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Sicherheit im Verkehr: Warum eine Helmpflicht Radlern wenig hilft

Muss man die Radfahrer zu mehr Sicherheit zwingen? Verkehrsminister Raumsauer erwägt eine Helmpflicht. Der Zwang zur Haube soll Leben retten. Doch um die Radler wirksam zu schützen, wären andere Maßnahmen viel sinnvoller.

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Steve B 23.10.2011, 18:52
840. Geschwindigkeiten von Liegerädern

(Liegeräder)
Zitat von ocs1411
Schnell fahren dürfen Sie als Radfahrer nicht
Wenn ich das richtig recherchiert habe, bezieht sich Ihr zitiertes Urteil (OLG Karlsruhe, VRS 78, 329) auf einen Rennradfahrer, der mit 45 km/h unterwegs war und mit einem Fußgänger kollidiert ist. Davon bin ich in der Regel noch ein ganzes Stück entfernt, auch mit dem Lieger.

Zitat von
und die Nichtwahrnehmung durch jeden anderen Verkehrsteilnehmer ist deutlich schlechter.
Dass die NICHTWahrnehmung schlechter ist, kann ich bestätigen. Also dass die Wahrnehmung besser ist, meine ich. Dafür spricht jedenfalls das Verhalten der Autofahrer, wenn ich damit auf der Fahrbahn unterwegs bin. Also eigentlich ein Grund mehr, die Dinger in der Stadt zu benutzen.


Gruß,
Steve

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ocs1411 23.10.2011, 19:24
841. .

Zitat von Ervin Peters
Dies ist eine einzige, und auch alte Interpretation in dieser Richtung, die bei erneuter Prüfung keinen Bestand haben dürfte, da sie keine Aussage darüber trifft, wie diese 'allgemein erwartete Geschwindigkeit' ist. Ich beobachte Radfahrer und 'erwarte' Geschwindigkeiten von 5-90km/h. Andere, mit denen ich spreche erwarten auch durchaus 30-60km/h für Radfahrer. Die Planung in der ERA 2010 erwähnt 30km/h als anzustrebenden Trassierungsgeschwindigkeit in der Ebene und liegt damit der Realität etwas näher als es Ihre Vorstellungen sind - noch dazu ist es als Stand der Technik anerkannt.
Radfahrer sind Radfahrer und damit nicht andere Verkehrsteilnehmer. Ich kann ja wohl kaum selbst einschätzen, was andere von mir erwarten.

Kollidiert ein Radfahrer mit "erheblichem Tempo" einen die Straße querenden Fußgänger, trifft den Fußgänger lediglich ein ein 30-prozentiges und den Radfahrer ein 70-prozentiges Verschulden. So entschied das Oberlandesgericht Köln.

Dass auf Fahrradfernwegen andere Geschwindigkeiten gefahren dürfen als in einer Stadt versteht sich wohl von selbst.

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ocs1411 23.10.2011, 19:32
842. .

Zitat von Ervin Peters
Es scheint, das ihr Wissen um die Termini etwas lückenhaft und nicht hinreichend für eine Fachdiskussion ist.
Das ist hier keine Fachdiskussion, sondern das SpON-Forum. Selbstverständlich kann ich keine Begriffsfachdiskussion über Fahrradfahren führen, ich bin ja kein Radler. Sie scheinen mir für eine Fachdiskussion allerdings auch nicht geeignet zu sein, wenn Sie nicht wissen, dass Sie sich im innerörtlichen Straßenverkehr langsam zu bewegen haben.

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Thomas Humburg 23.10.2011, 19:45
843. --

Zitat von stern74
Ich bin selber Radler aber das ist totaler Unsinn. Dunkelradler sieht man oft viel zu Spät und es gibt viel zu viele davon. Ähnlich ist es mit Dunkelfußgängern. Dunkelautler gibt es da kaum.
Erstaunlich ist dann allerdings das bei Unfällen mit Radfahrerbeteiligung nur in etwa 1% der Fälle das Licht (mit)Unfallursächlich war. Bei Kraftfahrzeugen sieht das etwas anders aus:
Zitat von http://www.osram.de/osram_de/Consumer/Automobilbeleuchtung/Sehen_und_gesehen_werden/Licht_im_Strassenverkehr/index.html
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache 50% aller Unfälle mit tödlichem Ausgang geschehen nachts. Vermeidbare Unfälle, denn mangelhaftes Licht gehört zu den häufigsten Unfallursachen. Bei jedem fünften Unfall mit Personenschäden, der durch technische Unzulänglichkeiten verursacht wurde, lagen Beleuchtungsmängel vor. An Sicherheit zu sparen ist fahrlässig!

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ocs1411 23.10.2011, 19:53
844. .

