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Schnellcheck: Was bringen Scheuers neue Verkehrsregeln fürs Fahrrad?
R Price / snapshot/ imago images

Mehr Rechte für Radfahrer, strengere Regeln für Autos: Verkehrsminister Scheuer will die Straßenverkehrsordnung in vielen Punkten ändern. Die geplanten Änderungen im Schnellcheck.

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mwroer 12.06.2019, 15:14
260.

Zitat von vivl
Diese Aussage ist falsch, Herr Scheuer! Vielleicht meinen Sie, dass das Rad gleichberechtigter Teil des Straßenverkehrs sein SOLLTE. Damit bin ich einverstanden. Wer schon mal mit dem Rad durch eine deutsche Stadt gefahren ist, würde nicht auf die Idee kommen solch eine Aussage von sich zu geben. Das erste Foto zeigt es doch ganz deutlich: eine kleine Fahrradzone, die im Fall von stockendem Verkehr häufig blockiert wird und sogar als Halteplatz verwendet werden darf, neben einer oder oft auch mehreren Spuren ausschließlich für Autos.
Das erste Foto zeigt ganz deutlich dass da ein Lieferdienst parkt und sonst keiner. und es zeigt ganz deutlich das die Straße daneben auch nur einspurig ist - dann kommt eine Art Verkehrsinselding.

Der Lieferdienst darf da vermutlich auch nicht parken - aber da sehen Sie mal den Vorteil eines Nummernschildes. Alternativ mailen Sie einfach an Hermes.

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ancoats 12.06.2019, 15:15
261.

Das meiste davon bleibt nur schwarze Schrift auf Papier, wenn nicht GLEICHZEITIG die Kontrollen verschärft werden - und das bedeutet: mehr Personal bei Polizei und Ordnungsämtern. Denn auf die Einsicht jenes Teils der hiesigen Autofahrer, die auch jetzt schon keinen Pfifferling auf bestehende Gesetze/Vorschriften geben, sofern sie ihrer Bequemlichkeit im Wege stegen, muss man erst gar nicht zählen. Die reagieren allenfalls - und das ist das nächste, was angepasst werden muss - auf empfindliche Bußgelder.
Ansonsten: der Grüne Pfeil für Radfahrer dient vielleicht nicht der Sicherheit, kommt aber durchaus den Autofahrern entgegen, die an der Ampel nicht erst rätseln/darauf warten müssen, ob der Radfahrende geradeaus fahren oder rechts abbiegen will. Und kreuzende Fußgänger sind bei den hier üblichen Ampelschaltungen auch ohne diesen Pfeil "im Wege" und damit gerne Freiwild - für manche abbiegende Rad- wie Autofahrer gleichermaßen. Last not least: von mir aus kann ein LKW in der Geschwindigkeit abbiegen, die er fahrerisch hinkriegt - solange er mich vorher gesehen hat und entsprechend Raum ist. Ich wüsste jetzt nicht, inwiefern eine generelle Abbiegegeschwindigkeitsvorschrift hier substanziell verhindern könnte, dass ich ggf. nicht gesehen werde. LKW-Fahrer verletzen oder töten Radfahrende ja schließlich nicht aus Boswilligkeit oder weil sie mit Vollgas um Ecken preschen...
Meine Prognose ist, dass sich für mich hier auf Berliner Straßen dadurch genau NICHTS verändern wird.

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three-horses 12.06.2019, 15:17
262. Eine Fliege und zwei Klatschen.

Zitat von hifimacianer
Das sind aber nur die Ausgaben für Verkehrswege des Bundes! Dazu kommen aber noch die kommunalen Ausgaben (Landstraßen, innerstädtische Straßen etc.), Ampelanlagen in Städten, größer dimensionierte Kanalisation durch mehr versiegelte Fläche, allgemeiner Flächenmehrverbrauch, der anders genutzt werden könnte, Straßenreinigung, Winterdienst, Umweltzerstörung, gesundheitliche Auswirkungen etc.
Ohne Gewähr aber schon in DM so, 17 Milliarden, die magische Zahl.
Die Einnahmen "Auto" liegen gut über 70 Milliarden. Da man mit "ohne Auto" hier nicht durchkommt... könnte man in der Stadt nur
Einbahnstraßen generieren...die andere Hälfte der Straße könnte dann Fahrradweg sein. Kostet nicht so viel und vertreibt auch manche der Autos. Und wenn man die Autos dann durch eine Schrottpresse dirigiert, statt nach Draußen...Recykling, wie die Pet Flaschen auch.

