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Smarts Abschied vom Benzinmotor: Alles nicht so easy
Daimler

Die Daimler-Tochter Smart will in zwei Jahren nur noch Elektrowagen verkaufen. Für das Unternehmen wird die Umstellung schwierig - das zeigt das Konzeptauto Forease.

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inmado 20.12.2018, 05:26
1. Premium?

Die mich ist der Smart ein hoffnungslos überteuerter Kleinwagen. Dabei bekommt man für den Preis eines Smarts schon jetzt auch ein richtiges Auto. Wie man es möglich ist, bei diesen Preisen keinen Gewinn zu erwirtschaften, ist mir ein Rätsel.
Wer wird eine Version mit Elektroantrieb kaufen wollen, die über 20k Euro kosten soll? Dazu eine lächerlich geringer Reichweite. So wird das nichts...

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quark2@mailinator.com 20.12.2018, 05:41
2.

Als der erste Smart rauskam, hieß es, der wäre klein und sparsam ...naja und der erste Blick auf reale Verbrauchswerte zeigte dann, was für eine Mogelpackung das war. Keine Ahnung, was das sollte. Ich bekomme immer Angst vor Radfahrern, wenn ich in so einem Würfelchen mitfahren muß. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn das nun elektrisch betrieben wird.

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spon_2086561 20.12.2018, 06:03
3. Zukunft?

"Designdetails wie Scheinwerfer oder Rückleuchten weisen geradewegs in die Zukunft."
Es ist immer wieder erstaunlich, mit welchen unnachahmlichen Innovationen die fortschrittliche deutsche Automobilindustrie aufwartet.

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alfredbonn 20.12.2018, 06:04
4. Fehlgeleitete Marketing-Strategie

Als langjähriger (seit 2002) Smart-ForTwo-Fahrer muss ich leider sagen, dass mit der Zeit die Modelle immer schlechter wurden. Das aktuelle Modell ist eine Katastrophe. Es wird unser letzter Smart sein.
Wir hatten zuerst ein Diesel-Cabrio welches ein zuverlässiges und günstiges Auto war. Danach einen Elektrosmart der vorigen Modellreihe (451). Als Zweitwagen und für den Stadtbetrieb ein sehr gutes Auto - leider zu teuer (460€ Leasing im Monat inkl. Batterie). Seit knapp 1 Jahr haben wir nun das aktuelle E-Smart-Modell. Neben der grausamen Optik (sieht aus wie ein Mops) ist es leider völlig unbequem geworden: Früher fühlte ich mich mit 1,86m und über 100 kg sehr wohl im Smart - tolles Raumgefühl. Bequemes Ein- und Aussteigen. Gute Sitzposition. Beine konnten ausgestreckt werden. Dieses Modell nun ist nur für skinny Asiaten gemacht: Ein- und Aussteigen ist eine Tortur. Kofferraum mit kaufm noch Ladevolumen. Das Auto ist völlig unpraktisch geworden. Wenn ich bisher andere Smart-Fahrer sah, waren es meist ebenso Leute in gesetzterem Alter, die sich an der bequemen Sitzposition und der Wendigkeit des Stadtflitzers erfreuten. Die ganze Marketing-Strategie zielt aber auf eine jugendliche Zielgruppe, die dieses Auto aber gar nicht möchte. Hier ist einfach das ganze Konzept verfehlt. Vielleicht zuviel nach China geschaut ohne den Markt zu verstehen ?

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dipl.inge83 20.12.2018, 06:14
5. Witz?

'Die Studie soll zeigen, wie Stadtverkehr Spaß macht'
Der ist so schlecht, daß er schon fast wieder gut ist.

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nach-mir-die-springflut 20.12.2018, 06:26
6. Rudolf, der Autist, Felix, der Spinner 01

"Die Elektrostrategie sei zwar richtig. 'Was es aber braucht, ist mehr Volumen: Mit 150.000 oder weniger Fahrzeugen im Jahr kann man Smart nicht in die Zukunft führen', sagt Dudenhöffer."

Der Satz ist unverständlich. Bei 12.000 E-Auto-Neuanmeldungen pro Jahr in D ist eine Zahl von 150.000 Stück utopistisch, wenn ein Fahrzeug sich hingegen 150.000 Mal pro Jahr verkauft, ist diese Zahl blendend, ein Kassenschlager.

Ich mag mich irren, aber diese Elektro-Initiative wirkt wie, wenn im gesättigten deutschen Automarkt der Konsum angeregt werden soll, indem einfach der Verbrenner per Doktrin verboten wird (oder massiv schlecht geredet), im Gegenzug das E-Fahrzeug als Heilmittel propagiert wird - im Effekt also eine gigantische Abwrackaktion.

Wenn Daimler mit Sprüchen wie "Zylinder sind nur noch alte Hüte" oder "Bald ist Otto nur noch ein Name" wirbt, so zeugt diese Sprache von einer massiven Verwirrung im Konzern, wo Ökonomen und Techniker sich den Kopf mit der Werbeagentur anstoßen. Erinnert an "Werbekampagne für Mett! - Ladykracher" (https://youtu.be/GDZPADq4zbg).

