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Schnellcheck: Was bringen Scheuers neue Verkehrsregeln fürs Fahrrad?
R Price / snapshot/ imago images

Mehr Rechte für Radfahrer, strengere Regeln für Autos: Verkehrsminister Scheuer will die Straßenverkehrsordnung in vielen Punkten ändern. Die geplanten Änderungen im Schnellcheck.

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misterknowitall2 12.06.2019, 14:27
240. Jaja....

Zitat von miss.parker
Da haben wir wohl zwei unterschiedliche Sichtweisen. Meiner Freundin (Fußgängerin, gehbehindert) wurde dank eines Fahrradfahrers die Schulter ausgekugelt. Sie ist auf einem Gehweg gelaufen, während der Radfahrer von hinten angerast kam und sie "Mitnahm". Er ist dann einfach weitergefahren und liess sie verletzt auf dem Weg liegen. Nicht so schlimm, nur Kollateralschaden für Sie, oder? Kleiner Blechschaden quasi... Lohnt sich nicht, mit dem Anhalten. Einfach wieder aufs Rad und weiter. Nur weil der Unfall in einer Kleinstadt und mit Zeugen geschah, konnte der Täter später dann doch noch seiner gerechten Strafe überführt werden.Der Herr wurde übrigens u.a. wegen Unfallflucht belangt. In einer grösseren Stadt hätte der Radfahrer nicht gefasst werden können. Ich wohne in Berlin, kaum ein Radfahrer hält sich an Paragraf 20 der StVO, geschweige dann an Paragraf 1. Und hier sind auch in Berlin schon Fahrgäste (aus einem Bus aussteigend) von einem Radfahrer/in tödlich verletzt worden. Und die Radfahrer/in stiegen auf sein Rad und fuhren einfach weiter. https://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-zehlendorf-und-koepenick-radler-erfasst-bvg-fahrgast-autofahrer-erfasst-radler/20363484.html
mir ist ein Mann vors Rad gelaufen, Fußgänger, ich bin ausgewichen, hingeflogen und arm gebrochen. Mann winkt ab und geht!

Fahre auf dem Radweg an einer Ausfahrt vorbei. Der Golf kam ungesehen angeschossen und ich stürze. Nase gebrochen, Prellungen, Schürfwunden........und das Auto fährt einfach weiter. Sie hatte einen Termin, hat sie später erzählt. Immerhin hat sie sich freiwillig gemeldet. Das Kennzeichen habe ich nicht gesehen.

So hat es mich schon öfter erwischt. Einzig mit einem Radfahrer bin ich noch nicht kollidiert.

Jeder wird solche Geschichten kennen. Allen Millionen Radfahrern deswegen aber zu unterstellen, man hält sich an keine Regel, geht definitiv zu weit.

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juergen haecker 12.06.2019, 14:34
241. Absehbar

Der Inhalt der Kommentare war heute morgen schon groesstenteils absehbar. Man haette diese genausogut aus den Beitraegen der letzten Jahre zusammenkopieren koennen. Der verbreitete agressive Unterton gegenueber Radfahrern bleibt uns also in den Kommentarspalten erhalten. Das daraus resultierende Verhalten auf der Strasse leider auch. Ich beobachte Verkehrsverstoesse und Ruecksichtslosigkeit bei allen Verkehrsteilnehmern. Da haette doch wahrscheinlich jeder genug damit zu tun, sich an die eigene Nase zu fassen.

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winfield06 12.06.2019, 14:37
242. da

Zitat von Anneliese-Schmidt
...und hier das erste Beispiel fehlerhaften Wissens. Radfahrer dürfen über den Zebrastreifen fahren, haben dann aber keinen Vorrang vor dem Autoverkehr. Schiebend über den Zebrastreifen sind sie Fußgänger und haben Vorrang vor dem Autoverkehr. Hier mal ein Link des ADAC dazu: https://www.adac.de/verkehr/verkehrsvorschriften-verkehrssicherheit/verkehrsklassiker-regeln-strassenverkehr/zebrastreifen-das-gilt/
liegt aber der Knackpunkt, denn die meisten Radfahrer die nicht schiebend über den Fußgängerüberweg "brettern" sind der Meinung, dass sie ebenso wie Fußgänger Vorrang hätten.
Macht man die dann auf ihr Fehlverhalten aufmerksam wird man noch blöd angemacht - gleich ob als Autofahrer oder Fußgänger.

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misterknowitall2 12.06.2019, 14:37
243. Ich will ihre Frage beantworten...