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quidquidagis1 12.06.2019, 15:17
263. Entschuldigen Sie bitte..

Zitat von thsherlok
Sie sehen die Radfahrer auf dem (beleuchteten?) Radweg und sehen das die kein Licht anhaben? Wenn Sie die sehen können, wozu müssten die dann noch extra Licht haben? Bei meiner letzten (nicht repräsentativen) Zählung (als Radfahrer) ist etwa jeder 10te-20te Radfahrer ohne Licht unterwegs. Da ich auch schon in Zeiten ohne LED Beleuchtung und Nabendynamo mit dem Rad unterwegs bin kann ich beurteilen das die Quote der Dunkelradler extrem gesunken ist. Allerdings hatte dies keinerlei Auswirkungen auf die Unfallquote von Radfahrern bei Dunkelheit. Was ich aus meinem Bekanntenkreis kenne sind die "Auch Radfahrer" (also Autofahrer die auch mal Fahrrad fahren), das sind meistens die mit der miesesten Beleuchtung, schlechten Bremsen und den billigsten Fahrrädern. Ich stelle im übrigen keinen Unterscheid fest ob ich mit eingeschalteter Beleuchtung (+ Kopfleuchte) oder ohne Licht auf dem Fahrrad unterwegs bin. Ich werde genauso oft (absichtlich?) übersehen bzw. mir wird die Vorfahrt genommen oder ich werde eng überholt. Für Kraftfahrer scheint es völlig irrelevant zu sein ob ich wie ein Weihnachstbaum illuminiert bin oder nur die Reflektoren am Fahrrad zurück strahlen.
..aber Ihre "Lichtargumentation"ist so abstrus,dass man ,wenn man sie logisch zu ende denkt,zu dem Schluss kommen muss,dass KFZ nachts auch ohne Licht fahren sollten.Nur eine Frage:warum sieht die STVO die Beleuchtungspflicht für Radfahrer bei Dunkeheit vor?

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mwroer 12.06.2019, 15:18
264.

Zitat von ADie
Allerdings zählt ein Radfahrer, der nicht abgestiegen ist auch nicht als Fußgänger und hat somit kein Vorfahrtsrecht. https://www.berlin.de/special/auto-und-motor/recht-und-urteile/3264160-44852-zebrastreifen-muessen-radfahrer-absteige.html
Ja und die 5% der Radfahrer die das wissen, halten sich auch vermutlich dran. Der Rest fährt einfach von links nach rechts oder rechts nach links ohne anzuhalten auf den Zebrastreifen und zeigt einem noch den Finger wenn man hupt.

Es gibt ganz tolle Verkehrsregeln! Viele Radfahrer kennen diese aber nicht mal und glauben sie wären Fußgängern gleichgestellt. Genau wie die Regel das man beim seitlichen überholen von parkenden Autos AUCH als Radfahrer einen Sicherheitsabstand lassen muss ... wen man die beherzigen würde, gäbe es wesentlich weniger Unfälle mit Radfahrern die in eine sich öffnende Tür fahren.

Ja, Autofahrer gucken bevor sie die Tür öffnen. Klar. Hilft nur nicht immer.

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misterknowitall2 12.06.2019, 15:20
265. Ich bleibe dabei...

Zitat von miss.parker
In einem anderen Post hatten Sie behauptet, dass Radfahrer niemanden töten und eigentl. gar niemanden ernsthaft verletzen. Das ist falsch, auch Radfahrer können das (siehe meine Links) . Wenn sich einfach alle Verkehrsteilnehmer mal an den Paragraf 1 der StVO halten und die Egos wieder runtergeschraubt werden (ICH darf das aber, weil...) ist den Meisten schon geholfen. Am Ende wollen alle nur gesund und munter am Ziel ankommen.
dass Radfahrer in 99,99% aller Fälle weltweit keine Unfälle mit Todesfolge produzieren. Und das, was man findet, ist so selten, dass man selbst im Internet länger suchen muss. Oder anders, wenn jemand bei einem Zusammenstoß mit einem Rad stirbt, waren es außergewöhnlich Umstände. Und da sich der Radfahrer direkt und unmittelbar selber verletzen würden, ist so ein Zusammenstoß mit Sicherheit auch keine Absicht.

