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Schnellcheck: Was bringen Scheuers neue Verkehrsregeln fürs Fahrrad?
R Price / snapshot/ imago images

Mehr Rechte für Radfahrer, strengere Regeln für Autos: Verkehrsminister Scheuer will die Straßenverkehrsordnung in vielen Punkten ändern. Die geplanten Änderungen im Schnellcheck.

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krustentier120 12.06.2019, 07:27
20. Nachschulung?

Also nach dem großen Wurf klingt das alles nicht. Außerdem haben die wenigsten Autofahrer die letzten, Jahre zurück liegenden, Neuerungen mitbekommmen. Wie z.B. das die Radwegbenutzungspflicht nur dann besteht, wenn sie auch ausgeschildert ist. Oder das Fahrräder sich an die Ampeln für die Autos halten sollen, nicht die Fußgängerampel. Hier in HH wird man regelmäßig angehupt, wenn man entsprechend fährt. Also Nachschulungen wären nötig.

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m82arcel 12.06.2019, 07:28
21.

Das klingt für mich als jemand, der überwiegend mit dem Auto unterwegs ist, alles okay. Ich bezweifle nur, dass es im Alltag viel bewirkt. Für mehr Sicherheit müssen die Regeln auch stärker kontrolliert werden. Allerdings auch die für Radfahrer: besonders wichtig finde ich, dass das Fahren ohne Beleuchtung kontrolliert und deutlich stärker bestraft wird. Das führt (gerade im Winter) immer wieder zu vielen gefährlichen Situationen. Ebenso das Fahren entgegen der Fahrtrichtung, was hier leider an vielen Stellen erlaubt ist - und zwar auch an Stellen, die ohnehin schon unübersichtlich sind.

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großwolke 12.06.2019, 07:32
22. Parkflächen nur für Lastenräder?

Wenn man das Radfahren populärer machen will, müssen Abstellflächen für Räder generell viel stärker eingeplant werden im öffentlichen Raum. Bereits jetzt kann man beobachten, wie bei neuen Gebäuden viel zu sparsam geplant wurde bezüglich der Radstellflächen. Und das wird dann auch von uns Radfahrern Umstellungen verlangen: anstatt wie bisher meist unmittelbar vor dem Ziel "parken" zu können, werden auch wir dann immer mal den einen oder anderen Meter laufen müssen vom Radparkplatz zum Bestimmungsort.

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Europa-Realist 12.06.2019, 07:32
23. Liberalisierung der Verkehrsregeln

Über 400 Verkehrstote im Jahr klingt erst mal viel, zumal diese Zahl auch deutlich gestiegen ist. Man muss dieser absoluten Zahl aber insbesondere folgendes entgegenhalten: 1. der Radverkehr in den Ballungsräumen und Großstädten hat deutlich zugenommen. 2. Die Einführung von E-Bikes hat dazu geführt, dass auch ungeübte Radfahrer für ihre Verhältnisse viel zu schnell unterwegs sind.

Ich wäre vielmehr für folgende Liberalisierung en der (Rad-)Verkehrsregeln:

1. Radfahrer dürfen - ohne das dafür teure Schilder montiert werden - auch bei Rot rechts abbiegen, wenn dadurch keine Verkehrsteilnehmer gefährdet werden.

2. Fahrradwege dürfen grds. immer in beide Richtungen benutzt werden. Dafür besteht künftig aber auch wieder die Pflicht, tatsächlich auch auf Fahrradwegen zu fahren.

3. Für Fahrradfahrer gelten nicht die Fußgängerampeln sondern die Ampeln, die auch die Autofahrer beachten müssen.

4. An Kreuzungen dürfen Fahrradwege nicht nach rechts zum Fußgängerüberweg umgebogen werden, sondern müssen gerade und parallel zur Fahrbahn fortgeführt werden.

5. Zur Vermeidung von Unfällen beim Rechtsabbiegen von Autos und LKWs sollen an den gefährlichen Kreuzungen Spiegel an den Ampeln angebracht werden, um den „toten Winkel“ vermeiden zu können.

6. Fahrräder dürfen umsonst in Regionalverkehrszügen mitgenommen werden. Dafür gibt es gesonderte Abteile.

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fht 12.06.2019, 07:33
24. Scritttempo 11 km/h - das ist sportlich, Herr Minister

aus Wikipedia Artikeln:

Die durchschnittliche Geschwindigkeit eines Fußgängers betrug laut einer Studie in Oregon, USA, beim Überqueren einer ampelgesicherten Straße etwa 5 km/h. Dieser Wert schwankte je nach Alter, Geschlecht und Faktoren wie dem Gehen alleine oder als Gruppe zwischen etwa 4,5 und 5,5 km/h.[Gemächliches Spazierengehen hat eine mittlere Geschwindigkeit von etwa 3 km/h.[2]

Die besten 50-km-Geher erzielen Zeiten um 3:40 Stunden (Weltrekord: 3:32:33 h), das entspricht einer Geschwindigkeit von 3,78 m/s oder 13,63 km/h.

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herrin 12.06.2019, 07:41
25. Manches davon macht Sinn, aber....

auch Radfahrer sollten sich an die Regeln halten. Wenn ich auf der Landstraße mit Radweg, Rennradfahrer nebeneinander fahrend auf der Straße sehe, wie soll ich denn dann zukünftig überholen? Gleiches gilt in der Stadt, wenn kein Radweg vorhanden ist? Müssen Fahrräder nebeneinander fahren? M.E. nein. Und manche Begrifflichkeiten müssen klar definiert werden. Sonst ist das schwammig und lässt Spielraum für Interpretationen. Manches muss einfach und klar formuliert sein! Das Schlimme daran ist, dass die Ordnungsämter notorisch unterbesetzt sind und heute schon nicht mit den Kontrollen nachkommen. Auch schrecken die Strafen für Falschparker nicht ab. Im Gegenteil - die meisten nehmen diese mittlerweile billigend in Kauf, weil die Gefahr erwischt zu werden gering ist und wenn, dann kostet es auch einfach zu wenig. Also, Herr Scheuer, sorgen Sie lieber dafür, dass die Regeln eingehalten und auch durchgesetzt werden können.

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andneu 12.06.2019, 07:44
26. Es ist ja schön, dass Auto- und Fahrradfahrer eine so starke Lobby ...

... haben und deren Interessen vertreten. Wer aber vertritt die Interessen von Fußgängern?

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dladiges 12.06.2019, 07:48
27. Fehlt nur :

Kennzeichen-Pflicht für Fahrräder, und Beteiligung an den Kosten der Umgestaltung.

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static_noise 12.06.2019, 07:50
28.

Lachhaft, to o doch selbst heutige Regeln weder von Autofahrern anerkannt noch durchgesetzt werden.
Selbst die Polizei hält lieber den Radfahrer an weil er keine 'ordentliche' Klingel hat als den Autofahrer der direkt daneben den Radweg blockiert.

Mehr Sinn machte es zB. für Straßenneubauten oder Komplettsanierungen einen abgetrennten ausreichend dimensionierten Radweg vorzuschreiben.

Aber dafür müsste man Geld in die Hand nehmen und der Staat und Kommunen wären in der Pflicht. StVO Änderungen kosten nix und betreffen nur die Autofahrer.
Symbolpolitik...

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Mortus 12.06.2019, 07:57
29. Fehlende Kontrolle bei Radfahrern

Radfahrer können kaum belangt werden weil die kein Kennzeichen besitzen. Darum fahren sie oftmals wie sie wollen. Das führt zu Konflikten auf den Straßen und das sowohl mit Autos als auch mit Fußgängern.

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