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Schnellcheck: Was bringen Scheuers neue Verkehrsregeln fürs Fahrrad?
R Price / snapshot/ imago images

Mehr Rechte für Radfahrer, strengere Regeln für Autos: Verkehrsminister Scheuer will die Straßenverkehrsordnung in vielen Punkten ändern. Die geplanten Änderungen im Schnellcheck.

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GPTip.com 12.06.2019, 07:57
30. nebeneinander fahren

Warum soll denn das Nebeneinanderfahren erlaubt werden? Bereits jetzt fahren Fahradfahrer regelmäßig so nebeneinander, daß man sie nicht mehr überholen darf (wegen des dann unterschrittenen Seitenabstandes). Evtl. wäre über eine Empfehlung (evtl. sogar Verpflichtung) zur Nutzung von Tagfahrlicht nachzudenken. Weil das bei Motorrädern zur Verbesserung der Sichtbarkeit eingeführt wurde und auch viele PKW damit ausgestattet sind, erscheint das bei den kleineren Fahrrädern auch sinnvoll. Denn ausgerechnet die kleinsten und schwächsten Verkehrsteilnehmer sind die einzigen, die ohne Beleuchtung fahren und in der Vielzahl der Lichter untergehen.

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intercooler61 12.06.2019, 07:59
31. Leider mehr Schaden als Nutzen

Brockmann ist vom Fach, das merkt man sofort.

Die Aussage des ADFC zum Nebeneinanderfahren (siehe Fotostrecke) spricht Bände: Niemand käme auf die Idee, zu hupen, wenn er _nicht_ dadurch behindert würde.

Natürlich passieren Abbiegeunfälle mit Lkw auch bei Schrittgeschwindigkeit. 7 km/h wären leider auch nicht die Lösung, sondern eher bordseitige Warngeräte und/oder Rundumkameras.

Der "grüne Pfeil" ist Straßenverkehrsgefährdung in Verordnungsform, angesichts der notorischen Disziplinlosigkeit einer großen Minderheit(!) der Adressaten (er soll ja gerade die Ungeduldigen befrieden). Und ein Überholverbot (auch) _für_ Radfahrer würde ebenfalls manche Gefahrenstellen entschärfen.

Sicherheit geht vor Bequemlichkeit und Schnelligkeit. Das gilt für alle, Auto- wie Radfahrer. Aber Scheuer ist halt Opportunist, und darin nicht der Einzige.

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ptb29 12.06.2019, 07:59
32. Regeln für den Radverkehr

Gerade in Hamburg und Hannover kann ich sehr gut erleben, dass die Radfahrer ihre eigenen Regeln aufstellen. Als Fußgänger stört man da nur. Das sind dann die gleichen Radfahrer, die sich über die Autofahrer beschweren. Regeln nutzen nur dann etwas, wenn sie auch überprüft werden. Daran hakt es, und da nehme ich keinen Verkehrsteilnehmer aus.

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Makrönchen 12.06.2019, 08:05
33. ein Schritt in die richtige Richtung

aber bei manchem hätte man sich mehr Mut gewünscht, zum Beispiel eine generelle Freigabe von Einbahnstraßen oder eine generelle Erlaubnis, bei Rot rechts abzubiegen.
Das Konzept der Fahrradstraßen überzeugt mich hingegen nicht. Das sind meistens Nebenstraßen, auf denen man auch heute schon problemlos radeln kann. Schnell fahren kann man auf der Fahrradstraße ja auch nicht, geparkte Autos, bei denen sich eine Autotür öffnen könnte, und Fußgänger gibt es ja weiterhin. Auch Fahrbahnaufpflasterungen, die die Autofahrer ausbremsen sollen, sind dort meist vorhanden, die stören aber auch Radfahrer.

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lrtnick 12.06.2019, 08:06
34. "Radfahrer dürfen nebeneinander fahren"

Mit dieser Regelung zeigt der Verkehrsminister wieder einmal, wie unfähig er ist....
Schon jetzt wird dadurch teilweise der Verkehr behindert und wenn dabei laut ADFC Radfahrer angehupt oder abgedrängt werden, dann wird der Verkehr doch behindert und somit ist das nebeneinander fahren in diesen Situationen unzulässig. Nicht nur Autofahrer müssen sensibilisiert werden, so hat es den Anschein.

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the_mosvik_beast 12.06.2019, 08:10
35. Wieso immer das Unwort Fahrradlobby?

