Forum: Auto
Selbstfahrende Autos: "Menschen so schnell wie möglich aus dem Verkehr ziehen"
Daimler

Soll ein selbstfahrendes Auto im Zweifelsfall lieber eine Mutter mit Kind überfahren oder den Passagier gefährden? Solche ethischen Fragen hindern Hersteller nur am Fortschritt, finden zwei Wissenschaftler.

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historiker256 11.10.2017, 23:29
100. Unfallstatistik..

... dass ich nicht lache. In der Unfalluntersuchung wird heute schon lange nicht mehr ausermittelt. Kann man die Ursache nicht letztendlich sicher feststellen (und sind v.a. bei schweren Unfällen evtl. direkt Beteiligte verstorben) dann wird oft von "menschlichem Versagen" gesprochen weil der- / diejenige sich ja nicht mehr wehren kann und der Herr Gutachter eine Autorität darstellt.

Bauteilversagen kommt viel öfter vor als man denkt, aus verschiedenen Gründen. Dazu gehören auch elektronische Bauteile.

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jla.owl 11.10.2017, 23:42
101. ach, ja, vernetzt

die Fahrzeuge sollen ja auch untereinander vernetzt sein, und dann teilen sie sich auch gegenseitig die Anzahl der Insassen mit, damit sie auch wissen, welches Fahrzeug notfalls geopfert werden kann. Vielleicht sollte neben einem Ego-Modus auch gleich ein Agro-Modus oder gar ein Isis-Modus Programmiert werden? Der Kapitän verlässt als letzter das sinkende Schiff! Der Insasse des Schuldhaften Fahrzeugs! Selbst opfern zum Schutz von Unbeteiligten! Anders geht es nicht!

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thoerchen 11.10.2017, 23:51
102. Da schliesse ich mich doch...

...dem Kommentar Nr. 27 an und möchte auch gern auf die gesellschaftlich-soziale Komponente dieses Themas verweisen.
Kurz (und das meine ich tatsächlich ernst): Als freier und mündiger Bürger möchte ich doch ganz gern selbst fahren (im PKW) oder bewusst darauf verzichten (im ÖPNV). Weiterhin mit Bargeld zahlen, meine Privatsphäre geniessen, Zigaretten, Alkohol & Fett konsumieren und alles ohne dass es das Finanzamt, die NSA oder meine Krankenversicherung etwas angeht. Und gäbe es einen 2. Verfassungszusatz wie in den USA, wäre ich darüber auch nicht unglücklich.
Das ganze KI-Gedöns, neuronale Netzwerke, halbgare Algorithmen, die uns überwachen, auswerten und im Zweifel nur zum Vorteil anderer rechnen, dürfen mir getrost gestohlen bleiben. Gern auch um den Preis einiger Menschenleben, solange es nicht das meine ist!

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alfredjosef 12.10.2017, 00:08
103. Es kam aber alles ganz anders

Ich kann nämlich gut in die Zukunft sehen. Und in der Zukunft braucht eigentlich niemand mehr ein Auto, weil fast alle von zuhause aus arbeiten, über so n Internet, und alle Einkäufe werden von selbstfahrenden Lieferrobotern an die Haustüre gebracht werden (oder von Immigranten, weiss noch nicht so genau), und Filme gibt's in vitual reality und nicht im Kino.

Auto fahren wir dann nur noch aus Spass - und das natürlich selbst! So wird es werden, glaubt mir, vertraut mir :-)
aj

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alfredjosef 12.10.2017, 00:32
104. Es kam aber alles ganz anders

Ich kann nämlich gut in die Zukunft sehen. Und in der Zukunft braucht eigentlich niemand mehr ein Auto, weil fast alle von zuhause aus arbeiten, über so n Internet, und alle Einkäufe werden von selbstfahrenden Lieferrobotern an die Haustüre gebracht werden (oder von Immigranten, weiss noch nicht so genau), und Filme gibt's in vitual reality und nicht im Kino.