Und immer wieder China. Halten wir zu China einmal fest, dass China eine Diktatur ist, die über eine Mischung aus Kommunismus und Kapitalismus und protektionistischen Maßnahmen ein soweit erfolgreiches Wirtschaftsmodell verfolgt, was einen - bisweilen auch planlosen - Boom ausgelöst hat. Ein Land mit 1,4 Mrd. Menschen, das Erdöl importieren muss, in dem sich gerade die erste Generation ein eigenes Auto zulegt. China ist keine gewachsene Autonation wie Frankreich oder Deutschland oder die USA. Nicht einmal sein Auto dort darf man selbst waschen. Wenn dieses Riesenreich sich mobilisiert mit Verbrennerfahrzeugen, versacken die chinesischen Städte im Smog und im Lärm. Es ist also nur verständlich, dass die chinesische Staatsführung auf Elektrofahrzeuge setzt, und wäre ich China-Chef, ich würde es auch so diktieren. Im das Automobil erfunden habenden, rohstoffarmen Deutschland aber nimmt das Auto einen anderen Stellenwert ein, es geht um Langlebigkeit und bereits heute um Verzicht. Europäische Städte werden nicht schöner durch Massenverkehr, so dass wahrscheinlich ist, dass es in Europa zu ganz neuen Logistikkonzepten kommt, was die Belieferung der Regionen und Innenstädte entlastet. Der Chinamann kann sich nicht an einem alten Deutz-Schiffsdiesel erfreuen, weil er keinen alten Deutz-Schiffsdiesel hat.

Nun ist das E-Fahrzeug zum Synonym geworden für CO2 und Energiewende. Über die intellektuelle Differenzierungsunfähigkeit des Gutmenschen im Endstadium muss man sich insofern nicht mehr wundern, wenn man diesen als eine eigene Gattung begreift, die bald im Biologieunterricht separat behandelt wird. Kinder fragen dann die Biologielehrerin, ob man den auch streicheln darf, ob der beißt, wenn die Schulklasse in den Zoo geht, um sich Exemplare anzugucken. Unter Wissenschaftlern dieser neuen Wissenschaft heiß diskutiert wird, ob der Gutmensch (im Endstadium) ein Fleisch- oder Pflanzenfresser ist?

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nach-mir-die-springflut 20.12.2018, 06:27
7. Rudolf, der Autist, Felix, der Spinner

Was nun diese Energiewende betrifft, für die das E-Fahrzeug ein Synonym geworden ist, so stellt sich grundsätzlich die Frage, ob man die Verbraucher allesamt auf Strom umstellt, oder ob man mit dem EE-Strom (= Strom aus den Quellen Sonne, Erde, Wasser, Luft) die Energieträger herstellt, die die alten Verbraucher bedienen? Betreibe ich also mit dem Strom aus den Öko-Quellen die Elektrolyse und habe damit Wasserstoff als Ausgangsbasis, den ich wiederum mit dem CO2 aus der Luft verbinde, so dass ich Methan habe, was das Erdgas ersetzt, oder dass ich mir einen Benzolring baue, um ein synthetisches Benzin zu haben, das das fossile Benzin ersetzt? Im Hintergrund der Frage klopft leise, aber beständig eine viel gigantischere Frage, liberalisiere ich den Energiemarkt komplett oder zentralisiere ich ihn komplett?

Das heißt, das E-Auto ist nicht nur ein Synonym, es ist auch noch das Symptom. Es ist eine Ablenkung von den wirklich offenen Fragen, auf die man bis heute keine Antwort zu formulieren versteht.

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realist1964 20.12.2018, 06:36
8. Ja, ein E-Smart macht Sinn

Da der Smart ein reines Stadtauto ist, macht ein E-Antrieb dort Sinn. Aber auch nur dort. In anderen Fahrzeugen eher nicht. Es sei denn man bekommt die vielfältigen Probleme des Ladens (nicht der Reichweite) in den Griff, kann ich mir aber nicht vorstellen. Ein E-Smart für Eigenheimbesitzer (wegen des Ladens), das ist gut. Aber nicht diese Studie. Leute, die Büchse ist ja chic. Aber nur als Spaßmobil bei schönem Wetter, wie ein Moped.
Wenn ich meine Frau im Winter da reinsetze, bin ich der Scheidung nahe.

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dirkcoe 20.12.2018, 06:44
9. Das Kostenproblem hat nicht nur Smart

Bisher war der Antriebsstrang für viele Kunden weltweit der Hauptgrund ein Deutsches Auto zu kaufen. Genau dadurch hat sich Premium definiert - nicht durch gebogenes Blech. Bei der Umstellung auf EAntrieb entfällt dieser Wettbewerbsvorteil sofort und die Autobauer stehen plötzlich im Wettbewerb mit Marken, die bisher nur belächelt wurden. Das wird VW jetzt erleben. Technisch um 10 Jahre zurück, das Image unterirdisch dürfte sehr schnell Ende sein mit Höhen Preisen.

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