Zum anderen bringt das Fahrrad auch nur dann etwas, wenn man keine Kosten gegenrechnet. Alleine schon der Arbeitsausfall durch verschwendete Zeit ist immens. In meinem persönlichen, nicht repräsentativen Fall würde das jeden Tag 50 Minuten Zeitverlust bedeuten, und damit run 13000 Euro Verlust im Jahr. Das ist weit mehr als ich für das Auto ausgebe.

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misterknowitall2 12.06.2019, 13:06
213. Da...

Zitat von quidquidagis1
..verhält es sich,wenn ein Radfahrer einen Unfall mit einem Fußgänger hat und sich von dannen macht.Da bleibt der Polizei nur vage Beschreibungen des Täters.Durch ein Kennzeichen könnte man die Tat schneller aufklären
auch mit dem Auto Unfälle mit Fahrerflucht passieren und das nicht wenige, hinkt ihr Beispiel gewaltig.

Egal, sie malen ein Szenario, dass es so, so gut wie nicht gibt. Erstens sind die Unfälle meist nicht so schlimm, dass man türmen müsste, man ist auch auch über die Haftpflicht versichert.

Es ärgert sich maximal der Autofahrer, da Lackschäden unsinnig teuer sind. Aber der ist mir in dem Fall egal.

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siechmar.g 12.06.2019, 13:12
214. Sie können den Link noch 10 mal wiederholen

Zitat von hrmblgrmpf
Kennzeichen-Pflicht für Fahrräder gab es schon in der Schweiz, das System hat nichts gebracht und wurde wieder abgeschafft: https://de.wikipedia.org/wiki/Velovignette
er wird trotzdem nicht richtiger. Bei der "Kennzeichnung" ging es um den Nachweis einer Haftpflichtversicherung - nicht um die Möglichkeit einer Verfolgung bei Ordnungswidrigkeiten (Nötigung, rote Ampeln usw.)

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Schartin Mulz 12.06.2019, 13:15
215. Es gibt ja

für das Problem der Abbiegeunfälle schon technische Lösungen.
Die den LKW-Fahrern zeigen,. dass da ein Fahrrad neben dem LKW fährt.
Die verpflichtende Einführung wird jedoch schon lange von den Spediteuren blockiert.
Kostet ja ein bisschen Geld.
Schade, dass dieser Punkt in dem sonst durchaus brauchbaren Maßnahmenkatalog nicht vorkommt.
Es ist ja angesichts der technischen Entwicklung geradezu grotesk, dass scih LKW-Fahrer immer noch auf einen Rückspiegel wie vor 100 Jahren verlassen müssen.

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jupp78 12.06.2019, 13:16
216.

Zitat von thsherlok
Die Verkehrsunfallfluchtquote ist bei Kraftfahrern höher als bei Radfahrern. Schlicht weil Radfahrer nach einem Unfall oft selbst verletzt sind und nicht mehr fliehen können. Das Kennzeichen des Unfallgegners ist bei PKW (trotz großem Kennzeichen vorne und hinten) fast nie bekannt.
Das ist Ihr Bauchgefühl oder wird das auch statistisch begründet?
Bei der Verkehrsunfallfluchtquote mit Personenschaden mag das vielleicht noch zutreffen, aber insgesamt ... da habe ich meine Zweifel dran.
Und vor allem darf man nicht vergessen, dass das mit dem Kennzeichen erkennen die eine Seite ist, dass einen ein Kennzeichen absolut identifizierbar macht, ist in Bezug auf Abschreckung eine Unfallflucht zu begehen, das andere.

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Gegen Zensur bei Spon 12.06.2019, 13:16
217.

Zitat von celticbhoy
Grundbedingung zum Führen eines Fahrrads sollte sein, das Fahrradfahren zu beherrschen. Und dafür reicht es nicht aus, lediglich das Gleichgewicht halten zu können, und zu wissen, dass man in die Pedale treten muss.
Grundbedingung für den Führerschein asl PKW Fahrer sollte das Basis und Grundwissen sein, dass etwa 50% der Straßenverkehrsfläche anderen Teilnehmern zusteht

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loncaros 12.06.2019, 13:16
218.

Zitat von siechmar.g
er wird trotzdem nicht richtiger. Bei der "Kennzeichnung" ging es um den Nachweis einer Haftpflichtversicherung - nicht um die Möglichkeit einer Verfolgung bei Ordnungswidrigkeiten (Nötigung, rote Ampeln usw.)
Es wird trotzdem kein Fahrradkennzeichen kommen. Passt nicht zur Verkehrswende und es gibt kein großes Problem mit Radfahrern, die die Regeln nicht einhalten. Kann man aus jeder Unfallstatistik herauslesen.

Auch verhindern Kennzeichen nicht, dass die Fahrzeuge falsch gesteuert werden. Jeder Blick auf jede deutsche Straße belegt das sofort.

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Immanuel K. 12.06.2019, 13:18
219. Da ich früher...

...selber LKW gefahren bin, weiß ich, was ein LKW-Fahrer sieht und was nicht... Wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin und stehe vorne an einer Ampel neben einem LKW, so nehme ich immer Blickkontakt zum Fahrer auf - und das habe ich auch schon so getan, als es an den Ampeln noch keine Fahrradmarkierungen gab - denn was nützt es mir, wenn auf meinem Grabstein: "Er hatte Vorfahrt." steht...

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