Forum: Auto
Selbstversuch im Elektroauto: Nie wieder Sprit
Michael Specht

Geringe Reichweite, hohe Kosten und dazu sonderbares Recycling-Material im Innenraum. Der BMW i3 hat fast nur Nachteile gegenüber einem Golf. Dennoch würde i3-Besitzer Michael Specht kein anderes Auto fahren wollen.

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sokratesschüler 11.04.2016, 06:13
450. Sie haben keinen Twizy!

Zitat von sok1950
in dieser Zeit hat sich die mögliche Fahrleistung um ein Drittel reduziert, die Bremse musste überholt werden (knapp mal 1.500 Euro), und ein Komplettausfall, nichts ging mehr. Na ja, die Enkel (3 - 10 Jahre) freuen sich noch, wenn sie mal mitfahren dürfen.
Denn dann wüssten sie, dass bei einer Reduzierung der Akkuleistung um 1/5 Renault selbigen austauscht.
Warum ich das weiß? Weil wir einen fahren!
Die Bremsen sind in der Tat ein Problem, aber 1500€ hat noch keine Werkstatt aufgerufen. Unsere wurden vor 10 Monaten komplett für 600€ gemacht.

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sokratesschüler 11.04.2016, 06:19
451.

Zitat von schreckgespenst
In der Form führt E-Mobilität dann nur zu einer Umverteilung der Lasten. In der Stadt ist ein E-Auto grundsätzlich für den Einsatz gegeeignet. Dadurch sinkt in der Stadt die Emissionsbelastung und die Lärmbelastung. Die Energie für die Autos wird aber hauptsächlich in ländlichen Regionen hergestellt. Dort werden dann die Windkraftanlagen entstehen und fossile Kraftwerke weiterbetrieben. Hört sich für mich nach einem fairen Lastenausgleich an...
Trifft das nicht auch auf Toaster, Waschmaschinen etc. zu??? Und wie fair ist es das alle Landbewohner zum shoppen, arbeiten, bummeln etc. in die Stadt fahren?

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sokratesschüler 11.04.2016, 06:20
452.

Zitat von Yves Martin
Das ist richtig. Aber auch ich gehe mal gut 100 Jahre zurück. Denn ich habe vor 4 Wochen auf der "Retro Classics" in Stuttgart vor einem bemerkenswerten Automobil gestanden: Dem rein elektrisch betriebenen "Lohner-Porsche" aus dem Jahr 1899. (Zur Erinnerung: Der erste Motorflug war vier Jahre später im Jahr 1903; heute haben wir den Airbus 380). Dieses bemerkenswerte Elektromobil hatte vor knapp 120 Jahren mit seinen Bleibatterien eine Reichweite von 50 Kilometern bei einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 50 Kilometern pro Stunde. Zum Vergleich: Der i3 von 2016 kommt heute bei 100 km/h bis zu 150 Kilometer weit. Tolle Wurst! Gemessen an der rasanten Entwicklung anderer Technologien (Luft- und Raumfahrt, Computer oder auch die angeblich "bösen" Verbrenner-Autos) ist das Elektromobil mithin beinahe auf dem Stand von vor 100 Jahren stehengeblieben; es sieht nur etwas gefälliger aus. Aber technisch ist es alles andere als eine Zukunftstechnologie, die bis zur Massentauglichkeit nur noch ein bisschen Feinschliff braucht. Elektro-Autos sind Nischenprodukte mit einem eng umrissenen Nutzen; nicht mehr und nicht weniger. Das wird sich auch in den nächsten Jahren nicht ändern; möglicherweise sogar niemals. Wie ich heute schon einmal schrieb: Jeder Konsument ist doch vollkommen frei, sich selbst gleich morgen einen Tesla, i3, Zoe, Twizzy, Leaf oder wie sie alle heissen zu kaufen. Genauso wie jeder andere Konsument frei ist, sich aufgrund seiner persönlichen Rahmenbedingungen und Überzeugungen ein neues oder gebrauchtes Auto mit Benzin- oder Dieselmotor zu kaufen oder einfach das vorhandene weiterzubenutzen. Was soll dieser missionarische Eifer bringen, mit dem der Rest der Welt hier krampfhaft und verzweifelt von der E-Mobilität überzeugt werden soll? Mich erinnert das eher an Hardcore-Veganer, die ebenfalls ständig und ungefragt über ihre persönliche, angeblich einzig richtige Ernährungsphilosophie reden müssen.
Lesen Sie mal an Anfang wer hier missionarischen Eifer an den Tag legt. Sie übrigens auch. Warum posten Sie das alles wo es um den i3 geht. Manchmal einfach ...

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Stefan_G 11.04.2016, 06:28
453. zu #7

Zitat von frenchie3
Aber beim Autokauf denke ich. Und da sehe ich, grob aufgerundet, null Gründe so viel Geld für diese Gegenleistung hinzublättern. Und die Folgekosten? 400 Mäuse für ein Eimerchen Bremsflüssigkeit und ein paar Filter?
Wobei das mit dem Wechsel der Bremsflüssigkeit bei einem E-Auto nach 2 Jahren ein schlechter Witz (weil Geldmacherei) ist. Nie und nimmer haben die in der Werkstatt den Siedepunkt der Bremsflüssigkeit vor dem Wechsel gemessen.