Zitat von fuerstchristian
Warum sollen Radfahrer mehr Rechte bekommen (nebeneinander fahren, Gegenverkehr in Einbahnstraßen etc), wenn sie bis heute die wichtigsten Grundregeln des Straßenverkehrs ignorieren und dabei vor allem Fußgänger direkt gefährden??? Natürlich sollten Gefahrenquellen im Straßenverkehr beseitigt werden. eingezeichnete Radwege auf normalen Straßen sind das garantiert nicht. Aber Zweiräder sollten nicht zur Heiligen-Ikone erhoben werden, nur, weil sie keinen Strom oder Benzin verbrauchen, Zunächst sollte da die Verkehrserziehung ansetzen. Und die geht leider meist nur über härtere Strafen für Verkehrssünder....
Weil Radfahrer moralisch das bessere Fortbewegungsmittel ist. Autos verpesten das Klima, haben 2018 über 3000 Menschen getötet und knapp 390.000 verletzt, brauchen unendlich viel Platz. Die Grundregeln des Straßenverkehr wurden entwickelt, um die Unfälle von und mit Autos in den Griff zu bekommen. Diese Regeln bieten dem Radfahrer keine Vorteile, im Gegenteil wird man überall beschränkt. Warum sollte man sich also an solche Regeln halten?

Und ihr Fußgängerargument lassen Sie besser stecken, oder muss man wirklich googlen wie viele Fußgänger von Autos überfahren wurden?

Fakt: Das einzig gefährliche im gesamten Verkehr ist das Auto.........neben seinen Fahrer. Fahrräder unter sich brauchen keine STVO, keine Ampel, oder sonstigen Regeln und Zeichen. Das braucht man nur wenn man 50 kmh fahren will und zwischen einer und drei tonnen wiegt.

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hifimacianer 12.06.2019, 14:39
244.

Zitat von fuerstchristian
Zunächst sollte da die Verkehrserziehung ansetzen. Und die geht leider meist nur über härtere Strafen für Verkehrssünder....
Und warum macht man dies nicht bei den Autofahrern? Dort hätte man schon vor Jahrzehnten damit beginnen können, diese besser zu erziehen, bzw. deren Vergehen härter zu bestrafen!

Und diese sind in Summe das viel größere Problem als Radfahrer!

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miss.parker 12.06.2019, 14:40
245.

Zitat von Gegen Zensur bei Spon
Denken wir mal Ihren gedanken Zuende Ganz konsequent Wir führen ein Haftbar und Sanktionsmodell für Radfahrer ein Dann hätte ich das ganze aber der Gerechtigkeit wegen auch für Fußgänger, die laufen nämlich auch weg Hätten die ein Nummernschild und eine Haftpflichtversicherung.... Als Belohnung dieser typisch deutschen Regelwut fahren dann die Menschen weniger Rad, was zwangsweise zu mehr Verkehr und mehr Abgasen führt Das erzeugt unbestritten Tote und auch Schwerverletzte Dafür kann aber kein Radler und kein Fußgänger mehr flüchten Sie sehen, mit Wutbürgertum kommt man nicht weit
Denken wir das mal ganze Geschehen mit einem Fussgänger zu Ende:

Mein Freundin wird von hinten angerämpelt. Aufgrund der geringeren Grundgeschwindigkeit des Fussgängers wird sie zwar hinfallen, hätte aber noch eine intakte Schulter.
Die Passanten könnten, auch wenn der Fussgänger wegrennt, ihn ggf. einholen, festhalten und zur Rede stellen.

Der Vorfall hat nichts mit Regelwut zu tun, sondern einfach nur damit, dass auch Radfahrer sich verkehrswidrig verhalten und andere Leute verletzen oder gar töten können mit ihrem Verhalten.

Das hatte der Forist, den ich zitierte nämlich den Radfahrern gänzlich abgesprochen. Radfahrer machen nach seiner Lessart so etwas nicht und wenn, dann sind es eh nur Bagatellen, um die sich als Radfahrer nicht gekümmert werden muss.

Ich plädiere einfach nur dafür, dass sich an bestehende Regeln gehalten wird, von allen Verkehrsteilnehmern. Und die Einhaltung von Paragraf 1 der StVO. Damit wäre allen geholfen.

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quidquidagis1 12.06.2019, 14:44
246. Entschuldigen Sie bitte

Zitat von thsherlok
Fragen Sie mal Polizisten die aktuell Lichtkontrollen bei Fahrrädern durchführen. Seit es Nabendynamos und LED Licht gibt ist die Mehrzahl der Radfahrer mit funktionierender Beleuchtung unterwegs. Ach ja, die Lichtmangelquote bei KFZ beträgt (laut ADAC) ca. 30%.
..wenn ich nachts auf mneine Balkon sitze,vor dem ein Radweg vorbei führt,sehe ich ganz andere Quoten.die "Lichtmangelquote"bezieht auch die Fahrzeuge ein,bei denen nur ein Fahrlicht nicht funktioniert.Das würde bei einem Rad bedeuten"kein Licht"!

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Andraax 12.06.2019, 14:46
247.

