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Schnellcheck: Was bringen Scheuers neue Verkehrsregeln fürs Fahrrad?
R Price / snapshot/ imago images

Mehr Rechte für Radfahrer, strengere Regeln für Autos: Verkehrsminister Scheuer will die Straßenverkehrsordnung in vielen Punkten ändern. Die geplanten Änderungen im Schnellcheck.

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johndo89 12.06.2019, 08:22
40. ich fände wichtig

Auch Fahrradfahrer müssten einen Nachweis erbringen, das, sie die Regeln des Strassenverkehrs kennen.
Es kann nicht sein, das ich mir einfach ein Fahrrad kaufen kann und am Straßenverkehr teilnehme, ohne zwingend Ahnung davon haben zu müssen.
Als nächstes Einführung einer Haftpflicht und Kennzeichenpflicht von Fahrrädern.
Ich frage mich bei e-scootern werden die letzteren beiden vorgeschrieben, bei Fahrradfahrern nicht, was soll der Blödsinn.

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topas 12.06.2019, 08:25
41.

Nicht nur gleichberechtigt - sondern auch gleichverpflichtet. Bei den von Ihnen genannten Beispielen gewinnt man im Alltag halt den Eindruck, dass die eh schon gelten. Rote Ampeln sind beim Rechtsabbiegen doch bestenfalls Hinweise, dass mit Querverkehr zu rechnen ist. Fußgängerampeln werden doch eh ignoriert, da wird doch dran vorbei gefahren (die rote Ampel gilt doch nur für die Autofahrer, auch wenn daneben eine für den Radweg ist). Radwege haben doch eh schon das unsichtbare Zusatzschild, dass sie für beide Richtungen frei gegeben sind (es gibt hier Abschnitte von Radwegen, wo 50% Fehlbenutzung schon defensiv geschätzt sind).
Und während Autofahrer mit einem kaputten Licht (was natürlich doof ist) meistens dank Standlicht/Tagfahrlicht und zweitem Scheinwerfer noch zu sehen sind verschwindet ein Radfahrer mit nicht vorhandener Beleuchtung schnell im Dunkel der Nacht.
Wenn, dann sollten die Radfahrer zu gleichberechtigten Verkehrsteilnehmern gemacht werden. Das heißt dann aber auch, dass Einbahnstraßen in der Regel auch nur in einer Richtung befahren werden sollten - unabhängig vom Verkehrsmittel, denn sonst könnte man sich den Spaß doch gleich schenken. Für einen gleichmäßigen Verkehrsfluss das Rechtsvorbeifahren an haltenden PKW wegfallen sollte, da dieses nur zu unnötigen Verzögerungen führt (und somit zu Frust, unnötigen Überholvorgängen...). Auch eine Fußgängerzone ist eine Fußgängerzone, keine nichtmotorisierte Zone - auch Radfahrer müssen absteigen. Selbst eindeutige Geschwindigkeitsübertritte sollten dann auch geahndet werden. Hier (tm) ist eine verkehrsberuhigte Zone (ok, im wesentlichen eine Straße). An einem größeren Hang, in der Talsohle eine Tagesmutter, Haus direkt an der Straße. Wenn die Radfahrer dann "den Schwung ausnutzen" und mit locker 30km/h bergab am Haus vorbei ziehen kann das Auftreffen auf ein Kind, das gerade aus dem Haus gelaufen kommt, auch zu ernsthaften Verletzungen führen (oder das Absteigen über die Motorhaube, wenn man als ausparkender Autofahrer nicht damit rechnet - und der Bremsweg des Fahrrads ist da dann auch eher nachteilig).
Was weniger zielführend ist sind weitere Regeln... bis die sich "rumgeschwiegen" haben unter allen Verkehrsteilnehmern ... Sei es das Blinken im Kreisverkehr, Fahrradstraße oder der Grüne Pfeil - gibt es seit Jahren, bekommt auch nicht jeder (Autofahrer) auf die Reihe. Und dann weitere Zugeständnisse im Konfliktfeld Nr.1 - sollte man defensiv machen und auf das wichtigste beschränken

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Anneliese-Schmidt 12.06.2019, 08:27
42.

Zitat von ehrgeizbefreit
Nutzung des Zebrastreifens ohne abzusteigen etc
...und hier das erste Beispiel fehlerhaften Wissens.
Radfahrer dürfen über den Zebrastreifen fahren, haben dann aber keinen Vorrang vor dem Autoverkehr. Schiebend über den Zebrastreifen sind sie Fußgänger und haben Vorrang vor dem Autoverkehr.

Hier mal ein Link des ADAC dazu:
https://www.adac.de/verkehr/verkehrsvorschriften-verkehrssicherheit/verkehrsklassiker-regeln-strassenverkehr/zebrastreifen-das-gilt/

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severus1985 12.06.2019, 08:30
43. Häufigstes Verkehrsvergehen: Überhöhte Geschwindigkeit

Bei all dem Geschimpfe auf Radfahrer, die sich "sowieso nie an die Regeln halten", sollte man bedenken, dass das mit Abstand häufigste und auch noch gefährlichste Verkehrsvergehen die überhöhte Geschwindigkeit der Autofahrer ist. In der Spielstraße wird 20 gefahren, in der 30er Zone 40 und in der Stadt 60. Darauf haben sich offenbar die meisten Autofahrer "geeinigt", so dass diese das selber garnicht mehr als groben Verstoß wahrnehmen und lieber auf die Radfahrer schimpfen, die in erster Linie sich selber gefährden. Jedes Navi kann heutzutage Geschwindigkeitsbegrenzungen anzeigen, man könnte dieses an den Boardcomputer koppeln und das Auto auf die erlaubte Geschwindigkeit drosseln, oder zumindest einen nervigen Warnton abgeben (wie beim vergessenen Anschnallen schon Normalität).

