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Schnellcheck: Was bringen Scheuers neue Verkehrsregeln fürs Fahrrad?
R Price / snapshot/ imago images

Mehr Rechte für Radfahrer, strengere Regeln für Autos: Verkehrsminister Scheuer will die Straßenverkehrsordnung in vielen Punkten ändern. Die geplanten Änderungen im Schnellcheck.

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hifimacianer 12.06.2019, 14:58
250.

Zitat von winfield06
haben Sie die Aussage, dass die KFZ-Steuern bei weitem nicht für die Kosten die ein Auto verursacht ausreichen? Einnahmen durch KFZ-Steuer für den Bund im Jahr 2018 ~ 9,05 Mrd. Euro. Dazu kommen noch die Einnahmen aus der Mineralölsteuer bzw. inzwischen ja Energiesteuer in Höhe von 41 Mrd. Euro Lt. Focus betrugen die Ausgaben für den Straßenbau 2017 ~14 Mrd. Euro. So gesehen reichen diese Einnahmen also sicherlich. Allerdings fallen natürlich in den Bereich des Verkehrsministeriums auch Bahn- und Schiffahrtswege...
Das sind aber nur die Ausgaben für Verkehrswege des Bundes!
Dazu kommen aber noch die kommunalen Ausgaben (Landstraßen, innerstädtische Straßen etc.), Ampelanlagen in Städten, größer dimensionierte Kanalisation durch mehr versiegelte Fläche, allgemeiner Flächenmehrverbrauch, der anders genutzt werden könnte, Straßenreinigung, Winterdienst, Umweltzerstörung, gesundheitliche Auswirkungen etc.

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thsherlok 12.06.2019, 15:05
251. Sie sehen die?

Zitat von quidquidagis1
..wenn ich nachts auf mneine Balkon sitze,vor dem ein Radweg vorbei führt,sehe ich ganz andere Quoten.die "Lichtmangelquote"bezieht auch die Fahrzeuge ein,bei denen nur ein Fahrlicht nicht funktioniert.Das würde bei einem Rad bedeuten"kein Licht"!
Sie sehen die Radfahrer auf dem (beleuchteten?) Radweg und sehen das die kein Licht anhaben?
Wenn Sie die sehen können, wozu müssten die dann noch extra Licht haben?
Bei meiner letzten (nicht repräsentativen) Zählung (als Radfahrer) ist etwa jeder 10te-20te Radfahrer ohne Licht unterwegs.
Da ich auch schon in Zeiten ohne LED Beleuchtung und Nabendynamo mit dem Rad unterwegs bin kann ich beurteilen das die Quote der Dunkelradler extrem gesunken ist.
Allerdings hatte dies keinerlei Auswirkungen auf die Unfallquote von Radfahrern bei Dunkelheit.
Was ich aus meinem Bekanntenkreis kenne sind die "Auch Radfahrer" (also Autofahrer die auch mal Fahrrad fahren), das sind meistens die mit der miesesten Beleuchtung, schlechten Bremsen und den billigsten Fahrrädern.

Ich stelle im übrigen keinen Unterscheid fest ob ich mit eingeschalteter Beleuchtung (+ Kopfleuchte) oder ohne Licht auf dem Fahrrad unterwegs bin. Ich werde genauso oft (absichtlich?) übersehen bzw. mir wird die Vorfahrt genommen oder ich werde eng überholt.
Für Kraftfahrer scheint es völlig irrelevant zu sein ob ich wie ein Weihnachstbaum illuminiert bin oder nur die Reflektoren am Fahrrad zurück strahlen.

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quidquidagis1 12.06.2019, 15:06
252. Sie haben den..

Zitat von juergen haecker
Der Inhalt der Kommentare war heute morgen schon groesstenteils absehbar. Man haette diese genausogut aus den Beitraegen der letzten Jahre zusammenkopieren koennen. Der verbreitete agressive Unterton gegenueber Radfahrern bleibt uns also in den Kommentarspalten erhalten. Das daraus resultierende Verhalten auf der Strasse leider auch. Ich beobachte Verkehrsverstoesse und Ruecksichtslosigkeit bei allen Verkehrsteilnehmern. Da haette doch wahrscheinlich jeder genug damit zu tun, sich an die eigene Nase zu fassen.
..aggressiven Ton gegenüber den Autofahrern hier vergessen zu erwähnen.Aber Sie haben recht,die Foren über "Radfahren" sind alle gleich