Es zeugt von einem gewissen Mangel an Sensibilität, Gruppen oder Einzelpersonen, die sich für die Überlebenschancen von Radfahrern im globalisierten Strassenverkehr in Deutschland einsetzen, als Lobby zu bezeichnen, wenn andern Tags von der NRA Waffenlobby geschrieben wird, denen Profit vor Menschenleben geht. Dies vor dem Hintergrund, dass die meisten Opfer, vor allem beim Rechtsabbiegen, Frauen und Kinder sind.
Die Trucker dürfen in der Regel nachdem, im Blaulicht-Jargon geschrieben, ihr LKW, nicht sie selbst, wieder mal einen Radler unter die Räder genommen haben, weiter ihre 40 Tonner weiterbewegen, während die Unfallsachverständigen nach äußeren Einflüssen suchen, die zu Unfallgeschehen, nicht Fahrer versagen, beigetragen haben könnten. Egal von welcher Richtung die Sonne gerade schien, irgendwie wird sie immer entlastend ins Spiel gebracht.
Schande.

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Sibylle1969 12.06.2019, 08:15
36.

Überwiegend sind diese Neuerungen sinnvoll. Über 400 tote Radfahrer 2018 sind viel zu viel. Und es sind ja entgegen der Ansicht vieler Foristen nicht die Kampfradler, die bei Unfällen sterben, sondern vor allem Senioren und Kinder, die sich an die Regeln halten, die bisher aber viel zu sehr am Autoverkehr ausgerichtet sind. Letzte Woche überholte mich ein Auto an einer Engstelle mit nur ca. 30 cm Abstand. An der nächsten Kreuzung holte ich das Auto wieder ein und sprach die Fahrerin, eine ältere Frau, auf ihr Fehlverhalten an. Völlige Uneinsichtigkeit, die Antwort lautete, was ich denn wolle, es sei doch nichts passiert, sie habe mich doch nicht angefahren.

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ontwoone 12.06.2019, 08:16
37. Interessenvertretung

ADAC für Autofahrer und ADFC für die Radler. Wirklich Objektiv und fundiert kann hier nur ein Vertreter des Verbands aller Versicherten beraten. Vor allem dann, wenn die Unfallforschung sein Hautmetier ist. Verkehrsteilnehmer sind auch Fußgänger und Leute mit Kinderwagen, Hund an der Leine, Rollator, Rollstuhl und demnächst mit Skooter.

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claus7447 12.06.2019, 08:17
38. Die Kombination von...

.... nebeneinander fahren und 2 m Abstand außerorts! Respekt Herr Scheuer. Ich achte auf Radfahrer, habe selbst einige in der Familie, aber hier wird ein Konflikt vorprogrammiert.

Zur Not stelle ich mich dann quer und warte. Motor aus. Schont die Umwelt.

PS: wenn das bei entgegenkommenden auch gilt.... wird hier auf dem Land supertoll. Meine rechtsversicherung wird mir kündigen.

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siebenachtneun 12.06.2019, 08:19
39.

Zitat von johnrambo
Wir haben genug Verkehrsregeln und sollten eher Fahrradfahrer dazu bringen sich an diese erst zu halten bevor wir mit neuen anfangen. Mehrmals am Tag sehe ich wie rote Ampeln oder Einfahrtsverbote (ohne Ausnahme) ignoriert werden. Es ist unverschämt die ganze Schuld auf Autos zu schieben und aus Radfahrern heilige Kühe zu machen. Die Polizei sollte Fahrradfahrer strenger und konsequenter bestrafen denn sie sind die Gefahr auf der Straße und nicht eine Geschwindigkeitüberscheitung um 10kmh.
Idioten, die sich nicht an Regeln halten, gibt es auf beiden Seiten. Die Polizei bzw. das Ordungsamt sollte auch die Autofahrer mehr kontrollieren. Zugestellte Kreuzungen sind hier sehr häufig, was nicht nur die Radfahrer trifft, sondern auch Kinderwägen und Rollstuhlfahrer, die dann nicht den Bordstein runterkommen.

Ich stelle jeden Tag fest, dass viele Autofahrer nicht wissen, wie sie sich mit Radfahrern verhalten sollen. Nachdem hier eine Frau gestorben ist, wurde ein Schutzstreifen eingerichtet. Dieser wird aber von 70% der Autofahrer ignoriert. Ich unterstelle denen nicht, dass sie das mit Absicht machen, sondern dass die nicht wissen, dass die nicht dort fahren dürfen. Da fehlt die Aufklärung. Bei den Parkenden Autos bin ich aber wenig gnädig. Teilweise wird hier bis zu einer halben Stunde am Straßenrand geparkt, weil die Straße sehr breit ist und somit Autofahrer einfach vorbeifahren können. Als Radfahrer ist das schon schwieriger, weil man dann gerne von den Autos ignoriert wird und wenn dann noch die Tram dazu kommt, wird es brenzlig.

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