Paragraf 1, tja, wie oft habe ich das versucht. Gegenseitig heißt im Autoland Deutschland das man auf sämtliche Rechte als Radfahrer verzichtet und selbst dann noch demütig sein muss, dass die Autos mit uns die Straße teilen. Hört sich bitter an, ist aber Realität in Deutschland. Lesen Sie sich doch nur die Kommentare hier durch.

Ich halte das wie sie.......ich will letztlich nur gesund ankommen und deswegen verzichte auf jede Vorfahrt und alle weitere Rechte. Wenn es nämlich knallt, bin ich der Dumme, ob im Recht oder nicht.

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quidquidagis1 12.06.2019, 15:21
266. Wie konnet Sie..

Zitat von badsachsa37441
das nur die Radler die Schuldigen sind. Natürlich nie die Fussgänger oder die Autofahrer. Ich wurde letztens als Radler mit vllt. 20cm Abstand überholt. Kaum war der Autofahrer an mir vorbei, bremste er ab und bog rechts ab. Ich musste dann natürlich "Kampfradler"-typisch voll in die Eisen steigen um nicht im Auto zu landen. Gekümmert hat das alles den Autofahrer nicht aber danach hatte er eine Anzeige am Hals. Mal sehen was passiert.
..den Autofahrer anzeigen?Aha,er hatte ein Kennzeichen!!!Das und nur das wünsche ich mir wg.der "Kampfradler"auch.Spätestens dann,wenn mein(angeleinter) kl.Hund auf dem Bürgersteig überfahren wird.

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zwischen_durch 12.06.2019, 15:22
267. Immer diese Unwissenden

Der Anteil der Fahrerfluchten nach Unfällen ist bei KFZs deutlich höher als bei Fahrrädern.
Eine Kennzeichenpflicht hat also keinen regulierenden Einfluss.

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jk1! 12.06.2019, 15:23
268. Erstaunlich

wie sich hier etliche schamlos als egoistische Besserwisser, die das Recht des Stärkeren selbstverständlich für sich beanspruchen äußern. Als Auto - und - Radfahrer kann ich sagen: ich habe noch nie als Radfahrer einen Autofahrer verletzt, bin aber schon mehrfach unschuldig angefahren worden und bekomme regelmäßig auf dem Rennrad kleingeistigen Zorn einiger Deppen zu spüren, wenn die durch schneiden, geringen Abstand oder so nahes absichtliches heranfahren, das der Außenspiegel meinen Lenker berührt, mich auf nicht zumutbare Radwege "zwingen" wollen.
Nicht zumutbar ist ein Radweg, der durch seinen Belag, Scherben, in kurzen Abständen wiederkehrende Bordsteinkanten und etliche Grundstückseinfahrten das fahren mit dem Rennrad gefährlich macht.
Eigentlich gehört jeder der beschriebenen Vorfälle als versuchte Körperverletzung angezeigt.

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quidquidagis1 12.06.2019, 15:24
269. Ich fasse zusammen

Zitat von thsherlok
Sie sehen die Radfahrer auf dem (beleuchteten?) Radweg und sehen das die kein Licht anhaben? Wenn Sie die sehen können, wozu müssten die dann noch extra Licht haben? Bei meiner letzten (nicht repräsentativen) Zählung (als Radfahrer) ist etwa jeder 10te-20te Radfahrer ohne Licht unterwegs. Da ich auch schon in Zeiten ohne LED Beleuchtung und Nabendynamo mit dem Rad unterwegs bin kann ich beurteilen das die Quote der Dunkelradler extrem gesunken ist. Allerdings hatte dies keinerlei Auswirkungen auf die Unfallquote von Radfahrern bei Dunkelheit. Was ich aus meinem Bekanntenkreis kenne sind die "Auch Radfahrer" (also Autofahrer die auch mal Fahrrad fahren), das sind meistens die mit der miesesten Beleuchtung, schlechten Bremsen und den billigsten Fahrrädern. Ich stelle im übrigen keinen Unterscheid fest ob ich mit eingeschalteter Beleuchtung (+ Kopfleuchte) oder ohne Licht auf dem Fahrrad unterwegs bin. Ich werde genauso oft (absichtlich?) übersehen bzw. mir wird die Vorfahrt genommen oder ich werde eng überholt. Für Kraftfahrer scheint es völlig irrelevant zu sein ob ich wie ein Weihnachstbaum illuminiert bin oder nur die Reflektoren am Fahrrad zurück strahlen.
auf beleuchteten Radwegen braucht der Radfahrer nachts keine Beleuchtung.Können Sie mir den § in der STVO zeigen?

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