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Specialized Turbo S im Test: Dieses Fahrrad hat immer Rückenwind
Matthias Kremp

Sport-Pedelecs sind die Turbos unter den E-Rädern. Ihr Antritt garantiert hohen Fahrspaß. Doch die Hightech-Geräte haben ihre Tücken. Welche das sind, zeigt der Alltagstest.

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VeloSandy 29.06.2015, 11:35
60. @themistokles

Ich nutze einen ganz normalen Radhelm von Giro. Dass ich damit mit 45 km/h nicht unbedingt auf dem Kopf landen will ist klar. Allerdings fahre ich auf gerader Strecke mit dem Rennrad auch öfters mal 45 km/h (oder schneller) und beim Rennrad kommen dann sogar noch die schlechteren Bremsen als Gefahr hinzu. Beim Turbo bin ich mit eingeschaltetem Licht, meiner quietsch-pinkfarbenen Jacke und den Top-Bremsen gefühlt deutlich sicherer unterwegs als auf dem Rennrad.

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pr@ 29.06.2015, 11:36
61.

Was für ein mieser Artikel.
Die 45km/h S-Pedelecs gibt es schon mehrere Jahre. Nicht erst wie der Artikel suggeriert jetzt erst.
Eine durchschnittliche Reichweite wird nicht angegeben. Ein Fahrtempo wird nicht angegeben. Ein Zeitvorteil wird zwar genannt, dieser erscheint aber äußerst niedrig.
Mir scheint es so zu sein, dass der Autor quasi nie längere Zeit besagte 45 km/h gefahren ist. Möglicherweise sagenhafte 30?
Ziemlich unklar bleibt anbei auch die Streckenwahl, Streckenführung (Stadt, Land, etc).
Eigentlich wird hier nur übers Grinsen und über Pannen berichtet - halt, nein. Über die Reifenpanne laut Bildunterschrift wird im Text ja gar nichts gesagt.

23 Kilo sind übrigens für ein "Standardrad" gar nicht mal so viel. Auch wenn es mir als Rennrad/Triathlonrad-Fahrer schwer fällt: die meisten Stadt, City, Trecking (wer macht damit eigentlich wirklich mal Trecking?) sind so schwer gebaut, dass man nur auf wenige Kilogramm weniger Masse kommt. Da könnte man auch mal ansetzen und Standardräder einfach auf 9-11 kg (je nach Anbauteilen) zu bauen. Und schwupps - Akku kaum mehr nötig.

Anderes Thema: wer mal mit dem Rad nicht nur bergab 40-45 km/h gefahren ist, der weiss wie gefährlich das werden kann. Nicht weil die Geschwindigkeit selbst schlim wäre, sondern vorrangig, weil das von einem Radfahrer nicht erwartet wird (seitens der Autofahrer). Hinzu kommt noch die eingebaute Überholpflicht von Autofahrern ggü. Radfahrern, selbst wenn dies gegen sämtliche Verkehrsregeln verstößt - nur um dann rechts abzubiegen danach.
Hinzu kommt aber noch der nächste Punkt: wer so schnell mit dem Rad fährt oder fahren kann - dem wird das Tempo dann auch bewusst. Man muss erheblich umsichtiger und vorausschauender fahren. Aber eben nicht nur, weil andere Verkehrsteilnehmer einen ggf. falsch einschätzen, nein: die Brems- und Reaktionswege werden extrem lang, bzw die Zeiten kurz. Das ergibt ganz neue Einsichten übrigens auch ins Autofahren, wo ja häufig 60km/h+ Innerorts als "lahm" gefühlt wird und auf 1-2m dicht aufgefahren wird.
"Ich habs im Griff, klar!" - der Radler weiss es besser: Nein. -> ebenso wenig hat der Radler solche eine Kontrolle und muss auf Grund von nur 2 Rädern, eigentlich sogar nur einem Bremsrad (vorne!) noch viel mehr aufpassen. Rad-Verzögerungen/Bremsungen sind kaum schlechter als bei Autos - aber die Technik dafür, also die Verzögerung auch fahrtechnisch umsetzen zu können ist ein ganz anderes und weiteres Thema.
Insofern: Obacht und Übung!