Auto fahren wir dann nur noch aus Spass - und das natürlich selbst! So wird es werden, glaubt mir, vertraut mir :-)
aj

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jetbundle 12.10.2017, 01:15
105.

Zitat von Fragende_Leere
Bei der Luftfahrt sind es nur einige wenige Verkehrsteilnehmer anstatt wie beim individuellen ziemlich viele...
Das stimt natürlich alles. Ich bezog mich eher darauf, dass man für die neuen Problemen der Mensch-Maschine Interaktion lernen kann. Inzwischen entstehen viele Unfälle in der Luftfahrt dadurch dass sich die Piloten falsch auf die Computer und Instrumente verlassen, bzw. falsch auf das Flugzeug reagieren.

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herjemine 12.10.2017, 01:29
106. Achherrjeh

Sind da irgendwelche Kastrationsängste?
Also von mir aus dürften ab morgen nurmehr automatisch fahrende Autos auf die Strassen!
Si ich die ersten drei Jahre überlebe dürften die Systeme so gut sein, dass ich danach nicht mehr wie auch heute wieder vielmals im Verkehr um Leib und Leben fürchten muss.

Menschen: weg vom Steuer!

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Manitou-01@gmx.de 12.10.2017, 02:03
107.

Zitat von widower+2
Schönen Dank! Ich hätte es aber lieber ethisch vertretbar gelöst. Ich bin nicht mehr der Jüngste, habe mein Leben gut gelebt und würde lieber gegen einen Baum steuern als ein kleines Kind zu überfahren, das seine Zukunft noch vor sich hat. Damit könnte ich nämlich nicht leben. So einfach ist das nicht. Oder höchstens für manische Egoisten ohne Mitgefühl und Empathie.
Wenn ich gefahrlos ausweichen kann, würde ich ausweichen. Aber ein Selbstmord zum Schutze eine leischtsinnigen (gleich welchen Alters) käme für mich nicht in Frage. Wer mir vors Auto läuft, könnte, wenn es keine Möglichkeit zum gefahrlosen Ausweichen gibt, nur auf meine Bremsen vertrauen.
Denn jede fahrt gegen ein Hindernis kann auch wieder unbeteiligte Dritte durch herumfliegende Trümmer gefährden.

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Flari 12.10.2017, 02:56
108.

Zitat von autocritica
Durch mein Kontext- bzw. Mehrwissen gegenüber der Maschine habe ich allerdings auch meine Geschwindigkeit bereits vorher schon an dieser Stelle auf 15 km/h reduziert (obwohl 30 km/h erlaubt sind). Das automatische Auto reagiert zwar schneller, aber erst wenn das Kind auf die Strasse gelaufen ist und entdeckt wurde. Dann ist es bereits zu spät und der Bremsweg bei doppelt so hoher Geschwindigkeit (30 km/h) zu weit. Zudem wird der Passagier des automatischen Autos nun aus dem Sitz geworfen (oder hart in die Gurte gedrückt), während durch meine vorausschauende Anpassung der Geschwindigkeit überhaupt nur noch ein sanftes Bremsmanöver notwendig ist.
Fahren Sie Ihre 15km/h nur auf für 30km/h zugelassenen Strecken die Sie kennen, oder generell?
Und wenn SIE gelernt haben, dass man an manchen (bestimmten?) Stellen, wo 30km/h erlaubt sind, nur 15km/h fahren sollte, wieso sollte ein autonomes Fahrzeug das nicht auch lernen können?
Das autonome Fahrzeug kann das Erlernte sogar seinen ganzen autonomen Kollegen vermitteln, so dass diese das erst gar nicht erst selber lernen müssen.

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jasuly 12.10.2017, 03:17
109.

tanzente: "Wir arbeiten aber daran, denn wofür werden wir Rohstoffverbraucher denn noch benötigt?" *** Ich brauche nicht das Gefühl, "benötigt" zu werden. Mein Leben erhält allein durch meine Existenz seinen Wert. Wenn ich beim Autofahren z. B. lesen kann, statt steuern zu müssen, ist das auf jeden Fall eine sinnvollere Beschäftigung.

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