Zitat von fuerstchristian
Die meisten Änderungen fördern weiterhin das oft gesetzlose und rücksichtslose Treiben der Mehrheit auf zwei Rädern. Würden Radfahrer mehrheitlich so defensiv fahren, wie es ihrem instabilen Fahrsystem entspräche, würde es z deutlich weniger Unfällen kommen. warum sollen Radfahrer mehr Rechte bekommen (nebeneinander fahren, Gegenverkehr in Einbahnstraßen etc), wenn sie bis heute die wichtigsten Grundregeln des Straßenverkehrs ignorieren und dabei vor allem Fußgänger direkt gefährden??? Natürlich sollten Gefahrenquellen im Straßenverkehr beseitigt werden. eingezeichnete Radwege auf normalen Straßen sind das garantiert nicht. Aber Zweiräder sollten nicht zur Heiligen-Ikone erhoben werden, nur, weil sie keinen Strom oder Benzin verbrauchen, Zunächst sollte da die Verkehrserziehung ansetzen. Und die geht leider meist nur über härtere Strafen für Verkehrssünder....
Wenn die Autofahrer mehrheitlich so defensiv fahren würden, wie es der Gefahr entspricht, die mehr als 1Tonne bei über 30km/h darstellen, würde es zu weit weniger Schwerverletzten und Toten kommen.
Der schwächere Verkehrsteilnehmer muss vor dem stärkeren geschützt werden, also Fußgänger vor Fahrradfahrern, aber Fahrradfahrer eben von Kraftfahrzeugfahrern. Das eine nicht zumachen, weil es am anderen mangelt ist Blödsinn.
Stellen Sie sich vor, es gibt noch einen Grund Fahrräder dem Kraftfahrzeugverkehr vorzuziehen: Die Gesundheit aller Verkehrsteilnehmer. Fahrradfahren ist nicht nur gesünder für den Fahrer (Bewegung soll gesund sein), sondern auch für alle Unbeteiligten (NOx und Feinstaub).

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winfield06 12.06.2019, 14:46
248. Woher

Zitat von Anneliese-Schmidt
*räusper* Die KfZ-Steuer reicht bei weitem nicht aus um die Kosten der Straßen auch nur annähernd zu decken. Steuern sind desweiteren nicht zweckgebunden, sprich auch der Radfahrer und ausschließlich-zu-Fuß-Geher zahlen über die diversen Steuern die Straßen mit. Jedes Auto verursacht dem Staat ~2100 EUR mehr Kosten als es einbringt, das Fahrrad und der Fußgänger bringen mehr als sie kosten Also die KfZ-Steuer grandios erhöhen und andere Fortbewegungsmittel bezuschussen? Würde mich freuen da ich doch recht viel zu Fuß unterwegs bin und es somit ein Plusgeschäft würde ;)
haben Sie die Aussage, dass die KFZ-Steuern bei weitem nicht für die Kosten die ein Auto verursacht ausreichen?
Einnahmen durch KFZ-Steuer für den Bund im Jahr 2018 ~ 9,05 Mrd. Euro. Dazu kommen noch die Einnahmen aus der Mineralölsteuer bzw. inzwischen ja Energiesteuer in Höhe von 41 Mrd. Euro
Lt. Focus betrugen die Ausgaben für den Straßenbau 2017 ~14 Mrd. Euro. So gesehen reichen diese Einnahmen also sicherlich.
Allerdings fallen natürlich in den Bereich des Verkehrsministeriums auch Bahn- und Schiffahrtswege...

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miss.parker 12.06.2019, 14:51
249.

Zitat von misterknowitall2
mir ist ein Mann vors Rad gelaufen, Fußgänger, ich bin ausgewichen, hingeflogen und arm gebrochen. Mann winkt ab und geht! Fahre auf dem Radweg an einer Ausfahrt vorbei. Der Golf kam ungesehen angeschossen und ich stürze. Nase gebrochen, Prellungen, Schürfwunden........und das Auto fährt einfach weiter. Sie hatte einen Termin, hat sie später erzählt. Immerhin hat sie sich freiwillig gemeldet. Das Kennzeichen habe ich nicht gesehen. So hat es mich schon öfter erwischt. Einzig mit einem Radfahrer bin ich noch nicht kollidiert. Jeder wird solche Geschichten kennen. Allen Millionen Radfahrern deswegen aber zu unterstellen, man hält sich an keine Regel, geht definitiv zu weit.
mit Sicherheit kennt jeder Verkehrsteilnehmer solche Geschichten.

Ich habe Ihnen jedoch nur mitteilen wollen, dass auch Radfahrer Ar...cher sein können. Von allen Radfahrern war dabei nicht die Rede.

In einem anderen Post hatten Sie behauptet, dass Radfahrer niemanden töten und eigentl. gar niemanden ernsthaft verletzen. Das ist falsch, auch Radfahrer können das (siehe meine Links) .

Wenn sich einfach alle Verkehrsteilnehmer mal an den Paragraf 1 der StVO halten und die Egos wieder runtergeschraubt werden (ICH darf das aber, weil...) ist den Meisten schon geholfen. Am Ende wollen alle nur gesund und munter am Ziel ankommen.

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