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charliep2 11.04.2016, 06:43
454. No Future

"Es ist das ideale und moderne Auto für die Stadt, entspannt, leise, lokal emissionsfrei."
Bei zunehmenden Forderungen nach autofreien Innenstädten wird der Raum dafür aber immer enger. Letztlich behindern und blockieren Elektroautos nur den öffentlichen Nahverkehr und sind (auch) aus ökologischer ein Irrweg, also mittel- und langfristig mausetot.

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eunegin 11.04.2016, 06:56
455. Schlechter setzt sich nicht durch!

Besser als ein Verbrennungsmotor muss es sein, nicht schlechter und komplizierter. Das ist ein klassischer teurer Zweitwagen zur Gewissensberuhigung. Würde ich als Städter höchstens in Erwägung ziehen, wenn er billiger wäre, das Laden nicht ewig dauern würde und ich es als Berliner Straßenparker vor allem überhaupt laden könnte. Soll ich eine Kabeltrommel aus der Stadtwohnung um den Block nutzen? Ist nicht nur albern, sondern in Berlin nach 10 Minuten geklaut. Über das Aussehen verliere ich lieber kein Wort. Geschmackssache. BMW soll das mal weiterentwickeln und dann reden wir in 10 Jahren nochmal. Ob die Ökobilanz besser ist, wäre auch interessant zu wissen.

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soldev 11.04.2016, 07:03
456.

Zitat von bloßmolwassage
Allerdings meine auch ich, die Zukunft liegt beim Elektroantrieb.
Ja, aber mit Sicherheit nicht auf Batteriebasis, wie es derzeit gemacht wird. Entweder die gesamte Fahrzeugindustrie einigt sich auf eine genormte Akkuart, die dann an "Tankstellen" schnell getauscht werden kann anstatt da 30min-1Std zu laden. Man stelle sich mal eine E-Tankstelle mit sagen wir 50 Ladestationen am Freitagnachmittag im Winter vor...
Oder aber man nutzt etwas zur Energieerzeugung, was mit einem oder mehreren zugeführten Energieträgern funktioniert. Und da wären wir bei der Brennstoffzelle. Propritäre Batterien sind jedenfalls ein Irrweg und so leid es mir für die Tesla-Jünger tut, auch diese Fahrzeuge sind auf dem Holzweg.

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red2010 11.04.2016, 07:12
457. Kaufentscheidung

Danke für den realistischen Bericht. Auch wir überlegen seit Wochen hin und her ob oder eben nicht, dass das ideale Auto für uns ist? A: Es gibt keine gute Alternative, b: ich will ein E Auto ohne Brennstoffzelle und Tank.

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jfpublic 11.04.2016, 07:40
458. In diesem Forum nicht zu lösen

1.) Irgendwann wird man in Peking oder Kalifornien beschließen, nur noch E-Autos in die Innenstädte zu lassen und dann wird alles sehr schnell gehen.
2.) 80% aller Autos über 40.000 Euro sind eine emotionale Entscheidungen - für jeden BMW, Mercedes oder AUDI gibt es eine gleichwertig, billigere Variante -- warum sind hier alle so aufgeregt, wenn sich jemand einen I3 leistet ?

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DMenakker 11.04.2016, 07:49
459.

Ich habe 6 km zur Arbeit, 8 km zum Stammsupermarkt, 20 km für die Rundtour Onkologen und Spezialapotheke, 32 km zum nächsten Flughafen. Eigentlich wäre ich für so eine Karre geradezu prädestiniert.

ABER: Am Hauptbahnhof gibts keine Pakrplätze, sprich ich müsste in der Pampa parken, mit überfüllter S-Bahn oder versifftem Regionalexpress in die Stadt, bevor ich in meinen durchaus geschätzten ICE einsteige. Wenn es mal ein Auto für längere Strecken sein soll ist es erstens jedesmal umständlich sich extra einen Mietwagen zu holen, und vor allem ist es unpraktisch, weil ich auf langen Strecken vor allem dann das Auto nehme, wenn es kurzfristig sein muss und es keine Sparpreise gibt, oder wenn ich viel zu schleppen dabei habe. Mietwagen früher holen, nach Hause fahren, dann erst laden und schließlich losfahren ist auch keine Alterntive.

Es bräuchte, damit das für einen Ein-Fahrzeug Haushalt intressant wird, eine Reichweite von ca. 350 km ( länger sollte man sowieso nicht ohne Pause fahren ) um dann aber auch in max. 1 Stunde wieder voll laden zu können, oder eben den Stromer nur als Zweitwagen im Haus.

Ach ja, und bequemer müssten die Dinger auch werden. Seit ich weg bin von Neuwagen und mir stattdessen gebrauchte Oberklassenfahrzeuge kaufe, sagt mein Kreuz regelmäßig "dankeschön".

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