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nolabel 29.06.2015, 11:45
62. No me

Zitat von decathlone
... dabei, pöbelnden Autofahrern klar zu machen, dass sie mit dem Ding nicht auf den Radweg dürfen! Hier in Bayern/Münchner Umland werden sie auf 10 km vermutlich im Schnitt 3 mal hupend und mit absichtlich geringem Seitenabstand von den Masters of the Landstrasse zurechtgenötigt, dass Sie deren Meinung nach auf der Strasse nichts verloren haben... Hoffentlich können alle die Geschwindigkeit dieser Dinger richtig einschätzen. Als Rennradler weiss man, was ein Sturz mit 45 km/h bedeuten kann.
Genau das ist für mich ein Ausschlusskriterium: Mit 45 km/h kann man eben nicht mitschwimmen im Verkehr und gefährdet sich selbst. Das gilt für alles was nicht Motorrad ist, abgesehen von der Schwalbe ,-)

Dann lieber langsamer auf Radwegen. Wobei eine Testfahrt mit einem "normalen" E-Bike mich auch schon richtig beeindruckt hat - obwohl oder gerade weil ich auch Motorrad fahre.

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pr@ 29.06.2015, 11:46
63.

Zitat von decathlone
... dabei, pöbelnden Autofahrern klar zu machen, dass sie mit dem Ding nicht auf den Radweg dürfen! Hier in Bayern/Münchner Umland werden sie auf 10 km vermutlich im Schnitt 3 mal hupend und mit absichtlich geringem Seitenabstand von den Masters of the Landstrasse zurechtgenötigt, dass Sie deren Meinung nach auf der Strasse nichts verloren haben... Hoffentlich können alle die Geschwindigkeit dieser Dinger richtig einschätzen. Als Rennradler weiss man, was ein Sturz mit 45 km/h bedeuten kann.
Dem muss ich absolut beipflichten.
Das ist aber nicht nur in Bayern so, sondern auch in NRW/Ostwestfalen.
Ich fürchte das ist im Autofahrerland Deutschland ohnehin überall so.

Ist gar keine Frage. Und ein Sturz mit 45km/h ist wirklich nicht von Pappe.
Weiterhin auch viel Spass am Rennradeln ;)

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onkel_apollo 29.06.2015, 11:47
64. Über Sinn und Unsinn

Sobald das Gespräch auf Pedelecs kommt, geht die überhebliche Debatte los, dass diese Art von Fortbewegungsmittel nur für Rentner und chronisch Faule sinnvoll ist. Ich kann nichtmal ansatzweise nachvollziehen, woher diese energische Abneigung kommt. Ich fahre seit 25 Jahren sportlich, viel, ehrgeizig und nicht nur bei schönem Wetter. Einige Jahre bin ich auch den Winter durchgefahren (im frischen Schnee die erste Linie im Wald zu ziehen hat etwas magisches). Ich fahre weil es mir Spaß macht, weil es gesund ist und weil es auch dem Ego gut tut, mit eigener Kraft Kilometer und Höhenmeter zu fressen. Aber ich bin E-Bikes gefahren und weiß um das fantastisch freie und angenehme Gefühl. Ich habe vollstes Verständnis für jeden, der das macht. Motorradfahrer fahren doch auch zu 99% auch nur des Genießens wegen. Oder Motorbootfahrer. Segler. Was spricht denn dagegen zu genießen? Wie schön muss es sein, durch die Wälder zu gleiten ohne groß Kraftaufwand Berge zu überwinden. Durch die unterstützende Technik neue Touren zu finden, einfach weil man weiter fahren kann, sich in andere Richtungen traut, Berge nicht meidet sondern mitnimmt usw..... Und ganz ehrlich, ich finde es allemal besser, zum Genuß mit dem Pedelec durch die Wälder zu gleiten anstatt genussvoll eine Zigarre zu rauchen, ein Glas Wein zu trinken, mit dem Motorrad zu fahren, in der Sonne zu liegen und und und. Also entspannt bleiben. Warum nicht etwas tun, was Spaß macht. Warum ich es nicht tue? Mir selbst sagt mein Kopf: trete mal lieber selbst, Du hast den Ehrgeiz dich zu verbessern und sportlich aktiv zu werden. Aber nicht jeder muss im Radfahren eine sportliche Aktivität sehen, sondern einfach eine interessante, schöne und gesunde Freizeitaktivität. Also lieber fahre ich heute Abend nach Feierabend mit dem Pedelec 40km anstatt ins stickige Kino zu hocken um Dinos beim rumhoppeln zuzusehen. Was ist daran denn so schlimm? Bleibt gechillt. Uns hindert ja keiner daran auch mit 85 noch einzig und alleine per Muskelkraft zu fahren.

