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Sicherheit im Straßenverkehr: Musikhören vervierfacht Unfallgefahr für Fußgänger
DPA

Gehen ist umweltfreundlich - aber gefährlich: Fußgänger verunglücken laut einer Studie besonders häufig tödlich. Dazu tragen sie oft selbst bei, doch meistens verschulden die Unfälle andere.

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misterknowitall2 11.04.2019, 12:03
1. Wie jetzt?

Wenn ich Musik im Ohr habe, ist das Risiko höher, als wenn ich eine Nachricht eintippe? Das glaub ich erst mal nicht. Wenn jemand schreibt ist er kaum noch im hier und jetzt. Beim Musikhören fehlt mir nur die Akkustik der Umgebung, welches ich durch mehr gucken wieder ausgleiche.

Und ich kann auch nicht glauben, dass die Fußgänger so selten für den Zusammenstoß verantwortlich sind. Ich erlebe das genaue Gegenteil. Mir rennen ständig unaufmerksame Fußgänger vors Rad und ich selber als Fußgänger komme NIE mit Radfahrern ins Gehege, ...wahrscheinlich weil ich selber viel fahre.

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widower+2 11.04.2019, 12:06
2. Da wird noch einiges kommen!

Leider! Für viele Jugendliche und jüngere Erwachsene scheint es heute quasi undenkbar zu sein, sich zu Fuß oder auf dem Fahrrad zu bewegen, ohne Kopfhörer im Ohr und das Smartphone vor der Nase zu haben. Joggen ohne Musik ist zum Beispiel für meine Tochter absolut unvorstellbar und in meinem Ort ist die Wahrscheinlichkeit, einen weiblichen Teenager auf dem Fahrrad zu sehen, der nicht gerade auf dem Smartphone rumtippt, ähnlich die eines Fünfers im Lotto.

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Gluehweintrinker 11.04.2019, 12:13
3. Wer es nicht glaubt, sollte "Smombie"-Videos gucken

Inzwischen gibt es zahlreiche Videos mit zum Teil erschreckenden Unfällen von Smombies. Sie laufen vor Laternen, Wände, Fahrstuhltüren, stolpern und fallen über Baustellenabsperrungen, fallen in Kellerschächte, in Swimming Pools, Springbrunnen oder Hefenbecken. Besonders tragisch sind die vermeidbaren Todesfälle, die durch Überwachungskameras dokumentiert sind. Eine Chinesin stürzte beim Smartphonetippen eine lange Außentreppe hinunter und starb, eine andere fiel in ein Hafenbecken und ertrank.

Dass manche Kommunen nun die Installation von Lichtsignalanlagen im Bodenbereich vor Fußgängerüberwegen ins Auge fassen, ist nach meiner Meinung die vollkommen falsche Strategie, denn es ermuntert die Daddelsüchtigen geradezu, ihr gefährliches Verhalten beizubehalten.

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HH-Hamburger-HH 11.04.2019, 12:16
4. Es ist schon schockierend!

Die Zahl der Fußgänger und auch der Fahrradfahrer, die mir entgegenkommen und mich mit totem Augen und leerem Blick anstarren, aber nicht wahrnehmen ist erschreckend hoch. Zumindest das Fahrradfahren mit Kopfhörern gehört schleunigst verboten und Fußgänger sollten im Falle einer Kollision eine gehörige Mitschuld erhalten, wenn sie gehörlos unterwegs waren.

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skilliard 11.04.2019, 12:20
5. Neulich an der Ampel

Neulich an der Ampel: Ein Fußgänger mit großen weißen Kopfhörern über den Ohren nähert sich der Bordsteinkante. Er hat rot, ich (Auto) habe grün. Er geht einfach ohne sich auch nur Ansatzweise um den Verkehr zu kümmern über die Straße. Ich wette, er schwebte gerade in seiner eigenen Dimension. Da ich vorausschauend fahre habe ich ihn schon vorher gesehen und konnte entsprechend abbremsen, aber auch das hat er wohl gar nicht mitbekommen. Wäre etwas passiert hätte man sich wieder aufgeregt über "die bösen aggressiven Autofahrer". Wenn demnächst die Elektroroller kommen wird es noch lustiger.

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widower+2 11.04.2019, 12:24
6. Nur die Akustik?

Zitat von misterknowitall2
Wenn ich Musik im Ohr habe, ist das Risiko höher, als wenn ich eine Nachricht eintippe? Das glaub ich erst mal nicht. Wenn jemand schreibt ist er kaum noch im hier und jetzt. Beim Musikhören fehlt mir nur die Akkustik der Umgebung, welches ich durch mehr gucken wieder ausgleiche.
Die ist nicht ganz unbedeutend. Oder haben Sie hinten Augen bzw. sehen Sie sich alle 2 Sekunden um? Einen von hinten ranrauschenden LKW nicht zu hören, birgt durchaus erhebliches Gefahrenpotenzial.

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ocrh 11.04.2019, 12:27
7. Kopfhörer

Dass Kopfhörer die Unfallgefahr deutlicher erhöhen als das Tippen auf dem Smartphone Zweifel ich nicht an. Ich bekomme ständig mit wie Leute unachtsam auf Radwege oder Straßen laufen ohne vorher zu gucken. Wenn man ruft reagieren die Smartphonezombies wenigstens, die Kopfhörerzombies eher nicht. Ich denke für beide mit, daher ist es noch zu keinem Unfall gekommen, aber neulich musste ich einen Kopfhörerzombie erst antippen, damit er nicht auf die Straßenbahngleise lief, als gerade ein Bahn kam. Am schlimmsten sind m.E. übrigens kopfhörertragende Radfahrer.

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querdeutsch 11.04.2019, 12:30
8. Die Kombination machts

es gibt absolute Horror-Kombinationen: Kopfhörer und E-Roller. Die Unfallambulanzen sollten schon einmal ihr Personal und Blutkonserven aufstocken.

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ambulans 11.04.2019, 12:32
9. das

mit den allgemeinen gefahren durch ablenkungen im "straßenverkehr" (ob nun als fuß-gänger, rad-fahrer, e-biker, auto-fahrer, usw.) versteh ich ja - die zahlen sind wirklich bedrückend, aber: das richtige problem sind hier doch alle "ablenkungen" - und da gibts schon so einiges zu "bewundern": natürlich "musik" (der berühmte "knopf im ohr"), der multi-funktionale bildschirm für mehr oder weniger alles im auto (teuer - und gefährlich), aufmerksamsheischende blink-werbung (bringt den kommunen zwar kohle, aber ...) allüberall am straßenrand, die nicht mehr zu übersehende überlastung unserer verkehrsinfrastruktur (mit all ihren folgen), und und. jetzt mal zynisch formuliert: woran wollens denn sterben, wenns mal soweit ist?

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