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cyberpommez 12.06.2019, 15:07
253. Bestehende Gesetze

sind ausreichend. Das Problem ist aber, dass viele Autofahrer gar nicht wissen was zu tun ist. Ich wohne in einer Großstadt und habe mehrere neue Radstrassen in der Nähe. Es ist sehr gefährlich dort auf sein Recht zu pochen, da kann man schon mal unter die Räder kommen. Ständig muss man den Autofahrern erklären, dass sie dort nur geduldet sind, ein Einsehen gibt's da nicht, eher wird man beschimpft oder bedroht. Besonders gefährlich sind die dicken PS Monster, die von Menschen gefahren werden, die glauben, dass mehr PS mehr Macht und Recht bedeuten. Da ist die Gefahr ,von diesen Jungs verprügelt zu werden, bald größer, als von ihnen angefahren zu werden. Menschen. die bewusst mein Leben mit ihren Aktionen bedrohen, verlieren manchmal ihren Aussenspiegel und ich biete ihnen an die Polizei zu rufen, bisher wollte das nur niemand, da die Angst vor meiner Anzeige größer ist als die Wut über meine Sachbeschädigung. Ich denke es wird noch sehr lange dauern bis der letzte Autofahrer verstanden hat, dass PS nicht gleich Vorfahrt ist. Hier im Ruhrgebiet helfen keine neuen Gesetze, da die alten ja schon nicht befolgt werden, es braucht eine bessere Infrastruktur und partielle Fahrverbote. In einer Großstadt täglich mit dem Auto zu fahren ist doch kein Spaß, ich sehe doch täglich diese Typen, die hinter dem Lenkrad eskalieren, weil es nicht vorwärts geht. Dafür macht es riesig Spaß rechts an ihnen vorbei zu fahren und sie auszulachen. Leute, fahrt mehr Rad, es lohnt sich.

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badsachsa37441 12.06.2019, 15:07
254. ist doch immerwieder schön

das nur die Radler die Schuldigen sind. Natürlich nie die Fussgänger oder die Autofahrer. Ich wurde letztens als Radler mit vllt. 20cm Abstand überholt. Kaum war der Autofahrer an mir vorbei, bremste er ab und bog rechts ab. Ich musste dann natürlich "Kampfradler"-typisch voll in die Eisen steigen um nicht im Auto zu landen. Gekümmert hat das alles den Autofahrer nicht aber danach hatte er eine Anzeige am Hals. Mal sehen was passiert.

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quidquidagis1 12.06.2019, 15:08
255. Entschuldigen Sie bitte..

Zitat von misterknowitall2
Weil Radfahrer moralisch das bessere Fortbewegungsmittel ist. Autos verpesten das Klima, haben 2018 über 3000 Menschen getötet und knapp 390.000 verletzt, brauchen unendlich viel Platz. Die Grundregeln des Straßenverkehr wurden entwickelt, um die Unfälle von und mit Autos in den Griff zu bekommen. Diese Regeln bieten dem Radfahrer keine Vorteile, im Gegenteil wird man überall beschränkt. Warum sollte man sich also an solche Regeln halten? Und ihr Fußgängerargument lassen Sie besser stecken, oder muss man wirklich googlen wie viele Fußgänger von Autos überfahren wurden? Fakt: Das einzig gefährliche im gesamten Verkehr ist das Auto.........neben seinen Fahrer. Fahrräder unter sich brauchen keine STVO, keine Ampel, oder sonstigen Regeln und Zeichen. Das braucht man nur wenn man 50 kmh fahren will und zwischen einer und drei tonnen wiegt.
..aber mit diesem Beitrag tun Sie den Radfahrern keinen Gefallen.Das ist moralinsaure Ideologie!

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thsherlok 12.06.2019, 15:09
256.