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walter_e._kurtz 29.06.2015, 11:54
65.

Zitat von pr@
... Rad-Verzögerungen/Bremsungen sind kaum schlechter als bei Autos - aber die Technik dafür, also die Verzögerung auch fahrtechnisch umsetzen zu können ist ein ganz anderes und weiteres Thema. Insofern: Obacht und Übung!
Toller Beitrag, gerade der letzte Block!
Um die zitierte Stelle für Unbedarfte noch näher zu erläutern; aufgrund des hohen Gesamtschwerpunktes eines Radlers reicht es zur Erlangung max. Verzögerung eben nicht, kräftig in die Vorderradbremse zu langen.
Dabei muß man schon die Arme lang machen und den Hintern ´rausstrecken.
Ansonsten gibt´s keine Maximalverzögerung, sondern die Rolle vorwärts.
Zweiradbremsen will gelernt sein :-)

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MaxiScharfenberg 29.06.2015, 11:55
66. Darauf...

..hat die Menschheit gewartet. Kollektor, alte Atomkraftwerke, Kampf gegen jedes Wasserkraftwerk, aber Elektroenergie ist sauber, ha, ha, wie blöd sind die Deutschen?! So blöd.

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blindpflug 29.06.2015, 11:55
67. Jeder wie er es mag

Mein Chef fährt ein e bike von smart, ich benutze ein Singlespeed-Crossrad. Wir haben beide ungefähr das gleiche für die Räder bezahlt und schütteln den Kopf über den jeweils anderen. Ich möchte nicht mit einer 24kg Tonne herumkurven und er will sich nicht schinden auf dem Weg zur Arbeit. Na und? Jeder hat das was er will und wir brauchen beide kein Auto. Der Rest ist Geschmacksache denke ich...

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cor 29.06.2015, 12:00
68.

Zitat von di wa
Falsch hingegen ist das erwähnte höhere Unfallrisiko.
Sie und auch Mitforist kruderico sollten einfach mal in die nächste Unfallchirurgie gehen und nachfragen, wieviele Patienten aufgrund von Pedelecs/ eBikes die nun haben. Sie werden staunen, denn die Zahl ist fast explodiert.

Sie beide beschränken das auf Statistiken von gewöhnlichen Fahrradfahren, was ein völlig anderes Thema ist.

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Avantime2000 29.06.2015, 12:01
69.

Zitat von karl-felix
ich mir nicht sicher, wenn ich ehrlich bin glaube ich das nicht. Ich kann mir eher vorstellen, dass in der nächsten Generation der Radfahrer die E-Unterstützung so selbstverständlich ist wie heute die Gangschaltung. Ihr Einwand erinnert mich fatal an die älteren Herrschaften, die als die ersten Jungen mit Torpedo-Dreigang sie am Berg versägten empört hinterherriefen : " So was unsportliches du A...loch." Heute haben Räder ohne Schaltung nur noch ein Nischendasein. Für mich klar eine Altersfrage. Die Jungen nutzen ganz selbstverständlich E-bikes, während alte Puristen und Ewiggestrige hinterherzockeln und nörgeln, dass doch früher ohne Gangschaltung alles viel sportlicher war und so schön beherrschbar. Wenn einer sich wirklich für leistungsstarke E-Bikes interessiert, Audi bietet da auch was ganz hübsches, ruhig mal googeln .
Es ist halt eine Frage für was man die Dinger benutzt. Für mich sind meine Fahrräder Sportgeräte und die habe ich gerne pur. Oder geht man mit einem Rollator bergsteigen? Da wo ich mit dem MTB rumfahre, habe ich noch nie ein E-Bike gesehen. Für die Stadt nehme ich meinen Roller, da ist man wenigstend schnell genug unterwegs.

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