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kutzleben 12.06.2019, 08:32
44. Nebeneinander fahren

vorweg ich bin begeistert Radfahrer. Aber das Nebeneinander fahren sollte eher strikt untersagt werden. Wenn mir auf dem üblicherweise gerade so zwei Fahrräder breite Radweg 2 Fahrräder ebeneneinander entgegen kommen bekomme ich Panik. Auch auf der normalen Straße muss man dann als überholender Radfahrer fast in den Gegenverkehr ausweichen.

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Anneliese-Schmidt 12.06.2019, 08:33
45.

Zitat von dladiges
Kennzeichen-Pflicht für Fahrräder, und Beteiligung an den Kosten der Umgestaltung.
*räusper* Die KfZ-Steuer reicht bei weitem nicht aus um die Kosten der Straßen auch nur annähernd zu decken.
Steuern sind desweiteren nicht zweckgebunden, sprich auch der Radfahrer und ausschließlich-zu-Fuß-Geher zahlen über die diversen Steuern die Straßen mit.
Jedes Auto verursacht dem Staat ~2100 EUR mehr Kosten als es einbringt, das Fahrrad und der Fußgänger bringen mehr als sie kosten
Also die KfZ-Steuer grandios erhöhen und andere Fortbewegungsmittel bezuschussen?
Würde mich freuen da ich doch recht viel zu Fuß unterwegs bin und es somit ein Plusgeschäft würde ;)

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Leser161 12.06.2019, 08:39
46. Mehr Kontrolle nicht mehr Regeln

Ein gutes Zeichen das Scheuer an den Radverkehr denkt.

Nichtsdestotrotz, eigentlich finde ich die bestehenden Regeln gut und ausreichend (Schulterblick beim Abbiegen auch im LKW). Müsste halt nur mal kontrolliert werden.

Das würde auch der "Radfahrer-fahren-alle-bei-Rot-deshalb-dräng-ich-die-auch-ab"-Wildwestfraktion den Wind aus den Segeln nehmen. Den natürlich müsste auch die Einhaltung der Regeln durch Radfahrer kontrolliert werden.

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braincrash 12.06.2019, 08:40
47. @ranor

Nein, so ist dies m. E. nicht gemeint. Nicht 5 Meter zum Schnitt zweier Straßen, sondern 5 Meter zum Anfang des Kreisbogens. Und übrigens, wenn der Abstand des Schnittpunktes zweier Straßen zum Anfang des Kreisbogens größer als 5 Meter ist, greift die von ihnen zitierte Norm nicht! Der Sachverhalt muss dann von einer anderen Norm subsumiert werden, i.d.R. Paragraph 1 Abs.2. Von der Seite betrachtet, halte ich den Vorschlag des von mir nicht geschätzten Verkehrsminister für sinnvoll.

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misterknowitall2 12.06.2019, 08:44
48. Lösung...

Zitat von johnrambo
Wir haben genug Verkehrsregeln und sollten eher Fahrradfahrer dazu bringen sich an diese erst zu halten bevor wir mit neuen anfangen. Mehrmals am Tag sehe ich wie rote Ampeln oder Einfahrtsverbote (ohne Ausnahme) ignoriert werden. Es ist unverschämt die ganze Schuld auf Autos zu schieben und aus Radfahrern heilige Kühe zu machen. Die Polizei sollte Fahrradfahrer strenger und konsequenter bestrafen denn sie sind die Gefahr auf der Straße und nicht eine Geschwindigkeitüberscheitung um 10kmh.
das Problem ist recht einfach zu lösen. Wir trennen Auto- und Radverkehr radikal. Keine Radfahrer mehr auf deutsche Autostraßen!!!!

Jetzt muss man natürlich auch den Radfahrern ein wenig Platz einräumen.........

Folglich teilen wir den zur Verfügung stehenden Verkehrsraum einfach 50:50. Die Autofahrer geben die Hälfte ihres Platzes ab und keiner muss sich mehr über den Anderen aufregen. Um das Ganze praktisch zu halten, schlage ich vor etwa 5 km rund um jedes Stadtzentrum Autofrei zu halten.

PS: Ein Radfahrer ist nicht gefährlich. Tötungsdelikte sind bei Radunfällen sehr, sehr selten. Bei Autos, die 10 kmh schneller fahren, kann das den Unterschied zwischen Tod und schwer verletzt ausmachen. Wissen sie eigentlich wie viel Masse und Kraft sie durch die Gegend fahren?

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misterknowitall2 12.06.2019, 08:46
49. Das ist ja verwerflich....

Zitat von ehrgeizbefreit
dann auch Gleichbehandlung... Insbesondere bei Bußgeldern. Fahrtrichtung nicht anzeigen, rote Ampel überfahren, Nutzung des Zebrastreifens ohne abzusteigen etc
gefährdet aber keinen außer den Radfahrer selbst.

Radfahrer brauchen keine Verkehrsregeln. Das macht man alles nur, damit Autos mit 50 kmh durch die belebte Stadt fahren können und nicht an jeder Kreuzung mit Chaos gerechnet werden muss. Denken Sie da mal drüber nach.

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