Zitat von miss.parker
Ich habe Ihnen jedoch nur mitteilen wollen, dass auch Radfahrer Ar...cher sein können. Von allen Radfahrern war dabei nicht die Rede. In einem anderen Post hatten Sie behauptet, dass Radfahrer niemanden töten und eigentl. gar niemanden ernsthaft verletzen. Das ist falsch, auch Radfahrer können das (siehe meine Links) .
Sowie Inlineskaater und auch andere Fußgänger. Für das gesamte Unfall geschehen sind dies aber extreme Einzelfälle.
Auch für den Fußgänger ist das KFZ die häufigste (weit an der Spitze) Ursache für tödliche, schwere und leichte Unfälle.
Selbst in Fußgängerzonen sind die Kraftfahrzeuge (der Lieferverkehr) das gefährlichste für Fußgänger. Radfahrer mögen dort ärgerlich sein, gefährlich für den Fußgänger sind sie im Regelfall nicht.

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Immanuel K. 12.06.2019, 15:09
257. Nicht ganz...

Zitat von thsherlok
Ihre Konsequenz ist, das Radfahrer gegenüber einem LKW (bzw. Sprinter) immer zurück stecken sollen. Wie soll man das an einer Ampelkreuzung mit straßenbegleitendem Radweg machen? Bei grün solange warten bis auch der letzte LKW abgebogen ist und dann bei rot mit dem Fahrrad über die Kreuzung fahren? Wie wäre es damit LKW (also dasjenige Verkehrsmittel das dass Problem verursacht und Hauptunfallverursacher ist) aus dem Verkehrsraum Stadt so weit wie möglich herauszuhalten?
...wenn ein LKW/Lieferwagen mit 50km/h auf eine grüne Ampel zufährt, um dann rechts abzubiegen, gibt es eigentlich kein Problem, denn er hat alle möglichen Fahrradfahrer, mit denen er beim Rechtsabbiegen kollidieren könnte im Blick/bzw. gerade überholt - er weiß jedenfalls, wo die sich gerade befinden - außer vielleicht die Rennradfahrer, die schneller als 50km/h fahren...
Anders verhält es sich, wenn er an der Ampel steht und sich Fahrradfahrer ihm aus dem toten Winkel (z.B. über den Bürgersteig) her nähern, um sich vor ihm auf der Fahrradfahrermarkierung zu plazieren - ein Lieferwagenfahrer, würde die sehen - ein Fahrer eines großen LKWs eher nicht - also im eigenen Interesse: Blickkontakt aufnehmen, also soweit vor fahren, dass das möglich ist.

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g_bec 12.06.2019, 15:10
258. Alter

Zitat von metastabil
Haben sie denn auch eine Idee, wieso die Durchschnittsgeschwindigkeit in der Stadt nur bei so 25-30 km/h liegt? Nicht, weil man dort ohnehin nur so 30 km/h fahren kann, sondern weil man in der Stadt häufiger mal zum Abbremsen und Anhalten gezwungen ist, meist bei Ampel oder beim Abbiegen. Das ist aber von der zulässigen Höchstgeschwindigkeit unabhängig, wenn die nur noch bei 30 km/h liegt, werden Kfz im Stadtverkehr dennoch nicht unbedingt seltener bremsen und anhalten müssen. Im Endeffekt führt die Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit nur dazu, dass die Durchschnittgeschwindigkeit im Stadtverkehr weiter sinkt.
Nu ist aber auch gut.
Das mit dem Start und Stopp in der Stadt liegt in der Natur der Sache! Viel zu viele Autos zur selben Zeit auf dem Weg zu sehr verschiedenen Zielen. Ganz einfach: Der Stau erzeugt den Stau. Isso. Seien Sie froh über jeden einzelnen Radfahrer im Berufsverkehr. Der nimmt nämlich nicht, so wie jeder Autofahrer, permanent 10 Quadratmeter Straßenraum alleine durch seine Anwesenheit in Anspruch. Kreuzende Verkehrsströme in Städten sind nun mal nicht stoppfrei zu ermöglichen.
Die einzige Lösung, um Ihnen 50 km/h und stoppfreie Fahrt zu ermöglichen wäre das Schlagen von vier- bis fünfspurigen Schneisen (je Fahrtrichtung) in unsere Städte. Und selbst das reicht u.U. noch nicht aus. Dafür werden Sie aber wohl keine Mehrheit finden.

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Steakesser 12.06.2019, 15:10
259. Autofahrer bekämpfen

Man bekämpft also die Autofahrer also jetzt mit Hilfe der Radfahrer?! Da fragt es sich galt, wann wir die ersten Radfahrer auf den Autobahnen sehen? Fernradwanderwege auf dem Standstreifen oder so was könnten ein Anfang sein.

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