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Schönes Ding: Nissan Blade-Glider: Japanische Luftnummer
Nissan

Die Automobilgeschichte ist voll von irren Studien, die erst begeisterten und dann verschwanden. SPIEGEL ONLINE zeigt die verrücktesten Visionen. Diesmal: Der Nissan Blade-Glider, ein Elektroauto in Pfeilform.

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felisconcolor 19.11.2019, 07:00
1. Der

Dreisitzer wäre genau nach meinem Geschmack. Sieht pfiffig aus und zeigt das Autos nicht wie Tupperdosen aussehen müssen und ist im Inneren trotzdem nicht so überladen mit irgendwelchen online Gimmicks die ich eh nie brauche. Und ist elektrisch... ach ja da war ja wieder das Problem geht überall nur nicht in Deutschland. Wäre halt blöd wenn ich das Ladekabel aus dem Küchenfenster quer über den Fussweg hängen lassen müsste. Gäbe bestimmt Mecker. Also verbrennen wir weiter fleissig Benzin und Diesel.

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rgw_ch 19.11.2019, 08:05
2. Konzeptfehler

Die Aerodynamik spielt bei den heutzutage mehrheitlich real gefahrenen Geschwindigkeiten keine entscheidende Rolle. Deshalb ist ja auch der Cw-Wert als kaufentscheidendes Kriterium generell weitgehend in Vergessenheit geraten, und SUVs setzen sich trotz der grossen Querschnittsfläche durch.

Hingegen spielt die schlechte Raumökonomie der Pfeilform im Alltag eine grosse Rolle: Aussen Platzbedarf eines Rechtecks von der Breite der Hinterachse diktiert, innen Raumangebot von der Breite der Vorderachse diktiert. Daher würde höchstens jemand, der auch ein Trike kauft, so ein Auto kaufen. Und wieviele Trikes sieht man so durchschnittlich im Alltag?

Gegen die Reichweitenangst helfen nicht krude Konzeptautos, sondern nur die zunehmende Alltagserfahrung: Je mehr Leute ein Elektroauto fahren, desto mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass die Reichweite gar kein so grosses Problem ist, wie man immer dachte...

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akase93 19.11.2019, 08:41
3. Segelfliegerfeeling...

das trifft den Nagel auf den Kopf. Wunderbares Design. Wäre ganz mein Geschmack. Den Sportschnickschnack würde ich optional anbieten und 190 muss er auch nicht bringen - wo soll er die denn auch fahren? Wenn nur die Reichweitenproblematik nicht wäre. optimal wäre, wenn man an jeder Tankstelle einen Austauschakku "tanken" könnte. das erfordert allerdings Absprachen bei den Herstellern bzgl. Kompatibilität. Was bei Batterien geht, kann ja auch bei Autos nicht so schwer sein. Wollen muss man. Dann wäre E-Mobil kein Problem.

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Erika.Mustermann@spon.de 19.11.2019, 09:28
4. Eine Frage in die Runde

Man stelle sich vor den Artikel nicht gelesen zu haben, den "Hersteller" des Prototypen nicht zu kennen. Welchem bekannten Automobilbauer würde man dieses Design zuordnen?
Bisheriges, natürlich nicht repräsentatives, Ergebnis: 100% Stimmen für BMW.

Fazit: Langweiliges Design, technisch kein Fortschritt.

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MartinB. 19.11.2019, 09:40
5. Jetzt nicht so die Überraschung...

Ich bin es langsam leid von der Autoindustrie immer wieder wilde "Konzepte" vorgelegt zu bekommen, die nur wiederholen, was seit _Jahrzehnten_ schon in Kleinserien gebaut wird. (Man google mal "CityEL". Den gibt es seit 1987...) Immer schön noch mehr Geschwindigkeit und / oder Reichweite, immer noch teurer, immer noch ein Konzept...

Bringt endlich massentaugliche Fahrzeuge in Großserie!

Mich (und die überwiegende Mehrheit) interessiert kein Supersportwagen, und kein Reichweitenwunder für hunderttausend Euro. Ich will ein Fahrzeug, mit dem ich zur Arbeit, zum Supermarkt, zu Freunden in der Nachbarstadt und wieder zurück komme, und das ich auch bezahlen kann.