Zitat von Montcerf
Langsam wird es wirklich lächerlich. Die Kosten bei Unfällen ohne die Beteiligung anderer werden so oder so von der Krankenversicherung des einzigen Beteiligten entsprechend deren Regeln übernommen, egal ob der Unfall nun bei der Polizei angezeigt wurde oder nicht.
Wird ein Unfall angezeigt, wird der Tatvorgang geklärt und die Schadensregelung zugewiesen. Ich finde es schon merkwürdig, dass Sie anscheinend überlesen, dass es eine Dunkelziffer gibt. Das sollte auch den unbedarften Leser darauf aufmerksam machen, dass Unfälle angezeigt werden müssen, wenn es sich um Verkehrs-, Arbeits- oder Sportunfälle handelt.

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ocs1411 23.10.2011, 19:56
845. .

Zitat von saschad
Doch, natürlich. Solange ich mich an §3 StVO halte.
Nein immer noch nicht. Ihre Uneinsichtigkeit deckt sich auch mit dem verbohrten, verkehrswidrigen Verhalten vieler Radfahrer. Da brauchen Sie sich nicht zu wundern, wenn die anderen Verkehrsteilnehmer langsam aber sicher eine Mordswut auf Euch Radraudies bekommen.

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mrichter78 23.10.2011, 19:57
846. .

Ich finde das - wenn man von einer Helmpflicht für Radler spricht - auf alle Fälle darüber nachdenken sollte, zuerst eine Helmpflicht für Kinder einzuführen. Denn da ist das Risiko doch besonders hoch.

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ocs1411 23.10.2011, 20:01
847. .

Zitat von saschad
Ich wäre Ihnen äußerst dankbar, wenn Sie Ihre beleidigenden Äußerungen für Ihren privaten Bekanntenkreis aufheben würden.
Und das schreibt jemand, dessen erster Beitrag über mich höchstbeledigend war, in dem er mich als Troll bezeichnete? Und seitdem versucht, meine Beiträge permanent diffamierend darzustellen?

Zitat von saschad
Schweben Sie mal langsam runter von Ihrer Wolke auf den Boden der Realitäten! Und nein, ich erkenne da nirgendwo einen Bezug auf aufgemalte Radwege.
Anscheinend doch, benutzen Sie ja das gleiche Wording.

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ocs1411 23.10.2011, 20:05
848. .

Zitat von Steve B
ie Rechtsprechung haben Sie ja gerade zitiert - danke. Allerdings scheint sich die "erwartete" Geschwindigkeit von Ort zu Ort zu unterscheiden. Wenn ich hier (München) mit 15 km/h daherzuckeln würde, werde ich von 90% der Radfahrer überholt. Gruß, Steve
Blöder Weise können die Radler die Geschwindigkeit nicht festlegen, sind sie doch die gleichen Verkehrsteilnehmer. Das bezieht sich auf Autofahrer und Fußgänger.

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saschad 23.10.2011, 20:16
849. Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!

Zitat von ocs1411
Ich kann ja wohl kaum selbst einschätzen, was andere von mir erwarten.
Dass Sie das nicht können überrascht mich nicht besonders.

Ich zumindest traue mir durchaus zu, beobachten zu können, wie schnell sich der Durchschnitt der Fahrradfahrer bewegt. Und wenn es soviele schnelle Fahrradfahrer gibt wie hier in München, dann ist das wohl auch das, womit die anderen Verkehrsteilnehmer rechnen. Oder schauen die anderen Verkehrsteilnehmer erst in Ihre rausgekramten Urteile, bevor sie sich in den Verkehr begeben?

BTW: ich weiss, wir hatten das schonmal, aber nur der Vollständigkeit halber: Ihr Urteil besagt nur, wie die Haftungsverteilung im Falle eines Unfalls geregelt wurde. Von einem generellen Verbot von höheren Geschwindigkeiten für Fahrradfahrer steht da absolut nichts. Solange also nichts passiert, sind Fahrradfahrer absolut legal auch mit über 30km/h unterwegs. Ihre ganze aus diesem Urteil resultierende "das darf man als Radfahrer aber grundsätzlich nicht"-Argumentation ist mithin einfach falsch. Aber ich bin sicher, dass Sie das auch diesmal wieder ignorieren werden. Und in der nächsten Diskussion werden Sie wieder die alten, bereits hinlänglich widerlegten Argumente auftischen, in der Hoffnung, jemanden zu finden, der Ihnen auf den Leim geht.

Nur noch als illustrierendes Beispiel: genauso, darf man auch absolut legal Tempo 200 auf der Autobahn fahren (so kein Tempolimit vorliegt), und bekommt trotzdem im Falle eines Unfalles eine entsprechende Teilhaftung verpasst, auch wenn man absolut nichts verkehrt gemacht hat. Einfach weil man deutlich schneller als mit Richtgeschwindigkeit unterwegs war. Folgt daraus dann Ihrer Ansicht nach auch "Autofahrer dürfen grundsätzlich nicht schneller als 130km/h fahren"?

Übrigens: ich warte immer noch auf den Beleg dafür, warum Sie sich anmaßen, mich einen Radrüpel zu nennen. Wann kommt der denn jetzt endlich? Sie sollten nicht immer nur "mehr belegen, weniger behaupten" fordern und dann Wein trinken.

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