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Schönwetter-Verkehrsmittel: Das Fahrrad boomt - wenn es nicht regnet
DPA

Die Deutschen entdecken das Rad als Verkehrsmittel neu - und nutzen es vor allem, wenn es warm und sonnig ist. Doch langsam härten sie offenbar ab.

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sissibu 15.11.2018, 05:11
1. Gute Fahrt

Wenn die Fahrradfahrer jetzt noch im Dunkeln und Dämmerung das Licht einschalten könnten, wäre das wirklich eine super Sache ??????!

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novasun 15.11.2018, 05:45
2. Ich beobachte in Karlsruhe

das gefühlt mehr Frauen auf dem Rad unterwegs sind. Besonders auch dann wenn das Wetter suboptimal ist.
Der "harte" Mann (bin selber einer) fährt dann eher nicht Rad (gibt Ausnahmen - sind aber wirklich recht wenige im Vergleich zur weiblichen Welt)....

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rudolfsikorsky 15.11.2018, 05:47
3.

Wir müssen endlich mal verstehen und begreifen das ohne ganz klare Verbote sich nichts ändern wird. Die Politik muss endlich aufwachen. AUTOS müssen SOFORT VERBOTEN werden. Verbrennungsmotoren sofort verbieten. Flugreisen sofort verbieten.Kreuzfahrten sofort verbieten.Unverzüglich. Wir müssen unsere Verhaltensweisen radikal ändern und dazu muss man Zwang anwenden und zwar jetzt und nicht erst wenn es zu spät ist.Viel Zeit bleibt nicht mehr sonst war es das.

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Barriga 15.11.2018, 05:49
4. Ärgerliche Überschrift

Kern des Artikels ist doch, dass immer mehr Menschen das Fahrrad auch ganzjährig als Verkehrsmittel entdecken. Tatsächlich ist es eben so, dass man heutzutage durch Wetterapps/Regenradar mit nur minimalen Aufwand an Planung nahezu regenfrei durch das Jahr kommt. Mit immer perfekterer Kleidung. Und das, wie der Artikel richtig bemerkt, unter katastrophalen Bedingungen für`s Radfahren. Die Überschrift hingegen suggeriert dem Leser: "Siehste, das Rad taugt nicht zum Verkehrsmittel". Und er kann sich weiter beruhigt behäbig mit der Chipstüte ins Sofa zurücklehnen. Dabei würden sehr viele in nur kurzer Zeit die Vorteile erkennen, wenn sie es nur mal machen würden! Und wenn es nur die gesparten Kosten sind.

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harke 15.11.2018, 06:20
5. Nun ja

Also Platz ist eigentlich genug. Die Straßen sind breit, so dass jeder Radfahrer seinen Platz findet.

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leserschwert 15.11.2018, 06:26
6. Im Umkerschluss bedeutet dass,

das es bei schlechtem Wetter (ganz klassisch jetzt im November) in der Stadt deutlich mehr Staut. Das sollte auch dem letzten Autofahrer aufgefallen sein. Unser Verkehrssystem funktioniert nach dem Sharing-Prinzip (ich nenn das jetzt einfach mal so). Das heißt, ich kann zum Beispiel mit dem Auto fahren, weil andere das zur gleichen Zeit nicht tun. Wenn alle gleichzeitig Auto fahren wollen kollabiert das System (Rushours und Urlaubsstaus...).
Diese Erkenntnis ist nicht neu. Vielleicht aber denkt der ein oder andere Autofahrer genau daran wenn er sich, warum auch immer, mal wieder über einen Radfahrer ärgert (ob zu Recht oder nicht lasse ich bewusst mal offen).
Also im Sinne einer imaginären Wahnweste auf der steht "reg dich nicht auf, es könnte schlimmer kommen. Ich könnte vor Dir mit dem Auto im Stau stehen." Also bitte etwas mehr Respekt gegen über Radfahrern, den die ermöglichen uns, auch mal mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Denn das (Autofahren) ist ein Privileg, dass uns die Gesellschaft (durch Verzicht aufs Autofahren) ermöglicht.
PS: Ein Depp auf einem Fahrrad ist am Steuer eines Autos vermutlich immer noch ein Depp. Nur schneller und schwerer ;-)
In diesem Sinne Gute Fahrt (womit auch immer).

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Daniel M. 15.11.2018, 06:34
7. Wie kommen Sie bloß zu diesen Schlüssen?

Es ist zum Verrücktwerden. Da steigen also immer mehr Menschen auf das Fahrrad um, sogar bei schlechtem Wetter. Da werden sonnigste Oden auf das Elektromobil gepredigt. Und natürlich darf das öffentliche Verkehrsmittel nicht fehlen, am Besten auch elektrifiziert. Aber was haben diese, vor allem im SPIEGEL wiederkehrenden Erziehungstexte gemeinsam? Die Stadt. All das gilt für den geringeren Teil der Bevölkerung. Dafür scheinen SPIEGEL und Co. den allergrössten Rest der Republik ausgeblendet zu haben. Mit dem Fahrrad 50 km hin und wieder zurück? Tag für Tag? Schlechte Akkuleistung und unzureichende Fahrpläne? Uninteressant und klingt schon wieder langweilig. Vielleicht sollte der SPIEGEL hin und wieder mal aufs Land fahren und dort einige Wochen leben, mit Fahrrad, EAuto und ÖPNV.

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q_r_i_s 15.11.2018, 06:35
8. Weitere Einflüsse

... sind vermutlich auch die bessere technische Ausstattung der Fahrräder (helles Licht, Scheibenbremsen, die bei Regen nicht so schnell nachlassen etc.), tatsächlich vorhandene kleinere Verbesserungen in der Verkehrsregelung (wie Vorrangschaltung an Ampeln, in beide Richtungen freigegebene Einbahnstraßen) und die zumindest subjektiv empfundene Ausbreitung der Erkenntnis, dass das Rad gegenüber dem PKW in der Stadt oft im Vorteil ist (meist genauso schnell, aber ohne Parkplatzprobleme). Hinzu kommt auch, dass Fahrräder oft auch als Lifestyle-Objekt gesehen werden...
Ich hoffe stark, dass die Kommunen in naher Zukunft durch signifikante Verbesserungen der Infrastruktur das Rad für eine breitere Masse attraktiv macht. Positive Anreize wirken meist am nachhaltigsten.

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ontwoone 15.11.2018, 07:14
9. Wehe dem der weit fahren muss

Fahrradfahren setzt voraus, dass alle im Umkreis von 10-20 Km arbeiten. Darüberhinaus wird es schon schwierig, ab 50 Km exotisch. Unser Land wird aktuell nicht zeitgemäß und vor allem, nicht wirksam, verwaltet. Das furchtbarste Beispiel ist unser Straßenverkehr. Täglich stehen Millionen von arbeits- und konsumfähigen Bürger in Einzelhaft auf Asphalt und Schienen nutzlos rum. Verschwenden Zeit und Ressourcen und verpesten Luft und Laune. Dabei ist es egal womit die Stinker stehen. Keiner kümmert sich um die elenden Zustände unserer Fortbewegung die für echten Fortschritt stehen müsste. An den Verkehrsverhältnissen erkennt man die Qualität eines Staatengebildes. Das bestätigt jeder Blick in Entwicklungsländer und genauso in die Natur. Ameisen würden uns dafür verachten!

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