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Max Dralle 19.11.2019, 13:42
6.

Zitat von MartinB.
Ich will ein Fahrzeug, mit dem ich zur Arbeit, zum Supermarkt, zu Freunden in der Nachbarstadt und wieder zurück komme, und das ich auch bezahlen kann.
Wenn Sie doch nur wollen, was es im Grunde schon millionenfach gibt, sind Sie aber in einer Rubrik, in der es ausdrücklich um "irre Studien, die erst begeisterten und dann verschwanden" geht, wohl eher falsch aufgehoben.

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jotha58 19.11.2019, 14:00
7. Studien

Studien gibt es genug. 1958 hatte Ford den Nucleon vorgestellt, der sollte einen Kernreaktor bekommen und dann hätte das Fahrzeug eine Reichweite von 8.000 km gehabt. lol
Das leicht und klein nicht immer eine Erhöhung der Reichweite bedeutet hatte Renault mit seinem Twizy bewiesen. Jedes e-bike hat mehr Reichweite und ganz viel trockener saß man zu Anfang auch nicht drin. Mittlerweile gibt es Türen und Fenster zu kaufen.

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holy10 19.11.2019, 16:06
8. Reichweite hin oder her

Zitat von rgw_ch
Die Aerodynamik spielt bei den heutzutage mehrheitlich real gefahrenen Geschwindigkeiten keine entscheidende Rolle. Deshalb ist ja auch der Cw-Wert als kaufentscheidendes Kriterium generell weitgehend in Vergessenheit geraten, und SUVs setzen sich trotz der grossen Querschnittsfläche durch. Hingegen spielt die schlechte Raumökonomie der Pfeilform im Alltag eine grosse Rolle: Aussen Platzbedarf eines Rechtecks von der Breite der Hinterachse diktiert, innen Raumangebot von der Breite der Vorderachse diktiert. Daher würde höchstens jemand, der auch ein Trike kauft, so ein Auto kaufen. Und wieviele Trikes sieht man so durchschnittlich im Alltag? Gegen die Reichweitenangst helfen nicht krude Konzeptautos, sondern nur die zunehmende Alltagserfahrung: Je mehr Leute ein Elektroauto fahren, desto mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass die Reichweite gar kein so grosses Problem ist, wie man immer dachte...
Wie stehts mit Ladezeit? Ich fahre im Jahr 35.000 km. Wenn mein E-Auto 20 min braucht um 80% seines Aukkus zu laden und ich damit 300 km fahren kann, dann stehe ich im Jahr rund 39 Stunden an der Ladesäule. Heute sind es rund 4 Stunden im Jahr. Was auch genug ist.
Da ich in einem dicht bebauten Stadtteil in einem Mehrfamilien Altbau wohne werde ich auf Jahrzehnte keine Ladesäule haben. Achja der Arbeitgeber. Bei einer Belegschaft von 40 Leuten gibt es auf dem Gelände nicht einmal 10 Parkplätze. 3 davon für die Chefetage reserviert. Wird also auch nix.
Also bleiben die 39 Stunden laden im Jahr. Das ist ein großes Problem.

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Bernd.Brincken 19.11.2019, 19:48
9.

Zitat von rgw_ch
Die Aerodynamik spielt bei den heutzutage mehrheitlich real gefahrenen Geschwindigkeiten keine entscheidende Rolle. Deshalb ist ja auch der Cw-Wert .. in Vergessenheit geraten, und SUVs setzen sich trotz der grossen Querschnittsfläche durch.
Ok, wofür wird dann die Energie überwiegend gebraucht?
Rollwiderstand? Heizung bzw. Klimaanlage? Navitainment?
Sorry, erst anders herum wird ein Schuh daraus:
Gerade bei der kritischen Energie-Ökonomie des E-Antriebs lohnt sich die Senkung des Luftwiderstands, der sich aus Stirnfläche und cw-Wert ergibt.
Bei dem Nissan Blade hat man offenbar beides 'radikal' gesenkt, und das Ergebnis, auch die Idee mit den drei Sitzen, finde ich ganz hübsch.
SUV verdanken ihren Erfolg wohl gerade dem Widerstand gegen die Ökonomie, den sie ausdrücken. Wer's braucht.

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