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Schnellcheck: Was bringen Scheuers neue Verkehrsregeln fürs Fahrrad?
R Price / snapshot/ imago images

Mehr Rechte für Radfahrer, strengere Regeln für Autos: Verkehrsminister Scheuer will die Straßenverkehrsordnung in vielen Punkten ändern. Die geplanten Änderungen im Schnellcheck.

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thsherlok 12.06.2019, 17:32
330.

Zitat von quidquidagis1
..das Radfahren im Dunkeln ohne Licht ist eine Ordnungswidrigkeit.Punkt!
Und das bei Rot fahren mit Gefährdung (wie mir gerade eben passiert) ist dagegen eine lässliche Sünde, oder was?

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MatthiasPetersbach 12.06.2019, 17:41
331.

Zitat von Athlonpower
Ist aber auch für Radfahrer meist unmöglich, den Radweg zu benutzen, weil ständig und meist von den Schrottkisten zugestellt, denn natürlich sind Autofahrer für Radwege, können sie doch völlig umsonst diese dann als Parkplätze nutzen und davon gibt es ja in den Städten eh viel zu wenig und kostenlos sowieso so gut wie keine, da sind dann die Radwege hochwillkommen.....Ach
Nu ja, ein wenig weniger Schaum vorm Mund wäre in der Diskussion hilfreich. Ein Auto ist nicht atomatisch eine Schrottkiste - und wenn es eine ist, ist das ein Zeichen von vernünftigem und umweltfreundlichem und nachhaltigem Umgang mit so einem Verkehrsmittel :)

"meist unmöglich, Radwege zu benutzen"?
Ich weiß ja nicht, in welcher Gegend von Deutschland Sie wohnen - aber im Prinzip klappt doch (wie vieles im Verkehr) alles prima. Weder stehen hier die Fahrradstreifen voll mit Autos noch werden hier Fahrradfahrer per se und absichtlich behindert, geschnitten, gefährdet.

Das erstere kenne ich garnicht - und wenn, wäre es ein Fall für die Starfbehörden - und das zweite ist genauso ne Unterstellung wie die, Radfahrer würden sich grundsätzlich nicht an Verkehrsregeln halten.

Dieses Parteiendenken hilft garniemand. Wir müssen schauen, daß die VERNÜNFTIGEN (wieder?) die Oberhand gewinnen und dürfen uns Verkehrsteilnehmer nicht auseinanderdividieren lassen.

Im übrigen sind wir Menschen - und da genügen schon 0,5 % der normalen Fehlerquote, um einen gewissen Anteil an Fehlverhalten zu erzeugen. Dazu muß man als Erklärung nicht Bosheit unterstellen.

Außer, man hat das als Hobby. Das ist aber dann selbstgewählt.

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MatthiasPetersbach 12.06.2019, 17:47
332.

Zitat von Athlonpower
Merke, Radfahrer können auf Radwegen fahren, sie müssen es aber nicht, BGH-Urteil aus 2010, was besonders für schnellere Radler eh von vornherein ausscheidet, um die langsamen, alten und körperlich nicht ganz so gesunden Fahrradfahrer nicht zu gefährden.
Ich will da jetzt keinen Fokus drauf legen - aber indirekt heißt das wohl, daß manche Fahrradfahrer nicht damit zurechtkommen, wenn Leute LANGSAM Fahrradfahren.

Als Fahrradfahrer mit normalerweise so um 12 km/h kann ich das durchaus bestätigen.

Was für andere Verkehrsteilnehmer offensichtlich problemlos möglich ist - nämlich das eigene Tempo an das des Vordermannes anzupassen - scheint hier wohl für Radler ein wenig eine Herausforderung zu sein, der sich manche nicht gewachsen erweisen.

Ich hab beim Radeln vor nichts mehr Angst als vor den Radlern von hinten. Vor MANCHEN. Denn in der Regel sind das nur ne Handvoll. Wie bei den Autos.

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metastabil 12.06.2019, 17:48
333.

Zitat von Athlonpower
Merke, Radfahrer können auf Radwegen fahren, sie müssen es aber nicht, BGH-Urteil aus 2010, was besonders für schnellere Radler eh von vornherein ausscheidet, um die langsamen, alten und körperlich nicht ganz so gesunden Fahrradfahrer nicht zu gefährden.
Nein, merke nicht. Wenn eine Benutzungspflicht angeordnet ist, und die Nutzung des Radwegs auch zumutbar ist, ist generell der Radweg zu nutzen. Dies impliziert ein Benutzungsverbot der Fahrbahn für Radfahrer. Ein Radweg wird auch nicht alleine dadurch unzumutbar, dass man auf diesem nicht so schnell wie auf der Fahrbahn fahren kann, weil man auf langsamere Verkehrsteilnehmer achten muss. Unzumutbar wird er, wenn durch Verschmutzung, Schäden oder Hindernisse der Weg nicht oder nicht sicher befahrbar ist. Dabei ruht die Benutzungspflicht zunächst auch nur streckenweise. Steht beispielsweise ein Kfz auf dem Radweg, ruht die Benutzungspflicht zunächst nur für das Umfahren: der Radfahrer darf an einer geeigneten Stelle vor dem Kfz auf die Fahrbahn wechseln, und muss dann an der nächsten geeigneten Stelle wieder zurück auf den Radweg wechseln. Erst wenn aufgrund von Hindernissen usw. ein ständiger Wechsel zwischen Radweg und Fahrbahn notwendig wäre, ruht die Benutzungspflicht als ganzes. Auch für Rennräder gibt es keine Sonderregelung.

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